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Echter Sternanis (Illicium verum)

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Angelika
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Echter Sternanis (Illicium verum)

Beitragvon Angelika » 19. Dez 2017, 20:26

Echter Sternanis (Illicium verum) gehört zur Familie der Sternanisgewächse (Schisandraceae). Der immergrüne Baum stammt aus den tropischen Gebieten von China und Vietnam und wird bis zu 20 Meter hoch. Die Blätter des Baums sind immergrün, nach der Blüte in März und Mai reifen die sternförmigen Samen im Oktober.
Sein Geschmack und Duft ist dem des Anis (Pimpinella anisum) ähnlich, deshalb der Name.
Gerbstoffe und fette Öle sind die Inhaltsstoffe, welche dem Sternanis seine heilende Wirkung verleihen.
Wertvolles ätherisches Öl in dem Saponine Anisol, Flavonoide (Rutin),Shikimisäure und Terpene enthalten sind, bringen Heilwirkung auf verschiedenen Gebieten.
Sternanis wirkt antibakteriell, anregend, entspannend, magenstärkend, harntreibend, sowie schleimlösend.
So wird er gerne mit seiner schleimlösenden Wirkung als Tee bei Angina, Husten und Bronchitis eingesetzt.
Die enthaltenen Wirkstoffe können die Vermehrung von Viren, auch der Grippe-Viren, stoppen. Damit wird die Ausbreitung im Körper verhindert. Sternanis wirkt aber nicht nur gegen Viren, sondern auch gegen Bakterien.
Weiterhin lindern die Wirkstoffe von Sternanis Beschwerden im Verdauungsbereich und lästige Gase verschwinden, wenn nach einer schweren Mahlzeit einige Sternanis Samen gekaut werden.
In Indien fand man in Studien heraus, dass Sternanis sich positiv auf Leberkrebs bei Ratten auswirkt; die Menge an Glutathion in der Rattenleber erhöhte sich und die Größe und Anzahl der Tumore verringerte sich.
Am Kings College London stellte man fest, dass Sternanis das Wachstum von Lungenkrebszellen hemmt.
Der im Sternanis enthaltene Wirkstoff Shikimisäure ist Ausgangsstoff für die Herstellung des Grippemittels Tamiflu®.

Bei uns ist der Sternanis vor allem als Gewürz in Glühwein, Punsch, wärmenden Tees oder Bäckereien bekannt und verbreitet weihnachtliche Düfte wie kaum ein anderes Kraut.
In der asiatischen Küche wird Sternanis meist mit Nelken, Zimt, Pfeffer und Fenchel kombiniert als Gewürzmischung verwendet. .
In europäischen Regionen wird er in Liköre wie Ouzo oder Sambuca beigemischt.
Mit Sternanis gewürzte Speisen hinterlassen keine unangenehmen Beschwerden wie Blähungen oder Magendrücken und geben den Speisen dazu noch eine besonders leckere Note.

Sternanis kann man auch einen Tee zubereiten, der ebenfalls die Verdauung anregt und darüber hinaus bei Atemwegserkrankungen hilft.
1 TL frisch zerstoßenen Samen mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Rezepte mit Sternanis
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