unbedenklichen Dünger für Aloe

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unbedenklichen Dünger für Aloe

Beitragvon Luan4711 am 12. Apr 2006, 13:30

Hallo zusammen!
Ich habe zwei schöne Aloes, die nur darauf warten verspeist zu werden - zumindest teilweile. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob man dies bedenkenlos tun kann, wenn die Pflanzen mit konventionellem Dünger gedüngt wurden. Außerdem ist die gekaufte Erde ebenfalls in den meisten Fällen gedüngt - wer weiß was da alles drin ist... Kann mir vielleicht jemand sagen, ob es einen Natur-/Biodünger gibt, welchen man für diesen Zweck verwenden kann?

Vielen Dank...
Luan4711
 
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Beitragvon Kräuterfee am 12. Apr 2006, 13:36

Hallo Luan4711,

Aloe braucht man nicht zu düngen. Düngen muß nicht sein, in der Natur bekommen sie auch keine Düngemittel.
Das hättest Du aber hier im Forum schon erlesen können. Schau Dich bitte erst einmal hier ruhig um. ;-)
MfG
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Beitragvon Verbene am 12. Apr 2006, 20:31

Hallo liebe Kräuterfee,

Düngen muß nicht sein, in der Natur bekommen sie auch keine Düngemittel.


bitte erlaube mir, da gegenteiliger Meinung zu sein :)
In der Natur fallen mit der Zeit die unteren Blätter der Aloe ab (weil sie dazu neigt, einen Stamm zu bilden). Diese Blätter verrotten und bilden - wenn auch wenig - Humus, den die Pflanze zum Weiterleben benötigt. Ebenso geschieht dies mit den Pflanzen in der näheren Umgebung der Aloe bzw. überhaupt mit allen Pflanzen in der Natur. Durch das Werden und Vergehen "düngen" sie sich quasi selbst. Ebenso sitzt in der Nähe einer Aloe auch ab und zu ein Raubvogel, der sich erleichtert; oder ein Muli steht dort und tut das Gleiche :D . Es reicht auch nur, wenn dort das eine oder andere tote Insekt zu liegen kommt.
All dies kommt der Aloe in der Natur zugute...

Im heimischen Blumentopf haben wir diesen natürlichen Prozess aber ausgeschaltet. Fein säuberlich werden Pflanzenreste von der Erde weggenommen und verwelkende Blätter abgeschnitten.
Ich habe schon verhungerte Topf-Aloes gesehen. :(

Wir sind uns absolut einig, daß trotz allem kein Kunst- oder käuflicher Dünger an die Pflanzen sollte. Wer einen Garten hat, kann sich glücklich schätzen, etwas Kompost (nur ganz wenig!!) an die Erde der Aloe zu mischen und auf diese Weise der Pflanze ganz sparsam und wohldosiert frische Nährstoffe zukommen zu lassen. Dieser Kompost sollte immer mit reichlich Sand versehen werden, damit die Aloe nicht zuviel Nährstoffe bekommt. Das würde sie mit Monsterwuchs und späterem Zusammenbrechen "danken".
Summa sumarum: als "Dünger" für die Aloe reicht das Umtopfen in neue sandige Erde mit Kompostanteil in Abständen von 2 Jahren. Aber ohne neue Erde geht auch die beste Aloe irgendwann ein.
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Beitragvon Kräuterfee am 13. Apr 2006, 07:26

Hallo Verbene,

wenn Du es so siehst, warum leben meine seit 10 Jahren noch ?
Bei den Töpfen, wo ich keine Vulkangesteinserde mehr hatte, habe ich in den Jahren 1x etwas Heilerde draufgestreut, bei einer anderen mal statt Wasser 1x Tee gegeben - das war's dann aber schon. - Und meine Pflanzen sind fenster-hoch und passen schon nicht mehr auf einer Fensterbank von ca. 50 cm Tiefe und kippen bald 'runter ! Bild (im Sommer stehen sie aber draußen) ;-)
MfG
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Beitragvon Verbene am 13. Apr 2006, 08:23

Guten Morgen Kräuterfee,

und Du hast sie in den 10 Jahren nicht einmal umgetopft?

