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mündl. Prüfung kleiner HP in Brandenburg Mai 07

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blue-banana
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mündl. Prüfung kleiner HP in Brandenburg Mai 07

Beitragvon blue-banana » 7. Mai 2007, 20:17

Hallo Ihr Lieben,

die mündliche Prüfung habe ich bestanden. :D

Anwesend waren ein HP, ein Arzt, ein Dipl. Psychologe und eine Beisitzerin. Alle waren sehr freundlich, die Atmosphäre locker.

erste Frage: Welche psychischen Krankheiten kennen Sie ( alle lt. ICD 10 runtergeleiert...)

zweite Frage: Welche Therapiearten gibt es? Bei welchen davon übernehmen die gesetzl. KK die Kosten?

dritte Frage: Was kennzeichnet ein Akoholentzugsyndrom? (als ich die Symptome schilderte und die Gefahr von Krampfanfällen erwähnte, kam gleich die Frage, wohin diese führen können.

vierte Frage: Was möchte ich machen als HP, welche Therapien anbieten. Auch hier kam gleich die nachfolgende frage, was mich dazu befähigt, ob ich eine Ausbildung hätte. (Hab ich nicht, hab ich auch gesagt. Sagte aber, daß ich noch Lehrgänge absolvieren werde).

Bei dieser Frage bzw. meiner Antwort hatte ich danach am meisten zu rudern, um dem Prüfungsteam darzustellen, wie ich mir den Einstieg vorstelle bzw. wann ich loslegen will.

fünfte Frage: Fallbeispiel: verwirrte Frau kommt in die Praxis kurz vor Feierabend, will nicht gehen, ist nicht so gut angezogen, schaut sich ängstlich um und redet nicht viel. Was ist zu tun? (Gespräch suchen, psychosozialen Dienst rufen, wenn nicht erreichbar dann Polizei.)

sechste Frage: ICD 10 F 4 was alles für Krankheiten darunter fallen und welche Ursachen sie haben (War schwer für mich was die Ursachen betrifft, da es ja verschiedene Krankheiten sind und ich es nicht so allgemein halten konnte. Ich vergaß die Zwänge. Einer der Prüfung half mir auf die Sprünge als er fragte ob ich zu hause die Waschmaschine ausgemacht hätte)

siebte Frage: Was darf ich alles nicht? (Medikamente verordnen, Atteste ausstellen, Gutachten schreiben)

So, das wars im Grunde, es kamen noch ein paar Querfragen zu meiner jetzigen Tätigkeit, die ich aber auch gut erklären konnte.

Ich hatte das Gefühl, daß ich sehr schlechte Antworten gegeben habe. Also sie sagten: herzlichen Glückwunsch war ich sehr überrascht, konnte es kaum glauben.

Der Arzt lachte und erklärte mir, daß sie aufgrund meiner Persönlichkeit und meiner geistigen Wachheit (oder so sinngemäß) durchaus Vertrauen haben, daß ich Gefahren abschätzen und abwenden kann und meine Grenzen kenne,die Fragen was im Notfall zu tun wäre, hätte ich richtig beantwortet, also keine Gefahr für die Volksgesundheit darstelle.

Alles dauerte ca. 30 minuten, davon redeten sie selbst etwa 10 mit netten Aufmunterunsgfloskeln am anfang zur Auflockerung.

Liebe Grüße
BB


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Ernst
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Beitragvon Ernst » 8. Mai 2007, 00:01

Eyyyyy Suuuper!!!!
Meinen Herzlichen Glückwunsch.
Vielen Dank auch für dein Prüfungsprotokoll.

Dann kann es jetzt ja richtig losgehen mit der Arbeit.
In welchem Bereich möchtest du denn tätig werden?
Grüße von der Waterkant
Ernst

Die Intelligenz läuft mir ständig nach - Aber ich bin schneller

blue-banana
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Beitragvon blue-banana » 8. Mai 2007, 00:30

Danke Ernst!!!!

Ich bin ein totaler Hypnose-Fan. Das liegt aber in weiterer Ferne, da ich dazu noch einige Seminare usw. machen will.

Ansonsten möchte ich in Richung Paartherpie gehen, oder auch Einzelberatung falls der Partner nicht mit will. Also alles was in Richtung Beziehungsprobleme geht.

Aber ich glaube, letztlich hängt es davon ab, welche Klientel ich so bekomme. Hat alles Zeit.

Also, lieben Dank nochmal für alles!!!!
BB

blue-banana
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Beitragvon blue-banana » 8. Mai 2007, 00:37

Was ich den neuen Prüflingen noch mit auf den Weg geben möchte:

Zieht Euch gut an, nicht overdressed, aber seriös. (Hatte auch eine andere Dame im Prüfungsbericht geschrieben!) Sie scheinen viel Wert darauf zu legen was man für einen Eindruck macht. Von der Erscheinung, im Verhalten, im Gespräch.

Das inhaltliche ist zwar auch wichtig, aber dabei helfen sie weiter wenn man ins Stocken kommt und sind gar nicht so streng wenn man das eine oder andere vor Aufregung vergisst.

Wichtig war ihnen, daß man eben seine Grenzen kennt bzw. nicht nur die eigenen sondern die eines HP überhaupt, also daß man angemessen mit wirklich kranken Menschen umgeht oder die Gefahr überhaupt erkennt. Im Zweifel immer lieber auf den Arzt oder psychiatrischen Dienst zurückgreifen, um die Verantwortung "loszuwerden".

Ich weiß nicht wie es anderswo ist, aber in Berlin scheint es ähnlich zu sein, wie ich dem Bericht der o.g. Dame entnehmen konnte.

Also schick machen, souverän und charmant auftreten, die wichtigesten Rechte und Pflichten des HP kennen, Notfälle erkennen und alles weitere ergibt sich im Gespräch. Wie schon gesagt, sie helfen einen gern auf die Sprünge wenn man ein Black-out hat.


   

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