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Kohl

nur für Kräuter & Pflanzen die Heilwirkung besitzen

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Kräuterfee
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Kohl

Beitragvon Kräuterfee » 8. Nov 2002, 13:31

Kohl (Weißkohl) - Brassica oleracea

Es gibt viele Kohlarten, wie auch Wirsingkohl etc.
Brauchbar ist vor allem der Kohlkopf. In vielen Arten, milchsauer vergoren zu Sauerkraut, als Gemüse und als Auflagen. Er enthält viel Vitamine und Mineralstoffe.

Volksmedizinische Anwendung
- Sauerkraut ist gut bei Bronchitis, Darmträgheit (Darmflora), Ischias, Venenentzündung und sogar bei Rheuma
- S. entfernt Würmer, verhindert Fäulnis und Gärung, regt die Ausscheidung an
- S: reguliert den Blutdruck, verhindert Arterienverkalkung
- Gut für Gichtkranke (aufgrund der verschiedenen Salze)
- Gut für Diabetiker (da geringer Eiweißanteil)
- Enthält viel Vitamin C

- der Saft aus den grünen Blättern enthält viel Vitamin U, daß für den Darm- und Magenschleimhaut gut ist (wichtig: immer frisch zubereiten), ebenso bei Entzündungen des Dünn- und Dickdarmes leistet er sehr gute Dienste

- Umschläge aus Kohlblättern heilt schwere Wunden, Verätzungen und offene Beine (vorher Wunde mit Kamille waschen, Blätter spülen und bügeln und auflegen, Wolltuch darüber legen, 2x täglich)
- hilft ebenso bei Gürtelrose, Röteln, Hautausschlägen, er lindert die Schmerzen
- hilft ebenso bei Verbrennungen
MfG
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FaddischTami
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Beitragvon FaddischTami » 8. Nov 2002, 14:19

Verfasst am: 07 Nov, 2002 18:27 Titel: Kohlblattsalbe

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Kohlblattsalbe

Am besten im Sommer oder Herbst möglichst grüne Blätter von Wirsing nehmen,kleinschneiden,in gutem Olivenöl ansetzen,an die Sonne stellen(ist Einstrahlung zu schwach,mit Backofenwärme nachhelfen).
Minimum 3 Wochen Sonne! Wenn keine Sonne : 5 Stunden Backofen auf 50 C°,in Einmachglas mit Deckel

Nach ca.6 Wochen den Auszug absieben,Kohl ausdrücken.Auf 2 dl Öl 30 g Bienenwachs geben und im Warmwasserbad zusammen auflösen.

Wertvolle Salbe,die auch mit anderen Kräutern,z.B.Storchenschnabel,wilden Stiefmütterchen,Löwenzahnwurzel,Goldrute,Nussbaumblättern,

gegen Ekzeme,bei Verstauchungen,Verletzungen,offenen Beinen,Arthritis

hergestellt werden kann.

Unterstützt durch Peridot-Steine kann eine solche Salbe auch bei anderen Hautausschlägen helfen.

Quelle : meine Heilpraktikerin

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 8. Nov 2002, 16:38

Umschläge mit Kohl sind bei folgenden Krankheiten sehr wirkungsvoll:
- Asthma, Gangrän, Epilepsie, bronchitis, Kopfschmerzen, Bandwürmer, Halsentzündung, eitrige hautausschläge, Sehnenentzündung, Hüftschmerzen, Knieschmerzen, Knochenschmerzen, Krampfadern, Blasenentzündung, Verbrennungen, Schwellungen, Erfrierungen, Gürtelrose, Insektenstichen, Lungenentzündung, verletzungen, Milzbrand, Wunden, Tollwut, Gesichtsrose, kranker Schilddrüse, Eitergeschwüren, Bissen, Entzündungen, Quetschungen, Zahnschmerzen, Magen- und Frauenkrankheiten; sie lindern auch Rheuma.

