Zum Inhalt

Heilpraktiker für Psychotherapie

Moderatoren: Angelika, Ernst

Benutzeravatar
Josi
Beiträge: 124
Registriert: 23. Jan 2002, 01:00

Heilpraktiker für Psychotherapie

Beitragvon Josi » 25. Sep 2002, 15:03

Hallo Ihr Lieben,

nachdem mein Heilpaktikerstudium nun schon wieder geraume Zeit ziemlich schleift, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es so keinen Sinn hat. :sad:
Ganz aufhören möchte ich jedoch auf gar keinen Fall, darum habe ich mich entschlossen, erst einmal "nur" den Psychologischen Berater nach HPG zu machen. In diese Richtung wollte ich mich sowieso orientieren und hoffe, das durch mehr vorhandenes Interesse auch das Lernen leichter geht. :roll:
Leider bietet meine Schule diese Richtung nicht an. Darum nun meine Frage: hat jemand einen Rat, ob man das ganz allein machen kann, welche Bücher man braucht, was eigentlich alles dazu gehört oder kennt jemand ein gutes Ferninstitut? Fange erst an, mich zu informieren und bin daher für jeden Tipp dankbar....

Liebe Grüße von Josi :wink:


Benutzeravatar
Ursula
Beiträge: 1965
Registriert: 16. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Ursula » 29. Sep 2002, 17:52

Hallo Josi,

ich habe mal die Anschrift der Schule rausgesucht, bei der ich vor ein paar Jahren gelernt habe: Heilpraktikerschule Psychotherapie Petermann, Hamburg.
Sie ist mit Seminaren bundesweit in allen größeren Städten vertreten, gelernt wird am Wochenende (Freitag abend bis Sonntag abend) und der Rest ist für zuhause oder die Lerngruppe gedacht.

Hier erstmal die Anschrift:

http://www.health-nlp.de/HP/hp.html

Wenn du Fragen hast, kannst dich auch gern bei mir melden.

Ursula
Zuletzt geändert von Ursula am 1. Okt 2002, 21:00, insgesamt 1-mal geändert.

AnamCara
Beiträge: 11
Registriert: 25. Mär 2002, 01:00

Beitragvon AnamCara » 30. Sep 2002, 09:46

Hallo Josi,

eigentlich schade,....aber es ist tatsächlich gar nicht so einfach mit dem HP...

Ich habe mich ganz ursprünglich auch für den HP Psychotherapie interessiert, mich dann aber von dem Argument "beim großen kannst du alles machen, der kleine, das ist doch nichts" beeinflussen lassen... :D

Aus Frustation heraus über die sich so stark unterscheidenden Aussagen zur Prüfung - von Leuten, die angeblich wissen worum es geht - habe ich mich vor 5-6 Wochen mal bei der Amtsärtztin erkundigt, was ich da zu hören bekam war alles andere als erbaulich... :???:

Also zur Prüfung (BA-Wü/Psycho) wurde mir gesagt:
Man braucht einen "artverwandten" Beruf in dem man auch bereits "therapeutische" Erfahrung haben muss.
Auf meine Frage hin, wie denn die Richtlinien für Quereinsteiger sind, da die ja nicht über Erfahrung verfügen könnte, kam die Aussage: Die haben schlechte Karten. *lol* :rotfl: Schließlich würden diese Prüflinge nach der Prüfung auf die Menschheit losgelassen und müssen dementsprechend mit Menschen und ihren spezifischen Problemen umgehen können (was ja auch durchaus stimmt, aber lernt man so was nur im "therapeutischen Bereich" oder gibts da vielleicht auch so was wie "Naturtalente" *groll*)

Die Dame sagte mir auch es gäbe überhaupt keine Richtlinien für die Prüfung, sie könnte mir weder Literatur, Themenbereiche noch eine sogenannte "Schule" empfehlen. Das was ihrer Ansicht nach die Schulen lehren, wäre selbst wenn es hier und da etwas taugen würde, auf keinen Fall ausreichend für die Prüfung und die spätere Therapeiausübung.....
Alles in allem wolle sie keine "Hoffnung" machen.... :-?

Auf meine Frage nach dem med. HP sagte sie:
das ist noch viel schlimmer.... da können sie gleich Medizin studieren, da haben sie am Ende auch mehr davon....

