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Johannisbrotbaum, Ceratonia siliqua

  • Volkstümliche Namen: .
    Pflanzenfamilie: Lippenblüter [Laminaceae]
    Vorkommen: Mittelamerika; tropisches Amerika;
    Wächst: von Januar bis Januar

  • Die ursprüngliche Herkunft des Johannisbrotbaums ist bis heute noch nicht 100% geklärt. Forscher vermuten, er stammt von den Arabischen Halbinseln.
    Heute ist sein Hauptanbaugebiet weitgehend der Mettelmeerraum mit seinem subtropischen Klima, wo er am optimalsten heranwächst. Vereinzelt wird er auch in Südfrankreich, Chile, Argentinien und Australien angebaut.
    Sein eigentlicher Name ist Karubenbaum. Für seine heutige Bezeichnung Johannisbrotbaum gibt es zwie Erklärungen: Zum einen ist der Johanniterorden an der Namesvergabe beteiligt. Angeblich habe dieser Orden als erstes diesen Baum planmäßig angepflanzt. Zum anderen ist er auf das Christentum zurückzuführen. Johannes der Täufer soll sich in der Wüste von seiner Frucht ernährt haben.
    Der Johannisbrotbaum gedeiht am besten in Küstennähe oder auf seeseitigen Hängen, jedoch 25km landeinwärts ist er nicht mehr oder nur noch vereinzelt anzutreffen. Bei Höhen über 500m ist er wegen der Frostgefahr nicht mehr vorzufinden.
    Der sehr widerstandfähige und anspruchslose Baum gedeiht bevorzugt auf kalkhaltigen Böden. Er hält sogar einem Salzgehalt des Bodens von 3% stand. Sehr hohe Temperaturen machen ihm nichts aus, jedoch auf Frost reagiert er sehr empfindlich. Auch während Dürreperioden überlebt er. 350-500mm Niederschlag pro Jahr reichen ihm völlig aus. Um seine Verdunstung herabzusetzen reduziert er seinen Blattbestand. Spanien ist das Hauptanbaugebiet ( 40% am Weltmarkt ) des Johannisbrotbaums. Allein hier liegt die jährliche Produktion bei etwa 120000t. Ein einziger Baum kann einen Ertrag bis zu 250kg hervorbringen.
    Die allseits beliebte süsslich schmeckende und herrlich duftende Frucht ist vielseitig verwendbar. In vielen Industriezweigen wird sie zur Herstellung diverser Produkte genutzt.
    In der Lebensmittelindustrie ist das Johannisbrotmehl, das aus dem gerösteten und zermahlenen Fruchtfleisch gewonnen wird eine wichtige Rohstoffgrundlage. Allergiker oder Migränepatienten z.B., finden in ihm einen Kakao- oder Kaffeersatz. Das gemahlene Pulver wird auch zu diversen Nahrungsmitteln verarbeitet, wie z.B. zu Keksen.
    Das Mehl wirkt darmregulierend und darmberuhigend, z.B. bei Durchfall. Es befreit außerdem von Magenschmerzen und wirkt positiv auf die Verdauung ein. Zusätzlich enthält es viele vom Organismus benötigte Vitamine und Mineralien. Durch den hohen Zuckeranteil des Fruchtfleisches ( 42-48% ) findet die Frucht bei der Konservierung von Früchten Verwendung oder bei der Herstellung von Sirup.
    Heutzutage sind jedoch die Samen der Frucht wirtschaftlich am bedeutsamsten. Durch ein spezielles Verfahren wird das Innerste des Samens, das sogenannte Endosperm, freigelegt. Sein hoher Anteil an Galaktomannanen macht es zu einem sehr guten natürlichen Gelier- und Dickungsmittel. Da dieser Inhaltsstoff sehr kalorienarem ist, ist es in sehr vielen Diätprodukten enthalten. Das Kernmehl ist ausserdem in vielen kosmetischen Produkten enthalten.
    Die Schale des Samens findet in der Chemie- und Textilindustrie Verwendung.
    Das Gewicht des Samens entspricht dem eines Karates Gold. Früher wurde er als Maßeinheit in Goldschmieden genutzt.
    Die Schale der Frucht findet wirtlschaftlich keine Verwendung und wird daher an das Vieh verfüttert.
    Auch zum Schutz vor Erosionsgefahr in Monokulturen werden die Johannisbrotbäume eingesetzt. Mit Hilfe seiner tiefen Wurzeln bewahrt er die Plantagen vor der Erdabtragung.
  • Beschreibung:

    Der immergrüne hartblättrige Johannisbrotbaum kann je nach Gegend baumartig oder nur strauchartig heranwachsen. Als Baum erreicht er eine Höhe bis zu 12m, als Strauch wird er etwa 4-5m hoch.
    Die sparrigen, dicken und langen Äste, mit ihrer stark rissigen, rauhen und graubraunen Rinde, ordnen sich zu einer breiten Krone an. Diese kann einen Durchmesser von 12-15m besitzen. Die Äste und der Stamm sind jedoch sehr unelastisch und bruchanfällig. Der langlebige Baum ( 80-100 Jahre ) wächst sehr langsam heran. Es kann daher 7-8 Jahre dauern bis er Frücht trägt.
    Die unpaarig gefiederten, ledrigen, dunkelgrün glänzenden, kurzgestielten Blätter färben sich beim Austrieb rötlich. Sie sind verkehrteiförmigen und kahl.
    Die unscheinbaren Blüten sind überall, am Stamm und an den Ästen verteilt. Diese Erscheinung bezeichnet man als Kauliflorie.
    Die Einzelblüte ist trauben- bis kätzechenförmig mit einem 5 zipfeligen Kelch. Die Krone ist nicht vorhanden. Alle Blüten sind eingeschlechtlich. Die Männliche besitzt 5 lange Staubblätter und die Weibliche einen kurzgestielten Fruchtknoten.
    Die heranwachsende grüne Frucht gleicht Feuerbohenen. Die herangereiften Schoten werden jedoch ganz hart und schwarz, bis zu 20cm lang, etwa 2cm breit und gleichen der Form nach einem Ziegenhorn.
    Das süsslich schmeckende Fruchtfleisch ist zunächst ganz weich, erhärtet aber langsam mit der Zeit. Es ist mit reichlichen rundlichen bis eiförmigen Kernen durchzogen, in dessen Inneren sich die vielseitig verwendbaren Samen befinden.

  • Hauptwirkstoffe:

    Hülsen enthalten einen hohen Zuckeranteil ( bis zu 70% ), Vitamine, Mineralien, Gerbstoffe, Eiweiß, Stärke, Fette
  • Anwendung:

    Magenentzündung
    Durchfall

  • Sammelzeit:



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