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"klassische" Homöopathie und die Potenzen

Moderator: Angelika

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Mystic rose
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon Mystic rose » 25. Mai 2009, 23:16

Nicht wirklich.

Ich brauchte aber auch tatsächlich fast nix in letzter Zeit, hoffentlich bleibt's so.......ich hab zwar schon alle möglichen Potenzen ausprobiert, aber bei mir zünden D 30 und D 200 komplett...muß ich meist nur einmal oder 2 mal nehmen.... C oder LM Potenzen mußte ich auch ab und an wiederholen.
Erzähl doch bitte mehr...

Welche Stärken wirken psychisch?

Stell dir vor du sprichst mit einem kompletten Anfänger, wo du nichts vorraussetzen kannst.

ich will dich nicht testen oder sowas, einfach nur Erfahrungen austauschen.:)

Nur wenn du magst. :wink:
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pierroth
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon pierroth » 26. Mai 2009, 10:40

Liebe mystic rose,
wenn Du selbst von Dir sagst, Du seist klassische Hom., dann hast Du doch bestimmt eine entsprechende Ausbildung gemacht. Von daher verwundern mich Deine Fragen etwas, denn die sollten eigentlich während einer Ausbildung besprochen worden sein. Das verwirrt mich jetzt ein wenig...

i.d.R. wirken niedrige D-Potenzen eher organotrop. Ich verwende sie nur um ein bestimmtes Organ in seiner Funktion zu unterstützen, z.B. bei chron. Herz- oder Niereninsuffizienzen und vor allem dann, wenn das Organ irreparabel eingeschränkt ist. Sie "verbrauchen" sich schnell und von daher sind tgl. Wiederholungen (z.B. 3xtgl.) durchaus üblich und auch notwendig, auch werden sie u.U. über einen längeren Zeitraum gegeben. Höhere D-Potenzen wirken dann auch schon auf die Psyche.
Bei den C-Potenzen sieht das dann schon etwas anders aus, sie wirken meist tiefer und länger und ab der C30 werden sie zu den Hochpotenzen gezählt. Sie werden i.d.R. nur einmalig gegeben und die Reaktion abgewartet. Lediglich in hochakuten Situationen können sie auch öfters wiederholt werden, jedoch dann nicht trocken, sondern in der Split-Dose- oder Wasserglasmethode und hier auch nur so lange bis eine deutliche Besserung eingetreten ist.
LM-Potenzen sind von Hahnemann entwickelt worden, gerade weil er den Eindruck hatte, dass der KÖrper öftere "Anschupse" braucht. Er wollte aber keine Erstverschlimmerungen und auch keine Arzneimittelprüfung riskieren. Ihr Anwendung ist schon sehr spezifisch und es gibt leider nur wenige klassische Hom., die sie korrekt anwenden, so wie Hahnemann das wollte. Auch ihre Beurteilung im Heilungsverlauf ist etwas anders als bei den D/C-Potenzen, z.B. sind hier die Spätverschlimmerungen als Zeichen dafür zu sehen, dass der Körper jetzt mit diesem Mittel quasi "gesättigt" ist und ein neues Mittel angezeigt ist, oder einfach die Heilung abgeschlossen ist. Sie werden ähnlich wie die D-Potenzen i.d.R. tgl. und u.U. auch bis zu 3xtgl. gegeben, immer unter Einhaltung der korrekten Schüttelschläge und Tropfenanzahl.
Wie die C-Potenzen, wirken auch die LM-Potenzen auf allen Ebenen.
Ich selbst verwende eher die hohen C-Potenzen, ab und an, wenn ich das Gefühl habe der KÖrpe bräuchte öfters Wiederholungen, gehe ich auf LM-Potenzen.

