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Alternative Maßnahmen zur Fiebersenkung

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MOB
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Alternative Maßnahmen zur Fiebersenkung

Beitragvon MOB » 22. Okt 2001, 10:32

Hallo. Ich besuche zur Zeit den Diplomjahrgang der GuKP-Schule. Als Diplomanforderung müssen wir eine Fachbereichsarbeit schreiben. Mein Thema ist es Fieber zu senken mit alternativen Heilmethoden. Ich würde euch bitten mir nette brauchbare Tips zu geben wo ich noch viel interessantes über dieses Thema finden kann.
Ich bedanke mich schon im vorraus für die netten Tipps.
Liebe Grüße Petra

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aus dem Gästbuch;
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Gast

Beitragvon Gast » 22. Okt 2001, 18:43

Hallo Petra,

hier schon mal ein Link wo einige Indikationen gegen Fieber aus dem Buch "Naturheilkunde - kurz und bündig" aufgeschrieben sind. (bitte unter Fieber suchen)
http://www.sanat.ch/deutsch/indicabc.htm

Von mir bekommst Du dann noch andere Tipps.
Hab' momentan keine Zeit...

MfG
Kräuterfee

Gast

Beitragvon Gast » 22. Okt 2001, 21:16

Hallöchen,

ich nochmal.
Nun, in Frage kommt jede Menge.
- Adamus Lonicerus "Kräuterbuch" von 1679
- Künzle "Das große Kräuterbuch"
- "Pater Simons Hausapotheke"
- Dr. Leonard Hochenegg (mehrere Bücher)
- Maria Threben "Apotheke Gottes"
- Hildegard von Bingen
- Diskruides (krieg'ste morgen den Link dazu)
- Kräuterpfarrer Weidunger
Dies fällt mir spontan zur Kräuterheilkunde ein.
Dann noch homöopathische Mittel, evt. Schüssler (muß ich aber erst nachsehen...)
An welche Bücher komm'ste 'ran ? - Sonst muß ich soviel tippen...Alte Heilkunst (Lonicerus, Diskruides, Hildegard findet man teilweise deckungsgleich bei neureren Kräutereilern wieder...
Bei Lonericus findet man bei Fieber schon 75 Seiten und das in Sütterlin geschrieben in mitteralterlicher Ausdrucksweise (schwere Literatur *ggg*; bin auch noch nicht mit dem Buch durch...)

MfG
Kräuterfee

Gast

Beitragvon Gast » 23. Okt 2001, 08:50

Nanu ? Noch nichts los hier ? Bei dem Thema gibt's doch viel zu sagen !

Hausmittelchen:
Fusssohlenwickel mit Zwiebeln/Zwiebelsocken
Der Fusssohlenwickel bringt Erleichterung beim Zahnen, bei Grippe, Fieber, Ohrenschmerzen, Nasennebenhöhlenentzündung.
Die Zwiebelsocken eignen sich für Erwachsene und Kinder ab ca. 6 Monaten.
Material
2 x 2 Zwiebeln
dünnes Baumwolltuch
Wollsocken
evtl Wärmflasche

Zubereitung
Du nimmst pro Fuss zwei Zwiebeln, schneidest sie grob und legst sie auf das Tuch. Nun legst Du die Stoffränder darüber und erwärmst diese Kompresse auf dem umgekehrten Pfannendeckel über heissem Wasser. Dann zerquetschst Du die Zwiebeln, legst sie auf sie Fusssohlen und ziehst die Wollsocken darüber. Der Fuss muss gut warm gehalten werden (evtl Bettflasche dazugeben). Der Wickel kann gut über Nacht anbehalten werden.

Hier der versprochene Link zu den Büchern des Diskurides:
http://members.fortunecity.com/dioskurides/id18.htm
(Buch 1 des Diskurides Cap. 15. Kostus.
Cap. 33. Sikyonisches Oel.
Cap. 61. Die Bereitung des Dillöls.
Cap. 74. Zimmtsalböl.
Cap. 149. Thebanische Datteln.
Cap. 181. Sykomore.
und bei den anderen Büchern des Diskurides findest Du bestimmt noch mehr)

Aus der Homöopathie Mittelchen:
http://www.leo-willin.de/Homoeopathie/Fieber.htm

Schüßler-Medizin:(Einsatzeinschränkungen bei den Nummern beachten !!!)
Fieber:
unter 39º: Nr. 3 Ferrum phosphoricum alle 10 Minuten 1 Tablette
über 39º: Nr. 5 Kalium phosphoricum alle 10 Minuten 1 Tablette
beim Zahnen der Kinder: Nr. 3 Ferrum phosphoricum
im Wechsel mit dem Mittel Nr. 11 Silicea stündlich 1 Tablette

Aus der Ayurverda:
Adiowan (Königskümmel, Indischer Kümmel )
wird in der ayurvedischen Medizin Indiens häufig als Heilpflanze verwendet, vor allem gegen Verdauungsbeschwerden und Fieber. In der westlichen Medizin benützt man Thymol, den Hauptbestandteil des Adiowanöles, in Arzneien gegen Erkältungskrankheiten.
Ghee ist ein Produkt, das aus ungesalzener Butter hergestellt wird.
Ghee ist hilfreich bei chronischen Fieber, Anämie und Störungen des Blutes und ist nützlich zu Entgiftung.

Bei Schüßler und Ayurveda kenne ich mich nicht so aus, ist bestimmt noch einiges zu finden, wenn Du möchtest. - Vielleicht helfen die anderen auch noch mit.

MfG
Kräuterfee

Gast

Beitragvon Gast » 23. Okt 2001, 12:36

Ups, Alleingang angesagt ?

