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Die 24 Heilsteine der Hildegard von Bingen

Heilen mit Steinen

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Beate
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Die 24 Heilsteine der Hildegard von Bingen

Beitragvon Beate » 27. Apr 2003, 22:06

Der Amethyst,
wächst, wenn die Sonne einen Hof hat, so als ob sie eine Krone trüge. Das geschieht, wenn eine Änderung am Kleid des Herrn, also in der Kirche bevorsteht. Er entsteht in großen Mengen, da er wie der Flinz (Eisenspat) viele Auswüchse bildet. Aus diesem Grunde gibt es viele Amethyste. Er ist warm, feurig und ein wenig luftig, weil zu der Zeit, wenn die Sonne den oben benannten Hof hat, die Luft ziemlich lau ist.


Wenn ein Mensch Flecken in seinem Gesicht hat, befeuchte er einen Amethyst mit seinem Speichel und bestreiche mit dem so angefeuchteten Stein die Flecken. Außerdem erhitze er Wasser am Feuer, so daß der Schweiß des Steins sich mit dem Wasser vermischt. Danach lege er ihn selbst ins Wasser und wasche sich mit dem Wasser das Gesicht. Auf diese Weise verfahre er oft, so wird seine Haut zart und seine Gesichtsfarbe schön.

Hat ein Mensch irgendwo an seinem Körper eine frische Schwellung, so befeuchte er den Stein mit dem Speichel und berühre mit dem angefeuchteten Stein die geschwollene Stelle. Schon bald wird die Schwellung zurückgehen und verschwinden.

Wenn eine Spinne einen Menschen am Körper gebissen hat, so streiche er mit dem Stein über die Bissstelle und er wird geheilt werden. Auch Schlangen, Vipern und Nattern fliehen diesen Stein und meiden den Ort, an dem sie ihn wissen.

Wenn ein Mensch Läuse hat, so lege er einen Amethyst für fünf Tage in kaltes Wasser, nehme ihn anschließend heraus, erhitze das Wasser am Feuer und halte den Stein darüber, so daß der Schweiß des Steines sich mit dem Wasser vermischt. Danach lege er den Stein für eine Stunde in dieses Wasser und nehme ihn anschließend wieder heraus. Mit diesem Wasser bereite er ein Dampfbad, wo er sich von dem Wasser, in dem der Amethyst gelegen hat, durchfeuchten lasse. Auf diese Weise wird ihn die Kraft des Steins in vier bis fünf Wochen von den Läusen heilen. Sollte er wieder Läuse in sich oder an sich bemerken, wiederhole er das Ganze, so werden sie verschwinden. Denn Läuse gedeihen im kranken Fett und im kranken Schweiß, weshalb dieser Stein, der keinen kranken Schweiß in sich hat, in das Wasser gelegt werden muß, damit das Wasser durch seine Kraft und Wärme wirksam wird.

Anwendung heute:
Für die spirituellen Wirkungen sollte Amethyst für längere Zeit (Wochen oder Monate) als Kette oder Anhänger getragen werden oder als heller klarer Stein unter dem Kopfkissen liegen. Für die körperlichen Anwendungen empfielt es sich den Stein direkt auf die entsprechenden Körperteile aufzulegen oder Hildegards-Wasser wie oben beschrieben herzustellen. Dieses Wasser aber auch die Steinessenz kann bei Darmerkrankungen, wie auch speziell bei Durchfall innerlich eingenommen werden.
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Die 24 Heilsteine der Hildegard von Bingen

Beitragvon Beate » 3. Mai 2003, 11:26

Der Achat (Jaspis),
entsteht aus dem Sand eines Wassserlaufs, der sich von Osten nach Süden erstreckt. Er ist warm und feurig; hat jedoch mehr Kraft von der Luft und vom Wasser als vom Feuer. Denn wenn der Wasserspiegel sinkt, so daß der Sand trocken fällt, dann wird ein Teil des Sandes von der Glut der Sonne und reiner Luft durchdrungen und dadurch zu einem strahlenden Stein. Wenn das Wasser anschließend wieder steigt, spült es den Stein aus dem Sand und trägt ihn in andere Länder.

