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sehr starke Menstruationskrämpfe

Rund um die Probleme der Frau

Moderatoren: Angelika, Beate

kräuterle
Beiträge: 2
Registriert: 23. Apr 2004, 09:48

sehr starke Menstruationskrämpfe

Beitragvon kräuterle » 23. Apr 2004, 10:27

Hallo, erstmal super Forum!
Ich hoffe hier kann mir jmd. helfen, da ich anfänger in der homöopathie bin. ich leide seit meinem 11. lebensjahr unter starken Menstruationsschmerzen. Sie werden von Jahr zu Jahr schlimmer. Leider haben meine Ärzte mir auch nur die Pille oder Schmerzmittel als Lösung gegeben. Ich will aber nicht mehr jeden -Monat so viele Schmerzmittel schlucken. vorallem steigert sich die Anzahl der Tabletten und ich werde resistent dagegen und muss den Wirkstoff wechseln. das geht doch nicht so weiter. jedenfalls habe ich mich erkundigt bei einer Apotheke und die hat mir Colocynthis D6 gegeben. Hat jmd. Erfahrung damit? Es sind Steukügelchen; ich nehme an das sind die sog. Globuli oder? Wie nehme ich diese ein: im Mund zergehen lassen?
Kann man wenn dies nicht hilft zusätzlich noch Schmerztabletten nehmen oder verträgt sich das nicht?
Ich habe wenn die Blutungen anfangen sehr starke Krämpfe mit Rückenschmerzen, Übelkeit und Durchfall über mehrere Tage. Was hilft gegen diese Krämpfe? Ich habe bei eurer Suchfunktion herausgefunden, dass gegen Regelschmerzen Mag.-Phosphoricum gut ist; auch gegen Krämpfe?
ich weiß es sind viele Fragen; ich hoffe mir hilft jmd., bitte. ich lieg immer jeden Monat für 3 Tage flach. ich hoff die Natur und ihr könnt mir helfen :) !!
Danke !!
:wink:


wald_fee
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Beitragvon wald_fee » 23. Apr 2004, 15:36

Hallo !!!

Ja, das Magn.Phosp. ist bei Krämpfen angezeigt. Gibts von Schüssler als das Salz Nr 7. Das kannst Du dann als "heisse 7" trinken.
Heisses Wasser über 10 ( glaube es sind 10 oder 7 :eek: ) Schüssler Tabletten und dann möglichst heiss trinken.

Denke so 2 bis 3 mal am Tag kann man das einnehmen.

Wegen der Globulis kann ich dir nicht wirklich weiterhelfen.
Ich nehme nie so niedrige Potenzen. Hab immer Angst wegen ner Arzneimittelprüfung. Und wenn ich niedrige einnehme dann immer aufgelöst.
Hab überwiegend alles in C 30 Potenz nur noch ein restl. Bestand an niedrigen Potenzen.
Versuch halt mal, ob du mit 3 mal 3 Globulis auskommst.

Die C 30 nehme ich nach der Wasserglasmethode ein.
3 Globulis auflösen in Wasser und dann über den Tag verteilt trinken.
Meist reicht diese einmalige Gabe.

Bei den D Potenzen besteht die Gefahr, dass man die zu oft gibt und dann sind Amps zu erwarten.
Hätte ich nicht schon soooo viel in C 30, dann würde ich mich jetzt sogar für die LM Potenzen entscheiden, zumindest bei den Akutmitteln.

Aber da die Meinungen bezügl. der Einnahme eh sehr schwanken ist
das auch schwer zu beurteilen, was nun falsch oder richtig ist.

Die Homöop. der Kids machst dies so und dann halte ich mich da halt dran

Na ja, bin mal gespannt, was noch an Antworten eintrudelt.

Viel Erfolg !!! Und falls ich noch was andres finden sollte, dann meld ich mich wieder.

:wink: wald_fee

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Der_Bruno
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Beitragvon Der_Bruno » 23. Apr 2004, 19:39

phytoherapie:

20g zerstoßene Kümmelsamen
20 g zerstoßene Fenchelsamen
20 g Melissenblätter
10 g Baldrianwurzel
50 g Kamillenblüten

einfacher:
50 g Pfefferminze
30 g Kamillenblüten
30 g Kümmelsamen zerstoßen


2 gehäufte TL davon mit 1/4 l kochendem Wasserübergießen, 10 min
zugedeckt ziehen lassen

copyright Heilpflanzenv. M. Pahlow


aromatherapie: ätherische öle zu gleichen teilen:

fenchel, lavendel, kamille 10-20%ig in johanniskrautmazerat (oder falls nicht vorhanden einem pflanzl fettem öl (kaltgepresst!)
bauch im uhrzeigersinn massieren, als badeöl

copyright mein kopf :)

bachblüten: da muss ich mich erst weiter bilden das seminar ist anfang juni :D
Siehe, voll Hoffnung vertraust du der Erde den goldenen Samen ; nur in die Furche der Zeit bedenkst du dich Taten zu streuen? (nach F. Schiller)

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 23. Apr 2004, 19:47

Danke Bruno,

für Deinen Tipp :D - mal ein anderer Vorschlag - wollte nicht auf die Frage eingehen, da direkt nach einem homöopathischen Mittel gefragt wurde ;-) - und ohne richtige Ernährung (Suchfunktion benutzen - Tipp - Mens-Beschwerden) - bringt eine Naturmedizin auch nicht dieeee Leistung ;-)
MfG
Kräuterfee

wald_fee
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Beitragvon wald_fee » 24. Apr 2004, 13:53

Hallo !!

Mir ist noch eingefallen, dass es das Salz Nr 7 ja auch als Salbe gibt.
Vielleicht bringt die ja auch ein wenig Erleichterung.

Gruss :wink: wald_fee

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paul
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Re: sehr starke Menstruationskrämpfe

Beitragvon paul » 24. Apr 2004, 14:16

kräuterle hat geschrieben:
Ich habe wenn die Blutungen anfangen sehr starke Krämpfe mit Rückenschmerzen, Übelkeit und Durchfall über mehrere Tage. Was hilft gegen diese Krämpfe?



Gegen Deine Beschwerden gibt es sehr gute homöopathische Kombinationspräparate von Heel; sind allerdings nur als Injektion(skur) wirklich sinnvoll. Auch mit Akupunktur lassen sich gute Erfolge erzielen!

Sollten die bereits von den anderen Schreibern vorgeschlagenen Therapien nicht den erwünschten Effekt bringen, geh´diesbezüglich doch mal zu einem Heilpraktker.
Gruß: Paul

Wer anders ist der Feind der Natur, als der sich für klüger hält als sie, obwohl sie unser aller höchste Schule ist? (Paracelsus)


Knuddel
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Beitragvon Knuddel » 25. Apr 2004, 00:28

Hallo Kräuterle

Deine Beschwerden hören sich ja gar nicht gut an. Normal ist das jedenfalls NICHT!!
Was sagt denn Dein Gyn dazu?
Hast Du schon mal was von Endometriose gehört? Dabei siedelt sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter irgendwo im Bauchraum an und verursacht teils heftigste Schmerzen.
Das Dumme daran ist, das man diese Krankheit nur durch eine Bauchspiegelung sicher diagnostizieren kann.
Ich denke, Du solltest Deinen Gyn zumindest mal drauf ansprechen, bei Deiner nächsten Untersuchung.

Ich wünsche Dir alles Gute
Deine Knuddel, die selbst an Endometriose leidet

PS: eine Wärmflasche oder ein warmes Körnerkissen auf Bauch oder Rücken kann natürlich keine Wunder bewirken, aber mir tut es immer sehr gut.

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Anjesa
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Beitragvon Anjesa » 25. Apr 2004, 01:17

Hi Knuddel,
wirklich nur per Bauchspiegelung nachweisbar?
Warum ich frage... ich habe seit ca 3 Monaten starke Schmerzen bei der Periode und verlängert ist die auch noch. Letzten Monat war ich knapp 3 Wochen am *Verbluten*. Naja ich hin zum Gyn und der meinte BS wird nur bei Total OP gemacht blablup so(normale Untersuchung und US von unten) sieht er alles und alles iO. :(
Naja Do wieder hin und da tret ich dem mal gewaltig auffe Füsse.
Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.

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jockelhorstel
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Beitragvon jockelhorstel » 25. Apr 2004, 07:10

Hallo,

also ich kenne diese Beschwerden auch aus eigener Erfahrung.
Mir ging es damals genauso, der erste Tag war jedesmal eine Qual.

Weil ich aber keine andere Möglichkeiten kannte, hab ich mir dann die Pille geben lassen.

Jetzt nach Absetzen der Pille ist alles normal, keinen Durchfall, Erbrechen und die extrem starken Schmerzen mehr.

Mir hatte damals der FA gesagt, die Gebärmutter würde sich wehenähnlich verkrampfen und soetwas gibt es öfters, was sich von allein meist nach dem ersten Kind gibt.

Viele Grüße

Locke
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Registriert: 13. Jan 2004, 13:24

Beitragvon Locke » 25. Apr 2004, 09:03

Hallo,
ich habe auch unter starken Menstruationsbeschwerden zu leiden (Kreislaufbeschwerden, Ohnmacht, Krämpfe usw.), Schmerzmittel zeigen keinerlei Wirkung, nochnichtmal das hochdosierte NAPROXEN 500. Jedenfalls habe ich deswegen mit 14 die Pille verschrieben bekommen, die habe ich dann mit 20 abgesetzt, da meine Menstruation immer öfter ausblieb. Das ging eine ganze Weile gut, aber nach etwa 1 Jahr wurden die Blutungen wieder unregelmäßig und die Schmerzen traten wieder auf. Ich habe jetzt eine ganz besonders schwache Pille verschrieben bekommen, habe aber immernoch einen Eispung, da muss ich meinem Körper die Hormone auch nicht antun. Der Gyn sagte mir auch, dass das nach dem ersten Kind besser wird, aber bei meiner Schwester (der es so ähnlich geht wie mir) gingen die Beschwerden anderthalb Jahre nach der Entbindung auch wieder los.
Locke

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Anjesa
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Beitragvon Anjesa » 25. Apr 2004, 13:17

Hallo,
ich habe grade *testweise* 2 Monate die Pille genommen, Ergebnis = 0. Und ich habe 2 Kinder, davon 1 vor 10 Jahren per Kaiserschnitt entbunden. :(
Schmerzmittel kann ich vergessen, und die Beschwerden gehen ca. 3 Tage vor der Periode los und halten bis 1 Tag danach an.
Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.

Knuddel
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Beitragvon Knuddel » 25. Apr 2004, 15:13

Hallo Anjesa

"Bauchspiegelung nur bei Totaloperation"; also so ein Quatsch hab ich auch noch nicht gehört.
Ich hab 2 Bauchspiegelungen aufgrund der Endo hinter mir, und ich hab alle "Eingeweide" noch drinne.
Bei mir war es allerdings so, das ich Endometriosezysten an beiden Eierstöcken hatte, und Zysten sieht der Gyn beim Ultraschall. Aber man ist sich dann nicht sicher, ob es Endo-Zysten sind oder "nur" funktionelle Zysten, die meist ganz von alleine wieder verschwinden.
Und die endometriosetypischen Herde im Bauchraum kann man nun mal nicht per US diagnostizieren. Je nachdem wo sie sind und wie groß sie sind, kann der Doc sie ertasten. Aber die wenigsten Ärzte haben dafür die notwendige Erfahrung. Wenn es ganz heftig ist, und die Herde wachsen durch Darm oder Blase durch, dann kann man sie vielleicht durch eine Darm- oder Blasenspiegelung sehen. Aber ich will Dir keine Angst machen, das sind die Extremfälle.

Mir hat mein ehemaliger Arzt auch lange Zeit gesagt, die Schmerzen wären ganz normal, das gehört halt dazu, wenn man die Mens hat.
Trotzdem will ich Dich ganz sicher nicht zur Bauchspiegelung drängen, es ist eine richtige OP und sollte gut überlegt werden, denn auch nach einer solchen OP können Verwachsungen entstehen, die auch wieder Schmerzen bereiten, und ob der Operateur die Endoherde und die damit verbundenen Schmerzen entfernen kann, ist nicht sicher. Das können oft nur Spezialisten.

Ich selbst bin in einer Endometriose-Selbsthilfegruppe und kenne das Schicksal einiger Frauen, die oft nach der OP enttäuscht waren.
Aber wie gesagt, eine endgültige Diagnose kann Dir wirklich nur die Bauchspiegelung bringen.
Wenn Du mehr wissen willst empfehle ich Dir das Endoforum von habeebee.de
Es gibt übrigens auch "Fälle", bei denen die Endo durch einen Kaiserschnitt entstanden sind.

LG Knuddel

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Anjesa
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Beitragvon Anjesa » 25. Apr 2004, 16:00

Hi Knuddel,

danke für deinen ausführlichen Beitrag. Ich glaube ich weiss was ich dem am Do erzähle. Entweder der schickt mich zur Untersuchung ins KH oder ich wechsel den Doc. Alle Versuche von ihm, mir zu helfen brachten nix.
Dazu stellte er bei der letzten Untersuchung eine Tatsache in den Raum ohne es mir näher zu erklären.
Ich weiss das eine BS ein OP ist mit allen Risiken und Nebenwirkungen, habe eine vor 1 1/2 Jahren machen lassen. Aber ich lass mich lieber operieren als noch länger mit den Schmerzen rumzurennen. :)
LG Anjesa
Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.

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paul
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Beitragvon paul » 25. Apr 2004, 16:17

Knuddel hat geschrieben:
Hast Du schon mal was von Endometriose gehört? Dabei siedelt sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter irgendwo im Bauchraum an und verursacht teils heftigste Schmerzen.



Bitte nicht immer gleich das SCHLIMMSTE vermuten ;)

Menstruationsschmerzen quasi mit Beginn der ersten Menstruation (bei kräuterle ab dem 11.Lebensjahr = Frühmenarche) sprechen nicht für eine Endometriose. Hier handelt es sich eher um eine primäre Dysmenorrhoe, worunter vor allem junge und sehr schlanke Mädchen und Frauen leiden. Diese Schmerzen entstehen i.d.R. ausschließlich durch die Menstruation - verursacht z.B. durch eine Balancestörung der Hormone, Lageanomalien der Gebärmutter, psychische Komponenten, u.a.

Die andere Form der Dysmenorrhoe ist die sekundäre Dysmenorrhoe, die später - und i.d.R nicht mit der ersten Menstruation - auftritt und verursacht wird durch z.B. Spirale, Myome, Endometriose u.a. gynäkologischen Erkrankungen.

Dysmenorrhoe = schmerzhafte Menstruation
Menarche = erstes Auftreten der Menstruation
Gruß: Paul

Wer anders ist der Feind der Natur, als der sich für klüger hält als sie, obwohl sie unser aller höchste Schule ist? (Paracelsus)

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Anjesa
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Beitragvon Anjesa » 25. Apr 2004, 16:57

Jo schon klar Paul. Nur wenn man nach Jahren auf einmal solche Schmerzen bekommt, möchte man schon die Ursache finden.
Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.



   

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