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Herzrasen beim Kind...

Suche hilfe, was tun gegen ...
Keine Frauenprobleme !

Moderator: Angelika

Phoenixa
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Herzrasen beim Kind...

Beitragvon Phoenixa » 13. Jul 2009, 18:21

Hallo,
ich habe mal eine Frage... Ist es dann auch "normal", wenn ein 13jähriges, dünnes Kind Herzrasen bekommt? Liegt das evtl. damit zusammen, das sie vegan lebt? Kann natürlich auch an ihren Gedanken liegen, das das Stress für sie ist; sie hat was gegen das Tun und Machen der Menschheit, macht sich einfach viel zu viel Gedanken und Sorgen, und das nicht nur um Menschen, sondern auch um die Natur, Tiere und alles um sie herum. Sie hasst große Menschenmengen und auch Häuser, Strommäste und so weiter und so fort, fühlt sich also zuhause - in einer Stadt - nicht wohl, aber sie kann ja schlecht irgendwo in die Natur ziehen, mit 13 Jahren.
Ausserdem mag sie weder ihre Familie noch andere Menschen; beziehungsweise nur einen anderen Menschen, eine Freundin von ihr, sonst hat sie keinerlei Beziehungen zu irgendeinem menschlichen Wesen, sondern nur zu Tieren.
Also macht sie sich selbst ziemlich viel Stress, evtl liegt das daran?

Tut mir Leid das ich jetzt einfach so was einwerfe, aber ich wollte jetzt nicht noch ein Thema zum Herzrasen erstellen...


greenbeans
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Re: Herzstolpern....

Beitragvon greenbeans » 13. Jul 2009, 18:39

Hallo,
ich habe mal eine Frage... Ist es dann auch "normal", wenn ein 13jähriges, dünnes Kind Herzrasen bekommt? Liegt das evtl. damit zusammen, das sie vegan lebt? Kann natürlich auch an ihren Gedanken liegen, das das Stress für sie ist; sie hat was gegen das Tun und Machen der Menschheit,
Hallo Phoenixa,

also "normal" ist es ja nie, wenn ein Organ aufmuckt sozusagen, selbst wenn es vielleicht noch keinen Krankheitswert in dem Sinne hat. Sondern es hat immer seine Ursache, und evtl. irgendwann auch krankhafte Auswirkungen, also dann nicht mehr nur ..(da gibt es so einen Fachbegriff, der mir jetzt nicht einfällt).
Die Frage bei dem von Dir geschilderten Mädchen ist, meine ich, warum ist sie Veganer? Warum quält sie das Machen der Menschheit? Warum fühlt sie sich in Menschenmengen so unwohl? Etwas nicht gut heißen, und unter etwas leiden, das ist nämlich ein Unterschied.

Eine Psychotherapie täte dem Mädchen vermutlich gut.

LG
greenbeans

Phoenixa
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Re: Herzstolpern....

Beitragvon Phoenixa » 14. Jul 2009, 16:54

Hallo greenbeans,

erstmal danke für deine Antwort.
Meine Frage war jetzt, ob so etwas psychisches etwas damit zu tun haben könnte?
Ich weiß nicht, ob sie es nicht gutheißt oder darunter leidet. Sie scheint wegen irgendetwas Hass gegen die Menschheit entwickelt zu haben, aber ich weiß nicht, ob man es als 'Leiden' ansehen kann, unter Lebewesen zu sein, die man hasst.
Wir waren schon bei mehreren verschiedenen Leuten, aber sie selbst will ja nicht, das ihr 'geholfen' wird, weshalb sie bei sowas ziemlich aggressiv reagiert und sich nicht wirklich öffnet. Es hat schonmal jemand das Kommentar eingeworfen, das er denkt, ihr Verstand & ihre Vernunft hätte sich verabschiedet, bzw. er hat sie als 'wahnsinnig' und 'verrückt geworden' bezeichnet, 'ein Fall fürs Irrenhaus' [ich zitiere.]. Aber sie ist ja auch nicht beleidigend oder so, sie wirft einem einfach Sachen gegen den Kopf, auf die man nicht antworten kann. Ich hab sie letztens gefragt, warum sie nix Tierisches oder kein Fleisch isst, hab mit ihr geredet. Sie hat erst gefragt "Wieso isst du keine Menschenleichen?" - okay, Vegetarier und Veganer verstehe ich ja, darum gehts ja jetzt auch garnicht. Was ich damit jetzt sagen will, ist, das sie nicht der Meinung ist, das man ihr helfen muss, weshalb ein Psychotherapeut wahrscheinlich an ihr scheitern würde.
Okay, ich weiche vom Thema ab, tut mir Leid.
lG