Wenn eine Spinne oder ein Ungeziefer sein Gift auf einen Menschen verspritzt, ohne daß es in dessen Körper eingedrungen ist, so erwärme er den Jaspis kräftig an der Sonne oder auf einem erhitzten Ziegel und lege den so erwärmten Stein auf die schmerzende Stelle. Auf diese Weise wird der Stein das Gift wegnehmen. Danach erwärme er den Jaspis noch mal auf die selbe Weise und halte ihn über den Dampf von heißem Wasser, so daß sein Schweiß sich mit dem Wasser mischt. Danach lege er ihn für eine Stunde in dieses Wasser, tauche ein Leintuch hinein und betupfe mit dem heißen Tuch die Stelle des Körpers, wo sich der Biß der Spinne befindet oder wo anderes Gift verspritzt wurde. Auf diese Weise wird er geheilt werden.

Wenn ein Mensch diesen Stein bei sich trägt, so soll er ihn auf dies bloße Haut legen, damit er sich erwärmt. Dann wird die Natur des Steins jenen Menschen tüchtig, verständig und klug in der Rede machen, weil der Jaspis aus Feuer, Luft und Wasser entsteht. Denn wie giftiges Gewächs auf der Haut eines Menschen bisweilen eine Blase oder ein Geschwür entstehen lässt, so können andererseits bestimmte Edelsteine auf der Haut des Menschen ihn durch ihre Kraft gesund und tüchtig machen.

Ein Mensch der fallsüchtig und mondsüchtig ist, trage immer einen Jaspis auf bloßer Haut bei sich, so wird es ihm besser gehen. Oft werden Menschen mit solchen Krankheiten geboren, oft ziehen sie sich diese jedoch durch zuviel schlechte Säfte und Ansteckung zu. Wer an der Fallsucht leidet, lege zu Vollmond einen Jaspis drei Tage lang in Wasser und nehme ihn am vierten Tag wieder heraus. Sodann erhitze er jenes Wasser ein wenig, ohne daß es siedet. Dieses Wasser bewahre er auf und koche damit alle Speisen in der Zeit des abnehmenden Mondes. Er lege auch stets einen Jaspis in alles, was er in dieser Zeit trinkt; ob Wein oder Wasser und trinke es so. Auf diese Weise verfahre er 10 Monde lang, so wird er geheilt werden; es sei denn, Gott will es nicht.

Wer mondsüchtig ist, lege drei Tage vor der Zeit, zu der die geistige Verwirrung üblicherweise auftritt, drei Tage lang in Wasser und nehme ihn am vierten Tage wieder heraus. Sodann erhitze er das Wasser ein wenig und koche damit alle Speisen, die er in der Zeit seiner Verwirrung verzehrt. Auch lege der den Stein in dieser Zeit in jedes Getränk, bevor er davon trinkt. Auf diese Weise verfahre er fünf Monde lang; so wird er Verstand und Gesundheit wiedererlangen, wenn Gott es nicht verhindert.

Denn wenn das Wasser durch die Kraft dieses Stein erwärmt wurde und der kranke Mensch dadurch zu Kräften kommt, und wenn die Wärme dieses Steins durch wenig erhitztes Wasser geweckt worden ist, das nicht sieden soll, da die Kraft des Steins in ihm durch die übermäßige Hitze geschwächt würde, dann soll dieses Wasser allen Speisen jenes Menschen zugesetzt und seine Getränke auf obige Weise bereitet werden. So wird die Kraft dieser Mischungen und die Macht Gottes die Säfte, die seine Verwirrung verursachen, beruhigen.

Bevor ein Mensch sich in der Nacht zu Bett begibt, trage er den Jaspis offen in Kreuzesform durch sein Haus, einmal der Länge nach und einmal der Breite nach. Diebe werden so ihre Absichten nicht ausführen können und keinen Erfolg haben und beim Stehlen den kürzeren ziehen.

Anwendung heute:
Hildegards Empfehlung, den Jaspis stets mit Hautkontakt zu tragen, sollte unbedingt ernst genommen werden. Jaspis ist kein „druchdringender“ Stein; sein Wirkung würde durch die Kleidung rasch abgeschirmt. Auch ihre auf den Mondzyklus abgestimmten Anweisungen zur Herstellung von Jaspiswasser haben sich in der Praxis bewährt.
Allerdings zeigen hier auch käufliche, alkoholische Jaspis-Essenzen vergleichbare Wirkung wenn sie zu den oben beschriebenen Zeitpunkten eingesetzt werden
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Beitragvon Beate » 4. Mai 2003, 18:56

