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Walnuß, Walnußblätter

nur für Kräuter & Pflanzen die Heilwirkung besitzen

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Lea
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Walnuß, Walnußblätter

Beitragvon Lea » 5. Sep 2002, 22:19

Hallo,
hab gelesen, wenn man sich einen Sud von Walnußblättern kocht und auf´s Gesicht macht, bräunt sie leicht.
Kann man wirklich mit Walnußblättertee das gesicht etwas bräunen, hab nämlich sehr blasse Haut. :sad:
Lea


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 6. Sep 2002, 10:41

Juglans regia L. - Die Walnuß
- enthält Gerbstoffe, die adstringierend wirken, Flavonoide, Phenolcarbonsäuren, Ascorbinsäure und ätherisches Öl
- enthält Naphtochinone (Juglon), Juglon färbt die Haut braun - ältere Blätter und grüne Walnussschalen enthalten es - daher wird es in der Kosmetikindustrie bei Shampoos eingesetzt
- wird angewendet bei Hauterkrankungen
- wirkt fungistatisch (hemmt die Pilzvermehrung)
- man kann Textilien gelbbraun damit färben

Auf die Haut ? Ich habe gegen Mücken mich immer mit dem Absud der Blätter eingerieben - da wurde die Haut nicht braun (ich roch aber dementsprechend herb :lol: )
Ich wüßte nicht, wie stark noch der Absud sein soll, oder ob man besser dafür einen Ansatz mit Öl machen sollte...
MfG
Kräuterfee

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Ursula
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Walnußschalen

Beitragvon Ursula » 6. Sep 2002, 11:07

Hallo Lea,

ich habe lange einen alten Walnußbaum in der Nachbarschaft gehabt. Die Nüsse am Baum sind noch in grüne Schalen gehüllt sind.
Sind die Nüsse reif, platzen die Schalen zum Teil auf und vertrocknen langsam. Diese Schalen färben heftig - schwarz bis dunkelbraun und riechen aber auch nicht unbedingt lecker.

Haut damit färben, ich weiß nicht :???: , habe die Erfahrung gemacht, das die Farbe der (grünen) Walnußschalen zwar bombig hält, aber auch ziemliche Flecken hinterläßt.


Ursula :)

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Lea
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Beitragvon Lea » 6. Sep 2002, 12:38

Ich zitiere mal:
Walnußschalen: Die pulverisierten Walnußschalen dienen in der Naturkosmetik wegen des darin enthaltenen braunen Farbstoffes als Haarfärbemittel oder zum färben von Kosmetika (Cremes). Walnußschalen- Extrakt und- Öl werden in Ölen verarbeitet, die die Haut für kurze Zeit bräunlich färben.
Von einem Naturkosmetikbuch

Ralle
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Beitragvon Ralle » 6. Sep 2002, 21:06

hm..einen versuch wäre es wert....nur aufpassen das es nicht so unschön fleckig wird


schwarzteeextrakt im badewasser macht auch bischn braun wenn mans 1-2x die woche macht.

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Ursula
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Beitragvon Ursula » 6. Sep 2002, 21:18

Hallo Lea,

im Netz gibt es sehr wenig Infos zu dem Thema. Hier habe ich etwas gefunden:

Walnußschalenöl, Wirkstofföl
Der enthaltene Braunton wird zum Färben von Kosmetik verwendet, da es auch für kurze Zeit die Haut bräunlich färbt. Sehr fettes Öl, besonders für rückfettende Duschgels geeignet.



Und die Kosmetikfirma Hildegard Brauckmann hat eine Creme dazu im Angebot. 8)

Ursula


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Ursula
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Beitragvon Ursula » 22. Sep 2002, 17:15

Haarfärbemittel

Um graues Haar braun oder schwarz zu färben, werden eine Handvoll grüne Schalen von Baumnüssen (Walnüsse) in 1 Liter Wasser bis etwa zur Hälfte eingekocht und durchgesiebt. Nachdem das Haar mit Seifenwasser gründlich gereinigt worden ist, taucht man eine Bürste in obigen Absud und bürstet so das Haar, bis die gewünschte Färbung eintritt. Je dicker die Flüssigkeit ist, um so dunkler werden die Haare. Die Masse darf aber nicht zu dick werden, weil sich sonst Verharzung bemerkbar macht.

Rotes Haar bekommt dunklere Färbung, wenn man es täglich mit einer in Franzbranntwein angefeuchteten Bürste durchkämmt.

Blondes Haar kann hellbraun gefärbt werden, indem man es von Fett ganz befreit und dann mit einer Auflösung von 8 g Pottasche (Kaliumcarbonat) in 1/2 kg Rosenwasser mit einer Bürste anfeuchtet und an der Luft gut trocknen läßt. Diese Anwendung wiederhole man täglich einigemal, bis die gewünschte Farbe erreicht ist. Selbstverständlich müssen in allen Fällen die Haare von Zeit zu Zeit wieder frisch gefärbt werden, es gibt kein Mittel, das mit einmaliger Anwendung für immer wirkt.

Alle hier genannten Rezepte sind unschädlich.

Quelle: ???