greenbeans
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Re: Herzstolpern....

Beitragvon greenbeans » 14. Jul 2009, 23:36

Hallo greenbeans,

erstmal danke für deine Antwort.
Meine Frage war jetzt, ob so etwas psychisches etwas damit zu tun haben könnte?
Also ich jedenfalls denke schon, Phoenixa. Und die Empfindungen des von Dir beschriebenen Mädchens hören sich ja alles andere als ausgeglichen an.
Ich weiß nicht, ob sie es nicht gutheißt oder darunter leidet. Sie scheint wegen irgendetwas Hass gegen die Menschheit entwickelt zu haben, aber ich weiß nicht, ob man es als 'Leiden' ansehen kann, unter Lebewesen zu sein, die man hasst.
Wie gesagt, ausgeglichen ist sie meiner Meinung nach jedenfalls nicht. "Hass" ist eine sehr starke Emotion, das ist ja weit mehr als ein inhaltliches Ablehnen von Etwas.
Wir waren schon bei mehreren verschiedenen Leuten, aber sie selbst will ja nicht, das ihr 'geholfen' wird, weshalb sie bei sowas ziemlich aggressiv reagiert und sich nicht wirklich öffnet. Es hat schonmal jemand das Kommentar eingeworfen, das er denkt, ihr Verstand & ihre Vernunft hätte sich verabschiedet, bzw. er hat sie als 'wahnsinnig' und 'verrückt geworden' bezeichnet, 'ein Fall fürs Irrenhaus' [ich zitiere.]. Aber sie ist ja auch nicht beleidigend oder so, sie wirft einem einfach Sachen gegen den Kopf, auf die man nicht antworten kann. Ich hab sie letztens gefragt, warum sie nix Tierisches oder kein Fleisch isst, hab mit ihr geredet. Sie hat erst gefragt "Wieso isst du keine Menschenleichen?" - okay, Vegetarier und Veganer verstehe ich ja, darum gehts ja jetzt auch garnicht. Was ich damit jetzt sagen will, ist, das sie nicht der Meinung ist, das man ihr helfen muss, weshalb ein Psychotherapeut wahrscheinlich an ihr scheitern würde.
Okay, ich weiche vom Thema ab, tut mir Leid.
lG
So wie jemand von ihr gesagt hat, sie sein "ein Fall für das Irrenhaus", denkt sie vermutlich umgekehrt über die Menschheit, daß diese "verrückt" sei. Das ist halt meist eine Sache des Blickwinkels, wer Recht hat. Für mich hört es sich jedenfalls so an, als habe das Mädchen ein Problem mit der Dominanz des Menschen, der Welt allgemein und auch ihr persönlich gegenüber. Daher wird es natürlich umso schwerer sein, ihr eine Therapie zu "verordnen", denn das ist ja auch wieder Dominanz. Vielleicht könnte man (also ihr Umfeld) sie einfach mal zu verstehen versuchen, ich finde, da sind ja in erster Linie die Eltern gefragt bei einer 13Jährigen. Fatal, daß diese es oft sind, die die jungen Menschen in solche Düsternis treiben, mit Bevormundung, mit Unverständnis, manchmal auch mit Gewalt (ich will jetzt aber nichts über diese spezielle Familiensituation behaupten, die kenne ich ja nicht).
Die Grundsätze des Mädchens finde ich nicht zu beanstanden, jeder hat das Recht, seine Sicht der Dinge zu haben, schlimm ist ja nur, daß sie eben darunter leidet, wie ich es nenne. Haß ist für mich auch ein Leiden, es ist jedenfalls keine Ausgeglichenheit. Und ihre Beschwerden zeigen das ja auch, finde ich.

rine
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Re: Herzstolpern....