Der Diamant
ist warm. Er wächst auf bestimmten Bergen im Süden, die eine ähnlich schieferige Natur haben, wie jene, von denen die Steinschindeln stammen, mit denen die Häuser gedeckt werden. Sie sind schieferig oder glasartig; wie Kristalle übermächtig starkes Getöse wie von einer Posaune. Weil der Diamant, der dort entsteht, stark und hart ist, wenn auch nicht groß, fällt er ins Wasser wie ein Kiesel, wenn das Gestein des Berges um ihn herum gespalten wird. Und was hernach an derselben Stelle dieses Gesteins entsteht, ist wesentlich schwächer als der Diamant zuvor. Jener wird durch Hochwasser fortgeschwemmt und in andere Gegenden getragen.

Menschen, die durch ihre Natur und teuflische Einflüsterung zu hämischen, verletzenden Worten neigen, sind oft absichtlich schweigsam, aber wenn sie reden, bekommen sie einen stechenden Blick und geraten manchmal außer sich, als ob sie wahnsinnig wären, jedoch fassen sie sich sehr rasch wieder. Solche Menschen sollten regelmäßig oder ständig einen Diamanten im Mund haben. Dessen Kraft ist so stark, daß die Boshaftigkeit und das Übel in ihnen erlöscht. Denn der Diamant hat ein starkes, unerbittliches Feuer in sich, das ihm unbezwingbare Härte verleiht. Diese Härte bezwingt die Härte menschlichen Denkens und Sinnens, wenn das heiße Feuer des Steins mit der Wärme des Speichels den Menschen innerlich erwärmt.

Aber auch wer geisteskrank, lügnerisch und jähzornig ist, behalte den Stein immer in seinem Munde, so wird dessen Kraft alle Übel von ihm abwenden. Wer nicht fasten kann, nehme den Stein in seinen Mund, so wird dieser das Hungergefühl vermindern, damit er viel länger fasten kann. Wer an der Gicht erkrankt ist oder einen Schlaganfall hatte, jene Krankheit, die eine Körperhälfte befällt, so daß sich der Mensch nicht mehr bewegen kann, lege den Diamant einen ganzen Tag in Wein oder Wasser und trinke davon. Auf diese Weise wird die Gicht von ihm weichen, auch wenn sie so stark ist, daß seine Glieder zu zerreißen drohen. Und auch die Auswirkung des Schlaganfalls wird gelindert werden. Auch wer die Gelbsucht hat, lebge den Stein in Wein oder Wasser und trinke davon, so wird er geheilt.

Der Diamant ist von solcher Härte, daß ihm keine andere Härte schaden aknn. Aus diesem Grund greift er sogar Eisen an und ritzt es. Weil weder Eisen noch Stahl seine Härte ritzen können, macht er den Stahl so hart, wenn er darin eingelegt ist, daß dieser weder einem anderen Eisen oder Stahl nachgibt noch bricht, wenn er diese durchschneidet.

Der Teufel ist diesem kleinen Stein feindlich gesinnt, weil jener der Kraft des Teufels widersteht. Daher ist er dem Teufel bei Tag wie bei Nacht zuwider.

Anwendung heute:
Hildegard empfiehlt die Heilwirkung des Diamanten über Flüssigkeiten zu vermitteln. Da
Diamanten jedoch sehr klein und sehr teuer sind, können Sie auf die käuflichen Stein-Essenzen zurückgreifen.
Für seine seelisch-geistige Wirkung jedoch sollte der Diamant längere Zeit mit Hautkontakt getragen oder in der Meditation auf die Stirn aufgelegt werden.
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Beitragvon Beate » 5. Mai 2003, 22:57

Der Magnetstein
ist warm und entsteht aus dem Speichel giftiger Schlagen, die in einer bestimmten Art von Sand und in bestimmten Gewässern leben, mehr jedoch im Sand als im Wasser. Es gibt eine giftige Schlange, ähnlich einer Schnecke, die am Wasser oder im Wasser lebt und bisweilen ihren Speichel an einer bestimmten Stelle auf Eisenerz fallen lässt, auf jene Erde, aus der Eisen gewonnen wird. Wenn das eine andere Giftschlange sieht, die auch an diesem Wasser oder in diesem wasser lebt und sich von jener Erde nährt, aus der Eisen gewonnen wird, so eilt sie begierig zu jenem Speichel und spritzt ihr Gift über den Speichel. Das Gift durchdring den Speichel mit seiner Kraft, so daß er sich zu einem Stein verhärtet. Von daher hat der Magnetstein die Farbe des Eisens und zieht von Natur aus das Eisen an, weil er sich aus jenem Gift bildet, das mit jener Erde aus der Eisen gewonnen wird angereichert wird. Das Wasser, an dem der Stein liegt, mindert und verdünnt dieses Gift durch häufiges Benetzen und Darüberfließen.