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 30. Okt 2002, 18:00

Walnuß enthält Gerbstoffe und Juglon und wirkt adstringierend.
Verwendet wird er äußerlich bei leichten Entzündungen der Haut und bei Hyperhidrose, traditionell auch bei chronischen Hautkrankheiten, Magen-Darm-Entzündungen, als Blutreinigungsmittel, zum Haare färben und in der Homöopathgie gegen Akne und nässende Hautekzeme.

Walnußblättertee

Die Blätter desd Walnußbaumes werden traditionell zur Blutreinigung und Entgiftung eingesetzt. Ein Walnußblättertee hilft z.B. auch bei einem Kater.

Dafür eine Handvoll frische Walnußblätter klein schneiden und in eine Karaffe geben. Mit kochendem Wasser überbrühen und ca. 10 min ziehen lassen. Abseihen und die Pflanzenrückstände auspressen. Den Walnußtee mit etwas Honig süßen und in kleinen Schlucken möglichst warm trinken.

Rezept-Quelle: Praxis täglich vom 30.10.2002
MfG
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Morgane
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Beitragvon Morgane » 31. Okt 2002, 07:58

Hallo Kräuterfee!

Dazu hätte ich nochmal eine Frage. Ich habe auch hin und wieder mal einen kurzen Anfall von Hautproblemen (früher hatte ich das nie! so lange ich die Pille nahm wußte ich nicht mal, wie ein Pickel ausschaut - seit ich sie nicht mehr nehme, plagen mich die Dinger schon öfters mal :( ).

Wenn es (wie jetzt gerade) mal wieder schlimmer ist und ich so einen Walnußblatt-Tee machen möchte, wann sammle ich die Blätter dazu? Gehen die braunen, schrumpeligen Blätter, die jetzt am Ast noch hängen auch noch?? Oder sollte man nur die grünen im Frühjahr dazu verwenden?

Danke schonmal im Vorraus!
Liebe Grüße :wink:
Morgane

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Walnußblätter

Beitragvon Kräuterfee » 31. Okt 2002, 08:16

Hallo Morgane,

in diesen Jahr hat es nur so bei uns Walnußblätter gerieselt. :sad: Das Wetter war naß und feucht, viele Blätter waren befallen.
Jetzt ist es eh zu spät zum Sammeln. :(
Wenn, dann sehen sie frisch grün so ähnlich wie die grüne Nußschale aus. In dieser Zeit finde ich sie am Besten zum Sammeln. Dann kann man sie nehmen. Natürlich auch noch später, aber die Blätter sollten nicht befallen sein und ein frisches Aussehen haben.
Ansonsten kaufen.
MfG
Kräuterfee

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Beitragvon Kräuterfee » 6. Nov 2002, 13:11

Walnußtinktur

20 Walnüsse schälen, vierteilen und in in ½ l 38%igen Korn einlegen. An einem warmen Ort aufbewahren und täglich 1 x schütteln. Man sieht in der Flasche immer einen weißen Ansatz. (Dauer des Ansatzes 4 Wochen).
Wirkt äußerlich bei Akne und Fusspilz, innerlich bei Magen und Darmpilz.
Die Einnahme erfolgt pur, man nimmt 3 x täglich 1 TL

Leider weiß ich nicht mehr, ob es grüne Walnüsse waren oder reife. :eek:
Ich kenne nämlich einen Likör mit grünen.
Rezept suche ich demnächst mal raus. ;)

Quelle ?
MfG
Kräuterfee

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Beitragvon Kräuterfee » 6. Nov 2002, 18:25

Wallnuß-Tinktur nach Pater Simon

Grüne Wallnüsse mit einer Nadel einstechen und 10 Tage in Branntwein stehen lassen.
2x täglich ja 1 Gläschen trinken. Gut für die Verdauung.
MfG
Kräuterfee

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Walnußbranntwein

Beitragvon Kräuterfee » 6. Dez 2003, 09:43

Walnußbranntwein

20 grüne Früchte vierteln und in eine Flasche mit weitem Hals füllen oder einem entsprechend großem verschließbarem Glas und mit 1 l Branntwein auffüllen. Das Gefäß verschließen und 3-4 Wochen an die Sonne oder im Warmen (Ofennähe) stehen lassen, abseihen.
1 TL bei Magenschwäche, je nach Bedarf einnehmen.
MfG
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Walnußbranntwein zur Beruhigung, Entspannung und Nervenstärk

Beitragvon Kräuterfee » 7. Dez 2003, 12:51

Walnußbranntwein zur Beruhigung, Entspannung und Nervenstärkung

4 EL fein geschnittene, junge Früchte oder junge Blätter mit 1 l Branntwein übergießen und 3 Wochen ziehen lassen, abfiltern und je 1 Gläschen nach den Hauptmahlzeiten und bei Müdigkeit trinken.
Quelle: Rezept nach Pater Simon
MfG
Kräuterfee

vibesman

Beitragvon vibesman » 16. Feb 2005, 12:03

gibt es getrocknete walnussblätter und kann man mit denen genauso einen teeaufguss machen zum trinken...ich möchte mich damit entgiften?



   

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