Vulkangesteinserde ist natürlich etwas Feines; es könnte sein, daß die "länger vorhält". Woher bekommt man die ?
Und den Tip mit der Heilerde werde ich mir merken (hab da irgendwo auch noch ein paar Päckchen zu liegen...).

Die Pflanzen mit Tee gießen...sehr interessant! (*staun*) Welchen Tee hast Du genommen?
Ich könnte mir Schachtelhalm gut vorstellen zur Kräftigung der Blätter.
Meine Gartenpflanzen neble ich ab und zu mit Zwiebelschalen-, Knoblauch- oder Brennesselbrühe ein, wegen der Schädlinge.

Ansonsten zum Thema Düngen: ich habe viele Kakteen, die auch alle sehr auf Magerkost stehen. Allerdings blühen sie nicht, wenn ich ihnen nicht doch ab und zu (1x im Jahr) eine kleine Schicht Kompost mit frischem Sand gönne.

Nun, im Leitungswasser sind auch noch ein paar Mineralien. Und wenn die Pflanzen draußen stehen im Sommer...wer weiß, ob nicht der eine oder andere Piepmatz die Töpfe elegant als Toilette benutzt :lol:

Liebe Grüße von
Verbene
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Beitragvon Kräuterfee am 13. Apr 2006, 08:54

Verbene hat geschrieben:....und Du hast sie in den 10 Jahren nicht einmal umgetopft?

nein !

Vulkangesteinserde ist natürlich etwas Feines; es könnte sein, daß die "länger vorhält". Woher bekommt man die ?

Einen Teil bekam ich von Angelika nebst Pflanze; einen Teil habe ich mir von den Kanaren mitgebracht, wo es nicht reichte, habe ich mir selbst magere, sandige Erde gemischt und einmal mit Heilerde und einmal mit Tee aufgedüngt.

Und den Tip mit der Heilerde werde ich mir merken

Habe nur 2 TL pro ca. 22 cm Topf genommen.

Die Pflanzen mit Tee gießen...sehr interessant! (*staun*) Welchen Tee hast Du genommen? Ich könnte mir Schachtelhalm gut vorstellen zur Kräftigung der Blätter.

Ja genau, Ackerschachtelhalm, wegen dem hohen Kiesensäuregehalt.

LG
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Beitragvon Kräuterfee am 13. Apr 2006, 09:03

Fast vergessen – meine jungen Aloe-Pflänzchen:
Da habe ich mit Lapacho und mit Rotbuschtee gegossen.

Wichtiger Tipp noch wegen der Heilerde:
Die feine Substanz verdichtet die Erde an der Oberfläche, mehrmaliges Auflockern ist daher unbedingt erforderlich ! ;-)


Schönes Osterfest
wünscht
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Beitragvon Verbene am 13. Apr 2006, 12:26

Hallo Kräuterfee,

Habe nur 2 TL pro ca. 22 cm Topf genommen.


Das halte ich auch für völlig ausreichend. Das mit der verdichtenden Wirkung kann ich mir gut vorstellen. Allerdings glaube ich auch, daß die feinpudrigen Heilerdebestandteile langsam nach unten durchsickern, zumindest wenn man die Pflanze von oben gießt (was ich in den meisten Fällen bevorzuge).


Einen Teil bekam ich von Angelika nebst Pflanze; einen Teil habe ich mir von den Kanaren mitgebracht,


Haach...da hab ich wohl bei meinem letzten Sizilienurlaub gepennt. Das nächste Mal nehm ich auch welche mit von den Hängen des Ätna :D
Das wird Don Corleone (oder wie die heißen) ja wohl hoffentlich nicht stören :lol:


Fast vergessen – meine jungen Aloe-Pflänzchen:
Da habe ich mit Lapacho und mit Rotbuschtee gegossen.


Super, da fühlen sie sich gleich heimisch oder zumindest an die Heimat erinnert :D

Auch Dir ein frohes Osterfest!

Liebe Grüße von
Verbene
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