Beitragvon rine » 15. Jul 2009, 10:46

Ist denn eine sachliche Diskussion mit ihr über ihre Gefühle möglich? Meist gibt es ja irgendwelche Auslöser für so eine Haltung. Wenn ihr gegenüber derartige Äußerungen wie die mit dem Irrenhaus gemacht werden, ist das natürlich eher kontraproduktiv.
Die Pubertät ist eine schwere Zeit, in der man leicht den Boden unter den Füßen verlieren kann und wo es ja auch in der Schule oft bei den Schülern untereinander härter zugehen kann. Mobbing als Auslöser für ihre Haltung gegenüber anderen Menschen kann ausgeschlossen werden?
Das von Dir geschilderte Verhalten zeigt ja auch autistische Züge, wurde beispielsweise ein Asperger mal ausgeschlossen?
Viele Grüße,
Rine

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Phoenixa
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Re: Herzstolpern....

Beitragvon Phoenixa » 15. Jul 2009, 17:20

Erstmal danke an euch beide für eure Antworten.

@greenbeans:
Okay, danke. Ist es okay, das ich jetzt hier im Thema etwas reinschreibe, was nur halbwegs was mit Herzstolpern zu tun hat?
Ihre Eltern leben getrennt. Als ich letztens bei ihnen war, hab ich mitbekommen, wie sie abends recht zufrieden war, im Gras saß und geredet hat, wie schön der Sonnenuntergang sei und das er noch schöner wäre wenn die Häuser weg wären und um sie herum nur Wiese wäre. Ihre Mutter hat recht genervt darauf reagiert, von wegen gequältes Stöhnen und ablehnende Haltung, was ich selbst ziemlich seltsam fand, da sie sich ja darüber beschwert das sie sich vor Menschen immer so verschließt. Dabei fand ich es dann doch schon nachvollziehbar, das sie danach wieder schlechte Laune hatte. Aber ausser den genervten Reaktionen habe ich jetzt nichts gesehen. Sie hat drei Geschwister, sie sind also vier insgesamt, und leben alle bei ihrer Mutter - natürlich, ich selbst wäre da auch mal genervt, aber nicht von sowas, vor allem weil sie da dann wieder recht friedlich wirkte und ich es wirklich schade fand, das ihr ihre gute Laune kaputt gemacht wurde.

Naja, Pubertät... Ich weiß nicht. Mit 9 Jahren hat sie schon angefangen, eher mit Erwachsenen zu reden, und diese haben dann auch nicht mit ihr geredet wie mit einem Kind sondern normal, und als ich mal einen 40-jährigen gefragt habe, der öfter mit ihr geredet hat, hat er gesagt, man kann mit ihr reden wie mit einer Erwachsenen. Mit Kindern in ihrem Alter kam sie damals schon nicht wirklich zu recht, die waren ihr alle zu zickig und zu hyperaktiv.
Dann so mit 11 Jahren hat das angefangen. Ich hab davon nur teilweise etwas gemerkt, zum Beispiel angewiderte Blicke in Richtung von Häusern, Menschen und Städten. Ich denke mal, da ist sie so aus ihrer "sicheren und schönen Welt" ausgestiegen. Ihr ist damals ein Vogel zugeflogen und sie hat vier Farbmäuse bekommen, und mir ist aufgefallen, das sie langsam angefangen hat eine Art Mauer um sich aufzubauen. Ich bin ja oft bei ihr, da ich mit der ganzen Familie gut befreundet bin und auch das Mädchen selbst schon lange kenne. Und in den nächsten Tagen war sie dann sehr oft oben im Zimmer, und als ich an der Tür stand hab ich gehört, wie sie mit ihren Tieren geredet hat. Ich fand das eigentlich nicht sonderlich ungewöhnlich; in Tierbüchern steht ja schon, man soll mit Tieren reden von wegen Vertrauen und so. Naja, nach einem Jahr wars immer noch so.
Und mit 12 Jahren waren dann ihre Beziehungen zu Menschen komplett weg. Sie hat die Schule gewechselt, weil sie mit ihren Schülern nicht klar kam - sie wurde nicht gemobbt, sie hat sich einfach gegen die anderen gerichtet. Ich hab mit der Lehrerin geredet; das ist so, da gibt es eine Schülerin, die ziemlich dominant und auch etwas arrogant ist, und der alle hinterherlaufen. Naja, sie ist ja total gegen sowas und hat angefangen, richtig angewidert zu sein von wegen "Erbärmlich, wie sie ihr alle nachkriechen" und so weiter und so fort.
Okay, andere Schule. Da hat sie von Anfang an sehr wenig geredet; nicht etwa schüchtern oder zurückhaltend, eher ablehnend, abweisend, einzelgängerisch. Eine Freundin hat sie auf der Schule, eine Vegetarierin, die so wie ich sie kennengelernt habe sehr sensibel und feinfühlig ist und mit dem Mädchen, über das ich gerade rede, sehr vorsichtig und recht "behutsam" umgeht. Nicht etwa verklemmt oder so, also, sie konnten schon offen miteinander reden und waren Freundinnen, aber ich hatte das Gefühl, dass sie Vivien [ich nenne jetzt mal den Namen des Mädchens, es stört ziemlich, immer nur von "dem Mädchen" zu reden.^^] so behandelt, als wäre sie etwas zerbrechliches oder sowas.
Okay, das war jetzt so in etwa die Geschichte wie es dazu kam und wie mit ihr umgegangen wird, hoffentlich hilft das etwas.

Sie waren auch schon bei jemandem, keine Ahnung ob das jetzt Psychater war oder nicht, auf jeden Fall hat er mit ihr geredet. Sie ist wirklich nicht aggressiv, man kann mit ihr reden und sie ist auch ein intelligentes, eigentlich sehr freundliches Mädchen, aber sobald es Zeichen davon gibt, das man dominiert, arrogant wird oder auch nur versucht ihr Befehle zu geben, wird sie schlagartig... keine Ahnung, sie zickt nicht, nicht wie irgendein pubertierendes Mädchen, eher als hätte sie sofort riesigen Hass auf jemanden, greift aber nicht an sondern wehrt eher ab. Ist schwer zu erklären.
Naja, und dieser Mann [Psychater, keine Ahnung] hat halt gefragt, was sie gegen die Menschheit hat, wieso sie das und das tut und das nicht und so weiter und so fort. Sie hat eigentlich normal geredet, hat gesagt, was sie stört, garkein Problem. Dann fing er an, von Medikamenten [Naturheilkunde] zu reden, und sie wurde wieder so abweisend. Das Problem ist, sie redet überhaupt nicht über schlechte Erfahrungen oder so, wenn man sie fragt wie ihr Tag war, sagt sie sowas wie "Wie immer" oder "Gut" oder "Es geht". Also wenn sie irgendwelche schlechten Erfahrungen mit Gewalt, Hilfe oder so hatte, wissen wir es ja nicht. [Wegen der Schule, ich bin mir trotzdem sicher das sie nicht gemobbt wurde, da ich mit einigen Klassenmitgliedern, ihrer einzigen Freundin und der Lehrerin geredet habe].
Ich bin wirklich besorgt um sie; sie ist kreativ, hat ein freundliches Wesen, ist höflich und unglaublich intelligent und reif für ihr Alter, ein Psychologe hat auch gesagt, sie müsste eigentlich locker durch die Schule kommen, könnte sogar eine Klasse überspringen [Es ging noch um die alte Schule, wo sie im Unterricht nicht wirklich mitgemacht hatte, da die Lehrer da noch eher auf Befehlsform waren]. Es wäre schade, wenn sie durch Hass und Leid und Verzweiflung "verdorben" wird.