Na dann Anregungen zu Hauf:
Ein Kraut erklärt...weitere nur erwähnt...
Fieberkraut, Gemeines Tausendgüldenkraut
Echtes Tausendguldenkraut / Erdgalle / Fieberkraut / Rother Aurin / Tausendgüldenkraut
Inhaltsstoffe
Amarogentin
Bitterstoff
FettsäureGentiopikrin
Gummi
Harz
Mineralsalz
Stearin
Wachs
Äetherisches Öl
PharmaName: Herba centaurii - Verwendung: Kraut

Weitere Pflanzen bei Fieber:
Edel-Tanne
Gemeine Schafgarbe
Kalmus
Rosskastanie
Engelwurz
Garten-Kerbel
Sellerie
Wermut
Hänge-Birke,Moor-Birke
Gemeines Hirtentäschelkraut
Gemeines Tausendgüldenkraut
Echte Kamille
Kubeben-Pfeffer
Langer Pfeffer
Balsamkraut
Benediktenkraut
Distel-Artischocke
Roter Fingerhut
Gemeine Esche
Echtes Johanniskraut
Weisse Taubnessel
Gelbe Lupine
Holzapfel
Fieberklee
Rotgefleckte Gauklerblume
Basilikum
Gemeine Pestwurz
Gebräuchlicher Haarstrang
Schwarzer Pfeffer
Pappel
Espe
Gelber Portulak
Gemeiner Tormentill
Gewöhnliche Küchenschelle
Medizinal-Rhabarber
Brombeere
Himbeere
Wein-Raute
Silber-Weide
Schwarzer Holunder
Schwarzer Holunder
Vogelbeerbaum
Edel-Gamander
Bockskornklee
Huflattich
Grante
Dichtblütiges Wollkraut
Eisenkraut
Laubbaum-Mistel

fieberkrank:
Arnika
Hänge-Birke
Gemeines Tausendgüldenkraut
Benediktenkraut
Moor-Spierstaude
Holzapfel
Nickende Küchenschelle
Schwarzer Holunder
Vogelbeerbaum
Grante(Preiselbeere)
Wohlriechendes Veilchen

Nun noch allgemeines:
Künzle " Das große Kräuterheilbuch"
- 18 Grad Zimmertemperatur, nicht wärmer, nicht durchsäuertes Zimmer
- Abwaschungen des ganzen Körpers mit kaltem Wasser (außer bei Blattern und Scharlach)
- viel trinken, kaltes Wasser (fördert Stuhl + Urin)
- Tee von erfrischenden, aber nicht kältenden Kräutern, wie maßliebchen, Pfefferminz, Stechpalme, Wiesengeißbart
- je weniger man ißt, desto schneller die Genesung (essse bei Fieber nie hitzige Speisen, wie Fleisch oder Fleischbrühe, sondern aus dürren Früchten, Gerstenschleim, Reis, Brot, Sago, Grütze)
- keine Anstrengungen, keine übermäßigen Besuche
* verschiedene arten des Fiebers => 3 Regeln:
1) Darmreinigung
2) Fasten, solange das Fieber anhält
3) Wickel


weiteres folgt...
MfG
Kräuterfee

Gast

Beitragvon Gast » 23. Okt 2001, 13:45

nach dem Essen, kamen folgende Ideen zustande:

Sprüche zu Fieber:
Holunder
auch Hollerbusch: er gilt als Zauberbusch und steht mit der alten Göttin Holler (Frau Holle) in Verbindung. "Zweig ich biege dich, Fieber nun lass mich, ich hab dich einen Tag hab du's nun Jahr und Tag" Mit dieser Formel sollte Fieber auf den Hollerbusch, den "Baum des Heils" übertragen werden.

Im KRÄUTERBUCH VON
JACOBUS THEODORUS "TABERNAEMONTANUS" ANNO 1625
findet man auch vieles über Fieber:
(Pfirsichbaum
Von Pfersingblüetöl
Etliche füllen einen Hafen mit Pfersingblüet/ graben denselbigen in die Erden oder Mist ein zeitlang darnach trucken sie darauss ein Oel/ damit schmieret man für der Hitz der Fieber der Pulssadern und andere Oerter.

Hopfen -
Es hat auch der Hopff ein Krafft und Natur die verbrandte melancholische Feuchte gemachsam ausszuführen: Läutert auch und rereiniget das Geblüt: Wirdt nützlich gebraucht wider allerley Fieber so von Unreinigkeit dess Geblüts/ unnd verstopffung der Leber unnd dess Miltzes jren Ursprung haben/ fürnemlich aber soll er gebraucht werden zu den melancholischen Fiebern.

Geißblatt
Eusserlicher Gebrauch
DIOSCORIDES schreibet/ wann man die Bletter in Oel koche und den Rückgrad darmit treibe/ (erwärme den gantzen Leib) so vertreibe es das Schaudern der Fieber.

Gänseblümchen
Jnnerlicher Gebrauch der Masslieben
Wenn jemandts ein ader in der Lungen entzwey were/ dass er Blut ausswürfe/ der soll diese Masslieben unnd ein wenig Schwartzwurtz in Wasser sieden/ wann ein Fieber zu gleich vorhanden were/ und darvon stetigs einen guten starcken Trunck thun: Hierzu kan man auch etwas von BOLO ARMENO oder TERRA SIGILLATA thun/ wirdt der Tranck desto kräfftiger.

Holunder
Eusserlicher Gebrauch
Wider das Tertianfieber/ nimb ein Hand voll Holderblätter/ Lavendel/ Saltz/ jedes ein wenig/ machs mit Baumöll an/ und legs uber die Pulss/ das soll auch das Fieber wenn es ein weil gewehret hat/ vertreiben.
Von Holderblühtwasser
Wenn die Blumen wol zeitig seyn/ soll man in BALNEO MARIAE ein Wasser darauss brennen.
Diss Wasser getruncken Morgens und Abendts/ jedesmal auff drey Loth/ weichet die Brust/ ist gut für Geschwülst/ Wassersucht/ eröffnet die Verstopffung der Leber/ Miltzes und Nieren/ vertreibt das Fieber TERTIAN.

Kuhschelle
Jnnerlicher Gebrauch dess Küchenschellen Wassers
Küchenschellen Wasser ist ein heylsame Artzeney/ zu dem viertägigen Fieber/ so ein Mensch dasselbig anstösset/ vier oder fünff Loth getruncken/ und darauff wol geschwitzet/ dann es treibet den Schweiss gewaltig. Man muss aber das thun/ so offt den Menschen das Fieber ankommet/ so verhütet es die Wassersucht/ unnd andere Zufälle/ die gemeiniglich auff das QUARTAN folgen/ unnd verschaffet dass das Fieber nicht lang weret.

Sankt Johanniskraut
Innerlicher Gebrauch.
DIOSCURIDES schreibet/ wann man das Kraut mit Wein trincke/ so vertreibe es das dreytägige Fieber.

Ysop
Jnnerlicher Gebrauch dess Ysops
Ysop mit Wein gesotten/ Fenchelsamen darunter vermischet/ den getruncken/ nimbt das wehe im Magen unnd Därmen/ hilfft wieder die Wassersucht und Gelbsucht/ beweget den Harn unnd der Frauwen zeit/ vertreibt den Frost dess Fiebers/ und bringt dem Leib gute hitz.

Teufelsabbis
Wider das viertägige Fieber: Nimm Teufelsabbiß mit Kraut und Wurtzeln/ Braunmänderleinkraut/ Ochsenzungenkraut und Wurtzeln/ alles grün und frisch/ gesäubert und klein geschnitten und gestossen/ schütt ein gebrannten Wein darüber/ der dreymal gebrannt ist/ daß er die Kräuter bedecke/ laß über Nacht stehen in einem wol vermachten Glaß/ des Morgens thue es in ein gläsinen Kolben und distillier es in BALNEO MARIAE ab/ behalts darnach wol vermacht. Von diesem Wasser gib dem Febricitanten viermal nach einander/ allwegen auf den Tag/ wann ihn das Fieber anstossen will/ jedesmal 5. oder 6. Loth zu trincken/ und lasse ihn darauf niderligen/ so wird ihme das Fieber nachlassen.

Geißraute
Innerlicher Gebrauch des Geißrauten-Eßigs.
Geißrauteneßig wird sonderlich in Sterbensläuffen/ wann der Lufft vergifftet ist/ gebrauchet in den Speisen/ deßgleichen wann hitzige/ brennende und pestilentzische Fieber regieren/ bereitet man alle Speisen damit/ so wol vor die Gesunden sie vor solchen Kranckheiten zu verhüten/ als vor die Krancken der gifftigen Contagion Widerstand zu thun/ und den Durst und brennende Hitz zu löschen und zu mildern/ auch das Herz vor Feuchten und Fäulnuß zu verhüten/ und daß das Gifft das Herzt nicht einnehme zu wehren.

Teufelsdreck
(STINKASANT, TEUFELSDRECK
Steckenkraut: Ferula assa-foetida - Umbelliferae)
Jnnerlicher gebrauch deß Teuffelsdrecks.
Wider das viertäglich Fieber: Nimb Teuffelsdreck/ Weinrauthenbletter/ langen Pfeffer/ jedes ein halb Quintlein/ stoß zu Pulver/ und vermische es mit Honig wie ein Latwerg/ unnd nimb solches eyn zwo Stunden zuvor ehe dich das Fieber anstösset/ das magstu einmal oder drey thun/ biß daß du besserung befindest.

MfG
Kräuterfee


Gast

Beitragvon Gast » 23. Okt 2001, 15:02

weiteres aus der Homöopathie:
China officinalis (Cinchona pubescens Vahl, Cinchonae succirubrae cortex, Cortex Chinae)
Deutscher/Englischer/Französischer Arzneiname
Chinarinde, Gräfinnenpulver, Jesuitenpulver, Kardinalspuder
Cinchona Bark, Jesuit´s powder, Peruvian Bark, Red Bark
Ecorce de Quinquina
Cascarilla
yarachuchu [“Fieberbaum“]
Pflanzenfamilie
Rubiaceae, Cinchonaceae
Zubereitungsformen
Chinarinde und daraus bereitete Galenika (Chinawein und Chinatinktur) als tonisierendes und kräftigendes Bittermittel für Kinder gebraucht
Homöopathisch
Inhaltsstoffe der Arznei - Botanik
Chinin, Chinone, Cinchonidin, Chinarot, Gerbsäure, Bitterstoffglykoside, u.a.
Thermische Eigenschaften
Wirkrichtung TCM
Wirkung TCM
fiebersenkend, nervenstärkend
tonisierend
krampfstillend
Frucht abtreibend
Muster nach TCM
Geschichtliches:
Durch den Jesuiten Barnabé de Cobo kam die Arznei nach Europa. Der Name der Arznei geht auf eine Verwechslung zurück: Die Rinde kam 1639 zusammen mit dem Tolubalsam - quina quina ([„Rinde der Rinden“] nach Europa. Bei der Bestandsaufnahme wurden die Namen durcheinandergebracht und die Rinde des Fieberbaums bekam den Namen des Tolubalsams. Der Legende nach soll der Name angeblich von der Gräfin Cinchona, der Frau des peruanischen Vizekönigs, stammen, die mit der Rinde vom Wechselfieber geheilt worden sein soll. Linné soll zumindest ihr zu Ehren 1739 der Chinarinde den offiziellen Namen Cinchona officinalis gegeben haben.
Im 17. Jahrhundert wird von der Heilung des englischen Königs Charles I. und von Ludwig XIV. vom Fieber berichtet. Ludwig der XIV. bot dem englischen Heiler Talbot 48000 Pfund, um das Geheimnis des Rezepts zu erwerben. Der steckte das Geld ein, vergaß aber das Rezept dazulassen. Im Jahre 1682 veröffentlichte Nicolas de Blégy, dem die Rekonstruktion der Formel gelungen war, das Rezept in dem Werk „Die englische Medizin für die Heilung der Fieber“. Die Einführung der Chinarinde in die europäische Heilkunde war von großem Widerstand des medizinischen Etablissements der damaligen Zeit gegen die Verwendung der Rinde begleitet.
China war die Arznei, mit der Samuel Hahnemann die Homöopathie begründete. Bei der Übersetzung von Cullens Materia Medica im Jahre 1790 stieß er auf die Behauptung Cullens, daß die Chinarinde wie auch die übrigen bitteren Substanzen den Magen stärkten und diese tonisierende Kraft auf den übrigen Körper überginge und so das Wechselfieber heilten. Dies erregte seinen Widerspruch und führte zum legendären Selbstversuch, der in der Folge die Ähnlichkeitsregel hervorbrachte. China ist ein Malaria-Mittel ersten Ranges. Rudolf Steiner hat herausgestellt, daß bei Malaria eine Blutverdünnung auftritt, die als Gegenregulativ zu sich zu stark entfaltenden Egoismus-Kräften zu verstehen ist. Sie entzieht diesen Kräften die Grundlage - das Blut, und stellt damit Korrektur und Entwicklungshilfe dar. Für die geistigen Ursachen eines solchen Krankheitsschicksals weist Steiner auf vorherige Erdenleben.