So, das war jetzt ein grober Überblick. Wenn Du noch Fragen hast, dann nur her damit... :wink:

LG Pierroth

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Mystic rose
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon Mystic rose » 26. Mai 2009, 13:11

pierroth hat geschrieben:Liebe mystic rose,
wenn Du selbst von Dir sagst, Du seist klassische Hom., dann hast Du doch bestimmt eine entsprechende Ausbildung gemacht. Von daher verwundern mich Deine Fragen etwas, denn die sollten eigentlich während einer Ausbildung besprochen worden sein. Das verwirrt mich jetzt ein wenig...

i.d.R. wirken niedrige D-Potenzen eher organotrop. Ich verwende sie nur um ein bestimmtes Organ in seiner Funktion zu unterstützen, z.B. bei chron. Herz- oder Niereninsuffizienzen und vor allem dann, wenn das Organ irreparabel eingeschränkt ist. Sie "verbrauchen" sich schnell und von daher sind tgl. Wiederholungen (z.B. 3xtgl.) durchaus üblich und auch notwendig, auch werden sie u.U. über einen längeren Zeitraum gegeben. Höhere D-Potenzen wirken dann auch schon auf die Psyche.
Bei den C-Potenzen sieht das dann schon etwas anders aus, sie wirken meist tiefer und länger und ab der C30 werden sie zu den Hochpotenzen gezählt. Sie werden i.d.R. nur einmalig gegeben und die Reaktion abgewartet. Lediglich in hochakuten Situationen können sie auch öfters wiederholt werden, jedoch dann nicht trocken, sondern in der Split-Dose- oder Wasserglasmethode und hier auch nur so lange bis eine deutliche Besserung eingetreten ist.
LM-Potenzen sind von Hahnemann entwickelt worden, gerade weil er den Eindruck hatte, dass der KÖrper öftere "Anschupse" braucht. Er wollte aber keine Erstverschlimmerungen und auch keine Arzneimittelprüfung riskieren. Ihr Anwendung ist schon sehr spezifisch und es gibt leider nur wenige klassische Hom., die sie korrekt anwenden, so wie Hahnemann das wollte. Auch ihre Beurteilung im Heilungsverlauf ist etwas anders als bei den D/C-Potenzen, z.B. sind hier die Spätverschlimmerungen als Zeichen dafür zu sehen, dass der Körper jetzt mit diesem Mittel quasi "gesättigt" ist und ein neues Mittel angezeigt ist, oder einfach die Heilung abgeschlossen ist. Sie werden ähnlich wie die D-Potenzen i.d.R. tgl. und u.U. auch bis zu 3xtgl. gegeben, immer unter Einhaltung der korrekten Schüttelschläge und Tropfenanzahl.
Wie die C-Potenzen, wirken auch die LM-Potenzen auf allen Ebenen.
Ich selbst verwende eher die hohen C-Potenzen, ab und an, wenn ich das Gefühl habe der KÖrpe bräuchte öfters Wiederholungen, gehe ich auf LM-Potenzen.

So, das war jetzt ein grober Überblick. Wenn Du noch Fragen hast, dann nur her damit... :wink:

LG Pierroth


Danke, Pierroth. Ich habe wohl die Frage nicht genau genug formuliert.

Später mehr dazu. :)

Liebe mystic rose,
wenn Du selbst von Dir sagst, Du seist klassische Hom.,dann hast Du doch bestimmt eine entsprechende Ausbildung gemacht.


Ja. Mein erster Lehrmeister hat meines Wissens fast nur D-Potenzen benützt. Das hat mich beeinflußt.

i.d.R. wirken niedrige D-Potenzen eher organotrop. Ich verwende sie nur um ein bestimmtes Organ in seiner Funktion zu unterstützen, z.B. bei chron. Herz- oder Niereninsuffizienzen und vor allem dann, wenn das Organ irreparabel eingeschränkt ist. Sie "verbrauchen" sich schnell und von daher sind tgl. Wiederholungen (z.B. 3xtgl.) durchaus üblich und auch notwendig, auch werden sie u.U. über einen längeren Zeitraum gegeben. Höhere D-Potenzen wirken dann auch schon auf die Psyche.


Okay....ja.

Allerdings...wenn du hier sagst daß höhere D-Potenzen auch im psychischen Bereich wirken, dann wirken sie doch wie C und LM auch auf allen Ebenen, wo ist denn dann der Unterschied oder Vorteil? Das hätte mich interessiert. Ist es lediglich die Tatsache daß ich die eigene Ungeduld -oder die des Patienten -mit häufigeren Gaben beschwichtigen kann, und das Gefühl habe, etwas zu "tun", statt einfach nur passiv abzuwarten...? .....

