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Verstopfung beim Hund

Naturmedizin für Tiere, Ernährung, Tipps...

Moderatoren: Angelika, pierroth

pewe
Beiträge: 6
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Verstopfung beim Hund

Beitragvon pewe » 30. Dez 2012, 18:27

Hallo,

seit einigen Tagen bemerke ich beim Gassi gehen, das mein Hund verstopft sein muss!?
Er quält sich ganz schön ab und meistens kann er sein Geschäft nicht erledigen... das hat er noch nie gehabt.

Ich möchte ihm evtl. carbo vegetabilis Globulis geben...

Ist das ein passendes Mittel für Verstopfung bei Hunden und wenn ja in welcher Potenz kann man das dem Hund verabreichen?
Oder sollte ich ihm lieber etwas anderes geben?

Über Eure Hilfe wäre ich Euch sehr dankbar

LG pewe


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Angelika
Beiträge: 5449
Registriert: 3. Mai 2001, 02:00

Re: Verstopfung beim Hund

Beitragvon Angelika » 30. Dez 2012, 19:28

Hallo Pewe,

versuche es erstmal mit Parafinöl, das hilft meistens ganz schnell, dann kann man dem Futter Milch, Flohsamen oder Laktulose zugeben.
Danach die Ernährung etwas umstellen.


Viel Erfolg!
Angelika

pewe
Beiträge: 6
Registriert: 30. Dez 2012, 07:47

Re: Verstopfung beim Hund

Beitragvon pewe » 30. Dez 2012, 22:15

danke Dir auch hier Angelika,

ja dieses parafinöl und flohsamen werde ich mir morgen mal noch in der apo besorgen und ausprobieren...
aber was für globulis mit welcher potenz wären denn im fall der verstopfung beim hund im akutfall angebracht

...pewe

Domika
Beiträge: 1
Registriert: 3. Apr 2013, 11:48

Re: Verstopfung beim Hund

Beitragvon Domika » 3. Apr 2013, 11:50

Gelungen, einen Hund zu heilen?

Danuu
Beiträge: 15
Registriert: 10. Apr 2013, 20:30

Re: Verstopfung beim Hund

Beitragvon Danuu » 28. Apr 2013, 15:51

Hallo!

Mein Hund bekommt täglich einen Teelöffel Leinöl unter sein frisches Fleisch gemischt. Leinöl ist gesund, macht nicht fett, und soll vor Krebs schützen, und da ich wegen meines Reizdarmsyndroms sowieso jeden Tag einen Esslöffel voll davon nehme, und keine Darmprobleme mehr habe, bekommt er das auch.

Für die Umwelt ist Paraffin gewöhnlich unbedenklich. Als Bestandteil von Hautcremes gilt Paraffin jedoch teilweise als bedenklich. Die Zeitschrift Öko-Test wertet Cremes mit einem Paraffingehalt über 10% massiv ab, da dies die Austrocknung der Haut und damit die Bildung von Falten begünstigen könnte. Öko-Test äußert sich wie folgt dazu: „Paraffine: Sammelbezeichnung für unzählige künstliche Stoffe aus Erdöl (…) behindern die natürlichen Regulationsmechanismen (…) können sich in Leber, Niere und Lymphknoten anreichern (…).“[1] Öko-Test warnt vor mehr als 10 % in einer Creme. Produkte beliebter Firmen wie Nivea enthalten wesentlich mehr Paraffin in ihren Cremes.


Warum sollte man so etwas dann innerlich anwenden wollen?

Zusätzlich noch darauf achten, dass der Hund genug trinkt.

Alles Gute für den Hund!

waldi
Beiträge: 3
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Re: Verstopfung beim Hund

Beitragvon waldi » 7. Sep 2013, 09:27

Hallo Pewe,

ich empfehle Macrogol 4000. Ist ein Pulver das man in der Apotheke bekommt und ist auch relativ günstig. Die Dosierung geht von 1 MSp. bis zu einem halben TL, das muß man ausprobieren. Meine Katze Rudi z.B. braucht nur 1 Msp. und es flutscht, meine Katze Lisa dagegen braucht einen halben TL, damit der Kot weich wird.