Vielleicht hilft das? Eventuell kennt ihr ein paar Medikamente/Therapien, wo man ihr nicht direkt hilft... Also, nicht irgendwas chemisches oder so, eher Naturheilkunde eben, darum gehts hier ja auch. Und mit Therapien mein ich... Vielleicht gibt es irgendeinen Ort, wo man Urlaub machen könnte, wo sie sieht, das die Menschheit nicht ganz so schlecht ist? Oder einfach irgendetwas, was helfen könnte - ich weiß nicht mehr weiter, und die Mutter hat mit den drei anderen Kindern auch ziemlich viel zu tun und scheint das Problem auch nicht wirklich ernst zu nehmen.

Soll ich ein Extra-Thema aufmachen oder geht das so?
lG


rine
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Re: Herzstolpern....

Beitragvon rine » 16. Jul 2009, 12:52

Vielleicht könnte Angelika den Teil mit Deinen Fragen sonst abtrennen und in einen neuen Thread stellen? :flower:

Was für Erfahrungen haben das Mädchen denn dazu bewogen, sich immer mehr den Tieren zuzuwenden? Gerade wenn sie viel mit Erwachsenen zu tun hatte - es ist immer ein böses Thema, weil da oft ganz viel ganz schnell falsch angeklagt wird, aber - Missbrauch oder ähnlich geartete Erfahrungen kann man sicher ausschließen?
Wie gesagt, mir fiele noch der Asperger ein, den man ausschließen sollte und vielleicht würde dem Kind eine Gesprächstherapie oder -sie scheint ja eh eher kopflastig zu sein, wenn sie so reif auf Erwachsene zugeht/wirkt?- Psychomotorik (Ergotherapie) gut tun, wo sie das alles umsetzen lernt, was sie beschäftigt.
In welcher zeitlichen Verbindung steht ihr Rückzug zur Trennung der Eltern?
Eine gute! klassisch-homöopathische Behandlung könnte ich mir vorstellen, der Behandler könnte ja offensichtlich viel von ihr erfahren, wenn er sie ernst nimmt und wenn Mutter und vielleicht auch Du als objektive Beobachterin die Problematikschildern, bekommt man bestimmt ein recht gutes Bild. Wenn schon psychosomatische Beschwerden (ich gehe davon aus, dass das Herzrasen, dass Deine ursprüngliche Frage war, ärztlich abgeklärt wurde?) auftreten, dann sollte spätestens dringend etwas passieren, für mein Empfinden. Vielleicht wäre sie ja bereit, etwas für/gegen ihr Herzrasen zu nehmen, die Stimmung/das Verhalten wird über das richtig gewählte Mittel ja ebenfalls beeinflusst,aber das muss man ja nicht betonen.
Wie sieht es denn ernährungsmäßig aus? Wie wird beispielsweise (gerade jetzt in der Pubertät!) das fehlende Eisen aufgefangen? Eine vegane Ernährung passt zwar zu Deiner Beschreibung dieses Kindes, ist aber für ein Kind in dem Alter ja schon sehr extrem.
http://www.medizin.de/ratgeber/themen-a ... angel.html
Viele Grüße,
Rine

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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon Angelika » 16. Jul 2009, 13:35

Rine...
Vielleicht könnte Angelika den Teil mit Deinen Fragen sonst abtrennen und in einen neuen Thread stellen?

ok, ich habe das Thema getrennt!

LG
Angelika

whisper
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon whisper » 16. Jul 2009, 14:16

Hallo Phoenixa,

vermutlich reagiert das Mädchen so abweisend auf Therapie-Angebote, weil ihr damit das Gefühl vermittelt wird, sie sei nicht "normal", und solle nun wieder in die Norm zurückgezwungen werden. Und das wäre in ihren Augen natürlich keine Hilfe.

Es gibt aber auch Therapieformen, die ihren Ansprüchen entsprechen könnten, zum Beispiel irgendwas mit Tieren. Wie wäre es mit Reittherapie? Oder man bietet ihr eine Möglichkeit, Zeit mit Tieren zu verbringen und sich um sie zu kümmern. Das könnte helfen, sich zu öffnen, besonders wenn sie dort auf andere Menschen trifft, die ihre Tierliebe teilen.