Ich meine, was soll man nach solchen Aussagen noch denken und vor allem tun. Klingt doch echt übel und nach Abwimmeln, oder? :eek:

Langsam finde ich es ärgerlich, das man sich für eine Prüfung, die nach Bestehen noch nicht mal einen anerkannten Beruf bescheinigt, sondern nur, das man keine Gefahr für die Volksgesundheit ist, so sehr den Kopf zerbrechen muss, auf den Arm genommen wird und das ganze auch noch eine Menge Zeit und Geld kostet. (Das musste ich jetzt einfach mal loswerden... :evil: sorry)

Von den Fernschulen, von denen ich bisher "gelesen'" habe, tauchen zwei immer wieder, positiv, auf: ALH und BTB.
Vielleicht kannst Du die mal für dich "unter die Lupe nehmen"...viel Spaß...:flower:

Liebe Grüße
AnCa

Benutzeravatar
Ursula
Beiträge: 1965
Registriert: 16. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Ursula » 30. Sep 2002, 18:09

Hallo AnCa,

über die Prüfungen in BA/Wü habe ich bisher auch nur gehört, das sie extrem streng sein sollen, aber noch nicht so sehr wie in NRW - wenn`s denn ein Trost ist :( ...
Wird denn bei dir direkt von der Amtsärztin geprüft? Hier in Niedersachsen gibt es zentrale Prüfungsstellen z.B. in Hannover für den HP und in Lüneburg für den HP Psychotherapie. (Hoffe, das ist noch der aktuelle Stand).

BTB (Bildungswerk für therapeutische Berufe - Wuppertal) müßte sich in den letzten Jahren schon ziemlich verändert haben, wenn es jetzt als Schule empfehlenswert geworden ist - aber warum eigentlich nicht? Ich drücke euch in jedem Fall die Daumen für eine gute Entscheidung. ;)

Ursula

Benutzeravatar
Josi
Beiträge: 124
Registriert: 23. Jan 2002, 01:00

Beitragvon Josi » 10. Okt 2002, 15:56

Hi AnCa :wink: ,

hab mich jetzt auch beim zuständigen Gesundheitsamt erkundigt und erfahren, daß hier in Sachsen momentan nur mündlich überprüft wird. Eine halbe Stunde vor einer Kommision die Fallbeispiele vorlegt, an denen man sein Vorgehen erläutert. Über die Chancen hat sie allerdings nichts gesagt :eek: - auf alle Fälle war sie sehr freundlich. Aber das hat ja nichts zusagen, der Prüfer ist ja der Amtsarzt und nicht die Sekretärin ;)

Wegen einer neuen Schule hab ich mich noch nicht entschieden, anscheinend gibt es bei mir hier nichts Vernünftiges und ich müßte immer in die alten Bundesländer fahren *stöhn* (der von Ursula empfohlene Herr Petermann ist übrigends sehr nett...) Na, mal sehen...

LG von Josi

AnamCara
Beiträge: 11
Registriert: 25. Mär 2002, 01:00

Beitragvon AnamCara » 11. Okt 2002, 10:03

Hallo Josi,

das freut mich für dich, daß du so positive Auskünfte auf dem Amt bekommen hast. :sun2:

Das dort nicht mal eine schriftliche Prüfung gemacht wird, ist ja echt super.

Ich bin immer noch unschlüssig, was ich nun machen soll. Eins ist gewiss: Weitermachen will ich auf jeden Fall - sonst war ja alles umsonst..... :???:

Wie du ja oben gelesen hast, hat "mein" Gesundheitsamt mir nicht gerade viel Hoffnung gemacht. Irgendwie wird doch der Eindruck vermittelt: Auf HP´s, gleich welcher Richtung, können wir verzichten. Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde dieses Verhalten unangebracht.

Liebe Grüße
AnCa :wink:


Benutzeravatar
Josi
Beiträge: 124
Registriert: 23. Jan 2002, 01:00

Beitragvon Josi » 15. Okt 2002, 12:38

Hi AnCa,

laß dich bloß nicht entmutigen! - es gibt genug, die es geschafft haben!
Falls es bei euch wirklich so schlimm sein sollte, gibt es noch die Möglichkeit, über einen Zweitwohnsitz und die Versicherung, die Praxis dort führen zu wollen, die Prüfung in einem anderen Bundesland zu machen...

Bei mir hat die Schulsucherei erst mal ein Ende - meine alte Schule ermöglicht mir kostenlos den Besuch einer ihr angeschlossenen in der Psychotherapie angeboten wird :D - nun werd ich mich also voller Elan auf das neue Gebiet stürzen und hoffe, diese Energie hält lange an.

LG von Josi

AnamCara
Beiträge: 11
Registriert: 25. Mär 2002, 01:00

Beitragvon AnamCara » 17. Okt 2002, 16:25

Hallo Josi,

Das ist ja echt super.