Übrigens halte ich die "Trennung" von Körper/Seele/Geist, nach meiner Erfahrung, für eine Mär.
Wenn etwas den Körper betrifft, dann wird die Seele mitreagieren, und umgekehrt.

Gib z.B. Aconitum tief, D 4, und beobachte was sich mit der Psyche tut, mit der tiefen Angst und Unruhe....

LM-Potenzen sind von Hahnemann entwickelt worden, gerade weil er den Eindruck hatte, dass der KÖrper öftere "Anschubse" braucht.


Mag sein, aber ich bin da einfach der Ansicht, daß man dem Körper Zeit lassen sollte sich auszureagieren.... Geduld...! :cool:

Bei den C-Potenzen sieht das dann schon etwas anders aus, sie wirken meist tiefer und länger und ab der C30 werden sie zu den Hochpotenzen gezählt. Sie werden i.d.R. nur einmalig gegeben und die Reaktion abgewartet. Lediglich in hochakuten Situationen können sie auch öfters wiederholt werden, jedoch dann nicht trocken, sondern in der Split-Dose- oder Wasserglasmethode und hier auch nur so lange bis eine deutliche Besserung eingetreten ist.


Das ist bei den D Potenzen ganz dasselbe.

LM... es gibt leider nur wenige klassische Hom., die sie korrekt anwenden,


:-?

Sie werden ähnlich wie die D-Potenzen i.d.R. tgl. und u.U. auch bis zu 3xtgl. gegeben, immer unter Einhaltung der korrekten Schüttelschläge und Tropfenanzahl.


Verschüttelst du denn selber? :???:

Danke für die Mühe die du dir gemacht hast, ich freue mich schon auf einen spannenden Gedankenaustausch! :wink:
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon pierroth » 26. Mai 2009, 16:35

Dass Geist, Seele und Körper zusammengehören, gar keine Frage, da kommen mittlerweile sogar die Schulmediziner dahinter... ;) Das meinte ich auch nicht. Ich habe früher auch mit D-Potenzen gearbeitet (das waren meine Anfänge), jedoch hat mir immer die gewisse Tiefe gefehlt, auch bei den hohen D-Potenzen. Ich bin nie so an den Fall drangekommen, wie mit den C-Potenzen zumal ich gerade in chron. Fällen der Meinung bin, dass sich da unbedingt etwas auf geistiger Ebene tun sollte und der Körper folgt, was eben bei den D-Potenzen bei mir und auch bei vielen Kolleginn/en nur sehr selten beobachtet werden konnte. Jenseits der Lohschmidt'schen Zahl sind ja keine Moleküle mehr nachweisbar, somit wirken also nicht mehr die Moleküle, sondern die Essenz eines Mittels.

Natürlich sollte man dem Körper auch Zeit lassen zu reagieren, das ist eine Geduldsprobe, die viele Hom. verlieren, oft auch, weil sie die Ungeduld der Pat. dazu drängen. Mittel werden viel zu früh wiederholt und dann kommt der ganze Fall ins Stocken oder gerät aus der Bahn.
LM-Potenzen wirken aber völlig anders. Wie gesagt, Hahnemann hat sie entwickelt, weil er eine sanftere Methode suchte, ohne Erstverschlimmerung (die zwar durchaus vorkommen können, jedoch sehr selten sind und durch entsprechenden Modifizierungen der Einnahmemodalität entgegengewirkt werden kann). Ausserdem erkannte er, dass eine einmalige Gabe eines Mittels oft nicht die ausreichende Kraft hatte zu heilen. Er entwickelte zunächst die Split-Dose-Methode, die ähnlich wie die LM-Potenzen, in C-Potenz angewendet wird. Er war damit aber nicht zufrieden und entwickelte dann in seinen späteren Jahren die LM-Potenzen.

