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Hagebutten

Rezepte zum Kochen, Einmachen etc... Hier können Sie ihre Rezepte verraten, über Rezepte diskutieren, fragen wenn Sie Rezepte suchen ......

Moderator: Angelika

Gast

Beitragvon Gast » 16. Sep 2001, 18:21

Hallo,
bei uns stehen so viele Hagebutten, was kann man alles davon machen?

Über ein paar Tipps würde ich mich sehr freuen.

Ilona


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Angelika
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Hagebutten verarbeiten

Beitragvon Angelika » 30. Sep 2001, 22:58

Hallo llona,

die Hagebutte ist eine sehr hohe Vitamin C-reiche Frucht.

Man verwendet sie für Tee, Marmelade, Suppe, Honig, Wein und Likör.

Bevor man die Hagebutten verarbeitet,muß man die Kelchreste und Haare entfernen.

Für Tee nimmt man getrocknete Hagebutten.

Hagebuttenmarmelade mit Holunder

1kg Hagebutten waschen, putzen, entkernen und mit 1/4 l Wasser 5 Min. kochen und passieren.
750 gr Holunder waschen und mit 1/4 l Wasser 5 Min. kochen und passieren.
Das Mus mischen und mit 1kg Gelierzucker 5 Min. unter Rühren kochen.
Heiß in Gläser füllen und verschließen.

Hagebuttensuppe

Frische Hagebutten waschen ,entkernen und im Mixer zerkleinern.
Wasser mit etwas Wein, Zucker und abgeriebener Zitronenschale erhitzen und die zerkleinerten Hagebutten kurz darin kochen.
Mit geriebenen Äpfel und Zwiebackbröseln die Suppe sämig machen.
Mit Suppenmakronen servieren.

Viele Grüße Angelika

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mamje
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Beitragvon mamje » 5. Okt 2001, 22:54

ähem.............
gibt es vielleicht auch rezepte, bei denen die kerne nicht entfernt werden müssen¿
lachwech..............ist nämlich ne ziemliche sauerei das ganze.
wenn man die marmelade mit kernen kocht und das ganze hinterher durch ein sieb streichen¿
könnte das eventuell gehen¿

Gast

Beitragvon Gast » 6. Okt 2001, 10:48

Hallo Mamje,
da hast du Recht. Meine Lieblingslehrerin hat vor kurzem ein Buch herausgegeben (wildkräuter-Delikatessen, von Susanne Till) und schreibt bei der Hagebutte (sinngemäß): vitaminreicher sind sie vor dem Frost geeerntet, leichter zu verarbeiten sind eingefrorene oder abgelegene Hagebutten.

Die Blütenreste entfernt sie durch Abreiben mit einem Geschirrtuch. Die Verarbeitung erfolgt im Ganzen, die Härchen verbleiben im Passier Rückstand. Aber auch hier erfordert der erste passiergang größerer Muskelkraft (letzter Satz wörtlich abgeschrieben).

H. lassen sich mit Äpfel oder birnen mischen, einen Teil für einen Wildfrucht-Tee trocknen.
Johanna

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mamje
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Beitragvon mamje » 8. Okt 2001, 18:24

danke johanna..........
genau das wollte ich hören*grins*
morgen geh ich hagebutten sammeln.
hab schon einen schönen busch ausgemacht.
werde dann vom erfolg berichten.

Gast

Beitragvon Gast » 21. Nov 2001, 17:26

Hallo,

erstmal ein Rezept, das ich unter http://www.wdr.de
gefunden habe und das oben auch schon so aehnlich von Angelika vorgestellt wurde (nur mit Massangaben):


>
Hagebuttensuppe

Zutaten:
1 Messzylinder Hagebutten [What the heck is Messzylinder? Ich nehme mal an, hiermit ist ein 1-Liter Behaelter gemeint, oder?!?]
750 ml Wasser, Apfelsaft oder 1:1 mit Wein gemischt
100 g Zucker oder Honig
1 bis 2 El. Kartoffelmehl
50g Mandelstifte