Wenn ein Mensch wahnsinnig oder durch Blendwerk verhext ist, so benetze den Magnetstein mit seinem Speichel und bestreiche dann den Scheitel des Wahnsinnigen mit dem feuchten Stein und fahre quer über sein Stirn und sprich:
>>Du Übel des Wahnsinns, weiche vor jener Kraft, mit der Gott die Macht des vom Himmel stürzenden Teufels zum Wohle des Menschen gewandelt hat<<
Daraufhin wird der Kranke wieder Herr seiner Sinne werden. Denn das Feuer dieses Steines ist nützlich und unnütz zugleich, denn das Feuer, das er vom Eisenerz bezieht, ist nützlich, das Feuer aber, das er vom Gift der Schlagen bezieht, ist unnütz. Wenn der Magnetstein durch die heilsame und warme Feuchtigkeit des menschlichen Speichels angeregt wird, bändigt er durch die Worte heiliger Beschwörung die schädlichen Säfte welche den Verstand des Menschen verwirren.

Anwendung heute:
eute:Offensichtlich ist Hildegard Anweisung mit dem Magnetit über Scheitel und Stirn zu streichen nicht ohne Grund. Er kann dort auch aufgelegt werden; doch dann sind 10 – 20 Minuten täglich genug. Dasselbe gilt bei der gezielten Anregung bestimmter Hormondrüsen. Auch hier reicht kurzes tägliches Auflegen völlig aus.
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Beitragvon Beate » 6. Mai 2003, 19:58

Der Ligurius (Bernstein)
ist warm. Er entsteht aus einem bestimmten, nicht jedem Luchsurin. Denn der Luchs ist kein wollüstiges ausschweifendes und unreines Tier, sondern besitzt ein ausgeglichenes Temperament. Seine Kraft ist so groß, daß er sogar Steine durchdringt, sein Blick ist Scharf und er verliert sein Augenlicht nur selten. Aus seinem Urin entsteht jedoch nur dann dieser Stein, wenn die Sonne heiß brennt und die Luft leicht, mild und gut erwärmt ist. Dann erfreut sich das Tier der Wärme und Reinheit der Sonne und der angenehmen schönen Luft. Will es nun urinieren, so gräbt es mit dem Fuß ein Loch in die Erde und uriniert hinein, und daraus entsteht und wächst der Bernstein unter Einwirkung der Sonne. Durch die Reinheit der Sonne und die laue Luft, die das Tier berühren und umgeben, und durch seine frohe Stimmung und große Kraft, wird der Urin in ihm warm. Wenn er dann abgelassen wird, verdichtet er sich zu diesem Stein in der Art, daß das Verfestigen jenen schönen Steins, der weicher als alle anderen Steine ist , in der Erde geschieht.


Ein Mensch der heftige Magenschmerzen hat, lege den Bernstein für eine kurze Stunde in Wein, Bier oder Wasser und nehme ihn heraus. Jene Flüssigkeit wird so von den Kräften des Steins durchdrungen und empfängt ihre Kraft von ihm. So verfahre man fünfzehn Tage lang und gebe dem Kranken etwas davon zu trinken, jedoch nicht nüchtern, sondern nach einem kleinen Frühstück. Kein Fieber und keine Krankheit, mit Ausnahme einer tödlichen Krankheit, können in seinem Magen so stark sein, daß der Magen nicht geläutert und gereinigt und der Kranke selbst geheilt würde; es sei denn sein Tod steht unmittelbar bevor. Niemand sonst soll jedoch dieses Mittel bei irgendeiner anderen Krankheit trinken als eben bei Magenschmerzen. Sonst verliert er sein Leben, denn die Kraft dieses Mittels ist so groß, daß es sein Herz versehrt und seinen Kopf spalten und sprengen würde.