Max Retschlag: "Die Alchimie und ihr großes Meisterwerk der Stein der Weisen"
(1934 Richard Hummel Verlag, Leipzig)
Destillierter Saft aus Melonen heilt Fieber und innere Entzündungen,
Die Gerinnung des Schwefels verursacht Gehirnerkrankungen, Schwindel, Apathie, Koma. Solche Schäden werden behoben durch "den warmen Schwefel der Sonne", eine Gold-Schwefel-Verbindung mit der Tinktur aus Convallaria und dem Öl aus Caryophyllum. Die Entzündung des Schwefels bildet die Ursache für putride und pestilenzielle Fieber, sie erzeugt Erysipelas, Gangrän, Phlegmone und Ophthalmien. Beseitigt werden diese Er-krankungen durch einen schweißtreibenden Schwefel, wie der aus dem Knallgold bereitete, der mit dem Salz aus Artemisia Absynthium zu mischen ist.
Das "Elixier proprietatis Paracelsi" galt als ein Mittel, alle Arten von Alterserscheinungen zu beseitigen, Migräne, Wechselfieber, Nierenleiden zu heilen, vor Lähmungen zu bewahren und das Leben zu verlängern.

MfG
Kräuterfee

Gast

Beitragvon Gast » 23. Okt 2001, 19:52

He, Ihr sollt nicht nur lesen... *ggg*

Pater Simon Aŝiĉ von der Zisterzienser Abtei Stiĉna (Sittich)
Aus „Pater Simons Hausapotheke“

Fieber
Wenn die Temperatur über 37 Gard liegt, hat man Fieber und man sollte ins Bett gehen. Der Kranke bekommt bei hohem Fieber einen schnelleren Puls, Atmung, Zunge und Kehle werden trocken. Es plagt ihn Durst und Schüttelfrost. Er sollte Tees schluckweise trinken. Das Fieber wird mit kühlen Umschlägen gesenkt. Möglichst bald die Ursache des Fiebers finden.

1. Tees
 schwarzer Holunder: zum Schwitzen bei Fieber, 2 Teel. Blüten mit ¼ L heißen Wasser überbrühen, 10 min ziehen lassen, filtern, schluckweise trinken
 Weißdorn: Mit 1 L Wasser je 3 Eßl Rinde überbrühen, 10 min ziehen lassen, filtern und je 1 Tasse vor dem Mittag- und Abendessen trinken.
 Esche: gegen Fieber. In ½ L Wasser 2 Eßl Rinde 5 min kochen. 10 min ziehen lassen und 3x täglich je 2 Tassen trinken
 Verbene: Mit 1 L heißem Wasser 3 Eßl getrocknetes Kraut überbrühen. 10 min ziehen lassen und 3x täglich je 2 Tassen trinken.
 Kamille, Linde, Hundsrose
 Tausendgüldenkraut, Enzian, Olivenblätter: In 1 L Wasser 4 Eßl Mischung aufkochen. 10 min ziehen lassen und je 1 Tasse vor dem Mittag- und Abendessen trinken. Mit dem Rest der Überbrühung der kräuter ein Klistier machen.
 Brennessel, Rosmarin, Wegerich: Mit ½ L heißem Wasser 1 Eßl Mischung überbrühen. Je 2 tassen zwischen den Mahlzeiten trinken.
 Frauenmantel, Buchsbaum, Schafgarbe, verbene: 3x täglich je ½ Tasse zwischen den Mahlzeiten.
 Schwarzer Holunder, Linde, Petersilienblätter, Sellerie: 3x täglich
 Petersilie, Sellerie: Mit ½ L heißem Wasser 2 Eßl Blätter beider kräuter überbrühen. 10 min ziehen lassen und 3x täglich trinken.
 Auch geeignet Birke, Kalmus, Wegwarte, kleiner Odermennig, Brombeere, Sonnenblume, Silberweide

2. Speisen
Birne, Apfel

3. Bäder
 mit der Überbrühung von Weißdornrinde: für die Beine, 2-3x täglich
 Mit der Überbrühung von Buchsbaum: für die beine, 2x täglich
Auch geeignet Frauenmantel

4. Umschläge
Mit unverdünntem Apfel- oder verdünnten Weinessig (halb Wasser, halb Essig). Den kühlen Umschlag auf die sohlen oder von den Knien nach unten legen (Erwachsene 3-5 h, Kinder 1-3 h). Wenn nötig, den Umschlag wiederholen. Man kann aber auch ein Nachthemd mit kaltem Wasser nass machen, gut ausdrücken und über den nackten Körper ziehen, darüber ein trockenes hemd, dann in’s Bett gehen und gut zudecken. Wenn die Ursache des Fiebers eine magenstörung ist, legt man auf den Magen einen warmen Essigumschlag.
Auch geeignet Fingerkraut

5. Säfte:
 rote Beete: der Saft eignet sich auch für Kinder unter 1 Jahr
 Sellerie: aus den Blättern, je 1 Glas 1x täglich
 Schwarze johannisbeeren (bei Fieber, löscht den Durst) Rhabarber (löscht den Durst)

6. Pulver
 Esche: aus der Rinde, 1 Teel Pulver in 1 Glas Wasser oder Tee, 3x täglich, 3 Tage hintereinander
 Buchsbaum: aus Blättern, ½ Teel Pulver mit 1 Tasse Wasser und etwas Honig

7. Zubereitungen mit Essig
 Himbeere

8. Zubereitungen mit Wein
 Löwenzahn: In ½ L Weißwein 2 größere Wurzeln 3 Tage stehen lassen. Während des Fieberanfalls 1 Gläschen trinken, eine Stunde danach noch ein weiteres.
 Auch heignet Tausendgüldenkraut


MfG
Kräuterfee, die sich bald einen heißen tippt...

