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Johanniskraut, Hypericum perforatum

  • Volkstümliche Namen: Wundskraut, Konradskraut, Johannisblut, Jesuwundenblut, Hartheu, Blutkraut
    Pflanzenfamilie: Johanniskrautgewächse, Hartheugewächse [Hypericaceae]
    Vorkommen: fast ganz Europa;
    Wächst: von Juni bis September
    am Besten am/um den Johannistag ernten
  • Das Johanniskraut ist in Europa, vor allem aber in Mitteleuropa verbreitet, sowie in Westasien und Nordafrika.

    Es bevorzugt sonnige und trockene Plätze, so z.B. Trockenrasen, lichte Wälder, Wegränder, Berghänge und Mauern.

    Die Synonyme Johannisblut oder Blutkraut werden der Pflanze einer Legende nach verliehen: Angeblich soll das Blut des Täufers Johannes für das Entstehen des Krautes verantwortlich gewesen sein.

    Das Hypercin ist der Hautptwirkstoff der Pflanze. Es lindert Depressionen und entspannt die Nerven. Die Flavonoide besitzen ebenfalls eine ausgleichende Wirkung auf die Psyche und beruhigen gleichzeitig den Magen- Darmtrakt.

    Die ätherischen Öle äusserlich angewandt, verschaffen Linderung bei Hautverletzungen jeglicher Art, sowie bei Hexenschuss und Rheuma.
    Innerlich beruhigt es den nervösen Magen. Die Gerbstoffe stärken das Herz und fördern die Durchblutung.

    Bei längerer Anwendung kann das Hyperizin eine Lichtempfindlichkeit auslösen, daher sollte das direkte Sonnenlicht vermieden werden.
  • Beschreibung:

    Das bis zu einem Meter hoch werdende Johanniskraut ist eine ausdauernde, kahle Staude.
    Der aufrechte, zweikantige Stengel ist im oberen Teil sehr verzweigt.
    Die ganzrandigen Blätter sind gegenständig, sitzend am Stengel angebracht und besitzen eine linealische bis eiförmige Form. Hält man sie gegen das Sonnenlicht, so scheinen kleine, helle Punkte durch. Dies sind kleine Drüsen, die ein Sekretgemisch aus ätherischem Öl und Harz beinhlalten. Die goldgelb leuchtenden Blüten sind in Scheindolden angeordnet. Auf der Spitze von langen Stielen sitzen die Einzelblüten mit fünf Kelchblättern, sowie fünf elliptischen Kronblättern. Die Blüten sind mit rötlichen Drüsen druchzogen. Zerreibt man sie zwischen den Fingern, so verfärben sie sich rot.
    Das Kraut besitzt sehr zahlreiche Staubblätter und drei bis fünf Griffel.
    Die Frucht ist eine eiförmige Kapsel, die sehr viele Einzelsamen enthält.

  • Hauptwirkstoffe:

    Inhaltsstoffe: Hypercerin, Hyperforin, ätherisches Öl, Flavonoide und Xanthone
    Verwendung. Äußerlich als Öl gegen verletzungen, Verbrennungen 1. Grades, Muskelschmerzen (Myalgien), innerlich bei psychovegetaiven Syndromen, Depressionen, Angst, innerer Unruhe
    Traditionell auch bei Leber- und Galleerkrankungen
    Homöopathisch bei Nervenverletzungen und ~schmerzen, Wundheilmittel und bei depressiven Zuständen
    Nebenwirkungen: Photosensibilisierung durch das Hypercerin

    Der Wirkstoffgehalt der Pflanzen schwankt stark.
    Tipp: Besonders geeignet sind Pflanzen, bei denen man optisch den Wirkstoff erkennt. Es gibt welche mit hellen Sekretblättern und welche mit dunklen (durch das violettrote Hypercerin). Der Wirkstoff hängst stark von der Jahreszeit ab (empfohlen ist der Johannistag). Gesammelt wird das H. perforatum. Es gibt jedoch viele andere H.-arten, wobei eben gesagtes zu beachten gilt. So hat z.B. H. calycinum eine Gartensorte nur helle Sekretblätter; während H. tetrapterum (Flügeljohanniskraut) auch schon die gleichen Mengen wie H. perforatum aufweisen kann. Weitere Arten: H. pulchrum (Schönes Johanniskraut), H. hirsutum (behaartes Johanniskraut) etc.
  • Anwendung:

    · Depressionen

    · Schlafstörungen

    · nervöse Magen- Darmreizungen

    · Verbrennungen

    · Verstauchung und Hexenschuss

    · Rheuma

    · Wundheilung

    · Bettnässen


    Das Johanniskraut wird entweder als Tee, Öl oder Tinktur äusserlich sowie innerlich verabreicht.
  • Sammelzeit:

    Blüten von Juli bis September
    Pflanze / Blätter von Juli bis August


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