Dann wünsche ich Dir auch von ganzem Herzen, das die Energie nicht nur lange, sondern bis zur bestandenen Prüfung anhält. Aber ich bin sicher:
Du wirst das schon machen.

Ich dümpel immer noch so vor mich hin, irgendwie sitze ich nicht nur zwischen zwei, sondern anscheinen zwischen allen Stühelen dieser Welt. *ggg*

Ich glaube ich muss erst mal ernsthaft was gegen mein ewiges Zweifeln und hin-und-her-überlegen tun, *ggg* sonst komme ich auf keinen grünen Zweig mehr.

Also dann wünsche ich dir nur das beste, vielleicht kannst du ja was von deinen Erfahrungen und "neuen Kenntnissen" berichten?

Liebe Grüße
AnCa

Benutzeravatar
Josi
Beiträge: 124
Registriert: 23. Jan 2002, 01:00

Beitragvon Josi » 17. Okt 2002, 20:52

Hast Du es schon mal mit Bachblüten versucht, AnCa???
Die haben mir bei Entscheidungen schon öfters hilfreich zur Seite gestanden :) - es gibt einige, die da möglich sind. Falls du damit keine Erfahrung hast und mehr wissen möchtest - nur zu :D

LG, Josi

ulli
Beiträge: 89
Registriert: 5. Feb 2002, 01:00

Beitragvon ulli » 18. Okt 2002, 10:50

Hallo AnamCara, hallo Josie,
wollte mich gerade wieder einmal kundig machen, was bei Euch so läuft :roll: und bin dabei auf Deinen Eintrag gestossen, Anam Cara. Ich bin ebenfalls in BW, und bereite mich auf HP und Psychotherapie vor. Das heisst, das gleiche Gesundheitamt wäre zuständig .Mir ist aber nichts bekannt (ausser ein paar Gerüchten :o habe schon von einem Praktikum gehört ), dass man einen einschlägigen Beruf haben müsste ; habe ich übrigens auch nicht. Ich werde mich einfach nocheinmal beim Gesundheitsamt erkundigen ; ausserdem könnte man ja auch bei einem HP (Psycho) selbst nachfragen, vielleicht fällt da die Antwort etwas freundlicher aus ?! Also cool bleiben und lasst Euch nicht von Eurem Weg abbringen :cool:
Liebe Grüsse ulli, die wieder aufgetaucht ist

marechal
Beiträge: 16
Registriert: 31. Jan 2002, 01:00

Das Problem bei heilkundlichen Psychotherapie

Beitragvon marechal » 5. Nov 2002, 22:18

Hallo, richtig, seit das Psychotherapeutengesetz in Kraft ist, versuchen die Amtsärzte den Heilpraktiker für Psychotherapie "abzuschaffen". Lange Zeit war es allen Dipl. Psychologen nur mit Zusazuausbildung praktisch nur möglich unter dem Heilpraktikergesetz tätig zu sein, und mit Delegationsüberweisungen von Ärzten. Letzteres heisst: Der Arzt trug die Verantwortung für die Therapie welche bei dem Psychologen durchgeführt wurde. Seit dem PTG können nun die Psychologen mit Aprobation selbstverantwortlich tätig werden.
Das ist eine riesen Ausbildung. Erst die reine Psychologie mit allen Sparten inkl. der klinischen Psychologie bis zum Diplom, und danach die 5-jährige Zusatzausbildung der Therapie. Alles in allem ist man 10-12 Jahre dabei, bis man auf die Menschheit losgelassen wird.
Der Heilpraktiker benötigt nur 1-2 Jahre um Grundbegriffe der praktischen Psychologie und therapeutische Verfahren aus der humanisten Psychologie zu erlernen. Da gibt es begnadete Menschen, welche dem Umgang mit Ratsuchenden recht leicht fällt. Oft bilden sich diese Heilpraktiker auch auf den Gebieten weiter. Sie werden und sind dadurch gute "Lebensberater" und helfen so eigentlich dem gesunden Menschen mit seinen Kriesen und Problemen umgehen zu können. Das ist ein wichtiger Part in unserer hektischen Zeit. Aber, das sind objektiv betrachtet Arbeitsweisen der heilkundeunabhängigen Therapie. D.h. als Psychologischer Berater in DIESEM Bereich ist keine HP-Prüfung notwendig. Anders verhält es sich bei der Arbeit mit Menschen die wirklich ein psychisches Störungsbild haben. Dafür ist aber die HP-Ausbildung nicht ausreichend, um diese Krankheiten in den Griff zu kriegen. Wer faire therapiert müsste sich an dieser Stelle einen Ruck geben, und diese Leute an einem psychologischen Psychotherapeuten verweisen. Mehr als eine "erste Versorgung" kann man mit dieser Kurzausbildung wirklich nicht tun, und klasse ist schon der Psych-HP der dieses Ströungsbild überhaupt diagnostizieren kann.
Und um das herauszufinden, werden die Heilpraktiker überprüft (nicht ge-prüft).
Beste Grüsse
Andrea M.