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mamje
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Registriert: 3. Mai 2001, 02:00

Beitragvon mamje » 23. Okt 2001, 21:52

*lach*..............

endlich les ich mal wieder was von dir *freu*

ich freu mich über die vielen beiträge von dir zum thema fiebersenken..........

bei vier kinder kann ich schon drauf warten, wann der nächste da liegt*grins*

.....und außer den klassichen wadenwinkeln und dem holunderbeersaft hab ich keins davon gekannt.

danke dir fee :smile:))

Gast

Beitragvon Gast » 24. Okt 2001, 07:39

Hu, hu Mamje,

nun, dann werde ich gleich ein bißchen weiterschreiben - warum schreibe ich nicht gleich den Fachbereichsbericht ? *lach weg*

Ich dachte, da kommt von den anderen auch eine Menge dazu...ist momentan hier etwas ruhiger geworden - alle sind wohl mit Pilze sammeln beschäftigt ?

weiteres aus der Homöopathie
Schwalbenwurz Vincetoxicum hirundinaria Asclepiadaceae
Begleitend bei Bluthochdruck, Nierenleiden (wassertreibend), zur Aktivierung der körpereigenen Abwehrkräfte bei fieberhaften Infekten (schweißtreibend)
Blauer Eisenhut Aconitum napellus Ranunculaceae
Bei Fieber (Grippe), Nervenschmerzen
Tollkirsche Atropa belladonna Solanaceae
Bei Fieber, übermäßiger Hirndurchblutung, Wundrosen, Scharlach und Angina


Ach übrigens noch das Streithema Fieberklee:
Fieberklee, Bitterklee, Biberklee,
Menyanthes trifoliata.
Seinen Namen hat der Fieber- oder Bitterklee von dem Bitterstoff in Wurzeln und Blättern, der früher zu Heilzwecken verwendet wurde.
Wirkstoff/Droge:
Bitterkleeblätter, bestehend aus den Laubblättern sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält Bitterstoffe, Menyathin, Pektin, Saponin,
Gerbstoffe und ätherisches Öl.
Wissenswertes: Eine fiebersenkende Wirkung konnte nicht bestätigt werden. Vielmehr wird der Fieberklee aufgrund seines Bitterstoffgehaltes als Likörzusatz und Magentee verwendet. (Anregen der Magensaftsekretion)
Zur Giftigkeit: Der Fieberklee enthält in der ganzen Pflanze Bitterstoffe, deren bedeutendste Vertreter Foliamenthin und Menthiafolin sind.


MfG
Kräuterfee

Gast

Beitragvon Gast » 24. Okt 2001, 09:37

Nichts los ?
Nun denn, weiter mit einer der frühsten Heilmittelchen der Jäger und Sammler (zu denen ich auch ab und wann zähle *ggg*):

Die Weidenrinde !!!
Heilmittel aus der Weidenrinde (Salicis cortex) haben traditionell einen festen Platz im Arzneischatz der Volksmedizin.
In den alten Hochkulturen Indiens, Vorderasiens und Ägyptens war die Weidenrinde als fiebersenkende und schmerzlindernde Arznei bekannt. Der älteste Beleg hierfür findet sich auf einer Tontafel aus der Zeit um 700 v. Chr., neben aufgelisteten assyrisich-babylonischen Rezepturen sind auch Weidenblätter abgebildet.
Im alten Ägypten war die Weide beliebt und fand als Heilmittel breite Anwendung.
Auf den Urvater aller abendländischen Ärzte, Hippokrates v. Kos (460 bis 377 v. Chr.), geht die Aufnahme der Weidenrinde in den „Corpus hippocraticum" zurück.
Mit Teeaufguss und Sud wurden Schmerzen und Fieber sowie die Folgen der Gicht behandelt. Auch in der Geburtshilfe wurden Schmerzen mit abgekochter Weidenrinde „nervenberuhigend" behandelt.
Die sachkundigen Äbtissin Hildegard von Bingen (1098 bis 1148 n. Chr.) gibt Zeugnis von der erfolgreichen Anwendung geschälter Weidenrinde bei Blutungen, Fieber, Harnleiden und sexueller Übererregbarkeit. Albertus Magnus und Konrad v. Megenberg begründeten die Anwendung aus der herrschenden Signaturenlehre "Ubi morbus ibi remedium" und analogisierten: Sumpfiger, nasser Standort der Weide signiert „Sumpf-, Wechselfieber", biegsame Zweige „steife Gelenke und Glieder". Matthiolus griff die empfängnisverhütende und vermeintlich anaphrodisierende Wirkung auf.
1763 publizierte der englische Geistliche Edward Stone seine positiven Erfahrungen mit der Weidenrinde bei Wechselfieber und verglich die therapeutische Wirkung der pulverisierten Weidenrinde mit der von China-Rinde
Das Chinin aus dem lateinamerikanischen Fieberbaum (Cinchona officinales) hatte die Weidenrinde als Febrifugum stark verdrängt. Die sehr bittere Weidenrinde blieb jedoch das Fiebermittel der armen Leute. Sumpffieber (Malaria) war in Europa verbreitet, der Bedarf an China-Rinde wurde nicht ausreichend gedeckt.
Mit der napoleonischen Kontinentalsperre von 1806 bis 1813 kamen die China-Rinden-Importe aus Peru zum Erliegen und leiteten dadurch eine Rückbesinnung auf die „heimische Fieberrinde" ein.
Weidenrinde als Arnzei-Grundstoff – Etappen einer historischen Entwicklung
Jahr Entwicklungsschritt
1763 Stone (engl. Geistlicher, Heilkundler) pulverisierte Weidenrinde bei Wechselfieber (Malaria)
1806/13 Kontinentalsperre, China-Rinden-Einfuhrstop
1828 Buchner (dt. Apotheker) kristalline Reinsubstanz aus Rinde von Salix alba, Salicin
1838 Piria (ital. Chemiker) Salicin (Salix alba), Oxidation zu Salicylsäure Entdecker der Salicylsäure
1832 Krombholz (tschech. Mediziner) Nachweis der Wirksamkeit bei rheumat.Fieber
1859 Kolbe (dt. Chemiker) Synthese der Salicylsäure
1879 Stricker (dt. Mediziner) Nachweis als Antipyretikum bei rheumat. Fieber
1877 Sée (franz. Chemiker) Natrium salicylicum eingeführt
1897 Hoffmann (dt. Chemiker u. Apotheker) Salicyl- + Essigsäure = Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin)