Bei der Einnahme von LM-Potenzen wird entweder die Lösung selbst angesetzt oder als fertige Lösung gekauft. Bei der ersten Einnahme kann man direkt aus der Flasche die entsprechende Tropfenzahl entnehmen. Bei den weiteren Einnahmen muss (zumindest bei den fertigen Fläschen) ein Teil weggeschüttet werden, damit Platz zum Verschütteln bleibt. Dann muss vor jeder Entnahme verschüttel werden und auch hier nach einer bestimmten Anzahl von Schüttelschlägen, die mit dem Pat. besprochen wird und auf seine Empfindlichkeit, wie auch die Tropfenzahl, abgestimmt wird. Der Pat. verschüttelt dann also seine LM-Potenz vor jeder Einnahme selbst bis zu einem bestimmten Grad, anschliessend wird auf die nächste Potenzhöhe gewechselt. Dies hat den Grund, dass bei jeder Verschüttelung die Potenz modifiziert wird, man also nie die gleiche Potenz einnimmt, wie am Tage zuvor. So wird einer Arzneimittelprüfung vorgebeugt und gleichzeitig setzt man dem Körper immer stärkere Reize. LM-Potenzen werden hauptsächlich bei chron. Erkrankungen eingesetzt, denn oft ist die Lebenskraft bei diesen Pat. geschwächt und vertragen keine hohen C-Potenzen mehr. Der Schubs kann dann zu heftig ausfallen und die Lebenskraft kippt zur anderen Seite wieder um (Ch.Krüger hat das so anschaulich mit einem Baum erklärt, der am Boden liegt und durch einen zu heftigen Schubs sich erst aufrichtet, dann aber zur anderen Seite umkippt). Hier geht es darum den Wagen nicht mit einem Ruck anzuschieben (C-Potenzen), sondern den Wagen mit sanften Schubsen Stück für Stück ans Ziel zu bringen (LM-Potenzen). Man wartet also gar nicht erst, bis der C-Wagen ausgerollt ist, sondern schubst den LM-Wagen immer wieder an, bis er am Ziel ist. Das ist oft sanfter und effektiver als mit den C-Potenzen. Luc de Schepper hat dazu sehr interessante Verlaufskurfen gemacht.
Wenn jemand geglaubt hat, Hom. wäre einfach, dann sollte er sich mal genauer mit den LM-Potenzen befassen... :eek: ;) ;) ;)

Du gibst D-Potenzen einmalig oder in der Split-Dose-Methode? Das ist mir neu.

LG Pierroth

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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon Mystic rose » 26. Mai 2009, 23:04

Danke, Pierroth!

Du gibst D-Potenzen einmalig oder in der Split-Dose-Methode? Das ist mir neu.


Ja, ich nehme z.B eine Dosis Lycopodium D 30 ein, 3 Globuli, und dann setzt die Wirkung in der nächsten halben Stunde ein und hält wochenlang an, meist jahrelang.

Ich hab auch schon 3 Globuli Lyc in Wasser verkleppert, und dann davon einen Schluck genommen, ist halt sanfter....

Oder Zincum D 30,mit unaufhörlichem Beinewippen und dem Gefühl von totaler Verzweiflung und Erschöpfung...3 Gobuli und eine Stunde später setzt ungeheure Entspannung ein....

Eine D 200 brauchte ich bisher eigentlich noch nicht wiederholen, weil sich da erfahrungsgemäß nicht mehr viel ändert. Eine Gabe Tuberculinum D 200, 2 Globuli brachte bei mir eine drastische Verbesserung, und die 2. Gabe irgendwann später nichts mehr weiter. Fall erledigt.

1 Gabe Psorinum D 30 hat meinen damals allwinterlich wiederkehrerenden Hautausschlag nach 2 Wochen komplett beseitigt... habe im darauffolgenden Jahr mehr prophylaktisch einmal wiederholt, und nie mehr was gehabt...also ich bin sehr zufrieden damit....! :)

Wenn jemand geglaubt hat, Hom. wäre einfach, dann sollte er sich mal genauer mit den LM-Potenzen befassen...


Da hast du recht....

Deshalb hab ich ja schon eingangs von Dr. Bach gesprochen, -der ja auch klassischer Hom war-, und seiner These mit dem Einfachen.