Es ist schon sehr extrem, wenn ein Kind in dem Alter schon so kopflastig und verschlossen ist. Aber an die Ursache kommt man nur heran, wenn sie es zulässt. Und das geht eben nur auf ihrem Weg. Solange sie das Gefühl hat, dass ihre Persönlichkeit nicht akzeptiert wird, wird sie sich weiter verschliessen. Ist ein Teufelskreis.

Was die Schule angeht, könnte sie auch einfach unterfordert sein. Intelligent ist sie ja offenbar. Man könnte versuchen, mit ihr mal über ihre Berufswünsche zu sprechen, oder darüber, wie sie sich ihre Zukunft allgemein so vorstellt, und dann sehen, welche schulische Ausbildung dafür förderlich sein könnte. Wenn sie einen solchen Anreiz hat, interessiert sie sich vielleicht wieder mehr dafür. Und ihr würde das Gefühl vermittelt, dass sie unterstützt wird.

LG
Whisper

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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon rine » 16. Jul 2009, 16:31

Rine...
Vielleicht könnte Angelika den Teil mit Deinen Fragen sonst abtrennen und in einen neuen Thread stellen?

ok, ich habe das Thema getrennt!

LG
Angelika
Danke! :sun2:
Viele Grüße,
Rine

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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon Gingkoblatt » 16. Jul 2009, 17:19

Hallo,

ich möchte jetzt mal einen Satz einwerfen, den man mir während meiner Ausbildung immer wieder eingebläut hat!

"Man kann auch Läuse UND Flöhe haben!"

Ich will hier erst gar keinen Diagnoseversuch anstellen, möchte aber zu bedenken geben, dass das Herzstolpern nicht unbedingt mit den Verhaltensweisen des Kindes zu tun haben müssen. Sind denn organische Ursachen (Herzfehler etc) ausgeschlossen worden?

Wenn ich ehrlich bin, halte ich es für müsig über die Psyche nur vom "Hören-Sagen"eines Menschen zu spekulieren. Wenn ich Freundin eines Elternteiles dieses Kindes wäre, würde ich versuchen auf die Eltern Einfluss zu nehmen, dass sie verstehen, dass ihr Kind Hilfe braucht und sie bei der Suche nach einer geeigneter Therapie unterstützen. Bestenfalls könnte man noch eine mütterliche Freundin für das Kind darstellen und ihm helfen sich selber Hilfe zu suchen.
Dass es Hilfe braucht, steht für mich jedenfalls sowohl wegen der Herzproblematik als auch wegen des Verhalltens nicht zur Diskussion!"

Liebe Grüße von einer besorgten
:wink: Gingkoblatt
______________________________________
Nur wo nicht Natur draufsteht, ist auch wirklich Natur drin.

Phoenixa
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon Phoenixa » 17. Jul 2009, 12:37

Hallo,
danke für das Abtrennen vom Thema & die vielen Antworten. =)

@rine:
Wie oben schon gesagt würde sie so etwas dann ja leider nicht erwähnen. Ich denke mal, das ist einfach so weil sie kein wirkliches Vertrauen zu den Menschen hat? Hab nämlich auch schon über so etwas nachgedacht.
Asperger sagt mir jetzt nichts. Was genau ist das?
Hm, ihre Eltern haben sich getrennt, da war sie noch ziemlich jung, ich glaube so 7, 8 Jahre, auf jeden Fall war sie da noch in der Grundschule. Ich weiß nicht, ob sie Probleme damit hat, aber ich denke, sie ist inzwischen darüber hinweg, das Thema spricht sie auch nicht an.
Mir fällt allerdings gerade etwas ein, bezüglich zu dem Thema Eltern getrennt. Mit der Freundin ihres Vaters kommt sie ja zurecht, soweit ich das jetzt sehe, der Freund der Mutter war ihr gegenüber immer etwas distanziert, da sie sich halt nicht direkt auf ihn eingelassen hat. Die anderen Drei haben ihn sofort gemocht und so, aber sie, damals 10 Jahre, also schon auf dem Weg zur Distanzierung von Menschen, war natürlich misstrauischer und hat ihn nicht als Familienmitglied angesehen, wenn man das so bezeichnen kann. Was ich mitbekommen habe, ist, das einmal - kann auch mehrmals während meiner Abwesenheit passiert sein - über ihren Vater gelästert wurde, von Seite des Freundes der Mutter aus. Da wurde sich dann natürlich von Seiten des Mädchens aus mit Händen und Füßen gewehrt, vor allem weil er sich anscheinend das Recht genommen hat, als Erziehungsberechtigter über sie zu bestimmen - da wären wir wieder bei Befehlen, und wie schon erwähnt nimmt sie nichts an was ihr in Befehlsform aufgetragen wird.
Von dem Freund wurde sich dann getrennt, neuer Freund, mit dem sie klarkam. Aber der alte Freund hat Terror gemacht, hatte noch den Hausschlüssel, hat Fernseher und andere Möbel mitgenommen und auf den Sperrmüll gestellt (!), obwohl sie ihm nicht gehörten. Natürlich hatte Mutter Angst, das er jemandem was antut und hat ihn nicht angezeigt. Inzwischen liegt ein Schutzvertrag oder irgendetwas in der Art auf, das der ehemalige Freund niemanden aus der Familie anfassen/anreden darf.
Okay, und vor kurzem wurde sich dann vom Freund getrennt, der bei ihnen gewohnt hatte und mit dem das Mädchen einigermaßen ausgekommen ist/ihn akzeptiert hat, da er auch wirklich liebevoll mit den Kindern und der Familie umgegangen ist. Das er dann wieder weg war, ging ihr natürlich gehörig gegen den Strich, vor allem, als sie ein paar Tage später ein Telefongespräch mithörte, in dem ihre Mutter sich mit "Liebe dich" von jemandem verabschiedete. Sie hatte ihren Kindern noch nichts von ihrem neuen Freund gesagt - ich denke, es ist einfach ein Problem das so Zack, Zack immer wieder einer dazukommt sobald einer weg ist. Das war natürlich ziemlich unpraktisch, das sie das jetzt mitgehört hat, aber da das erst vor kurzem war hab ich da noch nicht mehr mitbekommen.
Vegan... Ich hab mit ihr mal drüber geredet/gefragt was sie so isst. Sie hat gesagt, für Eisen Brokkoli und Spinat, täglich ziemlich viel, und für Proteine Linsen u.Ä. und so weiter und so fort. Sie war bei der Ärztin Blut abnehmen. Ihre Werte alle okay, sie ist nur etwas untergewichtig [43 kg zu 1,59 m & 13 Jahren], war sie aber schon vor ihrer Ernährungsumstellung. Sie hat das ja einfach so gemacht, nicht lange umgewöhnen, zack, nichts tierisches mehr, kein Fleisch mehr.
Na gut, das die Ärztin jetzt gesagt hat von wegen extrem und das sie dann weniger wächst und so, ging ihr natürlich wieder gehörig gegen den Strich, und sie hat erst mal klargemacht, das sie sich nicht dazu zwingen lässt etwas tierisches zu essen, da ihr das angedroht wurde.

@whisper:
Hm, das wäre natürlich auch eine Erklärung, mit dem "in die Norm zurückgezwungen zu werden".
Reittherapie... Also, sie reitet ja wöchentlich vier mal, hat eine Reitbeteiligung, zu der sie auch oft muss, da außer ihr die Anderen zu groß, schwer oder zu unerfahren sind, aber ich denke, das mit dem hin und herfahren und fast täglichen Reiten macht ihr nichts aus, im Gegenteil.
Aber eine Therapie mit Tieren, darüber informier ich mich mal. Ich denke mal, da würde sie nicht sofort abweisend reagieren.
Hm, darüber werde ich mal mit ihrer Mutter reden, das sie sich mehr auf sie einlässt und ihren Weg erstmal akzeptiert, damit wir ihr helfen können.
Über ihre Berufswünsche hat sie schon öfter gesprochen. Natürlich sind da einige zum Thema Tiere und Natur. Biologin, Wildtierärztin, so etwas halt. Kann schon sein, das sie in der Schule unterfordert ist... Aber wenn wir sie z.B. eine Klasse hochsetzen, oder sie die Schule wechselt, wäre sie wieder wo anders, weg von der einzigen Freundin und so weiter und so fort.
Ich rede mal mit ihr über ihre Zukunft, danke. =)