Wer Beschwerden beim Wasserlassen hat, daß er nicht urinieren kann, der lege den Bernstein einen Tag lang in Kuh- oder Schafsmilch, jedoch nicht in Ziegenmilch. Er nehme ihn am zweiten tag wieder heraus und erwärme die Milch, bis sie aufwallt, und trinke sie so. Auf diese Weise verfahre er fünf Tage lang, so wird der Urin in ihm gelöst.

Anwendung heute:
Wie Hildegard schreibt wirkt der Bernstein sehr kräftig, indem er in Flüssigkeit eingelegt wird. Für alle Stoffwechselprobleme können daher auch Bernstein-Essenzen verwendet werden. Bei Magenbeschwerden, Harnverhalten, Gelenkschmerzen und zur Wundheilung hilft auch direktes Auflegen auf die Haut. Zur Erleichterung des Zahnens haben sich kleine, ca. 30cm lange Baby-Bernsteinkettchen bewährt; die die Mutter jedoch vorher eine gewisse Zeitlang tragen sollte, damit der Bernstein die Mutter-Information aufnehmen und dem Kind so übermitteln kann. Da Bernstein seine Informationen speichert und nicht mehr abgibt, bitte je Kind ein Kettchen. Bernstein sollte nach Möglichkeit auch nicht vererbt bzw. kein Erbschmuck getragen werden; da die Erbinformation (evtl. Depressionen, Angst usw.) gespeichert ist und diese an die Trägerin übertragen wird.Ansonsten helfen Anhänger und Ketten aus Bernstein das beschriebenen sonnige Gemüt zu entwickeln.


NEU - NEU - NEU - NEU -
Im neuen Opalitho April 2003 (Zeitschrift der Steinheilkunde)
Reinigung von Bernstein:
Bei der Reinigung von Bernstein, der bisher als "informell nicht zu reinigen" galt, wurden in jüngster Zeit recht gute Resultate mit Sonnenlicht erzielt. Genauer gesagt wurden Bernsteine, die ca. 2 Wochen im Freien der intensiven Sonnenbestrahlung ausgesetzt waren, wieder weitgehend frei von zuvor deutlich wahrnehmbaren Störungen. Die in ihnen gespeicherten Informationen waren zwar erinnerungsgleich abrufbar, übten jedoch kaum noch einen Einfluß auf den Träger aus.
Das sind natürlich nur erste Beobachtungen, die es sich jedoch fortzusetzten und zu überprüfen lohnt.
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Beitragvon Beate » 7. Mai 2003, 23:18

Der Kristall (Bergkristall)
entsteht aus einem bestimmten eiskalten Wasser von schwärzlicher Farbe, welches so kalt ist, daß es alles Feuer von sich vertreibt. Denn wenn mitunter eine große Kälte aus der Luft jenes Wasser berührt, so gefriert das Wasser durch die Kälte an manchen Stellen zu einem Block zusammen, so als verdichte sich das Innerste des Wassers zu einem festen Körper. Wenn anschließend die warme Luft oder die Sonne das Wasser berührt, so nimmt sie die dichte weiße Farbe des Blocks durch ihre Wärme hinweg, so daß er fast klar wird, ohne durch die Wärme aufgelöst zu werden. Die später wiederkehrende Kälte verdichtet den Block noch mehr und macht ihn noch klarer. Dieser gewinnt dadurch eine solche Festigkeit, daß die Wärme ihn nicht mehr auflösen kann, obwohl das ganze Eis um ihn schmilzt. So entsteht der Kristall und so bleibt der Kristall.

Wem sich die Augen verdunkeln, der erwärme einen Kristall an der Sonne und lege den warmen Stein regelmäßig auf seine Augen. Weil seine Natur vom Wasser kommt zieht er die schlechten Säfte aus den Augen und so wird der Kranke besser sehen.

Wenn Drüsen oder Knoten am Hals des Menschen anschwellen, so erwärme er den Stein an der Sonne, und binde ihn, wenn er warm ist, Tag und Nacht auf die Drüsen und Knoten. Auf diese Weise verfahre er regelmäßig und so werden sie schwinden.

Wem die Schilddrüse am Hals wächst oder anschwillt, der erwärme den Kristall an der Sonne und gieße Wein über den warmen Stein. Von diesem Wein trinke er regelmäßig und lege den an der Sonne erwärmten Kristall immer wieder auf die Schilddrüse am Hals, so wird sie kleiner werden.