Zubereitung:
Hagebutten waschen, Stängel [seit wann schreibt man beim WDR Stengel so? Ist wohl die neue deutsche Rechtschreibung.], Blüten und Kernchen restlos entfernen. Hagebutten mit Wasser bedecken und weich kochen. Anschließend Zucker und Kartoffelmehl zugeben, eventuell etwas Wasser nachfüllen und nochmals aufkochen. Mandelstifte über die fertige Suppe streuen.
<


Kein Rezept aber ein Hinweis:
Ich esse auch gerne die getrockneten Hagebuttenhaelften roh. Sind etwas zaeh und schmecken leicht sauer und fruchtig - nach Hagebutte halt.
Als ganze Frucht an der Luft getrocknet werden die Hagebutten bei mir matschig. Aber halbiert kann ich sie liegen lassen, dann die Kerne rausholen (immer noch muehsam), die man aber fuer Tee verwenden sollte, wie ich hier erfahren habe. Die Haelften werden zu Ende getrocknet und dann sind auch die verbliebenen Haerchen kein Problem mehr.

@mamje
Beim Tee, wie es unter der Rubrik "Tee" steht, braucht (sollte!) man nicht die Kerne zu entfernen, sondern man schneidet die Enden ab und halbiert die Hagebutte - fertig.
In dieser Rubrik hat Kraeuterfee auch etwas ueber den Kaltauszug geschrieben.

Das gute an der Hagebutte ist: man kann sie auch jetzt noch in der Natur sammeln!

mfg
Jens


Gast

Beitragvon Gast » 21. Nov 2001, 19:54

Tatsaechlich! Wie Angelika schon erwaehnt hat, kann man aus Hagebutten auch Wein machen (wer trinkt denn sowas??).

Hier das Rezept von den Seiten der genialen Hobbythek: http://www.hobbythek.de

>
Hagebuttenwein

2,5 Kg Hagebutten
8 Ltr. Wasser
3 Kg Zucker
40g 80%ige Milchsäure
4 Tabl. Hefenährsalz
Hefe (Malaga oder Portwein)


Stiele und Kelche der Früchte entfernen, die Früchte waschen und anschließend grob zerkleinern. Den Zucker in Wasser heiß auflösen, auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und mit den zerkleinerten Früchten mischen. Die Nährsalztabletten zerstoßen, einrühren, die Säure zusetzen und die Reinzuchthefe beigeben. Die süße Maische wird in einen Gärballon gefüllt, das Gärröhrchen sofort aufgesetzt und an einen gleichmäßig temperierten Ort gestellt.
Gärungsbeginn nach 2 bis 5 Tagen. Nach ca. 14 Tage wird der Brei ausgepreßt. Anschließend gibt man den ausgepreßten gärenden Wein in den Ballon zurück, setzt den Gäraufsatz wieder darauf und läßt ihn weitere 3 bis 4 Monate stehen. Danach wird er in eine Flasche abgezogen (s.o.).
<

Das "s.o." bezieht sich natuerlich auf die Seiten der Hobbythek. Und da man den Brei nach 14 Tagen ausser auspressen auch mit Kern und Haaren rausfiltern kann, entfaellt wieder das laestige Entkernen vorweg. :smile:)

Waere da nicht der Platzmangel bei mir, wuerde ich es glatt ausprobieren. Falls aber einer von Euch es probiert, dann bitte hinterher einen Erfahrungsbericht hier posten, ob's denn auch geschmeckt hat!!!

mfg
Jens

Gast

Beitragvon Gast » 22. Nov 2001, 08:44

Hallo Jens,

nun, nach diesem Rezept hatte ich damals nicht Hagebuttenwein gemacht, sondern ganz "stinkmormal" , Füchte , Wasser, Zucker...leckeres Zeug ! Dafür habe ich sogar die größeren Hagebutten genommen, da mir sonst der Entkernvorgang bei den kleinen zu viel Aufwand war...

weiß Kräuterfee

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Angelika
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Beitragvon Angelika » 24. Nov 2001, 20:24

Ein einfaches Rezept für Hagebuttenwein.

