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Aloe Vera, Aloë barbadensis Miller

  • Volkstümliche Namen: Aloe
    Pflanzenfamilie: Liliengewächse [Liliaceae]
    Vorkommen: Mitteleuropa; Südosteuropa; Holland; Dänemark;
    Wächst: von Januar bis Dezember
    ganzjährig; nicht winterhart
  • Aloë soll aus dem arabischen Alloeh, hebräischen halal (glänzend, bitter) abstammen.
    Selbst Alexander der Große hat die Wirkung der Aloë Socotrina (nach der Insel Sokotra benannt) erkannt. Damit trieb man eifrig Handel.
    Auch bei Diskruides ist sie erwähnt; im alten Ägypten ebenso.
    Bei Kaiser Otto dem II. ging es daneben: Er bekam nach 16 g Aloë eine tödlich endende hämorrhagische Darmentzündung.
    Weitere Aloë-Sorten sind: Cap-Aloë, Socotra-Aloë, Natal-Aloë, indische Aloë, Curacao-Aloë und Ross-Aloë.
    Die im alten Testament erwähnte Aloe hat mit dem Aloesaft nichts gemein. Es wurde aus der Holzrinde einer indischen Pflanze (Aquilaria agallocha)gewonnen. Die Tamilen bezeichneten es als Aghil.
  • Beschreibung:

    Die Aloë gehört zu der Familie der Liliengewächse (Liliaceae; Alliaceae, Lauchgewächse).

    Die 1 bis 2 Meter hohe Pflanze mit bis zu 50 cm langen, fleischigen Blättern stammt ursprünglich aus Südafrika und Westindien. Jetzt wird sie Amerika und Spanien biologisch angebaut.
    Die Wüstenpflanze speichert in ihren fleischigen Blättern sehr viel Feuchtigkeit, sowie Enzyme, Vitamine, Proteine, Aminosäuren, Mineralien und andere wertvolle Inhaltsstoffe.

    Der Querschnitt des Blattes zeigt eine starke Hautschicht und eine dickwandige Hülle mit einer chlorophyllhaltigen Schicht.
    Aus der gallertartigen Masse wird der begehrte Aloesaft gewonnen.

  • Hauptwirkstoffe:

    - Aloine (vorwiegend Barbaloin und Isobarbaloin)
    - freies Aloë-Emodin (0,08-1%)
    - der Gehalt an Anthrachinonen schwankt stark (ebenfalls in Faulbaumrinde und Rharberberblättern und Sennesblätter/~früchten enthalten, die ebenfalls stark abführend wirken))
    Anthrachinone liegen in natürlicher Form als Glykoside vor, die erst im Dickdarm bakteriell gespalten werden.
    Wirkungen auf der Haut:
    Bei industrieller Herstellung sind Kontaktdermatien beobachtet worden (als Ursache wird das Emodin angenommen)
    mögliche Vergiftungserscheinungen:
    - stark abführend
    - es kommen bei Mißbrauch von Aloë Darmblutungen vor
    - weiterhin verursachen große Dosen schmerzhaften Stuhlgang (Tenesmus), Hämorrhoiden (von 100 Menschen erkranken 30 an Hämorrhoiden)
    - vermehrte Ausscheidung von Harn (Diurese) und Blut im Urin (Hämaturie)
    - menstruelle ~ und Uterusbluten
    - bei dauerhafter Zuführung: Störungen des Genitalapperates Anschwellen der Gebärmutter (Hypertrophie); es kann zum Abort kommen
    - Gallensekretion wird kräftig angeregt
    - Nierenentzündung
    - während der Stillzeit nur in Absprache mit dem Arzt anwenden

    In der Kosmetikindustrie wird der stabilisierende Saft gern wegen seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften verwendet.
  • Anwendung:

    Hauptsächlich für kosmetische Produkte, da sie ein ausgezeichnetes Hautmittel ist.
    Sie hilft äußerlich vorzüglich bei Sonnenbrand, Schuppenflechte, Wunden und Seborrhoe und innerlich hilft sie gegen Diabetes 2.

    Achtung:

    Es könnten Wechselwirkungen mit Hydro-Kortisoncremes auftreten. Bei gleichzeitiger Anwendung von Diabetismitteln kann der Blutdruck abfallen.
  • Sammelzeit:



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