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Muskatnuß

Bäume und Sträucher, Blütengehölze, Blattschmuckgehölze, Wildobst

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Ursula
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Muskatnuß

Beitragvon Ursula » 8. Sep 2002, 12:37

Muskatnuß und Muskatblüte -Myristica fragans Houtt.

Von den Molukken, den Gewürzinseln, stammt der Muskatbaum, der bis zu 100 Jahre alt und 15 m hoch werden kann. Erst vom achten Lebensjahr an trägt ein Baum Früchte.

Die Muskatnuß ist nicht die Frucht des Muskatbaumes, es sind die Samenkerne der Früchte, die Ähnlichkeit mit unseren Aprikosen haben. Neun Monate dauert die Reifezeit. Das Fruchtfleisch und der rote Samen- mantel (das ist Macis oder Muskatblüte) werden entfernt und die Schalen getrocknet. Sind sie ganz trocken schlägt man die harten Schalen auf und siebt die Muskatnüsse heraus.

Runde, kugelige Nüsse sind die besten, weil sie das würzigste Aroma haben. Muskatnüsse würzen mit einer feurig-süßen und stark aromatischen Schärfe. Dieses Gewürz ist besonders geeignet, fade schmeckenden Speisen einen lebhaften Geschmack zu geben. Der deutsche Name Muskatnuß entstand aus der lateinischen Bezeichnung nuces moschatae = moschusduftende Nüsse.
Man hat schon in altägyptischen Mumiengräbern Muskatnüsse gefunden. Das beweist, daß dieses Gewürz längst vor der Zeitenwende von den Gewürzinseln her in die Mittelmeerländer gelangte.

Wahrscheinlich wurde Muskat damals mehr als Medizin und als Kultmittel gebraucht. Muskatnuß und Muskatblüte sind beide seit Ende des 12. Jahrhunderts in Nordeuropa bekannt und beliebt. Industriell wird Muskat genutzt für die Parfümerie-, Seifen- und Salbenherstellung, bei der Wurstbereitung und in der Likörfabrikation. Auch in der Homöopathie spielt Muskat noch eine Rolle.


Quelle: Ostmann Gewürze


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Ursula
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Beitragvon Ursula » 8. Sep 2002, 12:45

Muskatnuss

Muskatnuß ist eines meiner Lieblingsgewürze, um so überraschter war ich, als ich unter http://www.rauschpflanzen.de folgenden Hinweis fand:

[Myristica Fragrans] Die Muskatnuss wächst in tropischen und Warmen Zonen von Afrika, Asien und Europa. Sie enthält die wirksamen Inhaltsstoffe Elemicin, Myristicin und Safrol.

Verwendung als Droge
ACHTUNG! Das in der Muskatnuss enthaltene "Safrol" ist stark Leberschädigend, und kann Herzbeschwerden sowie Übelkeit und Erbrechen hervorrufen.
Eingenommen werden 5-30g gemahlene Muskatnuss, wobei das Gewürzpulver aus dem Supermarkt eher ungeeignet sein wird. Man kann auch unzermahlene Nüsse kaufen, von denen man vorher die weisse Kruste entfernen sollte.

Weiß jemand darüber mehr? -?)

Ursula

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 9. Sep 2002, 08:57

Hi Ursula,
ich verwende z.B. gern die Muskatblüte beim Kochen ;)
Muskat enthält ätherisches Öl . Es wirkt hautreizend, wird aber zur Durchblutung der Haut genutzt und ist ein
Bittermittel, daß gegen Appettitlosigkeit hilft.

Hier ein interessanter Link zum Thema Muskat:
http://www-ang.kfunigraz.ac.at/~katzer/ ... s_nig.html
MfG
Kräuterfee

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Ursula
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Beitragvon Ursula » 9. Sep 2002, 09:31

Whow, was für umfangreiche Infos zum Thema Gewürze. Da hab ich ja noch tagelang was zu lesen. (Hab den Link gleich mal unter Favoriten gespeichert). :top:

Zum Thema Muskatnuß, Drogenmißbrauch und Nebenwirkungen stelle ich hier mal ausschnittsweise den Text dazu ins Forum.

Die halluzinogene Wirkung ist allerdings relativ schwach, so daß man große Mengen Muskat benötigt (für einen "Trip" rechnet man eine halbe bis ganze Muskatnuß). In dieser Dosierung können andere Bestandteile des Muskatöles bereits erhebliche Nebenwirkungen verursachen, vor allem extreme, länger andauernde Übelkeit und Überempfindlichkeit gegenüber Muskatprodukten. Auch die halluzinogenen Phenylpropane sind Lebergifte und bei Dauergebrauch alles andere als harmlos

Ursula
:wink:

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Beate
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Beitragvon Beate » 9. Sep 2002, 23:18

Hallo Ursula,
auch ich habe hier 2 Links eingefügt. Sie behandeln die Heilwirkungen und andere Anwendungen der Muskatnuß ich fand es aufschlußreich und wollte auch meinen Beitrag leisten.

http://www.spiceup.de/sb/spices/muskat.htm
Die Heilwirkung von Muskat :
Hauptsächlich im asiatischen Raum wird Muskat als Heilmittel verwendet. Er hilft bei starken Schmerzen, wie Rheuma und Muskelschmerzen. Häufig werden die Substanzen für Salben und Cremes verwendet. Die ätherischen Öle wirken dank des Aromas nervenberuhigend und stimmungserhellend zugleich. In der Duftlampe verwendet, regt das Muskataroma die Tätigkeit des Gehirns an und soll die Intensität von Träumen erhöhen. Muskat hilft bei Erkältungen, wirkt entzündungshemmend, antibiotisch und schleimlösend. Das Gewürz kann außerdem gegen Übelkeit, Schwindel, Durchfall, Ruhr und Blähungen helfen. Lange Zeit wurde Muskat als Aphrodisiakum verwendet, eine solche Wirkung ist jedoch eher zu bezweifeln.
Bei Magen-, Darmproblemen können Sie sich einen Kräutertee zubereiten, welchen Sie mit einer Prise frisch geriebenen Muskat bereichern. Über maximal 14 Tage täglich eine Tasse davon trinken.
Äußerlich : für einen "Muskatumschlag" zur Linderung von Sportverletzungen, reiben Sie 4 EL Muskat und verrühren ihn in 250ml heißem Wasser. Tränken Sie ein Tuch und wickeln dieses um die schmerzende Stelle.
Achtung ! Muskat gehört zu den sogenannten Gewürzdrogen. In größeren Mengen zu sich genommen (ab 4g), verursacht Muskat extreme Müdigkeit, Halluzinationen und Euphorie, es kann zu Fehl- und Frühgeburten kommen. Die Wirkung von Alkohol wird durch Muskat erhöht. Eine Überdosierung kann tödlich wirken.

Hexentip :
Etwas frisch geriebene Muskatnuss in die Gesichtscreme gerührt, fördert die Durchblutung und macht eine schöne und samtweiche Haut.


http://www.rufeger.de/psychoaktiv/deutsch/ myristica.fragrans.html
Myristica fragrans
botan. Name: Myristica fragrans
dt. Name: Muskatnuß
weitere Namen: Muskatblüte
Familie: Myristcaceae (Muskatnußbaumgewächse)
Vorkommen: Tropische und warme Zonen von Europa, Afrika, Asien
Jahreszeit:
Beschreibung:
chem. Zusammensetzung/Wirkung: Myristicin u. andere aromatische Äthernarkotisierendin hohen Dosen sehr giftig --> Deliriumverbunden mit Halluzinationen, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit
Zubereitung/Einnahme: für narkotische Wirkung mindestens 1 TL essen, schnupfen, rauchenfür einen richtigen Rausch ist eine sehr viel größere Menge notwendig
Geschichtliches: Indianer: "berauschende Frucht"wurde in Ägypten als Tabakersatz gerauchtHeilmittel bei den Arabernindonesische Eingeborenefür westl. Strafgefangene war es Haschischersatz

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Ursula
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Beitragvon Ursula » 10. Sep 2002, 09:17

Tibetisches Teerezept mit Muskatnuß

Der Idealzustand für unsere Gesundheit wäre:
- Wir nehmen uns viel Zeit zu jeder Mahlzeit.
- Wir essen nicht zu viel, nicht zu schwer, nicht zu fett, nicht zu süß.
- Wir trinken nicht zu kalt.
- Und wir haben auch danach Zeit, ein wenig auszuruhen oder spazieren zu gehen.