Ca. 100g getrocknete Hagebutten in 1l Rotwein geben, und 2 Wochen lang stehen lassen. Danach abseihen und täglich ein kleines Glas davon trinken.


Hagebuttenhonig:

1 kg reife aber noch feste Hagebutten säubern und gründlich waschen, mit 1 l Wasser übergießen und gut 1/2 Stunde zugedeckt kochen lassen. Über Nacht stehen lassen. Dann den Saft auspressen.
Auf 1l Saft gibt man 800 gr Zucker und läßt den Sirup unter öfterem Abschäumen, honigartig einkochen. Heiß in Gläser füllen und verschließen.


mfg Angelika

Gast

Beitragvon Gast » 26. Nov 2001, 12:06

@Angelika

2 einfache Fragen zum Hagebuttenhonig (nur um sicher zu gehen):

1.) Den einen Liter Wasser, den man am Anfang dazugibt, muss man wohl nicht nach der Nacht abgiessen, oder? Der gehoert dann zum Saft?

2.) "unter öfterem Abschäumen, honigartig einkochen" bedeutet, dass man den Saft solange koecheln laesst, bis er zaehfluessig wie Sirup ist (und dabei den Schaum abloeffelt)?

Danke in voraus
mfg
Jens

Gast

Beitragvon Gast » 26. Nov 2001, 13:10

Hu, hu,

ich habe da auch noch was gefunden - vielleicht gefällt's besser, da mit Honig und nicht mit Zucker:

Hagebuttenhonig
Zutaten :
500 g Hagebutten; entkernt gewogen
250 ml Rotwein; oder Wasser
Honig
Zubereitung :
Die entkernten Hagebutten in eine Schüssel geben, mit Flüssigkeit begiessen, decken und an einem kühlen Ort 8 bis 10 Tage stehen
lassen, täglich rühren. Anschliessend durchs Passevite/flotte Lotte treiben.
Den Honig (gleiche Menge wie Hagebuttenmark) ins Wasserbad stellen,bis er flüssig ist. Vorsicht: das Wasser darf nicht wärmer sein als 40 °C, da sonst die gesunden Wirkstoffe des Honigs zerstört werden. Den flüssigen Honig sehr langsam in den Hagebuttenbrei
einrühren (benötigt ca. 1 Stunde), in saubere, trockene Gläser mit
Drehverschluss einfüllen, verschliessen und im kühlen Keller aufbewahren.

Hagebuttenmus
Zutaten :
1 kg Hagebutten
1/2 l ;Wasser
150 g Honig
Zitronen- oder Orangenschale
o. frisch geriebener Ingwer
Zubereitung :
Die Hagebutten waschen. Stiel und Blütenansatz abschneiden. Die Hälfte in einen Topf geben und knapp mit Wasser bedeckt in 15-20 Minuten sehr weich kochen. Das Wasser abgiessen und die zweite Hälfte
der Hagebutten darin kochen.
Die Hagebutten passieren (flotte Lotte).
Nach Geschmack mit Honig süssen und beliebig würzen.
Das Mus in heiss ausgespülte Gläser füllen und im Kühlschrank
aufbewahren (ca. 2 Wochen). Grössere Mengen, die nicht gleich verzehrt werden sollen, kann man einfrieren.

MfG
Kräuterfee

Gast

Beitragvon Gast » 26. Nov 2001, 13:20

[quote]
Angelika schrieb am 2001-11-24 20:24 :

Ein einfaches Rezept für Hagebuttenwein.
Ca. 100g getrocknete Hagebutten in 1l Rotwein geben, und 2 Wochen lang stehen lassen. Danach abseihen und täglich ein kleines Glas davon trinken.

