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Bärlauch, Allium ursinum

  • Volkstümliche Namen: Bärenlauch, Waldknoblauch, Latschenknofel, Ränsel, Rams, Zigeunerknoblauch
    Pflanzenfamilie: Liliengewächse [Liliaceae]
    Vorkommen: Europa; Mitteleuropa;
    Wächst: von Januar bis Januar

  • Die alten Römer zogen den Bärlauch dem Knoblauch vor. Sie verehrten den Bärlauch und schrieben ihm heilsame Wirkung bei Bluthochdruck, Bronchitis, Hautleiden und Müdigkeit zu. Sie gebrauchten ihn fleißig, weshalb er den Namen "Roman-Salat" erhielt, woraus der Name "Rämschelen" entstanden ist.
    Der Bärenlauch hat tatsächlich etwas mit meister Petz zu tun. Denn als es bei und noch Bären in den Wäldern gab, bestand seine erste Nahrung nach dem Winterschlaf aus dem Bärlauch.
    Allgemein bekannt ist seine Verwechslungsgefahr, denn seine Blätter ähneln dem des Maiglöckchens. Der Unterschied ist aber nach dem Zerreiben unverkennbar - der Geruch nach Knoblauch.
    Alle wirksamen Inhaltstoffe wie schwefelhaltige Öle, Vitamin C und Allicin (auch ein im Knoblauch enthaltendes Antibiotikum) sind im Saft der Blätter und den Zwiebeln gespeichert.
  • Beschreibung:

    Bärlauch ist eine ausdauernde, bis 50 cm hohe Zwiebelpflanze. Seine Blätter sind grundständig, kurz gestielt, elliptisch-lanzettlich. Die Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite heller. Die Blüten sind weiß, sternförmig (Perigon), in viel- oder wenigblütigen Scheindolden auf 3kantigem Stengel. Die Fruchtkapsel ist 3fächrig und mit schwarzen Samen gefüllt. Er breitet sich durch Zwiebeln und den von den Ameisen verschleppten Samen aus. Er wächst in schattigen Wäldern mit tiefer Humusschicht. Die Zwiebeln werden im Sommer und Winter gesammelt, die Blätter im April und Mai. Ihn zu Trocknen lohnt nicht, da er dann die Wirksamkeit verliert.
    Wichtig: Es sollten zur Schonung der Pflanze auch nur ein bis zwei Blatt von einer kräftigen Pflanze entnommen werden.
    Nicht die Masse des Konsums von Bärlauch ist entscheidend, sondern die optimale Menge pro Tag liegt schon bei ca. 1g !

  • Hauptwirkstoffe:

    In der Zwiebel befinden sich schwefelhaltige Öle (übelriechende Alkalisulfide mit Alkylpolysulfiden) wie verschiedene Ajoene und Methyltrisulfid, in geringen Mengen Diallylsulfid, Vinyldisulfid, Alliciin und Vitamin C.
    In den frischen Blättern sind ebenso schwefelhaltige Öle, Alliciin und Vitamin C zu finden.
    Das Eisen (regeneriert rote Blutkörperchen ohne Stuhlverstopfung !) und der Mangangehalt im Bärlauch ist um ein vielfaches höher als beim Knoblauch. Mangan steigert die Verwertbarkeit des Vitamin B1. Der Anteil an Magnesium ist ebenfalls viel höher als beim Knoblauch. Magnesium verhindert Cholesterinablagerungen an den Gefäßwänden und beugt somit Gefäßverkalkung vor.
    Außerdem ist Magnesium wichtig für die Funktion von Enzymen und führt zur einer Entspannung der Muskulatur.
    Der Anteil an Schwefelverbindungen ist ebenfalls höher als beim Knoblauch. So werden die Cholesterine geregelt und die Verklumpung der roten Blutkörperchen verhindert.
    Im frische Kraut sind uteruswirksame Substanzen gefunden worden, die schon zu Aborten geführt haben.
    Das Vinyldisulfid kann Magenbeschwerden hervorrufen.
    Personen mit empfindlichen Magen ist daher angeraten, den Bärlauch zu hacken und vor Genuß 2-3 Stunden in Milch zu legen und schluckweise zu trinken.
    Wirkung: antibakteriell, antiphlogistisch
    Verwendung: bei Arteresklorose und Hypertonie (frisch)
    Homöopatisch: die frische Pflanze bei Verdauungsschwäche
  • Anwendung:

    - Aktivierung der Leber- und Galle (kann dadurch eineBesserung des Hautbildes hervorrufen)
    - Arterienverkalkung
    - Magen-Darm-Katarrh
    - die Blätter kleingehackt, beseitigen Verdauungsstörungen und Appetitslosigkeit
    - hoher Blutdruck kann gesenkt werden (ohne Nebenwirkungen)
    - Entschlackungsmittel
    - Thrombose
    - Gicht
    - Zucker
    - Bronchitis
    - Müdigkeit
    - Tinnitus
    - Herzrythmusstörungen
    - in der Küche als Butter, Öl, Essig, Salat, Blatgemüse, Suppe, Pesto etc.
  • Sammelzeit:

    Pflanze / Blätter von April bis Mai


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