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Herzrasen beim Kind...

Suche hilfe, was tun gegen ...
Keine Frauenprobleme !

Moderator: Angelika

Phoenixa
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon Phoenixa » 17. Jul 2009, 20:51

Okay, dann werde ich mich mal über Bachblüten informieren... Danke!
Und was sind BB-Karten?

Naja, reinhängen... Ist halt schon sehr deprimierend, wenn man ein Kind schon kennt, wenn es erst 5, 6 Jahre alt ist und da noch so lebensfreudig und optimistisch ist und am Ende sich dann komplett abkuppelt und immer mehr "zugrunde geht", wenn man das so nennen kann. Ich meine, wie soll das enden? Wenn es nach ihr ginge, würde sie irgendwo in die Natur ziehen und dort leben wie ein wildes Tier, und ob das geht... Was mir halt auch sorgen macht - sie lebt in einer Familie mit vier Kindern, die Mutter kann sich nicht nur um sie kümmern. Wenn sie dann mal von der Schule kommt und sich denkt, das sie ja einfach mal "loslegen" könnte und wegrennt...

Aber das kriegen wir schon hin. Oder ich. ^^

lG


whisper
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon whisper » 17. Jul 2009, 21:34

Die Bachblüten-Karten helfen bei der Auswahl der richtigen Blüten. Es gibt eine Karte für jede Blüte, auf einer Seite ist die Blüte beschrieben (das ist mehr für den Therapeuten bzw. Heilpraktiker relevant), auf der anderen ist der dazu gehörige Seelenzustand abgebildet und beschrieben, bei dem die Blüte angezeigt ist.

Derjenige, für den die Blüten sein sollen, kann sich die Bilder anschauen und diejenigen raussuchen, mit denen er sich identifizieren kann. Man sollte aber nicht mehr als fünf Blüten in eine Mischung tun, sonst wird es zuviel.

LG

rine
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon rine » 17. Jul 2009, 22:22

DAzu muss das Mädel aber mitmachen, weil sie bei der Auswahl helfen sollte und auch regelmäßig über einen längeren Zeitraum die Tropfen einnehmen muss.
Hast Du die Möglichkeit (und den Willen) ihr gegebenenfalls regelmäßig eine Auszeit auch aus der Familie zu verschaffen? Irgendwas, wo SIE mal wichtig ist, indem sie Zeit bei Dir verbringen kann (falls das geht)?
Zum Asperger: http://www.autismus-nordbaden-pfalz.de/asperger.htm
Viele Grüße,
Rine

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Phoenixa
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon Phoenixa » 18. Jul 2009, 13:10

Okay, ich hab mich mal ein wenig über Bachblüten informiert und werde mir mal Karten und die verschiedenen Tropfen holen, damit ich mit ihr eine Mischung machen kann. Ich rede mal mit ihr darüber.

Sie könnte jederzeit zu mir kommen, hier ist ein Gästezimmer und ich hätte auch Zeit für sie. Schulweg wäre etwas problematisch - sie fährt jetzt schon sehr lange mit dem Bus zur Schule, von mir aus wäre es dann noch eine halbe Stunde länger, aber ich könnte sie ja hinbringen. Oder soll ich alle Aktivitäten, also Schule, Reiten usw. dann mal ausfallen lassen? Ich meine, ist ja nicht so das die Lehrerin das nicht bemerkt hat. Ginge natürlich auch, das ich sie dann jedes Mal zur Schule bringe und wieder abhole.

Ich hab gestern Abend mit ihrer Mutter geredet, sie auch mal auf ihre genervten Reaktionen angesprochen und so weiter und so fort. Sie hat gesagt, das momentan alles etwas stressig ist und sie da mit einem so aussergewöhnlichen Kind, wie sie es beschrieben hat, leicht überfordert ist. Das würde natürlich dann alles wieder gehen wenn ich sie eine Zeit zu mir nehme.