Fazit: Weiden dienen den Menschen seit mehr als 3.500 Jahren, die Heilwirkung ihrer Bestandteile war bereits den Jägern und Sammlern der Frühzeit bekannt. Dokumente aus den vorderasiatischen und indischen Hochkulturen belegen die Kenntnisse der Weide als Heilmittelspender.
Griechische und römische Ärzte nutzten die Weidenrinde vielseitig. Im Mittelalter war die Weidenrinde als gut verfügbares Schmerzmittel weit verbreitet. Die Kontinentalsperre Napoleons im 19. Jahrhundert löste eine Wiederbesinnung auf die Weidenrinde als Fiebermittel aus. Synthetische Schmerz- und Entzündungsmittel des 20. Jahrhunderts haben sich gegen salicinhaltigen Präparate durchgesetzt....


MfG
Kräuterfee

Gast

Beitragvon Gast » 24. Okt 2001, 11:26

Man sagt so leicht Fieberbaum, Fieberkraut, Fieberklee.....

Nun, hier noch was, was mit Fiebersenkung nichts zu tun hat - der Fieberbaum - Eukalyptus:

Blaugummi-Eukalyptus, Blaugummibaum, Gummibaum, Fieberbaum - Eucalyptus globulus
Bei grippalen Infekten, Schnupfen und Entzündungen der ausleitenden Organe (Nieren und Blase) wird Eucalyptus empfohlen.
Anwendungsgebiet - Phytotherapie
Für Eukalyptusblätter sind folgende Anwendungsgebiete aufgeführt: Erkältungskrankheiten der Luftwege. Volksmedizinisch werden Eukalyptusblätter und deren Zubereitungen auch als Magen-Darm-Mittel sowie bei Blasenkrankheiten angewendet. Innere und äußere Anwendung: Erkältungskrankheiten der Luftwege. Äußere Anwendung: Rheumatische Beschwerden.

Streipunkt - Malaria:
Das Öl wirkt unterstützend bei Erkrankungen der Atemwege. Bei Husten, Heiserkeit, Halsinfektionen und Erkältungen reinigt es die die Atemwege und wirkt desinfizierend. Es verhindert durch seine antibakterielle und antivirale Eigenschaft die Ausbreitung von Keimen in der Luft und bietet einen guten Schutz vor ansteckenden Krankheiten wie Erkältungen, Grippe, Masern und Windpocken. Eukalyptusöl fördert die Sauerstoffversorgung der Körperzellen und fördert die Durchblutung, weswegen es auch bei Kreislaufproblemen und Muskelschmerzen sehr nützlich ist. Früher wurde die Essenz aus dem Fieberbaum zur Bekämpfung von Malaria eingesetzt. (=> aber: Aufgrund seines enormen Wasserbedarfs wird der in seiner Heimat bis zu 70m hoch wachsende Baum u.a. in Südamerika häufig zur Trockenlegung von Sümpfen kultiviert. Wenn in warmen Erdregionen Sümpfe verschwinden, verschwindet die Anophelesmücke, die die Malaria überträgt !!!)

Das ätherische Eukalyptusöl hat andere, vielseitige und gut erforschte Heileigenschaften. Besonders häufig werden seine hervorragenden Wirkungen bei akuten und chronischen Atemwegserkrankungen genutzt. Eine Inhalation mit Eukalyptusöl löst festsitzenden Schleim, fördert das Abhusten und lässt entzündete Nasen- und Bronchialschleimhäute abschwellen. Das Atmen wird spürbar leichter. Ausschlaggebend für die Wirkung scheint der Hauptbestandteil des ätherischen Öls das Cineol (Eucalyptol) zu sein.
Bei Erkältung, grippalem Infekt sowie bei Muskel- und Weiteilrheuma leisten Eukalyptusbäder hervorragende Dienste. Das ätherische Öl wird dabei inhaliert und kann gleichzeitig durch die Haut aufgenommen werden. Die lindernde Wirkung bei schmerzenden Muskeln und Sehnen kommt durch die Förderung der Durchblutung und die Aktivierung der Wärmerezeptoren zustande.
Eukalyptusöl sollte nicht angewendet werden, wenn gleichzeitig eine homöopathische Behandlung erfolgt!
Kleinkinder und Asthmatiker dürfen dieses Öl nicht verwenden, bei ihnen kann es zum Atemstillstand führen!
Schwangere Frauen sollten ebenfalls auf dieses Öl verzichten.
Zu hohe Dosierung kann Kopfschmerzen und Benommenheit auslösen, deshalb sollte immer sparsam damit umgegagen werden.
Die Einnahme von ätherischen Ölen sollte immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen! Innerlich angewendet ist Eukalyptusöl giftig und kann scheinbar bereits ab 3,5 ml zum Tode führen!
(Zur Reinigung und Desinfektion der Raumluft in winterlichen Erkältungszeiten können 7 Tropfen Eukalyptus verdunstet werden.)
-Sauna ( 2 bis 3 Tropfen pro Kelle) Achtung: ätherische Öle sind flüchtig und deshalb leicht entzündlich! Das Fläschchen mit der Essenz muss immer ausserhalb der Sauna aufbewahrt werden!