Oh, oh, nichts für Fee - dies ist sauerer "Tobak"( obwohl ich trockenen Wein liebe) und wenns trotzdem in Gärung übergeht (ist mir mit Weißdornfrüchten passiert)oder irgendwas unreines vorgeht, kann man die ganze Geschichte weghauen.... :-(((

Nur als Hinweis und gut gemeint !

Die alte klassische Gärmethode im Ballon mit Gärröhrchen ergibt einen guten Dessertwein/ oder "Normalo"wein (je nach Zuckermenge)... und ist - oh "Frevel" toll für Soßen !!!

MfG
Kräuterfee

diabolo71
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Beitragvon diabolo71 » 27. Nov 2001, 09:16

Hallo Ihr Lieben,
möchte Euch noch das "ganz normale" Rezept für eine gute Hagebuttenmarmelade posten.
Einfach Hagebutten waschen, die Blütenansätze entfernen.
bei 500 g Hagebutten etwa 1/2 l Wasser zugeben und mehrmals aufkochen (aber mit geöffnetem Deckel).
Wenn die Hagebutten weich geworden sind, einfach in ein Metallsieb geben und durchpassieren (erfordert wirklich jede Menge Kraft, habe das selbst dieses Jahr durchgemacht!).
Dann das Mus ein weiteres Mal durch ein sehr feines Haarsieb streichen, damit auch die letzten Haarreste hängen bleiben (kratzt ansonsten unangenehm im Hals).
Das Mus wiegen und je 100 g Mus mit 160 g Zucker verrühren, wer möchte kann auch nochmals aufkochen (das Hiffenmark wird dann haltbarer und lässt sich vor allem noch heiß in Gläser abfüllen).
Gutes Gelingen und liebe Grüsse an Euch alle!
Ich hoffe ich konnte Euch das leidige Entkernen der Hagebutten ersparen.
Ich habe dieses Jahr fast Schaum vor dem Mund gehabt, nachdem ich über 4 Tage die HAgebutten gekappt und entkernt und enthaart habe, dann leider 2 Tage nicht dazu kam weiterzumachen (und dummerweise die Früchte in eine Tupperdose gelegt hatte!!!!! ;o) selbst Schuld!!!) und ich meine ganzen schönen Hiffen dann wegwerfen konnte, da alles verschimmelt war!!!!!
WAS FÜR EIN ÄRGER!!!
Ich Lieben passt auf Euch auf und bleibt gesund!
Euer
Diabolo71 :wink:

Gast

Beitragvon Gast » 27. Nov 2001, 18:13

Hallo Kraeuterfee,

Du hattest oben was von Weissdornfruechten erzaehlt und ich wollte kein extra Thema dazu aufmachen, deswegen hier eine Frage dazu.

Wie verarbeitest Du vorzugsweise Weissdornfruechte? Gibt es da ueberhaupt etwas schmackhaftes, das man daraus herstellen kann? Oder sollte man die nur verarbeiten, wenn man tatsaechlich an z.B. Herzinsuffizienz leidet?

Noch fuehle ich mich naemlich pudelwohl und wollte nur etwas aus den Weissdornfruechten machen, da ich davon noch welche am Strauch gefunden habe (im Gegensatz zu Schwarzdorn, den ich gesucht hatte :-( ). Ich denke mir aber, dass die Weissdornfruechte wegen ihrer relativ zur Frucht recht grossen Kerne ungeeignet fuer Marmelade sind (und den Geschmack kenne ich auch nicht).

Falls Du also ein oder zwei (am besten nicht sehr arbeitsintensive ;-) ) Rezepte in der Hinterhand hast, waere es nett wenn Du die hier posten koenntest.

Schonmal im Voraus vielen Dank fuer Deine Muehen
mfg
Jens

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Angelika
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Beitragvon Angelika » 27. Nov 2001, 18:57

Hallo Jens,

zu deinen Fragen :

du hast sie ganz richtig verstanden.

Noch zu dem Hagenbuttenwein, er sollte innerhalb von 4 Wochen verbraucht werden.

mfg Angelika



   

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