Kann Meniskusschaden heilen ohne OP?

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Kann Meniskusschaden heilen ohne OP?

Beitragvon Anga am 5. Jan 2006, 09:19

Bei mir wurde (über MRT) ein innerer Meniskusschaden am Knie festgestellt. Daher hatte ich auch seit mehreren Jahren immer wieder Schwellungen und Schmerzen nach längeren (vor allem Abwärtssteigungen) Gängen bzw. Wanderungen (auch kleineren, eben wenn es zu viel abwärts ging). Nun habe ich ganz viel versucht, meinem Körper bei einer Heilung zu helfen: Entgiftung, Gewichtsabnahme, Verbesserung der ERnährung, Zahnaustestung,Akupunktur. Zur Zeit (mit 7 kg weniger) geht es meinem Knie auch wesentlich besser! Allerdings habe ich es auch geschont, was das Abwärtsgehen angeht.
Meine Frage: Habe ich Chancen, dass der Meniskusschaden vielleicht von alleine heilt, oder muss soetwas auf jeden Fall operiert werden? Was genaueres über den "Schaden" kann ich leider nicht sagen, werde aber heute meinen Orthopäden nochmal genau fragen. Er ist natürlich dafür, "dass man da mal reingucken müsste" (Arthroskopie), um Genaues festzustellen.
Anga
 
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Moin

Beitragvon SeeBär am 5. Jan 2006, 11:36

Moin Anga.
Um Dir natürlich richtig helfen zu können, müsste auch ich als HP natürlich vorerst die MRT Bilder wie auch ggf. Röntgenbilder / Sonografische Darstellung etc. sehen...
Es stellt sich die Frage ob ein traumatischer Schaden ( z.B. bedingt durch einen auch länger zurückliegenden Unfall, Sportschaden o.ä. ) oder ein Verschleißdefekt vorliegt - und wie ausgeprägt dieser Defekt/Schaden eigentlich ist.
Natürlich wird jeder Orthopäde und Chirurg Dir gleich eine Arthroskopie inclusive sogenannter "Gelenktoilette" nahelegen...dann sind aber meißt die Beschwerden nach dem Eingriff auf Dauer noch ärger....z.B. rezidivierende Ergüsse, Schwellung & Schmerzen..
Naturheilkundlich können -insbes. bei Verschleiß - andere Verfahren angebracht sein...von Schallwellen, Magnetfeldbehandlung, Blutegelbehandlung, Homöopathie, Injektion mit Teufelskrallenpräparat und und und....
Bei sehr ausgeprägtem Verschleißdefekt kann auch eine Chondrozytentransplantation helfen...d.h. es werden Dir gesunde Knorpelzellen entnommen, neues Knorpelgewebe angezüchtet und in das Kniegelenk zurück injeziert...das ist aber so ziemlich das teuerste Verfahren und muss in den meisten Fällen selbst finanziert werden.
Du bist bereits auf einem guten Weg - z.B. Gewichtsreduktion und Ernährung - solltest aber dennoch eine Kollegin / einen Kollegen aufsuchen, die/der sich naturheilkundlich Deines Knieproblems annimmt.

Einen lieben Gruß vom Meer
SeeBär :wink:
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Re: Kann Meniskusschaden heilen ohne OP?

Beitragvon paul am 5. Jan 2006, 23:02

Anga hat geschrieben:Bei mir wurde (über MRT) ein innerer Meniskusschaden am Knie festgestellt. ...Meine Frage: Habe ich Chancen, dass der Meniskusschaden vielleicht von alleine heilt, oder muss soetwas auf jeden Fall operiert werden? ...


Wenn es ein größerer Schaden am Meniskus ist, ist eine konservative Behandlung erfahrungsgemäß nicht sehr erfolgsversprechend. Bei kleineren Einrissen kannst Du es mal mit Haifischknorpelextrakt probieren (hochdosierte und langfristige Einnahme erforderlich!).
Gruß: Paul
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Beitragvon abraxas_64 am 6. Jan 2006, 01:02

Hallo Anga,

dadurch, dass ich beruflich als Physiotherapeutin arbeite, habe ich fast täglich mit Meniskusschäden (und ähnlichem) zu tun.

Meine Erfahrung ist Folgende:

In *leichteren Fällen* kann man sicher noch einiges durch Gewichtsreduktion, Ernährungsumstellung oder naturheilkundliche Behandlungen bewirken.

Gute Erfahrungen habe ich da mit manuellen Anwendungen, Pendelübungen und jeglicher Bewegung ohne Belastung (z.B. im Wasser oder auf dem Ergometer im niedrigen Gang) gemacht.

Wenn die Beeinträchtigung sich aber schon über viele Monate zieht, der organische Schaden sehr ausgeprägt ist und durch konservative Behandlungsmöglichkeiten nicht zu verbessern ist, ist in meinen Augen doch eine Arthroskopie das Mittel der Wahl.

Fast alle meiner Patienten waren danach ihre Beschwerden los und heilfroh, endlich wieder ein *ganz normales* Leben führen zu können.

Obwohl ich *Seebär* auf Grund dessen, was ich bislang hier von ihm gelesen habe, sehr schätze, kann ich seine Beurteilung nicht teilen.

Dass nach einer arthroskopischen Knie-OP derartige Knieprobleme entstehen, ist - nach meiner Erfahrung - die absolute Ausnahme.

Probleme entstehen eher, wenn sich durch langjährige Schmerzen eine Schonhaltung oder Ausweichbewegungen einstellen.

Dann passiert es schon mal, dass jemand, der eigentlich nur ein *kaputtes Knie* hatte, auf einmal ganz hartnäckige Rücken- oder Hüftbeschwerden bekommt.
Oder eben auch, dass man immer mal wieder einen Kniegelenkserguss bekommt, wenn man sich *übernommen* hat.

Lass Dich doch noch mal von einem Orthopäden Deines Vertrauens beraten, und wenn Du Dich zu einer OP entschließt, bestehe darauf, dass Du anschließend eine kompetente physiotherapeutische Nachbehandlung bekommst.

Die ist einfach wichtig, um das *Muskelkorsett* so zu stärken, dass Dein Knie auch in Zukunft alles das mitmacht, was Du Dir von ihm erwünschst !

Liebe Grüße und viel Erfolg

Bärbel :)
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Beitragvon Anga am 7. Jan 2006, 16:25

Hallo Seebär, Paul und Bärbel!
Ich danke Euch sehr für Eure hilfreichen Antworten! Ich werde alles mit meinem Orthopäden (zu dem ich großes Vertrauen habe, was bei mir und v.a. Orthopäden gegenüber nicht selbstverständlich ist...) besprechen, auch das mit dem Haifischknorpelextrakt. Vor allem natürlich, wie große der Schaden tatsächlich ist. Aber es ist ja schon so, wie Bärbel gut beschrieben hat: bei jedem "Übernehmen" gleich ein dickes Knie..., ich werde wohl um die OP nicht drumherumkommen. Bärbels Erfahrungen (dass die Beschwerden wie Ergüsse usw. nach einer Arthroskopie eher die Ausnahme sind und dass viele Deiner Patienten froh waren, sie haben durchführen zu lassen) haben mir doch sehr Mut gemacht!
Viele Grüße von Anga
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Beitragvon paul am 7. Jan 2006, 17:11

Anga hat geschrieben:...Ich werde alles mit meinem Orthopäden (zu dem ich großes Vertrauen habe, was bei mir und v.a. Orthopäden gegenüber nicht selbstverständlich ist...) besprechen, auch das mit dem Haifischknorpelextrakt. ...


Wobei diese alternativmedizinische Therapie mit Haifischknorpelextrakt Deinem Orthopäden als Schulmediziner wohl eher nicht so geläufig sein dürfte... er wird Dir aus schulmedizinischer Sicht wohl auch die OP anraten.

Aber berichte mal wieder.
Gruß: Paul
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Beitragvon Anga am 17. Jan 2006, 09:45

Da ich jetzt längere Zeit keine Beschwerden hatte (auch durch Schonung), ist bei mir das Thema OP wieder etwas in die Ferne gerückt. Ich fragte den Orthopäden, ob ein Meniskusschaden von selbst heilen könne. Er meinte zwar, man solle nie "nie" sagen, aber erfahrungsgemäß sei der Gelenkknorpel bei über 16-jährigen nicht mehr durchblutet.
Ich werde jetzt erstmal die Akupunkturreihe zu Ende behandeln lassen (tut mir gut!) und nochmal nach gezieltem Muskelaufbau fragen.
Vielleicht hat von Euch ja noch der ein oder andere einen guten Tip, wie man vielleicht die Durchblutung im Knorpel doch etwas anregen könnte?
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Beitragvon Anga am 11. Mär 2006, 17:57

So, ich möchte mal die neuesten Untersuchungsergebnisse erzählen: endlich habe ich einen erfahrenen Operateur gefunden, der mit neuem Röntgenbild, Ultraschall und guter Befragung nun herausbekam, dass meine Patella bipartita auf dem Unterschenkelknochen reibt, was bei leicht größeren Belastungen zu Reizungen und Ergüssen führt. Das heißt, dass ich mich einer OP unterziehen werde (wird wohl auch was größeres, also mit Arthroskopie alleine ist das vielleicht nicht getan). Jedenfalls will ich mit 44 Jahren auch mal rennen dürfen, wenn mir sonst der Bus wegfährt, oder tanzen oder wandern. Das könnte ich nämlich sonst nicht mehr, ohne immer ein dickes Knie zu kriegen, was wiederum den Knorpel schädigt.
Ich komme dann bald nochmal auf Euch zurück, wenn es darum geht, mich möglichst gut auf die OP vorzubereiten. Vielleicht hat ja jetzt schon jemand Tipps, wie man die Heilung unterstützen kann...
Anga
 
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Knorpelschaden/fehlender Knorpel/Knie

Beitragvon rine am 15. Dez 2006, 10:24

Hallo!
Ich hänge mich mal hier an den Kniethread ran ;)

Leider macht sich in letzter Zeit wieder sehr stark mein Knie bemerkbar. Aufgund einer Fehl-OP vor neunzehn Jahren, habe ich unter der einen Kniescheibe keinen Knorpel mehr. Aufgrund einer (falsch diagnositzierten) habituellen Patella-Luxation, dei nach Hauser-Roux (Versetzen des bänderansatzes) behandelt wurde, sitzt die Kniescheibe so, dass der gesamte Knorpel dort jetzt nahezu weg ist.
Drumherum ist wunderbarer, nicht altergemäß frischer fitter Knorpel, abet direkt hinter der Kniescheibe ist nichts. Eine unangenehme Sache, gegen die ich gerne etwas tun würde.

Würde auch hier der Haifischextrakt eine Chance haben oder eher nicht?

Ich sehe auch ein Problem, weil die Reibung ja nicht beseitigt werden kann, mir wurde sehr massiv von mehreren Seiten (Ortopäden) von einer korrigierenden OP abgeraten., insofern bräuchte ich ja im Prinzip eine Dauermedikation für die nächsten fünfzig Jahre zum Aufbau, mal kritisch gedacht.
Viele Grüße,
Rine

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