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Buche

Bäume und Sträucher, Blütengehölze, Blattschmuckgehölze, Wildobst

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Kräuterfee
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Buche

Beitragvon Kräuterfee » 4. Nov 2002, 17:11

Buche, Rotbuche - Fagus sylvatica L.

- gehört zur Familie der Buchengewächse - Fagaceae

- kommt in fast ganz Europa, Persien, Kleinasien vor
- ist ein 25-30 m hoher Baum mit glatter, weißgrauer Rinde, Blätter sind eiförmig, wellig gerandet, gestielt
- Blütezeit Mai (Buchenpollen -> gehören zu den Ursachen des im Frügjahr auftretenden Heuschnupfens)
- Früchte: September-Oktober

Es gibt mehrere Abarten der Rotbuche: wie die Blutbuche, die Krause- oder Hahnenkammbuche, die Eichenblättrige Buche, die Farnblättrige Buche und die Hänge- oder Trauerbuche

Aus dem Holz wird durch Destillation Buchenteer gewonnen und daraus wiederum Kreosol.
Früher wurde auch die Buche bei den Druiden verwendet.
Die Blätter verwendete man abgekocht als Gurgelwasser, die frisch zerquetschten als Auflagen bei chronischen Einschlafen von Gliedern.

Inhaltstoffe Früchte (Buchecker - Fagi fructus): Saponine, hoher Gehalt an Oxalsäure, ein fettes hellgelbes, leicht ranzigwerdendes Öl, Harz, Stärkemehl, Gummi, Zucker, ein flüchtiges Alkaloid (Trimethylamin - dieses wird auch als Fagin bezeichnet), Palmitin und Stearin

Vergiftungserscheinungen: wenig giftig,
Magem- und Darmbeschwerden, Erbrechen, Durchfall, Krämfe

Bucheneckeröl: ist ungiftig

Buchenholzstaub fällt unter die "eindeutig als krebserzeugend ausgewiesenen Arbeitsstoffe" (MAK-Werteliste)

Die Buchenrinde enthält ähnlich der in der Tanne und Fichte vorkommende einen nach Vanille riechenden Stoff, Gerbstoff und einen roten Farbstoff.


Buchenblätter-Umschlag

Eine Hand voll frische Buchenblätter mit einem Wiegemesser zerkleinern und in eine Schüssel füllen, mit kochendem Wasser überbrühen und ein paar Minuten ziehen lassen. Abseihen und ein damit getränktes, abgekühltes Tuch auf die Stelle legen.
Wirkt entzündungshemmend bei schmerzhaft geschwollenen Gelenken.

Rezept-Quelle des Buchenblätter-Umschlages: Praxis täglich vom 4.11.2002
:wink:
MfG
Kräuterfee


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 30. Dez 2002, 13:03

- Bucheckern enthalten bis zu 40% Fett
- aus Buchenholzspänen setzten früher Bäuerinnen ihren Essig an
- Buchenholz ist ideal zum Räuchern
- frische, zarte Buchenblätter ergeben einen guten Salat und mit anderen Kräutern schmecken sie gut Joghurt
- mit Alkohol und Zucker angesetzt, ergeben sie einen schmackhaften Buchenlikör
- Buchenholzteer wird gegen Gicht, Rheuma beim Menschen verwendet
- Buchenholzteer als Desinfektionsmittel: Klauenverletzungen von Ziegen und Schafen
MfG
Kräuterfee

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Angelika
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Re: Buche

Beitragvon Angelika » 11. Mai 2013, 18:33

Die jungen hellgrünen frische Buchenblätter sind für den menschlichen Genuss sehr geeignet und schmecken sehr gut, sie haben eine zarte angenehme leichte Säure und sollen durstlöschend wirken. Ideal für grüne Smoothies.

viewtopic.php?f=3&t=18522&p=100251#p100251

Die jungen Blätter kann man auch kleinschneiden und auf dem Butterbrot geniesen.
Nach dem Sammeln kann man sie, wie andere frische Wildpflanzen auch, gut im Kühlschrank 2- 3 Tage aufbewahren.

mfg
Angelika



   

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