Alle Kohlarten sind geeignet, am besten grüner Kohl, am wenigsten Rotkohl. Die größten und die Grünen Blätter sind am besten. Nur frische Blätter nehmen, vor dem Gebrauch die Blätter leicht anwärmen. Auf die kranke Stelle kann man auch mehrere aufeinander legen und mit einer Binde befestigen.
Bei Wunden und Eitergeschwüren muß man die Blätter einer jungen Pflanze nehmen. Solange das Kohlblatt frisch und grün ist, auch nach längerem gebrauch, ist es noch gut wirksam.
(nach Pater Simon)

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Angelika
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Beitragvon Angelika » 17. Nov 2002, 20:40

Kohlsaft als Heilmittel

In den USA wurde nachgewiesen, daß die Behandlung eines Magengeschwürs mit einem Liter Kohlsaft täglich ,
weit bessere Erfolge zeigte als die besten Medikamenten.

In der Universitätsklinik in Bern machten Schweizer Ärzte positive Erfahrungen mit Kohlsaft. Patienten mit Zwölffingerdarmgeschüre bekamen 3 Wochen lang Kohlsaft zum trinken, danach waren die Geschwüre nicht mehr sichtbar und die Beschwerden wie weggeblasen.

Der gekochte KOhl ist auch für Magen und Darm sehr gesund.
Doch gehen beim Erhitzen die heilende Wirkung für die Geschwüre verloren.

mfg
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Beitragvon Angelika » 19. Nov 2002, 19:22

Kohlbouillon gegen Kater :cool:

nach einer durchzechten Nacht mit einem Kater ist eine Kohlbouillon sehr hilfreich.
Auch bei Abgeschlagenheit und Müdigkeit bringt sie einem wieder auf die Beine.

In einem Liter Klare Suppenbrühe einen halben kleingeschnittenen Kohl 20 Min. kochen lassen. Mit Salz , Pfeffer und Muskat abschmecken. In kleinen Schlucken essen.


mfg
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Kräuterfee
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Auflage mit Kohlblättern bei Insekten- und Wespenstiche

Beitragvon Kräuterfee » 21. Nov 2002, 17:18

Auflage mit Kohlblättern bei Insekten- und Wespenstiche

Dazu werden ein paar Kohlblätter abgetrennt und zerkleinert. Die Blätter dabei so ausquetschen, dass möglichst viel Saft austritt. Ist die Kohlmasse breiartig verarbeitet, wird sie auf die entzündete Stelle aufgetragen.
Quelle: Praxis täglich vom 21.11.20002
MfG
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Kohlkopf hilft bei Bronchitis

Beitragvon Kräuterfee » 21. Nov 2002, 18:19

Kohlkopf hilft bei Bronchitis

Dem Saft aus den frischen Blättern die gleiche Menge Honig zugeben, köcheln lassen und abfüllen. 8 Eßl. täglich einnehmen.
MfG
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Ursula
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Beitragvon Ursula » 30. Jan 2003, 15:47

Kohlsorten - ein kleiner Überblick

Brokkoli ist eng verwandt mit Blumenkohl. Der Anteil an Vitamin C ist in Brokkoli fast doppelt so hoch wie im Blumenkohl. Brokkoli gibt es inzwischen auch in violetter, gelber oder weißer Färbung, ist aber eher selten zu finden. Am schmackhaftesten beim Brokkoli ist sicherlich die Blume, aber auch die Stiele und die Blätter können gegessen werden.

Chinakohl ist für China was der Weißkohl in Deutschland. Er ist eine Kreuzung aus Speiserübe und Pak-Choi. Seine Besonderheit liegt darin, dass er keinen Strunk besitzt. Der Chinakohl besitzt neben vielen Vitaminen, speziell Vitamin C, hochwertige Aminosäuren. Er ist geschmacklich neutral und aufgrund seiner feinen Blätter schnell zubereitet. Auch von eher "Kohlempfindlichen" wird er gut vertragen.

Rotkohl bzw. Blaukraut stammt aus der gleichen botanischen Familie wie der Weißkohl und verdankt seine dunkelviolette Farbe dem Farbstoff Anthocyan. Die Köpfe des Rotkohls sind, im Gegensatz zum Weißkohl, kleiner und fester.