Natürlich sollte man dem Körper auch Zeit lassen zu reagieren, das ist eine Geduldsprobe, die viele Hom. verlieren, oft auch, weil sie die Ungeduld der Pat. dazu drängen.


Ja. Da muß man den Patienten dann führend begleiten. Die meisten verstehen schon wenn Geduld vonnöten ist. Mann kann ja auch Placebo geben.

Bei der Einnahme von LM-Potenzen wird entweder die Lösung selbst angesetzt oder als fertige Lösung gekauft. Bei der ersten Einnahme kann man direkt aus der Flasche die entsprechende Tropfenzahl entnehmen. Bei den weiteren Einnahmen muss (zumindest bei den fertigen Fläschen) ein Teil weggeschüttet werden, damit Platz zum Verschütteln bleibt. Dann muss vor jeder Entnahme verschüttel werden und auch hier nach einer bestimmten Anzahl von Schüttelschlägen, die mit dem Pat. besprochen wird und auf seine Empfindlichkeit, wie auch die Tropfenzahl, abgestimmt wird. Der Pat. verschüttelt dann also seine LM-Potenz vor jeder Einnahme selbst bis zu einem bestimmten Grad, anschliessend wird auf die nächste Potenzhöhe gewechselt. Dies hat den Grund, dass bei jeder Verschüttelung die Potenz modifiziert wird, man also nie die gleiche Potenz einnimmt, wie am Tage zuvor. So wird einer Arzneimittelprüfung vorgebeugt und gleichzeitig setzt man dem Körper immer stärkere Reize.



Das hab ich früher mit Eigenblutnosoden so gemacht, aber ansonsten nehme ich Globuli...













.
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon pierroth » 27. Mai 2009, 07:38

LM-Potenzen als Globuli zu geben macht an sich keinen Sinn, da sie nicht modifiziert werden können, was ja der eigentlich Sinn dieser Potenz ist.
Mit der Eigenblutnosode...hast Du die als Globuli gegeben bzw. angesetzt oder mit diesem Kit von Mentop, weil Du geschrieben hast, dass Du sie quasi wie die LM-Potenzen gibst?

So macht jeder seine Erfahrungen und so, wie er es gelernt hat. Ich habe hier in der Nähe eine Kollegin, die auch viel mit D-Pot. arbeitet und sehr erfolgreich ist. Als wir uns kennenlernten, wollte sie auch so arbeiten wie ich und es ging voll daneben. Sie rief mich verzweifelt an, da ihr nichts mehr gelingen würde. Ich riet ihr dann, doch zu ihrer gewohnten Arbeitsweise zurückzukehren und siehe da, es klappte wieder. :) . Für mich persönlich kommen eher C- und LM-Potenzen in Frage, dabei fühle ich mich wohl und ich kann die Reaktionen einschätzen und bewerten.
LG Pierroth


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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon Mystic rose » 27. Mai 2009, 08:15

pierroth hat geschrieben:LM-Potenzen als Globuli zu geben macht an sich keinen Sinn, da sie nicht modifiziert werden können, was ja der eigentlich Sinn dieser Potenz ist.
Mit der Eigenblutnosode...hast Du die als Globuli gegeben bzw. angesetzt oder mit diesem Kit von Mentop, weil Du geschrieben hast, dass Du sie quasi wie die LM-Potenzen gibst?

So macht jeder seine Erfahrungen und so, wie er es gelernt hat. Ich habe hier in der Nähe eine Kollegin, die auch viel mit D-Pot. arbeitet und sehr erfolgreich ist. Als wir uns kennenlernten, wollte sie auch so arbeiten wie ich und es ging voll daneben. Sie rief mich verzweifelt an, da ihr nichts mehr gelingen würde. Ich riet ihr dann, doch zu ihrer gewohnten Arbeitsweise zurückzukehren und siehe da, es klappte wieder. :) . Für mich persönlich kommen eher C- und LM-Potenzen in Frage, dabei fühle ich mich wohl und ich kann die Reaktionen einschätzen und bewerten.
LG Pierroth


LM-Potenzen als Globuli zu geben macht an sich keinen Sinn, da sie nicht modifiziert werden können, was ja der eigentlich Sinn dieser Potenz ist.