@Gingkoblatt:
Ihr Herz ist in Ordnung, haben wir ja anfangs auch gedacht, aber nach einer Untersuchung konnte man nichts fehlerhaftes entdecken, körperlich ist sie wohl gesund, obwohl es ja auch Krankheiten gibt, die erst später auffallen.
Wie gesagt, ich werde mal mit ihrer Mutter reden. =)

lG

whisper
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon whisper » 17. Jul 2009, 17:59

Hallo Phoenixa,

nach dem, was Du schreibst, könnte die Trennung der Eltern schon was mit dem Rückzug zu tun haben. Zumal im Zusammenhang mit den wechselnden Freunden der Mutter. Entweder, es kommt eine Bezugsperson hinzu, die das Mädchen nicht mag, oder die neuen Bezugspersonen, die sie mag, verschwinden dann auch wieder. Und erschwerend natürlich die Tatsache, dass die Mutter neue Freunde erstmal vorenthält (was ja grundsätzlich nicht falsch ist und bestimmt auch nur gut gemeint war - ist dann halt nur blöd, wenn es zufällig rauskommt). Und das in einem Alter, in dem Kinder anfangen, ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Da sie offenbar sehr sensibel ist, reagiert sie darauf heftiger als ihre Geschwister, und mit deutlich mehr Abwehr, und zieht sich zurück, hat das Vertrauen verloren. Vielleicht daher der Rückzug in die "Tierwelt".

Die Ernährungsumstellung könnte auch (abgesehen von der Tierliebe) etwas mit Kontrolle und Abgrenzung zu tun haben.

Ist natürlich jetzt auch nur Spekulation, ich kenne das Mädchen ja nicht, aber es wäre vom Alter und der zeitlichen Abfolge der Ereignisse her plausibel.

Möglicherweise könnte man bei ihr mal Bachblüten versuchen... sollte dann aber von einem Heilpraktiker ausgetestet werden, welche sie braucht. Falls sie für sowas überhaupt zugänglich wäre.

LG
Whisper

Phoenixa
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon Phoenixa » 17. Jul 2009, 19:30

Hm, ich hab mich ja hier angemeldet wegen ihren psychischen Problemen und weil ich auch mit Naturheilkunde anfangen will... Nur kann ich mir erst mal nciht vorstellen, das Medikamente sie verändern? Ich will ja auch nicht, das wir sie jeden Tag mit irgendetwas "ruhigstellen" müssen... Ich hab schon mal von Bachblüten gehört, aber wie genau sie wirken weiß ich jetzt nicht.

whisper
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon whisper » 17. Jul 2009, 20:25

Naja, Bachblüten sind nicht wirklich Medikamente in dem Sinne, dass sie jemanden "ruhigstellen". Ganz im Gegenteil, sie bringen Dinge in Bewegung, wobei sie eher auf der feinstofflichen Ebene arbeiten, als eine Art Katalysator. Sie können sehr gut helfen, Blockaden zu lösen, oder auch Ausgleich zu schaffen, wenn etwas im Ungleichgewicht ist. Es geht nicht darum, etwas zu bekämpfen, sondern darum, die Harmonie wiederherzustellen.

Ich wende sie bei Bedarf ganz gern bei mir selbst an, und arbeite bei der Auswahl da sehr gern mit den BB-Karten. Aber hier im Forum sollte sich auch einiges dazu finden. Oder auch bei Google... ;)

Finde ich übrigens toll, wie Du Dich da reinhängst!

LG
Whisper



   

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