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"klassische" Homöopathie und die Potenzen

Moderator: Angelika

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Ursula
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"klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon Ursula » 22. Jan 2003, 10:58

Die Homöopathie ist ein Heilsystem, das auf dem Ähnlichkeitsprinzip gegründet ist. Ihr Name - zusammengesetzt aus den Wörtern homoion (ähnlich) und pathos (Leiden) - stammt vom Entdecker, dem Arzt, Apotheker und Chemiker Dr. Samuel Hahnemann.
Ihm war es gelungen, ein Heilverfahren zu entwickeln, das seit nunmehr 200 Jahren auf unveränderten Prinzipien beruht. Er hat zwei für das Heilen wesentliche Tatsachen festgestellt:
Gibt man gesunden Menschen bestimmte Naturstoffe in relativ kräftigen Dosen regelmässig ein, dann erzeugten sie Krankheitserscheinungen, die für den eingenommenen Stoff charakteristisch sind.

Viele Menschen haben schon ähnliche Beobachtungen gemacht, ohne viel darüber nachzudenken: Der Kaffee erzeugt Herzklopfen und Schlaflosigkeit, die Zwiebel ruft beim Schneiden Augentränen und Schnupfen hervor, usw.

Hahnemann hatte im Jahr 1790 begonnen, diese Erscheinungen zu untersuchen.
Nach der Einnahme von Chinarindenpulver erkrankte er und bekam für kurze Zeit malaria-ähnliche Symptome. Er folgerte, dass hier ein Zusammenhang bestehen müsse und prüfte über Jahre hinweg viele Arzneistoffe, wobei die auftretenden Symptome genau notiert wurden (Arzneimittelprüfung am Gesunden). Er stellte er fest, dass z.B. ein bestimmter Kopfschmerz nur von einem Mittel geheilt werden kann, das am Gesunden einen ähnlichen Kopfschmerz erzeugt.

"Similia similibus curentur" heißt: "Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden".

Die Aufgabe des Homöopathen besteht darin, das entsprechende Heilmittel zu finden. Er benötigt dafür eine zeitaufwändige, bis ins kleinste Detail gehende Beschreibung und Erkundung der Symptome und Zeichen seines Patienten.

Dann erfolgt die Auswertung der Gesamtsymptomatik und die Bestimmung des Heilmittels. Die Arzneiwahl ist eine wirkliche Heil-"Kunst". Die Dosis und die Stärke der verordneten Arznei werden der Empfindlichkeit des Patienten individuell angepasst. Die Behandlung, in deren Verlauf mehrere Arzneien aufeinander folgen können, beginnt auch in chronischen Fällen mit einem einzigen homöopathischen Mittel. Der Behandlungsverlauf wird in regelmässigen Abständen mit dem Therapeuten besprochen.
Zuletzt geändert von Ursula am 15. Dez 2004, 18:01, insgesamt 3-mal geändert.


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Ursula
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Beitragvon Ursula » 22. Jan 2003, 11:07

Hahnemann fand in seinen Forschungen heraus, dass die Symptome einer Krankheit gar nicht die Krankheit selber sind, sondern nur ihr nach aussen sicht- und fühlbarer Ausdruck:
Die im Menschen wirkende Kraft ist aus der Harmonie und Ordnung geraten, was ihn krank werden lässt. Hahnemann nennt sie die "Lebenskraft". Sie ist nichts Materielles, sondern als "dynamisch", energetisch, geistartig zu verstehen. (Auch der elektrische Strom ist nichts Materielles und trotzdem eine Wirk-Kraft!).

Wenn die Lebenskraft etwas Energetisches, Dynamisches ist, können auch die Medikamente, die sie wieder zur Harmonie bringen sollen, nicht materiell sein.

Hahnemann hat ein Verfahren zur Arzneimittelherstellung entwickelt, das man die "Potienzierung" nennt:
Viele in der Natur vorkommenden und in der Homöopathie verwendeten Stoffe erhalten dadurch erst ihre heilende Kraft, wie z.B. Kochsalz, Eisen, Gold, Kupfer usw. Andere, z.B. giftige Substanzen wie Arsen, Phosphor, Quecksilber, Schlangengifte usw. werden erst hierdurch zu wichtigen Heilmitteln.

Geeignet für die homöopathische Behandlung sind sowohl akute als auch chronische Erkrankungen. Allerdings lässt sich der Anwendungsbereich der Homöopathie nicht durch klinische Diagnosen (Migräne, Rheuma, Asthma usw.) bestimmen. Entscheidend sind die Symptome des Patienten, die eine Arzneimittelwahl wie oben beschrieben ermöglichen.

Die Heilbarkeit zerstörter Organe, angeborener Missbildungen o.ä. kann natürlich nicht erwartet werden.

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Ursula
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Beitragvon Ursula » 31. Mär 2003, 08:33

Die homöopathischen Potenzen

Die Herstellung homöopathischer Arzneimittel, die Arzneipotenzierung, folgt streng definierten Regeln. Bei der Potenzierung (Kraftentfaltung) werden die Eigenschaften des Wirkstoffes auf eine als Medium dienende Substanz (Alkohol oder Milchzucker) übertragen. Diese Informationen werden als Impuls an den Organismus weitergegeben. Daher können homöopathische Arzneimittel die körperlichen oder geistigen Erkrankungen auf einer feinstofflicheren Ebene heilen als die üblichen Medikamente.

Je verdünnter das Mittel ist, deso stärker wirkt es. Es gibt, ausgehend von der Urtinktur D-, C-, M- und LM-Potenzen. D steht für eine Verdünnung von 1:10, C für 1:100, M für 1:1000 und LM für 1:50.000.

Die Urtinktur: Homöopathische Mittel werden aus pflanzlichen, tierischen und mineralischen Substanzen hergestellt. Das zuvor verrieben oder zerstoßene Rohmaterial wird von einer Wasser-Alkohol-Mischung ausgezogen und dann abgepresst. Diese Flüssigkeit ist die Urtinktur.

Fast jedes homöopathische Mittel ist als Globuli (Milchzuckerkügelchen), Tablette oder auch in Tropfenform erhältlich. Globuli oder Tabletten werden mit Tropfen des potenzierten Mittels getränkt und mit kreisenden Bewegungen geschwenkt, um alle zu benetzen. Feste, unlösliche Stoffe werden oft direkt mit Milchzucker verrieben (Triturationen).

Für eine erfolgreiche, nebenwirkungsfreie Homöopathie-Therapie ist es wichtig, dass

- das passende Arzneimittel gefunden wird,
- das verwendete Arzneimittel so stark verdünnt ist, dass es keine Giftwirkung mehr hat
- die gewählte Potenzstufe im kranken Organismus eine Heilreaktion auslösen kann.


Quelle: angewandte-homoeopathie.de

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Phantom
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Beitragvon Phantom » 15. Dez 2006, 13:19

Q-Potenzen sind eine andere Bezeichnung für LM-Potenzen.

cu....Phantom
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten und aufessen - Carpe diem.

Pippi Langstrumpf
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Beitragvon Pippi Langstrumpf » 22. Jun 2007, 21:50

Hallo!

Habe eine Frage zu einer Potenz, die mir bisher noch nicht bekannt war. Meine HP hat mir heute ein Mittel mitgegeben auf das sie die Potenz LMR schrieb. Sagt Euch das etwas?

Pippi Langstrumpf
Beiträge: 17
Registriert: 17. Jan 2007, 15:44

Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon Pippi Langstrumpf » 18. Jul 2007, 14:48

Sorry... ich meine die Potenz LM K. Kann dazu jemand etwas sagen?
Würde mich sehr freuen!


Concettina
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon Concettina » 7. Mai 2008, 22:38

Hallo liebe Pippi Langstrumpf,

LM K ist die 50 000. Korsakoff-Potenz, das entspricht in etwa einer C 50 000
Wie Korsakoff-Potenzen hergestellt werden siehe diesen Link

http://www.remedia.at/homoeopathie/korsakoffneu.html


Liebe Grüße Concettina :wink:

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AnetteG
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon AnetteG » 25. Sep 2008, 15:19

kann mir bitte jemand genau erklären was homöopathie ist?

rine
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon rine » 25. Sep 2008, 17:27

Stöber mal hier bei der dhu, da findest du viele gute Infos dazu!
Viele Grüße,
Rine

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Princip
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Re: Q bzw. LM-Potenzen

Beitragvon Princip » 25. Mai 2009, 17:19

Phantom hat geschrieben:Q-Potenzen sind eine andere Bezeichnung für LM-Potenzen.

cu....Phantom


Hallo,

Q und LM-Potenzen sind nicht exakt identisch.
Warum? Siehe hier, ganz unten auf folgender Seite:

http://www.remedia.at/homoeopathie/qpotenz.html

Gruß
Princip

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Mystic rose
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon Mystic rose » 25. Mai 2009, 17:50

Mal ne Frage:
Warum nimmt man nicht einfach nur D Potenzen?

Wieso auch noch C, Lm usw?

Ich finde Homöopathie eh schon sehr sehr komplex und kompliziert.

Dr. Edward Bach fand das ja auch und suchte nach etwas Einfacherem und entwickelte seine Flower remedies.

Ich bin zwar ironischerweise klassische Homöopathin, aber ich bin trotzdem abgeturnt von dem Wust an Mitteln und Potenzen, und verlagere mich immer mehr auf andere Sachen ,obwohl's natürlich,auch für mich, immer noch ein Königsweg ist.

Vielleicht bin ich einfach zu faul.

Vielleicht ist aber auch was Wahres a Bach's Aussage daß alles Gute auch verblüffend einfach ist.

Wir machen's nur kompliziert.

Dieser Satz gibt mir zu denken...
May all beings be happy

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cala
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon cala » 25. Mai 2009, 19:27

Übrigens.. obige angegebene österreichische Adresse ist sehr kompetent bezüglich Beratung. Ich bestelle meistens auch dort homöopathische Mittel, weil sie kleine Kügelchen haben (kleinere als die DHU Kügelchen) und hatte sehr gute Erfahrungen mit ihnen.
Grüße
Cala

rine
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon rine » 25. Mai 2009, 19:56

Mystic rose hat geschrieben:Mal ne Frage:
Warum nimmt man nicht einfach nur D Potenzen?

Wieso auch noch C, Lm usw?


Sie wirken doch ganz anders, das erklärt sich doch schon von selbst, wenn man sie anwendet und ihre Wirkung erlebt.:ratlos:
Viele Grüße,

Rine



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Mystic rose
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon Mystic rose » 25. Mai 2009, 20:43

Könntest du die unterschiedliche Wirkung näher erklären? (Ich glaub ich merk da nichts...)

Einnehmen will ich jetzt nichts, zum Ausprobieren, weil ich nichts brauche...

Dankeschön.
May all beings be happy

rine
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon rine » 25. Mai 2009, 21:33

Nun, es fängt doch damit an, dass ich ein Mittel in einer D-Potenz etliche Male nehme, aber der Erfolg nie durchgreifend oder anhaltend ist. In einer anderen Potenz hingegen, reicht eine einmalige Gabe, um mich, aus dem kranken Zustand herauszubringen,ein wenig so, als hätte man eine Hürde überwunden. :ratlos:
Ich bin einmal ziemlich unangenehm eine ziemlich blöde Treppe runter gestützt. DieSchwellung war enorm, DIN A4 groß und fastzehn Zentimeter dick, ohne Übertreibung. C 30 Arnica war ganz nett, aber es tat sich nicht wirklich was. Mein damaliger Homöopath riet mir zur C 200 - und ich konnte zugucken, wie binnen einer Stunde die Schwellung komplett zurückging. :o
Ebenso ist es ja auch durchaus so, dass verschiedene Potenzen auch unterschiedlich ansetzen, einige wirken mehr über die Psyche, andere eher körperbezogener.:ratlos:
Arbeitest Du als klassische Homöopathin? Wie machst Du das dann mit den Potenzen? Hast DU den Unterschied noch nie erspüren können? :???:
Viele Grüße,

Rine



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