Es gibt die LM-Potenzen fertig als Globuli zu kaufen. Ich glaube von Müller-Göppingen oder Stauffenpharma ,bin mir aber nicht sicher, da ich sie nicht mehr nehme. Es gibt alle Stärken, und der Therapeut kann die fertigen Globuli dem Patienten mitgeben, unter Umständen auch in aufsteigender Reihenfolge, womit man de etwaige fehlerhafte Anwendung/Verschüttlung durch den Laien "Patient" reduzieren kann...hast du da auch schon lustige Sachen erlebt? :D

Mit der Eigenblutnosode...hast Du die als Globuli gegeben bzw. angesetzt oder mit diesem Kit von Mentop, weil Du geschrieben hast, dass Du sie quasi wie die LM-Potenzen gibst?


Es wird in einer Flasche verschüttelt und ausgekippt.
Ich habe in C Schritten pro Stufe 30 mal, mit Aufschlag, in 35% Alkohol verschüttelt. #

Ab der C 6 oder C 7 verabreicht, aufsteigend bis C 30, nach den Methoden von Irmgard Imhäuser und Gerhard Köhler.. Kennst du die?

So macht jeder seine Erfahrungen und so, wie er es gelernt hat. Ich habe hier in der Nähe eine Kollegin, die auch viel mit D-Pot. arbeitet und sehr erfolgreich ist. Als wir uns kennenlernten, wollte sie auch so arbeiten wie ich und es ging voll daneben. Sie rief mich verzweifelt an, da ihr nichts mehr gelingen würde. Ich riet ihr dann, doch zu ihrer gewohnten Arbeitsweise zurückzukehren und siehe da, es klappte wieder. :) .


:lol: Das galub ich dir gerne! :wink:

Für mich persönlich kommen eher C- und LM-Potenzen in Frage, dabei fühle ich mich wohl und ich kann die Reaktionen einschätzen und bewerten.


Gut. Erfahrungen sind sehr wichtig.
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon pierroth » 27. Mai 2009, 09:20

Lustige Sachen habe ich auch schon erlebt, u.A. der Pat. einer Kollegin mit Augenproblemen. Sollte LM-Potenzen nehmen. Nach ein paar Tagen kam er und meinte, dass die Tropfen sehr gut geholfen hätten, allerdings würden so arg in den Augen brennen... :cool:

Ich weiss, dass es LM-Potenzen in Globuliform gibt, und Gudjons verschickt sie auch als Pulverbriefchen. Die sind allerdings zum besseren Transport gedacht, da nicht randvolle Fläschen sich hochschütteln können. Dies umgeht man mit den Globuli. Allerdings sind sie nicht zur trockenen Einnahme gedacht, sondern zum selbständigen Ansetzen der entsprechenden Lösung.
Imhäuser sagt mir nichts, Köhler schon eher, allerdings nicht die Art der Verabreichung.

LG Pierroth

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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon rine » 27. Mai 2009, 10:16

Mystic rose hat geschrieben:Ja. Mein erster Lehrmeister hat meines Wissens fast nur D-Potenzen benützt. Das hat mich beeinflußt.

Wo hast Du Deine Ausbildung denn gemacht?

Letztlich sollte aber Hahnemann ja schon für alle derselbe sein und seine Ausführungen gehören doch zu jeder Beschäftigung mit klassischer Homöopathie dazu. :ratlos:.
Viele Grüße,
Rine

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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon pierroth » 27. Mai 2009, 11:38

@Rine, das sollte wohl so sein. Ich sehe es aber auch im Tierhom.bereich sehr oft, dass der Begriff "Homöopathie" oft seeehr weit ausgelegt wird und Mittelgaben manchmal mehr als abenteuerlich sind. Das geht dann von D30er Potenzen tgl., zusätzlich eine D6 3x tgl., zusätzlich noch eine LM-Potenz und einmal wöchentlich eine C200 und alles verschiedene Mittel....alles schon erlebt.. Das fängt ja schon damit an, dass alle naturheilkundlichen Mittel als Hom. bezeichnet wird... :eek: Und es gibt heute auch sehr viele Hom., die die Hom. "vereinfachen" wollen, weil die "hahnemann'sche" oder auch genuine (=Ursprung) Hom. sehr komplex ist. Manche verordnen nur nach Indikation, also Verletzung = Arnika, Stichwunden = Ledum usw., was in Akutsituationen ja vollkommen ok ist, aber bei chron. Fällen kommt man damit meist nicht besonders weit, weil man nicht an die Wurzel kommt, sondern nur die Symptome bekämpft.
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon Gingkoblatt » 27. Mai 2009, 12:17