Der Wirsing ist auch als Savoyer Kohl oder Welschkohl bekannt. Er ist eng verwandt mit Weißkohl und Rotkohl. Die Herbst- und Wintersorten haben dunkelgrüne Blätter und einen ausgeprägteren Kohlgeschmack und ihre Blätter sind im Gegensatz zu den frühen Sorten stark gewellt. Sommerwirsing bildet mit seinen zarten, hellen, wenig gekrausten Blättern einen lockeren Kopf.


Blumenkohl ist ein sehr anspruchsvoller Kohl. Er benötigt einen tiefgründigen, sonnigen Standort und muss unbedingt regelmäßig gegossen und gedüngt werden. Meistens findet man im Handel den weißen Blumenkohl. Andersfarbige Sorten, wie violette oder grüne, findet man häufig in Frankreich vor. Eine dieser grünen Sorten ist der Romanesco.


Grünkohl ist besonders in Norddeutschland und Westfalen sehr beliebt. Er ist wahrscheinlich die anspruchsloseste aller Kohlsorten. Sein größter Vorteil ist die extreme Frosthärte, so dass er sogar im Winter geerntet werden kann. Der Kraus-, Feder-, Schlitz- oder Winterkohl - wie er in anderen Regionen auch genannt wird - gehört zu den ältesten aller Kohlsorten. Die großen, länglichen Blätter sind, abhängig von der Sorte, mehr oder weniger gekraust und reichen farblich von hellgrün über dunkelgrün bis zu blaugrün. Grünkohl hat gemeinsam mit dem Schwarzkohl den höchsten Eiweiß- und Kohlenhydratwert. Er wird frühestens nach dem ersten Frost geerntet, da mit Hilfe des Frosts die Stärke in Zucker umgewandelt wird und dadurch der bittere Geschmack verloren geht.

Auch wenn man den Kohlrabi nicht gleich mit Kohlsorten in Verbindung bringt, ist er dennoch den Kohlgemüsen zuzuordnen. Allerdings gehört er nicht zu den Kopfkohlarten, da er über der Erde eine Knolle bildet. Aus diesem Grund trägt er auch den Namen Rübkohl oder Oberrübe. Die Farbe reicht von weiß über grün bis rot, dunkelviolett und blau. Außer der Knolle können vom Kohlrabi auch die zarten Blätter verwendet werden können, z.B. kleingehackt auf Salaten oder anderen Gerichten. In den Blättern stecken zudem dreimal so viele Vitamine wie in der Knolle.

Der Rosenkohl ist eine der jüngsten Kohlarten. Zuerst angebaut in der Nähe von Brüssel, heißt er auch "Brüsseler Kohl" bzw. "Brüsseler Sprossen". Wie bei den meisten Kohlsorten verbessert Frost den Geschmack von Rosenkohl.

Der Weißkohl - auch Weißkabis oder Weißkraut genannt - bildet runde oder abgeflacht runde Köpfe aus. Weißkohl ist nicht immer weiß, sondern kann ebenso gut hellgrün bis dunkelgrün sein. Als eine Unterart des Weißkohls ist der Spitzkohl zu nennen, der eine spitz zulaufende Form hat, etwas kleiner und lockerer als Weißkohl ist und wegen seiner zarteren Blattstruktur auch leichter verdaulich.

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paul
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Beitragvon paul » 30. Jan 2003, 21:52

Wer etwas über Heilerfolge mit Kohl lesen möchte, dem empfehle ich das Taschenbuch von Pater Thomas Häberle (er war Heilpraktiker)

Helfen und Heilen
Veritas Verlag
7,90 Euro

Das Büchlein ist nett zu lesen und es gibt auch noch zwei weitere von ihm.