Wer durch üble Säfte Herzweh, Magenbeschwerden oder Bauchschmerzen hat, erwärme den Kristall an der Sonne und gieße Wasser über den warmen Stein. Dann lege er diesen Stein für eine kurze Stunde in das Wasser, nehme ihn wieder heraus und trinke das Wasser regelmäßig, so wird es ihm im Herz, Magen und Bauch besser gehen.

Wer oft von plötzlicher Ohnmacht befallen wird und wessen Kräfte trotz tatenfreudiger Natur mitunter kraft- und saftlos zusammenbrechen so daß er totengleich darniederliegt, der erwärme den Stein oder mehrere davon, so er hat, an der Sonne und lege sie einen halben Tage oder eine Stunde oberhalb des Nabels und unterhalb der Brust fest auf. Auf diese Weise verfahre er regelmäßig. Er erwärme den Kristall auch an der Sonne und gieße Wein darüber und trinke diesen regelmäßig, so werden die Ohnmachtsanfälle aufhören.

Wer von Nesselsucht geplagt wird, erwärme den Stein an der Sonne und lege den warmen Stein auf die schmerzende Stelle, so wird der Ausschlag vertrieben werden.

Anwendung heute:
Bergkristall wirkt durch das direkte Auflegen auf die betroffenen Bereiche. Bei nervösen Beschwerden empfiehlt sich dazu der Solarplexus, den auch Hildegard benennt (zwischen Nabel und Brust), bei Schilddrüsenbeschwerden auch zusätzlich die Edelstein-Essenz.
Für seelisch – geistige Wirkungen sollte Bergkristall kontemplativ betrachtet werden. In Kombination mit anderen Steinen, verstärkt er deren Eigenschaften.
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Die 24 Heilsteine der Hildegard von Bingen

Beitragvon Beate » 14. Mai 2003, 23:26

Die Margariten (Kalkoolith)
Es gibt Gewässer die salzig und fett sind. Aus ihnen entstehen Margariten (Kalkoolith). Denn das fettige und salzige dieser Gewässer fällt auf dem Sand aus, so daß das Wasser darüber gereinigt wird, die fettigen und salzigen Substanzen sich jedoch zusammen als Kalkoolith ausbilden. Diese Margariten sind rein.

Nimm also Margariten und lege sie ins Wasser, so wird sich alle Trübung und aller Schlamm der Wassers an den Margariten anlagern, so daß das Wasser darüber rein und sauber wird. Wenn ein Mensch Fieber hat, soll er das darüber stehende Wasser oftmals trinken, dann wird es ihm besser gehen.

Wer an Kopfschmerzen leidet, soll Margariten an der Sonne erwärmen und die so erwärmten an seine Schläfe legen und mit einem Tuch festbinden. Auf diese Weise wird er geheilt.


Anwendung heute:
Um seine reinigende Wirkung auf Wasser zu übertragen, sollte Kalkoolith nicht länger als einen Tag eingelegt werden. So lassen sich chemische Prozesse minimieren, die zur Lösung von Kalkteilchen führen würden. Außerdem kann Kalkoolith auch bei Fieber direkt am Körper getragen oder aufgelegt werden.
Zuletzt geändert von Beate am 25. Mai 2003, 00:06, insgesamt 1-mal geändert.

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Die 24 Heilsteine der Hildegard von Bingen

Beitragvon Beate » 24. Mai 2003, 23:41

Die Perlen
entstehen aus gewissen Muscheltieren. Das sind Tiere, die in Schalen liegen und im Meer oder in ganz bestimmten Flüssen leben. Manche dieser Muscheltiere halten sich auf dem Grund der Flüsse auf und suchen dort auch ihre Nahrung; sie sind etwas giftig. Von dem Unrat, den sie auf dem Grund zu sich nehmen, und von dem Gift, das sie selbst ausscheiden, bilden sich bestimmte Perlen. So entstehen diese. Manchmal sind sie trübe, weil die Tiere sich am Grund der Gewässer aufhalten, und besitzen daher als Heilmittel praktisch keinen Nutzen.