Eigenblut-Therapie nach Dr. Imhäuser:

- 0,5 - 1 ml Venenblut
- 6 Reagenzröhrchen, fortlaufend numeriert, plus Verschlußstopfen
- Alkohol 25-30 %
- 1 Tropf-Fläschchen à 10 ml

1. Bereiten Sie 5 Röhrchen vor, indem Sie in jedes 10 ml Alkohol füllen. Ein Röhrchen bleibt leer
2. Entnehmen Sie das Blut aus der Vene und geben es in das leere Röhrchen
3. Nehmen Sie mit einer Pipette 1 Tropfen Blut, geben es in Röhrchen Nr. 1 und verschließen
es. Fünfzehnmal schütteln. Sie haben nun eine C1
4. Entnehmen Sie nun 1 Tropfen aus dieser C1 und geben ihn in Röhrchen Nr. 2. Schütteln. Dies ist die C2
5. Verfahren Sie so weiter bis zur C5
6. Füllen Sie diese sog. Eigenblutnosode in ein Tropf-Fläschchen um

* Stets mit einer C5 beginnen
* Tropfen direkt auf die Zunge oder auf Zucker, kein Metall-Löffel
* Bei chron. Erkrankungen 6 Wochen lang 1 x wöchentlich 5 Tropfen
* Dann bei Bedarf mit einer (neu angefertigten) C7 gleichermaßen weiterbehandeln


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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon Mystic rose » 27. Mai 2009, 12:30

pierroth hat geschrieben:Lustige Sachen habe ich auch schon erlebt, u.A. der Pat. einer Kollegin mit Augenproblemen. Sollte LM-Potenzen nehmen. Nach ein paar Tagen kam er und meinte, dass die Tropfen sehr gut geholfen hätten, allerdings würden so arg in den Augen brennen... :cool:

Ich weiss, dass es LM-Potenzen in Globuliform gibt, und Gudjons verschickt sie auch als Pulverbriefchen. Die sind allerdings zum besseren Transport gedacht, da nicht randvolle Fläschen sich hochschütteln können. Dies umgeht man mit den Globuli. Allerdings sind sie nicht zur trockenen Einnahme gedacht, sondern zum selbständigen Ansetzen der entsprechenden Lösung.
Imhäuser sagt mir nichts, Köhler schon eher, allerdings nicht die Art der Verabreichung.

LG Pierroth


Lustige Sachen habe ich auch schon erlebt, u.A. der Pat. einer Kollegin mit Augenproblemen. Sollte LM-Potenzen nehmen. Nach ein paar Tagen kam er und meinte, dass die Tropfen sehr gut geholfen hätten, allerdings würden so arg in den Augen brennen... :cool:


:lol: Ey, das ist lustig...man kann da nie vorsichtig genug sein!

da nicht randvolle Fläschen sich hochschütteln können.


:rotfl:

Sag mal....müßte da nicht alles was so an Saft in Flaschen unterwegs ist....? :totlach:

Oh, Mann, ich muß grad so lachen!!!Aber ist doch was dran, oder was meinst du?

Apfelsaft D 30.... :D

Hedwig Imhäuser: Haug Vrlag, Homöopathie in der Kindrheilkunde
Gerhard Köhler: Hippokrates Verlag, Lehrbuch der Homöopathie, Band 2, Da beschreibt er sehr schön die C Reihe, wie man sie selber herstellt, die Einflaschen methode hab ich allerdings von einer Kollegin.