Asperger, jetzt wo ich die Beschreibung lese kommt mir das bekannt vor. Aber ich denke nicht das sie das hat, wenn man von Anfang an nichts gegen ihren 'Weg' hatte, kann man ganz normal mit ihr reden, sie schließt sich nur von Leuten aus, die ihr befehligen wollen oder etwas gegen sie haben. Wobei ich jetzt nicht sagen will, das sie das macht, was sie will und jegliche Sachen, die ihr aufgetragen werden, vernachlässigt - sie tut eben das, was sie für richtig hält, und das ist dann auch so etwas wie Zimmer aufräumen und Hausaufgaben machen, also ihre täglichen Pflichten vernachlässigt sie nicht, solange man nicht ankommt von wegen "Räum jetzt dein Zimmer auf oder das und das passiert", dann wehrt sie sich natürlich schon. Ich hab das ja anfangs mitbekommen und nicht direkt negativ auf ihre Art und Weise, wie sie mit Menschen umgeht, reagiert, so wie die meisten anderen, und ich persönlich kann mit ihr ganz normal reden, solange ich nicht so mit ihr rede wie die Anderen.

Ich danke euch noch mal für eure Hilfe und freue mich über jede Antwort, ihr helft mir wirklich weiter. Werde mir die Bachblüten holen und das ausprobieren und schreibe bei jeder Veränderung mal hier rein. Jetzt hoffe ich natürlich, das sie das annimmt - ich denke aber, sie fühlt sich selbst in ihrer Rolle nicht wohl, will aber keinesfalls wieder so werden wie die anderen. Ich erkläre ihr mal alles zu den Bachblüten, was ich gelesen habe, auch ihrer Mutter. Das Forum & ihr seid super, schon alleine weil ihr meine langen Texte lest und euch Zeit nehmt, mir zu helfen. Danke!

lG

whisper
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon whisper » 18. Jul 2009, 13:52

Du musst Dir nicht alle Bachblüten kaufen, die sind recht teuer. Finde erstmal raus, ob sie dafür zugänglich wäre, dann versucht gemeinsam rauszufinden, welche ihr helfen könnten. In einer guten Apotheke kannst Du die Mischungen dann auch machen lassen, ohne gleich die ganze Stockbottle kaufen zu müssen. Viele bieten das inzwischen an. Kindgerecht wäre auch die Mischung ohne Alkohol zu machen, dann hält sie halt nur nicht so lange.

Oder Du wartest erstmal, bis Du weisst, welche Blüten sie braucht, und kaufst dann die, wenn Dir das lieber ist. Aber alle auf Verdacht zu kaufen, geht ganz gewaltig ins Geld... Zumal Du viele vermutlich nie brauchen wirst.

LG und viel Erfolg,
Whisper

rine
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon rine » 18. Jul 2009, 17:18

Ich denke, sie sollte drum herum schon den normalen Alltag haben, wobei jetzt ja auch Ferienzeit ist, zum Beispiel. Oft reicht ja auch ein verlängertes Wochenende, um mal eine Auszeit zu haben (für beide Parteien, auch für ihre Mutter), nicht, dass sie sich abgeschoben fühlt oder so.
Wichtig wäre natürlich, dass Du dann auch dauerhaft ansprechbar bleibst, nicht "Gewehr bei Fuß", aber zuverlässig. Enttäuschungen hat sie wohl schon zu oft erlebt, aber ich denke, das ist Dir auch klar.
In unserer Bücherei hatte ich mal ein Bachblütenbuch gefunden, wo nicht nur wunderschöne Fotos von den Blüten waren, sondern die Blüten auch für Kinder/Jugendliche erklärt worden waren, aber nicht auf Kleinkindniveau, sondern sehr schön. Falls Ihr eine gute Bücherei vor Ort habt, kann es sich auch lohnen, einfach mal dort nach Büchern dazu zu gucken.
Und eins- ganz ehrlich, wer möchte denn genauso sein wie alle anderen? Vielleicht muss sie auch einfach erkennen, dass jeder Mensch für sich einzigartig und wichtig ist und es gar nciht so einer extremen Abgrenzung bedarf?
Viele Grüße,
Rine

