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Knoblauch - Allium sativum

nur für Kräuter & Pflanzen die Heilwirkung besitzen

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Knoblauch - Allium sativum

Beitragvon Kräuterfee » 13. Nov 2003, 18:45

Knoblauch - Allium sativum

Inhaltsstoffe: Schwefelverbindungen, mit dem Hauptbestandteil Allicin
Wirkung: antibakteriell, antimykotisch, lipidsenkend, hemmung der Thrombozytenaggregation, Verlängerung der Blutung- und Gerinnungszeit, Steigerung der fibrinolytischen Aktivität
Anwendungen: Preßsaft, Pulver, Ölmaterate bei erhöhten Blutfettwerten, zur Prophylaxe altersbedingter Gefäßveränderungen
Traditionell: zur Förderung der Durchblutung, Verdauung, Wurmerkrankungen
Wechselwirkungen: teilweise siehe unten
Nebenwirkungen: selten Magen-Darm-Beschwerden oder allergische Reaktionen
Zuletzt geändert von Kräuterfee am 19. Mai 2005, 16:24, insgesamt 1-mal geändert.
MfG
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Beitragvon Kräuterfee » 13. Nov 2003, 18:46

Knoblauchschnaps

1 EL gepreßter oder kleingeschnittener Knoblauch
50 ml 70%-igen Alkohol
abgekochtes, erkaltetes Wasser

Knoblauch mit dem Alkohol vermischen, 2 Wochen ziehen lassen, dabei täglich 1x schütteln.
Danach abseihen und mit dem erkalteten Wasser auf 100 ml auffüllen.
Täglich 15-20 Tropfen, hilfreich bei Altersherz und Herzschwäche.
MfG
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Knoblauchtinktur

Beitragvon Kräuterfee » 14. Nov 2003, 17:40

Knoblauchtinktur

250 g Knoblauch klein schneiden und 14 Tage bei 30 Grad in Alkohol stehen lassen, abfiltern.
Dosis: 10-15 Tropfen vor jeder Mahlzeit als Kur, bei Erkältungen 20 Tropfen, bei schwer heilenden Wunden diese mit Wattebausch betupfen - diese Tinktur kann man auch gut mit Honig vermischen.
MfG
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Knoblauchwein nach Künzle

Beitragvon Kräuterfee » 15. Nov 2003, 10:55

Knoblauchwein nach Künzle

3-4 ganze Knoblauchzehen werden kleingeschnitten, in 500 ml Wein gesotten und abgeseiht.
Täglich nüchtern 1 Glas voll trinken.
Hilfreich bei Bluthochdruck und zum Ausleiten von Nierensteinen.
MfG
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Knoblauch-Zitronen-Öl

Beitragvon Kräuterfee » 27. Nov 2003, 20:12

Knoblauch-Zitronen-Öl

3 frische Knoblauchzehen pressen, mit 3 EL Olivenöl und dem Saft einer großen unbehandelten Zitrone verrühren.
Dosierun: Mit 1 Tl dieser Mischung spült man 3x täglich möglichst lange die Mundhöhle aus. Die Lösung wird anschließend geschluckt.
Hilft bei Halsentzündung, Mandelentzündung.
MfG
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Knoblauchhonig

Beitragvon Kräuterfee » 29. Nov 2003, 17:42

Knoblauchhonig

Zwei Knoblauchzehen durchpressen, mit 3 EL Honig vermengen; täglich 2-3x 1 EL voll einnehmen.
Hilfreich bei Husten, Bronchitis, Bronchialkatarrh.
MfG
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Noch ein Knoblauchhonig

Beitragvon Kräuterfee » 30. Nov 2003, 12:22

Noch ein Knoblauchhonig

1 TL Honig auf 500 ml Wasser aufkochen, gehackte Knoblauch zufügen, nochmals aufkochen.
Lauwarm und löffelweise trinken; hilfreich für Leber, Nieren und Magen.
MfG
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Knoblauchbranntwein

Beitragvon Kräuterfee » 7. Dez 2003, 12:49

Knoblauchbranntwein

Knoblauch in dünne Scheiben schneiden, so daß es eine Menge von 6 EL ergibt. Diesen dann in ein verschließbares Gefäß füllen und mit 1 l Branntwein übergießen. Täglich gut schütteln und den Ansatz 12 Tage durchziehen lassen.
Hilfreich bei Luftwegskatarrh; 20 Tropfen vor dem Essen nehmen.
MfG
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Beitragvon Kräuterfee » 19. Mai 2005, 16:23

Und wer weiss denn schon diese Wechselwirkungen von Knoblauch ?
dass unter Macumar-Einnahme ebenfalls eine erhöhte Blutungsgefahr besteht ?
und dass ebenfalls hier auch die Wirkung von Nifedepin (Blutdruckmittel) verstärkt wird ?
MfG
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Knoblauch roh - Knoblauch gekocht

Beitragvon Kräuterfee » 30. Dez 2005, 09:55

Frischer Knoblauch enthält ca. 1% Alliin.

Kocht man Knoblauch, entsteht aus Allicin und Allylsulfensäure Ajoen (eine Organoschwefelverbindung).
Ajoen ist es mit zu verdanken, daß die Blutgerinnung gehemmt wird (durch Senkung des Fibrinogenspiegels; Hemmung der Plättchenaggregation). Ajoen besitzt wie Diallyldisulfid(etsteht wenn ein Sulfonium-Ion hydrolysiert) und Allicin eine zytotoxische Wirkung. Ajoen hemmt die Zellwucherung der Leukozyten.

Das was stinkt, ist das Allicin, das übrigens u.a. beim Schneiden entsteht. Allicin ist unbeständig und zerfällt in verschiedenen schwefelhaltige Verbindungen. Das Allicin tötet bestimmte Bakterienarten ab und hemmt die Zellwucherung bestimmter Tumorzellen (lymphoide ~).

In der unverletzten Zwiebel ist Alliin und das Enzym Alliinase enthalten, das nicht stinkt, erst durch Verletzung des Gewebes der Pflanzenzelle.. (so schützt sich die Pflanze gegen Fraßfeinde). Alliinase spaltet Alliin und als Hauptprodukt entsteht Allicin.

So ergeben sich logischerweise die Unterschiede bei der Verarbeitung, wenn's mal mehr oder weniger nach Knoblauch stinkt... :-D
MfG
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