MfG
Kräuterfee

Gast

Beitragvon Gast » 24. Okt 2001, 14:01

Noch nichts Neues ? Wollt Ihr mich testen oder traut Ihr Euch nicht ? - So alleine macht doch keinen Spaß, da komme ich mir langsam blöd vor...
Macht doch bitte mit !

Einer meiner Favoriten ist auch der Mädesüß (Filipendula ulmaria ) - nicht nur als Heiltee... *ggg* sondern so auch lecker !
Moor-Spierstaude
Echte Rüsterstaude / Echtes Mädesüss / Grosses Mädesuss / Mädesüss / Spierstaude / Wiesengeissbart / Wiesenkönigin
Inhaltsstoffe
Flavonoide
Gerbstoff
GerbsäureGualtherin
Opiraein
Schleim
Salicin
SalizylsäureSalizylsäure-verbindungenZucker
Vitamin-c
Äetherisches Öl
Sie zählt zu den Kräutern, die bei Fieberkrankheit helfen und fieberdenkend sind.
weitere fiebersenkende Kräuter:
Gemeine Schafgarbe
Blauer Eisenhut
Gewöhnliche OsterluzeiEberreis
Borretsch
Zaun-Winde
Japanische Quitte
Acker-Rittersporn
Acker-Winde
Echter Safran
Quitte
Knollige Spierstaude
Moor-Spierstaude
Klebkraut
Echte Labkraut
Benediktenkraut
Grüne NieswurzHolzapfel
Fieberklee
Wasserfenchel
Espe
Gemeiner Tormentill
Schlehe
Brombeere
Himbeere
Silber-Weide
Spitzblättrige WeideBruch-Weide
Weide
Schwarzer Holunder
Dach-Hauswurz
HühnerdarmBockskornklee
Eisenkraut
Mädesüß war schon den alten Kelten bekannt und wurde von den Druiden verehrt und als Heilmittel verwendet.
Mädesüß war bereits in der Antike wegen seiner heilsamen Wirkungen beliebt. Zu Salbe verarbeitet (mit Wagenschmiere verrührt!), wurde Mädesüß zum Einreiben von Schwellungen, Beulen und bei Gliederschmerzen verwendet. Auszüge aus der Wurzel dienten als Diuretikum (harntreibendes Mittel) und wurden auch gegen epileptische Anfälle eingesetzt. Mädesüßtee (aus den Blüten oder dem Kraut der Pflanze) war als schweißtreibendes Mittel bei Erkältungskrankheiten, aber auch als angenehmer Durstlöscher geschätzt.
König Elisabeth I. v. England ließ ihr Schlafgemach mit Mädesüß ausstreuen, wohl wegen des Geruchs und seiner antiseptischen Wirkung. Die Pflanze wird heute noch in England zum Bierbrauen verwendet und zum Aromatisieren von Getränken.
1839 isolierten die deutschen Chemiker Löwid und Weidemann aus dem Mädesüß Salizylsäure und nannten sie Spiraeasäure. Daraus entwickelte sich das erste chemisch gewonnene Heilmittel der Neuzeit, das Aspirin
Auch heute findet Mädesüß Anwendung sowohl in der Volksmedizin als auch in der Naturheilkunde.
Es sind die Salizylate in den Blütenknospen des Krautes, die bei Rheumaschmerzen und Fieber entzündungshemmend und keimtötend wirken - und ausserdem den Harndrang steigern. Da die Pflanze vor allem noch Schleimstoffe enthält, ist sie - im Gegensatz zu Aspirin - nicht nur magenverträglich, sondern sogar magenberuhigend.
Heilwirkung: harn- und schweißtreibend, fieberdämpfend, antiseptisch, zusammenziehend und blutstillend. Es wird verwendet gegen Gicht und Rheuma, bei Grippe, Wassersucht, Blasen- und Nierenleiden. Früher auch gegen Tollwut
Auch die Homöopathie setzt Mädesüß ein: Spirea ulmaria als Urtinktur oder zumeist als D1 oder D2 Potenz bei Gelenkrheumatismus und Ischias.
Und was für die Tierfreunde unter uns:
Für Mensch und Tier kann man aus dem getrockneten Kraut einen Tee zubereiten: ca. 30 gr. getrocknete Blüten und Blätter auf 1 l kochendes Wasser. Oder man gibt die Kräuter getrocknet einfach über das Futter. Mädesüß schmeckt den meisten Pferden sehr gut. Es wird oft anderen Kräutermischungen zugesetzt, um die Akzeptanz zu verbessern.
Wer es frisch finden will: es wächst feucht an Bachläufen und auf moorigen Wiesen. Auch aus dem frischen (auch den trockenen natürlich) Kraut kann man einen Tee zubereiten. (Sammelzeit leider vorbei, mußte ganz schön 'rumrennen, damit ich etwas finde, daß nicht von Schadstoffen belastet ist :-((( )
Schmerzlindern und fiebersenkend:
Zu gleichen Teilen Mädesüß und Weidenrinde mischen,
pro Tasse einen Teelöffel mit siedendem Wasser aufgießen.
Achtung: nicht mehr als drei Tassen davon täglich trinken!!!
Fieber
Mädesüß: Tee, Aufguß: 2 Teelöffel Blüten oder Kraut mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, ziehen lassen,2 x täglich 1 Tasse
Weide: Tee, Abkochung: 1 Teelöffel getrocknete Rinde auf1 Tasse Wasser, kurz kochen, 15 Minuten ziehen lassen, 2 x täglich 1 Tasse.
Holundersaft:Wirkt besonders gut bei Kleinkindern als fiebersenkendes Mittel.