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Phoenixa
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon Phoenixa » 18. Jul 2009, 18:57

Am Montag fahr ich mal in unserer Apotheke vorbei und frag da nach, die Liste von den Bachblüten und was sie bewirken gibts bestimmt kostenlos, oder? Und in der Bücherei werd ich dann auch nachgucken, danke. =)

Rine, ich glaube, es ist nicht das Problem, das sie einzigartig oder anders sein will, sondern dass sie die gesamte Menschheit nicht mag. Sie selbst redet da von "arrogant, eingebildet, schwach, erbärmlich, grausam, ohne jegliche Selbstbeherrschung und überhaupt keinen Gerechtigkeitssinn". Und wenn dann auch noch die Menschen um sie herum sowas sagen wie "das ist der Lauf der Natur" und "wir sind eben am Anfang der Nahrungsliste", regt sie sich natürlich noch mehr darüber auf, da sie eben der Meinung ist, das der Mensch inzwischen wegen seinem Tun und Machen nicht mehr zur Natur gehört. Sie hat gesagt, das sie nichts gegen einzelne Menschen hat, sie ist ja selbst einer, aber sie hätte bis jetzt keinen Menschen getroffen, der sich nicht an die Spitze und Ränge höher als andere Lebewesen wie Tiere und Pflanzen stellt. Sie sagte, "Der Mensch hat noch nicht mal sich selbst im Griff und versucht schon, die Natur in den Griff zu bekommen". Okay, irgendwo hat sie ja schon recht, und das mit den vielen Autos und der Umweltverschmutzung et cetera ist ja auch nicht gut, aber in der Extreme hab ich das noch nie gesehen. Vielleicht sollte ich hier noch erwähnen, das sie für ihr Alter schon verdammt viel gesehen hat - nach der Schule geht sie meist sofort raus und hat mir schon von Viehtransporten, Schlachthäusern, Schlägereien, Tierquälerei, achtloser Umweltverschmutzung und unglaublicher Respektlosigkeit gegenüber der Natur erzählt, und ich denke nicht, das sie das aus Videos kennt, dafür konnte sie es zu detailgerecht erzählen. Ich zum Beispiel habe bisher nur einen Viehtransport gesehen und finde das zwar auch grausam, bin auch Vegetarierin [wobei sie Veganerin ist, das ist ja noch mehr...], habe aber das Gefühl, das ich nicht so viel sehe wie sie. Wenn sie erzählt, von wegen Panik, Verzweiflung und so weiter bei den Tieren und über die Menschen redet die sie gesehen hat, komme ich mir so vor wie vor einer Lehrerin oder Forscherin, die Menschen und Tiere schon jahrelang beobachtet und Notizen zu ihnen auswendig lernt. Sie beobachtet eben sehr kritisch und extrem genau, was jetzt nicht unbedingt ein Nachteil ist, aber es ist halt in dieser Situation schon ziemlich unpraktisch, wenn sie mit einem Blick ins Gesicht eines Menschen oder Tieres etliche Gefühle sieht, und mal davon abgesehen, gibt es schon sehr viele Menschen, die wirklich arrogant mit der Natur umgehen.

Okay, ich habe eben ihre Mutter angerufen. Das mit den Bachblüten findet sie eine gute Idee, und sie gibt mir auch das Geld für die Bachblüten und sowas, wobei ich das auch so bezahlt hätte. Das mit der Weile bei mir findet sie auch gut. Natürlich jetzt nicht in dem Fall von wegen "ein Kind weg, gut" sondern die Idee findet sie gut. Nicht, das ihr jetzt denkt, sie ist eine grauenhafte Mutter - sie ist halt nur etwas überfordert, was bei 4 Kindern und ohne Mann nicht weiter aussergewöhnlich ist.
Das Mädchen selbst haben wir noch nicht gefragt. Wie gesagt, sie ist meist den ganzen Tag unterwegs & grade nicht zu Hause. Werde euch von ihrer Meinung dazu dann berichten.

