Hallo Anga,
dadurch, dass ich beruflich als Physiotherapeutin arbeite, habe ich fast täglich mit Meniskusschäden (und ähnlichem) zu tun.
Meine Erfahrung ist Folgende:
In *leichteren Fällen* kann man sicher noch einiges durch Gewichtsreduktion, Ernährungsumstellung oder naturheilkundliche Behandlungen bewirken.
Gute Erfahrungen habe ich da mit manuellen Anwendungen, Pendelübungen und jeglicher Bewegung ohne Belastung (z.B. im Wasser oder auf dem Ergometer im niedrigen Gang) gemacht.
Wenn die Beeinträchtigung sich aber schon über viele Monate zieht, der organische Schaden sehr ausgeprägt ist und durch konservative Behandlungsmöglichkeiten nicht zu verbessern ist, ist in meinen Augen doch eine Arthroskopie das Mittel der Wahl.
Fast alle meiner Patienten waren danach ihre Beschwerden los und heilfroh, endlich wieder ein *ganz normales* Leben führen zu können.
Obwohl ich *Seebär* auf Grund dessen, was ich bislang hier von ihm gelesen habe, sehr schätze, kann ich seine Beurteilung nicht teilen.
Dass nach einer arthroskopischen Knie-OP derartige Knieprobleme entstehen, ist - nach meiner Erfahrung - die absolute Ausnahme.
Probleme entstehen eher, wenn sich durch langjährige Schmerzen eine Schonhaltung oder Ausweichbewegungen einstellen.
Dann passiert es schon mal, dass jemand, der eigentlich nur ein *kaputtes Knie* hatte, auf einmal ganz hartnäckige Rücken- oder Hüftbeschwerden bekommt.
Oder eben auch, dass man immer mal wieder einen Kniegelenkserguss bekommt, wenn man sich *übernommen* hat.
Lass Dich doch noch mal von einem Orthopäden Deines Vertrauens beraten, und wenn Du Dich zu einer OP entschließt, bestehe darauf, dass Du anschließend eine kompetente physiotherapeutische Nachbehandlung bekommst.
Die ist einfach wichtig, um das *Muskelkorsett* so zu stärken, dass Dein Knie auch in Zukunft alles das mitmacht, was Du Dir von ihm erwünschst !
Liebe Grüße und viel Erfolg
Bärbel