Benutzeravatar
Ursula
Beiträge: 1965
Registriert: 16. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Ursula » 6. Nov 2002, 10:30

Hallo Andrea,

prima Beitrag - er bringt etwas Licht in die immer größer werdenen Unklarheiten beim Berufsbild Heilpraktiker für Psychotherapie.

Wer den Weg über die Heilpraktikerprüfung wählt, hat ja an sich selbst auch nicht den Anspruch die Arbeitsweise eines Diplom-Psychologen oder Arztes zu übernehmen - (wäre jedenfalls besser für ihn). Er wird stattdessen versuchen, auf "heilkundliche" Weise den Patienten, die zu ihm kommen zu helfen, mit seinem derzeitigen Problemen umzugehen und bestenfalls sie mit ihm zu lösen.

Das schwere Störungen wie Psychosen in andere Hände als die des Heilpraktikers gehören, sollte ja Mindestbestandteil des Ausbildungsprogramms jeder verantwortlich arbeitenden Heilpraktikerschule sein.

Ursula

Benutzeravatar
Ursula
Beiträge: 1965
Registriert: 16. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Ursula » 11. Feb 2004, 08:59

Buchtipps zum Lernen für die HP-Psychotherapie-Überprüfung

Allgemeine Psychopathologie von Christian Scharfeter

Psychiatrie Springer-Lehrbuch (auf aktuelle Ausgabe achten!)

Psychiatrie - in Frage und Antwort Jungjohann Verlag

Das sind reine Lehrbücher um den für die Prüfung erforderlichen Wissensstoff kennenzulernen, sie haben nichts mit einer Therapieform zutun, die man später anwenden will.

Ursula

PS: wer sich gerade auf die HP-Psych.-Prüfung vorbereitet, kann gern aktuelle Literaturtipps abgeben ;)

Benutzeravatar
Angel95
Beiträge: 187
Registriert: 14. Okt 2002, 21:17

Beitragvon Angel95 » 11. Feb 2004, 15:00

Danke Ursula,
sowas habe ich gesucht :kiss: .
LG
Angelika :wink:
Man lebt nicht lange genug, um aus seinen Fehlern zu lernen.
La Bruyére

Diana1
Beiträge: 108
Registriert: 7. Dez 2003, 18:42

Beitragvon Diana1 » 18. Feb 2004, 10:13

Hallo :wink: ,

habe jetzt ein Jahr bei der Paracelsus den Psy. HP sprich Psy. Berater gemacht.
:eek:

Und ich muß sagen ich bin meinem Ziel von einer Heilpraxis kein Stück näher gekommen.
Wohne auch in BW. Wo werdet ihr denn so geprüft über Stuttgart hört man nichts gutes.

Also ich bin jetzt rübergewandert zum großen HP.

Viele Dinge habe ich erst im Nachhinein erfahren.

zB. man hat bessere Karten wenn man einen einschlägigen Beruf hat
wenn man ein Praktikum vorweisen kann

und sie wollen ein fundierte Ausbildung haben, also nicht irgendwie mal 5 Wochenenden Familienaufstellung nach Hellinger, sonder zb
eine mindestens zweijährige Ausbildung Gesprächstherapie nach Rogers, was aber eher ein minimum ist das man Gesprächsterapie ja eh schon immer macht und ich denke das man da auch sehr schnell an seine Grenzen kommt.
Man sollte sich auch erkundigen welche Therapieformen anerkannt bzw angenommen werden.
Bei uns ist jetzt erst eine zur Prüfung gegangen und wollte später mit der Atemtherapie arbeiten. Sie hat die mündl nicht bestanden da die Therapieform grenztgängig ist und sie hätte dazu eher den großen HP machen müssen.

Achso, der Kleine HP ist auch nicht im Heimstudium möglich.

Diana

PS: Wenn ihr noch Fragen habt, ich beantwortet sie euch gerne und tausche auch meine Erfahrungen mit Euch.

Diana



   

Zurück zu „Heilpraktiker - Psychotherapie Ausbildung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste