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Ingwer

nur für Kräuter & Pflanzen die Heilwirkung besitzen

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Ursula
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Ingwer

Beitragvon Ursula » 13. Sep 2002, 09:42

Ingwer ist wahrscheinlich das vielseitigste aller Gewürze. Es gibt ihn frisch, sauer eingelegt, getrocknet, kandiert, mit Schokolade umhüllt, in pulverisierter Form und sogar als ätherisches Öl. Er passt zu Süßspeisen genauso wie zu würzigen Fleischgerichten, zu Fisch und Gemüse.

Ingwer wirkt ganz allgemein vitalisierend, d.h. belebend, und ist ein starkes Antioxidans. Ingwer ist auch eine Knolle gegen vorzeitige Alterserscheinungen.

Der Genuss der scharfen ätherischen Öle regt die Durchblutung an und erwärmt von innen wie ein heißes Bad. Durch seine anregende Wirkung lösen sich Verspannungen und Verkrampfungen. Gerade im Magen- und Darmtrakt wirkt Ingwer unterstützend und stimulierend.
Ingwer hilft nachgewiesenermaßen sogar gegen die sehr belastende Übelkeit während einer Chemotherapie. Die alten Weisheiten über Ingwer sind durch moderne Studien bestätigt worden.

Beim Ingwer kennt man bisher, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die folgenden sekundären Pflanzenstoffe:
Asparagin, Borneol, Camphen, Chavigol, Cineole, Curcumen, Cymen, Dehydrogingerdion, Farnesen, Geraniol, Gingerol, Gingediol, Hexathydricurcumin, Limonen, Linalool, Myrcen, Neral, Paradol, Pinen, Protease, Shogaol, Zingeron, Zingiberol und Zingibero.

Die Scharfstoffe regen die Gallensaftproduktion an und beschleunigen damit die Fettverdauung. Die Protease, ein Enzym im Ingwer, zerlegt Eiweiß, was bei deftigen Fleischmahlzeiten sehr hilfreich sein kann. Etwas Ingwer im Essen räumt den Magen auf und beugt Magen- und Darmbeschwerden vor.

In China hat Ingwer darüber hinaus noch einen soliden Ruf als erfolgreiches Potenzmittel. Als Liebesgewürz wird seine Vielseitigkeit gerühmt, besonders wenn man Ingwer mit Fisch kombiniert.

Quelle: Hobbythek, WDR


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Angelika
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Beitragvon Angelika » 25. Sep 2002, 21:34

In der fernöstlichen Medizin hat der Ingwer große medizinische Bedeutung.

Sein therapeutischer Nutzen ist dem zitronen ätherischen Öle und den Scharfstoffen zu verdanken. Seine anregenden Eigenschaften und Schärfe stammen größtenteils von den Gingerole, die in ihrer chemischen Struktur und Wirksamkeit der Acetylsalicylsaüre in Aspirin sehr ähnlich sind.
Sie halten das Blut flüssig und beugen somit Thrombose und Schlaganfälle vor.

Getrockneter Ingwer ist noch schärfer und reizender als frischer , durch die Shogaole, die sich bilden, wenn die Pflanze trocknet.

In China wird frischer Ingwer bei Kopf und Muskelschmerzen, Fieber und Schüttelfrost , Erkältungen und Grippe verwendet.

Getrockneter Ingwer bei innerer Kälte , kalte Hände und Füße, schwachem Puls und bleichem Teint.

Die alten asiatischen Seefahrer schätzten Ingwer schon als Reisemedizin gegen Übelkeit. Sie nahmen die Knolle in Erde eingegraben mit an Bord. So hatten sie immer frischer Ingwer zum kauen bei Bedarf.


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Ingwer-Essig-Chinaöl-Einreibung

Beitragvon Kräuterfee » 9. Jan 2003, 10:33

Ingwer-Essig-Chinaöl-Einreibung

gegen Husten mit viel Schleim und eine triefenden Nase.

Dazu 1 Löffel feingeriebenen Ingwer und 3 Löffel schwarzen Essig mit etwas kochendem Wasser überbrühen, kurz ziehen lassen und absieben. Ein paar Tropfen Chinaöl zugeben. Die Hälfte der Mixtur heiß auf einen Waschlappen geben, diesen wie einen Wickel auf die Brust geben und mit Handtuch abdecken.
Besonders intensiv ist die Kur, wenn man die andere Hälfte des Ingwerabsuds als Tee in kleinen Schlucken trinkt.

Quelle: Praxis täglich vom 8.1.2003

Ergänzung von Kräuterfee - Was ist schwarzer Essig ?

das ist ein dunkler, süßlicher Essig, ähnlich in etwa dem Balsamessig. Er wird normalerweise aus Klebreis oder Sorghum hergestellt und hat dadurch einen typischen, charakteristischen Geschmack.
MfG
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Beitragvon Angelika » 14. Nov 2003, 21:35

Die Forschung ergänzt die Wirksamkeit des Heilgewürz

Ingwer soll auf natürliche Weise das Blut verdünnen und Thrombosebildung und Schlaganfall vorbeugen.
Erhöhten Blutdruck und Cholosterinspiegel senken und das Herz stärken.
Bei Blähungen und Darmkoliken verbessert er die Darmfunktion, wirkt keimtötend und ist eines der besten Mittel bei akutem Durchfallerkrankungen.
Außerdem stärkt er das Immunsystem und lindert Schmerzen.


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Ingwertrunk bei Grippe

Beitragvon Kräuterfee » 27. Nov 2003, 20:13

Ingwertrunk bei Grippe

1 Tl frisch geraspelte Ingwerwurzel mit dem Saft einer frischen Zitrone erhitzen, mit 1 TL Honig süßen und so heiß wo möglich in kleinen Schlucken trinken.
Wirkt durchblutungsfördernd und schweißtreibend.
MfG
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Ingwerauflage

Beitragvon Kräuterfee » 2. Dez 2003, 08:20

Ingwerauflage

Eine Ingwerknolle mit heißem Wasser übergießen, ca. 15 min ziehen lassen. Mit dem fertigen Sud wird ein Tuch getränkt; möglichst heiß auf die betroffene Stelle legen.
Hilfreich bei Muskel- und Gelenkschmerzen und Verstauchungen.
Zuletzt geändert von Kräuterfee am 2. Dez 2003, 08:23, insgesamt 1-mal geändert.
MfG
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Rheumabad mit Ingwer

Beitragvon Kräuterfee » 2. Dez 2003, 08:23

Rheumabad mit Ingwer

Einen Absud von einer Ingwerknolle bereiten und zum Badewasser geben.
Ist anstrengend aber wohltuhend, daher Badedauer max. 15-20 min.
Hilfreich bei Rheuma und Gliederschmerzen.
MfG
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Ingwermilch

Beitragvon Kräuterfee » 2. Dez 2003, 08:29

Ingwermilch

1/4 l Milch mit einem Löffel grob geriebenen Ingwer aufgekochen. Evt. mit Honig süßen und so heiß wie möglich trinken.
Hilfreich bei Erkältungen.
MfG
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Ingwersorten

Beitragvon Kräuterfee » 4. Dez 2003, 20:48

Ingwer - Stammpflanze: Zingiber officinale ROSCOE - Familie der Zingiberaceae
Synonyme: Ingberwurzel, Ginger, Ginger root (engl.), Gingembre, Rhizome gingembre (franz.)
Handelsssorten sind die z.T. von anderen Zingiber-Arten stammen: Martinique-Ingwer von Z. zerumbet ROSCOE. Ex. SM. - gilt dem Arzneibuch entsprechende Jamaika-Ingwer als der beste - als sehr gute Ingwer-Sorten gelten auch der Australische und der Bengalische Ingwer.

1.) Weißer Ingwer: - weiße, graue oder blaß-bräunliche, innen blaß gelbliche oder weiße Farbe - diese Sorte zerfällt in:
a) Chinesischen Ingwer: - größere, flache, runzlige, sehr harte Stücke; Geruch und Geschmack übertreffen andere Sorten - zu dieser Sorte gehört auch der mit Zucker eingemachte Ingwer (Conditum Zingiberis)
b) Bengalischer Ingwer: - von Rinde befreit, kleiner, schmutzig-graubraune Farbe; ähnelt dem afrikanischen Ingwer
c) Jamaikanischer Ingwer: - mehr, gestreckte Form, außen streifig, mit einer dünnen Kalkrinde umhüllt; oft gebleicht, um eine mehlig-weiße Oberfläche zu erreichen

2.) Schwarzer oder Barbados-Ingwer: - außen graubraun, innen bleifarben

Im Handel gibt's Fertigpräparate - Tagesdosis: 2-4 g (wobei 1 TL ca. 3 g sind)
Gegenanzeigen: bei Gallensteinleiden nur nach Rücksprache mit dem Arzt
Hinweis: keine Anwendung bei Schwangerschaftserbrechen !
Nebenwirkungen: keine bekannt
MfG
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Ingwer-Ginseng-Tinktur bei starken Menstruationsbeschwerden

Beitragvon Kräuterfee » 7. Dez 2003, 19:23

Ingwer-Ginseng-Tinktur bei starken Menstruationsbeschwerden a la Kräuterfee

Ingwertinktur mit Ginsengtinktur 1:1 mischen.
Davon täglich 2x 15 Tropfen einnehmen; hilfreich bei starken Mens-Beschwerden
Wenn beides nicht vorhanden, frische Ingwerwurzel in ganz dünne Scheiben schneiden und mit etwas 40%-igen Alkohol zugeben, an's Fensterbrett stellen und ca. 3 Wochen durch ziehen lassen, ab und zu umschütteln. Der Ingwer sollte immer mit Flüssigkeit bedeckt sein.
Danach mit einer niedrig konzentrierten Ingwer-"Tinktur" übergießen und durchschütteln.
Kauft man fertige Ingwertintur z.B. 13%-ig, nimmt man ca. 3 cm Ingwerwurzel, 50 ml Ingwertinktur 13%-ig und 25 ml 38-40%-igen Alkohol - man setzt als erstes den Ingwer mit dem Korn an und läßt ebenfalls ca. 3 Wochen unter Schütteln ziehen. Dann nimmt man die Ginsengtinktur und gieß auf, durchschütteln, gebrauchsfertig.
Die Wirkung der reinen Tinktur siehe oben, ist besser, als die letztere Alternative - diese entwickelte ich für eine Frau, die keinerlei Alkohol (z.B. gefüllte Likörpralinen vertragen hat und vor Schmerzen während der Mens nicht mehr wußte wohin) - meinen Ansatz hat sie komischer Weise trotz dem Alkohol vertragen :???: und eine Besserung stellte sich auch ein - optisch sieht die ganze Mixtur ja komisch aus (Schwebstoffe), deshalb vor Gebrauch bitte Schütteln :D
MfG
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Beate
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Ingwer Anwendung

Beitragvon Beate » 31. Aug 2005, 22:11

Ingwer (Zingiber officinale ROSCOE)
Beschreibung:
Diese zur Familie der Zingiberaceae zählende Pflanze besitzt ein ausdauerndes, kriechendes, durch Blattnarben geringeltes, mit fädigen Wurzeln besetztes Rhizom, dessen Hauptachse sich tief im Boden befindet. Es verzweigt sich zu Seitensprossen, welche wiederum Seitensprosse bilden. Aus den langen Blattscheiden bilden sich blütenlose, einjährige, bis zu 1 m hohe Scheinstengel. Die zweizeilig angeordneten Blätter werden bis zu 20 cm lang. Ihre länglich-lanzettliche, zugespitzte, ganzrandige, durchscheinend punktierte Spreite ist unterseits mit wenigen Haaren besetzt und besitzt eine unterseits vortretende Mittelrippe. Die Blütenschäfte werden bis etwa 25 cm hoch und sind dicht mit scheidigen Blättern besetzt. Der ährige Blütenstand besitzt einzeln in den Achseln breiter Deckblätter stehende Blüten. Der kurze röhrige Kelch ist einseitig gespalten. Die grünlich-gelben Kronblätter sind unten röhrig, nach oben hin erweitert, dreispaltig und besitzen einen lanzettlich zugespitzten Zipfel. Die äußeren Satubblätter sind blumenblattartig, eines der äußeren Staubblätter besitzt eine auffallendere Lippe. Nur eines der inneren Staubblätter ist fruchtbar. Der unterständige Fruchtknoten ist dreifach gefächert. Die Pflanze bildet eine fleischig beerenartige Fruchtkapsel.
Vorkommen:
Herkunft: tropisches Südostasien
Anbau: In zahlreichen tropischen Ländern (Südchina, Indien, Japan, Afrika, Jamaica ... ) kultiviert.
Wirksame Inhaltsstoffe: In den unscheinbaren Knollen steckt ein wahres Feuerwerk an Inhaltsstoffen: zahlreiche Vitamine und Mineralien wie Kalium, Kalzium und Eisen sowie ein überdurchschnittlich breites Profil an ätherischen Ölen. Schon der chinesische Religionsstifter Konfuzius soll jede seiner Speisen mit Ingwer gewürzt haben. Seit über 3.000 Jahren ist Ingwer im Fernen Osten als Gewürz, aber auch als Heilmittel bekannt. In der traditionellen chinesischen Medizin spielt Ingwer bei der Behandlung von Krankheiten seit jeher eine wichtige Rolle. In den letzten Jahren hat Ingwer auch in Europa an Bedeutung gewonnen. Neueste wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen nämlich das altasiatische Wissen. Dr. Jörg Zittlau bezeichnet Ingwer in seinem Buch „Natürliche Arzneimittel“ als eines der gesündesten Nahrungsmittel überhaupt. Die scharfen Knollen wirken bei äußerlicher und innerlicher Anwendung.

Ingwertee für den Magen: Ideal für die innerliche Anwendung ist Ingwertee. Er kann vor, während oder nach der Mahlzeit getrunken werden. Dafür werden frische Ingwerstücke mit kochendem Wasser übergossen. Der Tee sollte fünf bis acht Minuten ziehen. Die scharfen ätherischen Öle des Ingwers regen die Durchblutung an und erwärmen den Organismus von innen. Dadurch lösen sich Verspannungen und Verkrampfungen im Magen-Darm-Trakt.
Ingwerkompressen gegen Muskel- und Gelenkschmerzen: Gegen Verstauchungen, Muskel- und Gelenkschmerzen helfen Ingwerkompressen. Dazu übergießt man eine Ingwerknolle mit heißem Wasser und lässt sie circa 15 Minuten ziehen. Mit dem fertigen Sud wird eine Mullbinde getränkt, die dann noch möglichst heiß auf die betroffene Stelle gelegt werden sollte. Ingwerkompressen sollen übrigens auch gegen Masern bei Kindern helfen.

Ingwerbad gegen rheumatische Beschwerden: Ein Ingwerbad hilft gegen Rheuma und Gliederschmerzen. Der warme Ingwersud kommt als Zusatz ins Badewasser. Wie bei jedem medizinischen Bad sollte auch hier die Badedauer nicht länger als 20 Minuten dauern.
Ingwermilch gegen Erkältungen: Bei Erkältungen hat sich eine Ingwermilch bewährt. Dafür wird ein Viertel Liter Milch mit einem Löffel Ingwerpaste aufgekocht. Nach Bedarf kann das Ganze mit etwas Honig gesüßt werden und sollte dann so heiß wie möglich getrunken werden.
Ingwerstäbchen gegen Reisekrankheit: Besonders effektiv wirkt Ingwer gegen Reisekrankheiten. Wem auf Auto- oder Schifffahrten schnell schlecht wird, sollte immer ein paar Ingwerstäbchen im Gepäck haben. Bereits nach wenigen Minuten verschwindet die Übelkeit gänzlich. Auch bei Fön und Wetterfühligkeit sorgt Ingwer für schnelle Hilfe.
Ingwer zur Vorbeugung bei Kater: In der Powerknolle stecken wahrlich ungeahnte Kräfte – beispielsweise auch im Kampf gegen den ungebetenen Kater nach üppigen Feiern. Wer vor oder während des Alkoholgenusses Ingwer knabbert, wacht am nächsten Morgen garantiert ohne bohrenden Kopfschmerz auf.
Ingwer so wirksam wie Aspirin: Dr. Jörg Zittlau vergleicht die Wirksamkeit von Ingwer mit der des bekannten Schmerzmittels Aspirin. Der hohe Gehalt an Gingerole, das in seiner chemischen Struktur dem Aspirin ähnelt, hemmt die Zusammenballung von Thrombozyten. Dadurch verringert sich das Risiko von Blutgefäßverschlüssen und Arteriosklerose –und das ganz ohne Nebenwirkungen.
Eine dänische Studie hat zudem herausgefunden, dass 5 Gramm frischer Ingwer täglich die Anfälligkeit gegen Thrombose und Schlaganfälle verhindert.
Ingwer als Gurgelmittel bei Halsentzündungen
2 Tropfen Ingweröl auf 1 Teelöffel (5 ml) Wodka geben und mit heißem Wasser verdünnen. Etwas abkühlen lassen und dann zum Gurgeln bei Halsentzündungen verwenden.

Ingweröl selbst gemacht
Wärmendes, die Durchblutung förderndes Ingweröl ist leicht herzustellen. Dafür reibt man frischen Ingwer und presst durch ein Mulltuch den Saft aus. 1 Teil Ingwersaft mischt man mit 5 Teilen eines guten Öls, zum Beispiel Mandel- oder Jojobaöl. Dieses Öl soll helfen bei rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden, Nackensteifigkeit und Kopfschmerzen, die von Verspannungen herrühren. Die betroffenen Stellen sanft mit dem Öl einmassieren.
Regelmäßiger Verzehr: Damit Ingwer seine volle Wirkung entfalten kann, sollten wir ihn am besten täglich essen. In der asiatischen Küche finden sich unzählige Rezeptideen, was alles mit der gesunden Knolle kombiniert werden kann. Ingwer passt nämlich nicht nur hervorragend zu Gemüse. Auch Fisch- und Fleischgerichte bekommen durch seinen fruchtig-scharfen Geschmack häufig erst die richtige Würze. Eine andere asiatische Alternative ist Sushi. Zu den kleinen Fisch- und Gemüsehappen wird immer eine große Portion eingelegter Ingwer gereicht. Egal, wie wir die Powerknolle konsumieren, in jeder Form garantiert sie uns ein längeres und gesünderes Leben.




Äußere Anwendungen – Bäder, Wickel und Kompressen:
Aufgrund seiner schmerzlindernden Wirkung kann ein Sud aus frischem Ingwer für Bäder oder Kompressen besonders bei rheumatischen oder Muskelschmerzen hilfreich sein. Übergießen Sie die in Stücke geschnittene Ingwerknolle mit heißem Wasser und lassen Sie den Sud etwa 15 Minuten ziehen oder leicht köcheln. Bei Muskel- und Gelenkschmerzen oder auch Verstauchungen legen Sie eine Ingwerkompresse, zum Beispiel eine mit dem Sud getränkte Mullbinde, auf die betreffende Stelle. Sie sollte möglichst noch heiß sein, es sei denn, dies ist dem Patienten unangenehm. Bei Ganzkörperbädern mit Ingwer wird der warme Sud dem Badewasser zugesetzt. Ein Ingwerbad empfiehlt sich besonders bei rheumatischen Beschwerden oder Gliederschmerzen. Es sollte eine Badedauer von 20 Minuten nicht überschreiten.
Die Wärmekraft der Ingwerknolle kann auch für Wickel genutzt werden, immer dann, wenn eine Entzündung chronisch zu werde droht, wenn verfestigte Stoffwechselprozesse wieder angeregt werden sollen. Hier kann die lang anhaltende und tiefe Wärme des Ingwers Verhärtungen auflösen und Organgebiete anregen. Ist beispielsweise eine ausklingende Bronchitis oder Lungenentzündung zum Stillstand gekommen, so kann der zähe Schleim durch Ingwerwickel auf Brust und Rücken gelockert, trockener Husten gelöst und die Lunge entlastet werden. Übergießen Sie einen gut gehäuften Löffel Ingwerpulver (auch geriebener frischer Ingwer ist möglich) mit 500 ml 70°C heißem Wasser und verrühren Sie den Sud gleichmäßig mit einem Löffel. Für Brust und Rücken je ein Innentuch in den Sud legen und anschließend in einem vorbereiteten Wringtuch zunächst die Rückenkompresse kräftig auswringen. Legen Sie die Kompresse mit der Seite auf die Haut des Patienten, auf der sich noch Teile des Ingwerpulvers befinden, und befestigen Sie es rasch mit einem eng anliegenden Außentuch. Verfahren Sie im Anschluss genauso mit dem Brustwickel. Je nach Verträglichkeit bleibt der Wickel 30 bis 40 Minuten auf der Haut. Anschließend waschen Sie restliche Ingwerkrümel ab und tragen etwas Öl auf die Haut auf, um die Haut zu beruhigen und die Wärme noch länger zu halten. Sehr wichtig ist die folgende Nachruhe für etwa eine halbe Stunde. Danach sollte der Patient möglichst aufstehen und aktiv werden. Ingwerwickel sind daher eine Anwendung für den Morgen und sollte möglichst nicht am Abend erfolgen. Weist die Haut im Bereich der Kompresse Verletzungen auf, sollte ebenfalls von der Behandlung mit Ingwerwickeln abgesehen werden. Mitunter reicht bereits ein Wickel, um den Heilungsprozess anzuschieben. Ist eine längere Behandlung nötig, dann legen Sie nach drei Tagen eine Pause ein, um dem Körper Zeit zu geben zu reagieren.
Die Möglichkeiten der Ingwerknolle, unserem Körper Gutes zu tun, sind vielfältig und gehen weit über den Gaumengenuss hinaus. Nur ein einfaches Gewürz und doch auch ein Feuer an Heilkraft. Das alte chinesische Wissen sowie neueste wissenschaftliche Erkenntnisse lassen uns bewusster die Schätze der Natur nutzen.
Literaturtipps:
§ Dr. Jörg Zittlau
Natürliche Arzneimittel
Ludwig, 2000 (Reihe Gesundheit aus der Natur)
ISBN 3-7787-3819-4
Preis: 9,95 Euro
§ Klaus Krämer
Gesund und fit mit Ingwer
Seehamer, 2000
ISBN 3-934058-12-4
Preis: 6,80 Euro
§ Joachim H. Angerstein
Ingwer die heilende Wurzel Asiens
Natürliche Rezepte für Gesundheit und Wohlbefinden
Heyne, 1999 (Reihe Heyne Esoterisches Wissen)
ISBN 3-453-15446-0
Preis: 4 Euro

Sorry, kann sein, dass das eine oder andere Rezept oben schon gepostet wurde. Ich hatte aber dieses Theme jetzt erst entdeckt.
Beate :wink:

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Ayurvedisches Ingwer Wasser

Beitragvon Angelika » 13. Jan 2007, 19:40

Ayurvedisches Ingwer - Wasser

1 l Wasser mit frischem kleingeschnittenen Ingwer ( Menge nach Belieben ) 10-15 min. kochen.

Das heiße Ingwerwasser hat eine reinigende Wirkung und fegt die Schlacken aus dem Körper. Es sollte in kleinen Schlucken getrunken werden.


mfg
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Gingkoblatt
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Ingwer

Beitragvon Gingkoblatt » 7. Feb 2007, 18:08

Angelika hat geschrieben: ...
Erhöhten Blutdruck ... senken ...


bist du dir da sicher??? Ich dachte Hypertonie sei eine Kontraindikation für Ingwer? Ist nicht böse gemeint, sondern echte Neugier. Am liebsten mit Quellenangabe zum Nachlesen
:wink: Gingkoblatt
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Beitragvon Angelika » 7. Feb 2007, 21:38

hmm, die Quelleangabe fällt mir im Moment nicht mehr ein, ist ja schon ein paar Jahre alt :-?

aber hier findest du auch was darüber

http://www.hiv-wechselwirkungen.de/index.php?id=4828

Viele Grüße
Angelika

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Re: Ingwer Allergie

Beitragvon Kräuterfee » 7. Feb 2007, 23:30

Gingkoblatt hat geschrieben:
Angelika hat geschrieben: ...Erhöhten Blutdruck ... senken ...


bist du dir da sicher??? Ich dachte Hypertonie sei eine Kontraindikation für Ingwer? Ist nicht böse gemeint, sondern echte Neugier. Am liebsten mit Quellenangabe zum Nachlesen


Hallo, liebes Gingkoblatt,

Kontraindikation gegen erhöhten Blutdruck - warum denn ?
Nur weil Ingweranwendungen z.B. innere Erwärmung(aufgrund der Verstoffwechslung bringen und "in gewisserweise "eine Blutzirkulation" anregen könnte" etc...?)
Warum eine Kontraindikation bei bestehender Hypertonie ? - Wenn, dann eine Kontraindikation/Gegenanzeige, dann in erster Linie bei Gallensteinleiden.
Kannst Du bitte erklären in welchen Zusammenhang genau, Du das meinst ? (kann diesbezüglich dies hier so ganz allgemein in den Raum gestellt, nichts nachvollziehen)

Und bitte nicht vergessen: Ingwer + Allergie !!! - Da gibt es so einige "Persönchen", die davon betroffen sind und es nicht erkannt wird - und das Leid der unaufgeklärten Diagnose - und deren FOLGEN zu spüren bekommen(allergische Reaktionen und deren sehr vielfältigen, bekannten Folgen). ;-)
MfG
Kräuterfee



   

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