Allerdings soll das potenzierte Eigenblut jetzt verboten sein....nur Dosis Abgabe in der Praxis, was natürlich nicht machbar ist...du kannst doch nicht den Patienten jden früh nüchtern antanzen lassen, oder wie machst du das?
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon Mystic rose » 27. Mai 2009, 12:49

rine hat geschrieben:
Mystic rose hat geschrieben:Ja. Mein erster Lehrmeister hat meines Wissens fast nur D-Potenzen benützt. Das hat mich beeinflußt.

Wo hast Du Deine Ausbildung denn gemacht?

Letztlich sollte aber Hahnemann ja schon für alle derselbe sein und seine Ausführungen gehören doch zu jeder Beschäftigung mit klassischer Homöopathie dazu. :ratlos:.


Ich hab meine Ausbildung an der Paracelsus Schule gemacht, und später bei diversen Heilpraktikern gearbeitet, die dir wahrscheinlich namentlich unbekannt sein dürften.

Letztlich sollte aber Hahnemann ja schon für alle derselbe sein und seine Ausführungen gehören doch zu jeder Beschäftigung mit klassischer Homöopathie dazu.


Sicher. Ist er auch. Es gibt auch nur einen Buddha Shakyamuni, und trotzdem verschiedene Schulen, wie Theravada, Mahayana, Zen oder Tibetischen Buddhismus. Die Grundlehre bleibt dieselbe.

Hahnemann hat ja gesagt : Macht's nach, aber macht's genau nach.

Alles nachzumachen was er vorgemacht hat, ist meines Erachtens aber überhaupt nicht notwendig, und das soll auch jeder so machen dürfen wie er meint und am besten damit zurecht kommt. Oder ? :)

:wink:
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon Mystic rose » 27. Mai 2009, 12:57

Gingkoblatt hat geschrieben:Eigenblut-Therapie nach Dr. Imhäuser:

- 0,5 - 1 ml Venenblut
- 6 Reagenzröhrchen, fortlaufend numeriert, plus Verschlußstopfen
- Alkohol 25-30 %
- 1 Tropf-Fläschchen à 10 ml

1. Bereiten Sie 5 Röhrchen vor, indem Sie in jedes 10 ml Alkohol füllen. Ein Röhrchen bleibt leer
2. Entnehmen Sie das Blut aus der Vene und geben es in das leere Röhrchen
3. Nehmen Sie mit einer Pipette 1 Tropfen Blut, geben es in Röhrchen Nr. 1 und verschließen
es. Fünfzehnmal schütteln. Sie haben nun eine C1
4. Entnehmen Sie nun 1 Tropfen aus dieser C1 und geben ihn in Röhrchen Nr. 2. Schütteln. Dies ist die C2
5. Verfahren Sie so weiter bis zur C5
6. Füllen Sie diese sog. Eigenblutnosode in ein Tropf-Fläschchen um

* Stets mit einer C5 beginnen
* Tropfen direkt auf die Zunge oder auf Zucker, kein Metall-Löffel
* Bei chron. Erkrankungen 6 Wochen lang 1 x wöchentlich 5 Tropfen
* Dann bei Bedarf mit einer (neu angefertigten) C7 gleichermaßen weiterbehandeln


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Sehr schön ,daß du dir die Mühe gemacht hast das hier zu posten !Danke.

Ich hab zwar um 3 einen Termin, und muß mich noch etwas einlesen, später kann ich aber mal die Köhlermethode vorstellen, falls kein anderer schneller war.

Es ist die modifizierte Imhäuser-Methode.
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greenbeans
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Re: "klassische" Homöopathie und die Potenzen

Beitragvon greenbeans » 14. Jun 2009, 05:12

Mystic rose hat geschrieben:Hahnemann hat ja gesagt : Macht's nach, aber macht's genau nach.

Alles nachzumachen was er vorgemacht hat, ist meines Erachtens aber überhaupt nicht notwendig, und das soll auch jeder so machen dürfen wie er meint und am besten damit zurecht kommt. Oder ? :)

:wink:


Jein. Selbstverständlich kannst Du "es" so machen, wie Du willst. Aber wenn es von klassischer Homöopathie abweicht, dann solltest Du es auch nicht klassische Homöopathie nennen.



   

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