LG: Paul :wink:

Sie auch folgenden Link:

http://www.buecher.de/verteiler.asp?Pub ... rtikel.asp

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Kräuterfee
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Kohlsirup

Beitragvon Kräuterfee » 6. Dez 2003, 09:46

Kohlsirup

Kohlblätter entsaften und aus dem Saft die gleiche Menge Honig oder Zucker zufügen und untermischen, 5 min kochen lassen, anschließend abkühlen.
6 EL täglich ist hilfreich bei Heiserkeit.
MfG
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eilid1
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Beitragvon eilid1 » 6. Dez 2003, 18:20

-?)
Liebe Kräuerfee! bitte erkläre mir wie Kohl sehr gut bei Tollwut wirken soll! es interessiert mich wirklich brennend. Tollwut gilt noch immer als todbringende - gott sei dank seltene krankheit-

liebe Grüße eilid

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Beitragvon Kräuterfee » 7. Dez 2003, 12:42

Hallo eilid,

Kohl bei Tollwut - habe ich noch nicht gehört.... Tollwut (Rabies, Lyssa) ist eine Viruskrankheit, die meistens durch ein Biß eines infizierten Tieres verursacht wird. Wichtig ist, nach dem erfolgtem Biß die Wundstelle zu desinfizieren (verschiedene gründliche lokale Wundbehandlungen + einschließlich Sterisilation dieser), die Leber zu unterstützen und anschließend sich passiv immunisieren zu lassen (Antitollwutimpfstoff, Antiserum).
Den Virus kann Kohl nicht bekämpfen - da bleibt nur die allgemeine Wundbehandlung übrig - hmm, da fallen mir andere Pflanzen ein, die diesen Zweck der Wundbehandlung/Sterilisation besser erfüllen...

Kohl legt man mehrmals am Tag bei allgemeinen Wunden als Umschlag auf; zur Unterstützung mit einer anderen Vorbehandlung und wäscht danach mit Kamille aus. - Aber bei Tollwut Kohl - das weit hergeholt und endet sehr böse. (weil das Virus das Gehirn angreift). - Deshalb gibt ja Gott sei Dank Tollwut-Antigene (Virus rabies), inaktivierteTollwut-Impfstoffe, Tollwut-Immunglobulin vom Menschen (Gammaglobuline (Passivimmunisierung)) etc. und selbst dann ist es superwichtig schnellstmöglichst zu handeln, weil der Krankheitsverlauf sehr zügig verläuft und bei starkem Fortschreiten noch mit dem Tod enden kann. - Der Kampf mit der Zeit beginnt sozusagen und die Lebensuhr läuft bei dieser Infektion sehr schnell ab. - Das Auftreten der Symthome verläuft sehr unterschiedlich, je höher die Bißstelle, also je näher am Gehirn, desto schneller scheint sie zu verlaufen. Sind erst mal die Zeichen der Krankheit da, so soll selbst eine Impfung oder die Gabe eines Antiserums nicht mehr wirksam sein.

Also vergiß mal ganz, ganz schnell den Kohl in diesem Zusammenhang. - Sofortige Ausspülung der Wunde mit anschließender Desinfektition dieser und sofortiger ärztlicher Hilfe zwecks lokale Wundbehandlung (Tollwutspritzen) + Tollwutimpfstoffe bzw. Serums sind unabdingbar !
MfG
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Kohlabsud

Beitragvon Kräuterfee » 7. Dez 2003, 12:46

Kohlabsud

2 große Kohlblätter in 1 l Wasser 5 min kochen. 3 Tassen täglich trinken; hilfreich bei Kartarrh der Luftwege.
MfG
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Wirsingkohlblätterumschlag

Beitragvon Kräuterfee » 8. Dez 2003, 20:02

Wirsingkohlblätterumschlag

ist hilfreich und sehr wohltuend bei Lebervergrößerung. Dazu bügelt man die Wirsingkohlblätter und legt sie anschließend auf die erkrankte Leber.
MfG
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Kohlsirup bei Stimmverlust durch Heiserkeit/Erkältung

Beitragvon Kräuterfee » 9. Dez 2003, 19:13

Kohlsirup bei Stimmverlust durch Heiserkeit/Erkältung

Den Saft aus Kohlblättern und die gleiche Menge Honig oder Rohrzucker mischen, 5 min kochen lassen, anschließend abkühlen. Heiß einnehmen bis 5 EL täglich über den Tag verteilt; hilfreich bei Stimmverlust.
MfG
Kräuterfee



   

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