Manche von den Muscheltieren halten sich in der Regel inmitten der Flüsse auf, wo das Wasser sauber ist. Dort nehmen die Tiere weniger Unrat zu sich und besitzen daher auch weniger Gift. Daher werden die Perlen hier leuchtend rein, sie entstehen ja aus dem Wasser, das die Tiere aufnehmen und dem Gift, das sie ausscheiden und dort in der Mitte der Flüsse ist das Wasser eben sauber. Aber trotzdem besitzen sie als Heilmittel praktisch keinen Nutzen. Sie sind nur leuchtender als die anderen und besitzen selbst weniger Gift als jene.

Manche von den Muscheltieren halten sich in höheren Bereichen der Flüsse auf, wo viel Schaum und Unrat im Wasser schwimmt. Aus diesem oberen Schaum und Unrat und dem Gift der Tiere bilden sich bestimmte Perlen, die ebenfalls etwas trübe sind, da sie aus dem Schaum und dem angesammelten Schmutz im Wasser entstehen. Sie haben als Heilmittel gar keinen Nutzen, weil sie dem Menschen eher Krankheit als Gesundheit bringen. Würde sie ein Mensch in den Mund nehmen, würde er sich dieselben Krankheiten zuziehen und genau so krank werden, als hätte er Gift eingenommen. Auch wenn er sie auf seine Haut legen würde, so daß sich sein Fleisch durch sie erwärmt, würde er Gift von ihnen in sich aufnehmen und dadurch krank werden und Schmerzen bekommen.

Steinheilkunde heute:Hildegard lässt an den Perlen nicht viel Gutes: „Wenn schon Perlen dann leuchtende“; jedoch haben auch sie keinerlei heilkundlichen Wert.
Auch dem Volksmund nach haben Sie keinerlei Wert; seine Aussage: „Perlen sind Tränen“
Perlen entstehen tatsächlich aus dem Schmerz der Tiere und enthalten somit traumatische Informationen. So berühren sie auch bei uns, tiefsitzende, traumatische Erlebnisse, an die wir uns nur ungern erinnern. Dadurch können Gefühle von Trauer, Schmerz und Verlust in uns auftauchen. Für einen therapeutischen Prozess können sie sehr nützlich sein; hier sollte jedoch jemand da sein, der einen durch diesen Prozeß begleitet; damit wir das Geschehen verarbeiten und alten Schmerz auflösen können.
Die Entstehung der Perle erinnert an die Entstehung von Geschwüren, deren Entstehung oftmals unverarbeitete Konflikt sind. Auch hier können Perlen helfen, den Krankheitshintergrund bewusst zu machen. Auch hier ist es in den meisten Fällen sinnvoll, sich in sachverständige Hände zu begeben.

Anwendung:
Aus obigen Gründen empfiehlt es sich, Perlen tatsächlich nur zu tragen, wenn man sich gesund und emotional stabil fühlt. Bei Problemen und Konflikten können sie eine große Hilfe sein, doch sollten sie nur begleitend zu einem therapeutischen Prozess verwendet werden.

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Beitragvon Beate » 25. Mai 2003, 22:36

Der Karneol
stammt mehr von warmer Luft als von kalter. Er wird im Sand gefunden.

Wenn jemand aus der Nase blutet, so erwärme Wein und lege den Karneol in den erwärmten Wein. Gib ihm davon zu trinken; so wird das Bluten aufhören.

Anwendung heute:
Karneol kann direkt am Körper getragen, auf den Bauch aufgelegt, oder als Essenz eingenommen werden. Auch Hildegards Wein wirkt schnell und sicher.

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Beitragvon Beate » 26. Mai 2003, 22:47

Der Kalk (Calcit)
ist warm. Wird er gebrannt, entsteht Kreidepulver, das ebenfalls warm ist. Durch Feuer pulverisiert wird Kalk noch stärker und verbindet mit seinem Feuer Erde und Sand. Wenn Mensch oder Vieh Kalk einnimmt, greift die starke Hitze den an, der es gegessen hat, und macht ihn krank, Ein Mensch, dem ein Wurm an einer Stelle nagt, ein Teil gebrannten und die doppelte Menge ungebrannten Kalk und bereite daraus mit Essig oder saurem Wein einen dünnen Mörtel. Diesen trage er mit einer Feder dort auf, wo der Wurm nagt. So verfahre er täglich; 5 Tage lang. Danach nehme er einen Teil Aloe und ein Drittel Myrrhe, verreibe sie und mische sie mit frischem Wachs. Dies streiche er auf ein Handtuch und binde dieses als Pflaster 12 Tage lang auf die schmerzende Stelle. Denn gebrannter Kalk ist warm, ungebrannter ist kalt, und so vermischt sich die Hitze mit der Kälte und mit der Wärme und Schärfe des Weines, und tötet so die Würmer ab. Die Wärme der Aloe verstärkt die Myrrhe, zieht den Eiter aus dem Geschwür und heilt es.

Anwendung heute:
Calcit wirkt langsam aufbauend und sollte deshalb längere Zeit getragen werden.

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Die 24 Heilsteine der Hildegard von Bingen

Beitragvon Beate » 7. Jun 2003, 11:43

Der Alabaster
hat weder die richtige Wärme, noch die richtige Kälte in sich, er hat von beidem und ist sozusagen lauwarm, so daß keine Heilwirkung in ihm gefunden werden kann.

Steinheilkunde
Gips und Alabaster hemmen Stoffwechselvorgänge und energetische Prozesse. Daher sind sie nur begrenzt als Hilfsmittel und zwar:
zum blockieren für psychische und energetische Prozesse
einzusetzen.
Wenn wir das Gefühl haben verrück zu werden, wenn das Auf und Ab der Emotionen zu extrem wird, in Situationen, in denen alles zuviel wird; hier können Gips und Alabaster helfen, alle unerträglichen Phänomene zu unterdrücken und eine kleine Pause einzulegen.
Ein solche Unterdrückung sollte jedoch nur im Notfall vorgenommen werden, da es immer besser ist, sich den unangenehmen Dingen zu stellen und sich mit ihnen auseinander zusetzen.

Anwendung:

Gips und Alabaster sollten daher nur im akuten Notfall für einige Minuten in die Hand genommen werden, bis die Situation sich wieder beruhigt hat. Vor längerem Gebrauch ist dringend abzuraten.
Zuletzt geändert von Beate am 9. Jun 2003, 14:57, insgesamt 1-mal geändert.

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Die 24 Heilsteine der Hildegard von Bingen

Beitragvon Beate » 9. Jun 2003, 14:56

Die übrigen Steine,
die in verschiedenen Erden und verschiedenen Gegenden entstehen und von den Erden, in denen sie entstehen, verschiedene Eigenschaften und verschieden Farben enthalten, haben als Heilmittel keinen besonderen Wert. Dazu zählt z. B. der Marmor, der Sandstein, der Kalkstein, der Tuffstein, der Feldstein und andere dieser Art. Denn sie enthalten entweder zuviel Feuchtigkeit, die nicht durch die richtige Trockenheit ausgeglichen wírd, oder zuviel Trockenheit, die nicht durch die richtige Feuchtigkeit angefeuchtet wird.

Anmerkung des Autors:
Hildegard von Bingen hat nur jene Edelsteine als Heilsteine beschrieben, die ein solches ausgewogenes Verhältnis besitzen. Die übrigen Steine beurteilt sie als zu einseitig. Nur 24 Heilsteine erfüllen mit gewisser Einschränkung (Perlen) ihren Maßstab, die anderen, auch der Alabaster, haben in ihren Augen keinen großen Wert.

Vom Standpunkt der heutigen Steinheilkunde, kann man zu Hildegards Aussage bestätigend anmerken, daß es noch immer eine kleine Zahl von Heilsteinen ist, welche umfassende Wirkungen besitzen und aufgrund ihrer inneren Ausgewogenheit auch unbedenklich zur Selbsthilfe verwendet werden können. Andere sind in ihren Wirkungen manchesmal extrem und können daher nur von kundiger Hand gezielt eingesetzt werden. Von den heute wichtigen Heilsteinen waren zu Hildegard Zeiten viele noch nicht bekannt.
Jedoch fällt auf, daß alle Heilsteine der Hildegard von Bingen auch heute noch zu den wichtigsten zählen.

Viel Freude und Erfolg bei der eigenverantwortlichen Anwendung der Hildegbard-Steine wünscht

Beate :wink:

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Forrind
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Registriert: 18. Aug 2015, 19:04

Re: Die 24 Heilsteine der Hildegard von Bingen

Beitragvon Forrind » 18. Aug 2015, 20:01

Das ist ein Sehr Intressantes thema, werde ich ausführ mir anschauen, da es sehr viel ist,wo bekommt man solche Heilsteine, woher weis ich was ich da kaufe ein leuling? Stein ist nicht gleich Stein



   

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