Das hatte ich mir mal dazu aus einem Forum abkopiert, das es allerdings nicht mehr gibt:

Gut bewährt haben sich osmotische Abführmittel, die auf der Basis von Polyenthylenglykol (Macrogel) in besonders wirksamer und verträglicher Weise die Verstopfung bekämpfen.
Macrogol wirkt so das Flüssigkeit nicht entzogen wird und keine Elektrolyte verloren gehen. Es wird Flüssigkeit gezielt zu der eingedickten Nahrung transportiert und weicht sie ein.
Bei diesem Präparat handelt es sich um ein Polyethylenglykol mit definiertem Molekulargewicht, einer chemischen Substanz also, die vom Darm nicht resorbiert werden kann. Sie hat eine sehr hohe Fähigkeit, Flüssigkeit zu binden, ein Phänomen, das sich nutzen lässt um den festen Kot geschmeidig zu machen und das Kotgewicht zu erhöhen.

Es wirkt innerhalb von 24- 48 Stunden. Ein nachhaltiger Effekt sorgt dafür dass bei regelmäßiger Verabreichung die Verdauung richtig in Schwung kommt und der Darm zunehmend aktiver wird.

Das reine Macrogol enthält keine Salze die dem Körper Flüssigkeit und Mineralien entziehen.
Da Macrogol von den Darmbakterien nicht abgebaut werden kann, entstehen keine wirkstoffbedingten Blähungen. Es gibt keinen Gewöhnungseffekt, die Wirksamkeit bleibt auch bei längerer Einnahme erhalten.
Und was enorm wichtig ist, es ist GESCHMACKSNEUTRAL und die Akzeptanz bei Katzen hervorragend.
Das Pulver wird einfach in Wasser gelöst und unter das Feuchtfutter gemischt.

Es hat keinen Einfluss auf die Blutzuckerwerte bei Diabeteskatzen.

Das reine Macrogol ist über die Apotheke zu bestellen:

Macrogol 4000 (pur)
Hersteller FAGRON
100g
PZN 6953505
etwa 5 Euro

Macrogol 4000 (pur)
Hersteller FAGRON
250g
PZN 6953497
etwa 8 Euro

Das Movicol Junior beinhaltet das Macorgol 3350 also ein niedrigeres Molekulargewicht.
Leider aber auch Elektrolyte so das es bei CNI Katzen nicht angewendet werden sollte. Elektrolyte wurden dem Präparat beigefügt da es zur kompletten Darmentleerung hergestellt wurde für diagnostische Zwecke. Bei gesunden Katzen sind diese nicht bedenklich.

Ob das reine Macrogol 4000 mit dem höheren Molekulargewicht für Katzen unbedenklich ist versuchen wir gerade noch herauszufinden.


Die Dosierung von Movicol Junior:

eine Messerspitze bis ein/viertel Teelöffel 2x pro Tag ins Nassfutter mit 2 Esslöffeln Wasser. Man kann diese Dosis, basierend auf den Ergebnissen, nach oben oder unten anpassen. Die Dosis muß nach den ersten 5 Tagen angepasst werden, man kann sie erhöhen bis auf einen halben Teelöffel oder senken, je nach Kotbeschaffenheit. Movicol wirkt nicht sofort, der Wirkspiegel baut sich nach 5-7 Tagen auf.

Auf meine Anfrage an Pharmakologen der Veterinäruniversitäten
das Movicol Junior betreffend mit der Wirksubstanz Macorgol 3350 /Polyethylenglycol (PEC) schreibt:

Prof. Dr. Manfred Kietzmann
Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie
Tierärztliche Hochschule Hannover:

Im Schrifttum finden sich Dosierungshinweise für PEG bei der Katze; für
diese Dosierungen liegen keine Hinweise auf toxische Effekte vor.

LG
Waldi



   

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