MfG
Kräuterfee

Gast

Beitragvon Gast » 24. Okt 2001, 16:20

Hallo Kräuterfee,
dich zu testen ist sicher nicht nötig. Deine glühgeschriebenen Finger werden mittlerweile selber für die eine oder andere kühlende Behandlung dankbar sein.

Auf "echte" Krankheitsbilder lass ich mich als med. Laiin nicht so gerne ein. Aber ich seh es ein, dass so alleine vor sich hin zu schreiben in einem Forum nicht so lustig ist...

Was mir an Ayurveda so gefällt, sind nicht so sehr die exotischen Heilmittel, sondern die Anwendungsphilosophie. Fieber ist Hitze und damit ergibt sich die Zuordnung zum Dosha Pitta. Um Pitta zu reduzieren erhöht man Vata und/ oder Kapha (je nach Mensch). Schon alleine die Bettruhe erhöht Kapha und ist bereits Teil der Hitzereduktion. Alle bitteren Heilmittel (Weide ... und viele andere der oben genannten) erhöhen Vata und reduzieren also Pitta.
Manche Menschen haben ihre (geheimen) Rosskur-Rezepte, die bei wenig Fieber oder einer beginnenden Erkrankung zur Anwendung kommt. Sie erhöhen Pitta, durch z. B. einen Glühwein oder/ und ein heißes Bad (was mich nicht umbringt...). In deiner Liste finden sich auch einige scharfe Heilmittel (Pfeffer zum Beispiel), die wohl ähnlich eingesetzt werden. Im Anfangsstadim macht das auch ayurvedisch Sinn, weil durch die anregende Wirkung "altes" verbrannt wird - es verringert Ama, hat also reinigende Wirkung. Bei höherem Fieber sind scharfe Mittel, heiße Getränke sicher nicht mehr angebracht.

Liebe Grüße,
Johanna

Gast

Beitragvon Gast » 24. Okt 2001, 19:40

Hi, Johanna,

juhu, jetzt macht es Spaß !

Angeregt durch Deine Ausführung - man kann auch in's Detail gehen - ich gebe Dir recht mit Deinen Ausführungen. Ich blieb auch etwas allgemein.
Natürlich kommt es genau auf die Ursache des Fiebers an und welche Beschwerden vorliegen.
Hier etwas Detailierteres auf Beispielen bezogen - diesmal mit Saft, den ich noch nicht erwähnt habe. (Machen wir es langsam kompletter).

Hallöchen,

wenn schon alternativ, dann richtig, und dazu gehört bei der Fieberbehandlung auch Saft !
(von Dr. Leonhard Hochenegg)
Soltte bei Angina Fieber auftreten, können
50 g Pfefferminze
2 cm Ingwerwurzel
5 Karotten
1 Apfel
1 Orange
im Entsafter gepreßt werden. Die Saftmenge kann man mit wWser verdünnen. Dann trinkt man über den Tag verteilt stündlich 100 ml dieser wohlschmeckenden Mischung. Am 3. Oder 4. Tag wird das Fieber nachlassen und die Rötung im Rachen spulos vergehen.

Wenn Grippe mit höherem Fieber verbunden ist, kann dieser Trunk empfohlen werden.
3 cm Ingwerwurzel
1 bund petersilie
2 Knoblauchzehen
20 Karotten
Diese saftkombination kann das Temperaturzentrum günstig beeinflussen. Die Abwehrkraft gegeüber Viren steigt, und durch den hohen Zinkgehalt des Saftes wird der körper widerstandsfähig, die entzündlichen Erscheinungen klingen langsam, aber sicher ab.
Ist die Grippe mit Müdigkeit, Schwäche, Fieber und Muskelschwäche verbunden, sollte folgende Saftmischung konsumiert werden:
1 bund Petersilie
10 Karotten
2 Knoblauchzehen
2 Stangen Sellerie
1 mittelgroßer Apfel
Täglich 3x 250 ml einnehmen. Die Widerstandsfähigkeit wird erhöht, das Fieber geht nach 2-3 tagen zurück, die Muskulatur wird gekräftigt und die körperliche Ausdauer gestärkt. Innerhalb von 4-5 Tagen läßt auch das lähmende Krankheitsgefühl nach. Nach 1 Woche Anwendung ist die ursprüngliche Kraft und Leistungsfähigkeit wieder hergestellt.
Treten bei der grippe hohes Fieber, Trockenheit im Mund und ein geröteter Rachen mit geschwollenen Tonsillen auf, ist zu diesem Saft zu raten:
6 cm Ingwerwurzel
½ Ananas
1 Apfel
1 Papaya
Diese wohlschmeckende tropische Saftmischung sollte ebenfalls in einer Dosis von 3x 250 ml eingenommen werden. Durch den hohen Gehalt an Zink, Bromelain, Spurenelementen und Vitaminen kommt es auf natürliche Weise zu einem stark entzündungshemmenden Effekt, der imstande ist, den geröteten Rachen auszuheilen. Der Kaliumreichtum führt zu einer vermehrten harnausscheidung. Dadurch können Giftstsoffe schneller ausgesondert werden, ohne Schaden anzurichten. Durch den gehalt an wertvollen pflanzlichen Enzymen kann diese saftkombination schnell und sicher das Fieber beseitigen und das Wohlbefinden wieder herstellen. Auch Müdigkeit und Schwäche werden durch diese tropische Mixtur schnell beseitigt.
Kommt es zum hohem Fieber ein starkes Durstgefühl, ist folgende Mischung besonders empfehlenswert:
1 Zitrone
1 Apfel
1 Grapefruit
1 Maracuja
der Saft sollte über den Tag verteilt getrunken werden. Damit die vitamine, Spurenelemente und pflanzlichen Wirkstoffe voll zur Geltung kommen, sollte eine Menge von 500-750 ml pro Tag eingehalten werden. Durch diese ideale Kombination kann der Durst schnell beseitigt, das Fieber rasch herabgesetzt und das Wohlbefinden in kurzer Zeit wieder hergestellt werden.

MfG
Kräuterfee



   

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