Aber so läuft das nicht. Und daher ist es kein Wunder, dass sich die meisten von uns nach dem Essen nicht wohl fühlen, keinen Schwung und keine Leistungskraft haben. Das aber wäre der wahre Sinn der Nahrungsaufnahme. Auch da wieder kann die tibetische Medizin mit einem entsprechenden Tee helfen.
Er trägt den Namen „Nach dem Essen". Diese Mischung setzt sich zusammen aus Granatapfelsamen, Galgant, Ingwer, Pfefferminze, Schwarzkümmel, Szechuanpfeffer, Fenchel, Wermut, Süßholz, Ajowan, Dillfrüchten, Anis, Kardamom, Kümmel, Gewürznelken, Zimt, Koriander, Lorbeerblättern, Kamillenblüten, Bockshornkleesamen, langem Pfeffer, schwarzem Pfeffer, Muskatnuss und Asafötida.
Wie der Name schon sagt: Man trinkt 1 bis 2 Tassen von diesem Tee nach dem Essen. Bei schwer verdaulichen Mahlzeiten kann der Genuss der Kräutermischung bereits während des Essens die Verdauung unterstützen.

Quelle: http://www.docs.at


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 31. Okt 2002, 08:12

Die Inhaltsstoffe der Muskatnuß sind die Phenylpropanderivate, Safrol und Myristicin, gelten als mutagen.
Safrol ist ein Kanzerogen und Clastogen, das bei Ratten nach Verfütterung hoher Dosen maligne Lebertumoren hervorrief.
Estragol steht im Verdacht beim Menschen kanzerogen zu wirken, hohe orale Gaben führten bei Nagern zu erhöhter Tumorbildung.
Myristicin und Elemicin wirken in hohen Dosen toxisch. Sie erregen die glatte Muskulatur (Abortivum) und wirken halluzinogen.
Die aromagebenden Bestandteile in allen ausgewählten Gewürzen sind die ätherischen Öle - Macis und besonders die Muskatnuß haben einen hohen Anteil an ätherischen Öl und einen hohen Fettgehalt (36 bzw. 32 g pro 100 g).
Macis enthält überwiegend Palmitinsäure, die Muskatnuß enthält über 62% Myristinsäure.
Aroma, Geruch, Geschmack:
Als für das "typische" Aroma wichtigen Inhaltsstoff sieht man Myristicin an, der als muskatnußartig, duftig, warm, holzig und würzig beschrieben wird.
Elemicin als weiteres bedeutendes Phenylpropanderivat hat hingegen ein weniger muskatnußartiges Aroma. Elemicin wird als süß, holzig, blumig, würzig und säuerlich beschrieben.
Safrol hat eine phenolischen Geruch.
Das Methyleugenol hat einen teeartigem, würzigen Geruch und Geschmack.
Das Eugenol hat einen nelkenartigen, blumigen Geruch und ist leicht brennend im Geschmack.
Das Limonen ruft einen citronig bzw. citronig-fruchtiges Aroma hervor.

Inhaltsstoffe: Der ätherische Ölgehalt der Muskatnüsse liegt in einem Bereich von 5 - 13%, bei Macis kann dieser Gehalt bis 15% betragen. Weitere wichtige Inhaltsstoffe von Macis sind fettes Öl (22 - 35%), Harze, Lignane und der Farbstoff Lycopen. In Muskatnüssen sind neben ca. 40% fettem Öl, mit dem Triglycerid der Myristinsäure als Hauptbestandteil, auch ca. 25% Stärke sowie Harze enthalten. Das fette Öl wird wegen seiner butterartigen Konsistenz auch als Muskatbutter bezeichnet

Verwendung: - als Stomachikum, bei Hysterie, Hypochondrie, Platzangst, Lach- und Weinkrämpfen, Kopfschmerzen, Gedächtnisschwäche und Dysmenorrhoe
:wink:
MfG
Kräuterfee

Tannija

Beitragvon Tannija » 12. Jan 2004, 00:27

Muskat wirkt meiner Information nach auch entspannend.

Ich habe ein tolles Rezept zum Lösen von Krämpfen, besondern wirksam bei Regelkrämpfen (schmeckt auch nicht schlecht, wenn man sich dran gewöhnt hat 8) )

also:

Je 1 Teil

Zimt
Muskat
Baldrian
Ingwer

Alles zermörsern und kleinreiben (besonders nett bei der Muskatnuss - aber der Aufwand lohnt sich!)

und dann mit Honig zu einer zähen Paste verrühren - das geht am besten, wenn man den Honig erwärmt - aber nicht kochen!!

Bei Krämpfen 3x tgl einen Teelöffel voll einnehmen.

Als Brotaufstrich oder auch in warmem Tee..oder auch einfach so...

Viel Erfolg :)

ewina
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Registriert: 5. Mai 2011, 11:13

Re: Muskatnuß

Beitragvon ewina » 5. Mai 2011, 12:14

Ich hatte einen Baum in meiner Heimat, deren Rinde immer zu würzen entfernt wurde. Erst einmal hier habe ich festgestellt, dass es um Zimt ging. Der Duft ist 1/1 gleich.



   

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