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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon rine » 19. Jul 2009, 13:12

Ganz kurz nur, hier im Forum findest du Beschreibungen zu den Bachblüten: http://www.natur-forum.de/forum/viewtop ... f=31&t=797
Interesse eines Kindes ist eine tolle Sache, mir erscheint aber, dass dieses spezielle Kind zu oft "zu groß" behandelt wurde und somit Dinge gesehen hat, die man in dem Alter noch nicht verkraften kann. Wenn sie tatsächlich das alles selbst gesehen und erlebt hat, wer hat sie denn wann und wo dahin mitgenommen? Und war ihre Mutter darüber informiert? Mir scheint es, als sei sie sehr oft mit Allem sich selbst überlassen, kann das sein? :-?
Viele Grüße,
Rine

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Phoenixa
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon Phoenixa » 19. Jul 2009, 17:49

Danke für den Link!
'Sich selbst überlassen'... Es ist jetzt nicht so, das sich niemand um sie gekümmert hat. Aber wie schon gesagt, sie hat 3 Geschwister, einer älter als sie und ziemlich rassistisch, die zwei jüngeren brauchen recht viel Aufmerksamkeit. Wenn sie dann mal sagt, sie geht raus, kriegt sie auch die Erlaubnis. Und es fällt dann auch nicht auf, wenn sie am Wochenende von Morgens bis Abends weg ist. Ab und zu gab es dann mal noch größeren Streit, da sie gesagt hat, sie übernachte von Samstag auf Sonntag bei einer Freundin und dort aber nach einem Telefonat nie erschienen ist, demnach also die ganze Zeit draussen oder sonstwo war, was ihrer Mutter natürlich Sorgen macht, aber ihr verbieten rauszugehen kann sie ja nicht.
Ich denke, sie geht einfach selbst sehr weit raus. Da bekommt man dann auch mal einen Viehtransport mit oder kommt an Schlachthäusern und Fleischmärkten vorbei. Wir wissen eben nicht, wo sie sich so rumtreibt.

Naja, zu dem 'nicht verkraften'... Sie ist schon ziemlich hart im Nehmen, denke ich. Also, wenn sie so etwas sieht, fängt sie nicht wie es vielleicht andere tun würden an zu weinen oder wird traurig, sondern sie wird einfach wütend, was natürlich auch nicht so gut ist, wenn sie sich über alles aufregt was sie sieht.

Ich bin mir mit den Bachblüten nicht ganz sicher, kann mir jemand helfen?
Also, zum einen 1. Agrimony. Sie redet ja nicht über Erfahrenes und vertraut sich keinem an, aber ist das dasselbe?
Dann seh ich noch mehrere, aber sie scheinen alle eher so für willensschwache, depressive Menschen zu sein, nicht für welche, die eben zu viel Willen haben und sich durch überhaupt nichts von ihrer Meinung abbringen lassen. Und etwas für Vertrauen in andere Menschen sehe ich auch nicht... Also, ich sehe bei jeder Bachblüte eigentlich etwas was zutrifft und etwas, was garnicht zutrifft.

rine
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon rine » 19. Jul 2009, 18:38

Wir wissen eben nicht, wo sie sich so rumtreibt.

Naja, zu dem 'nicht verkraften'... Sie ist schon ziemlich hart im Nehmen, denke ich.
In dem Alter ist sie noch ein Kind und wenn es nicht möglich ist, sie dazu zu bringen, dass sie zuverlässig sagt, wo sie ist, dann darf sie in der Tat nicht mehr raus. Was ist, wenn sie an die falschen Leute gerät? Wenn ein Kind in dem Alter über Nacht nicht auffindbar ist, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann geht es zu weit, denke ich. Ich bezweifle, dass sie schon in einem Alter ist, wo sie alle Gefahren wirklich abschätzen kann.

Verkraften - ihre Reaktion zeigt aber nicht, dass sie es wirklich verkraftet, sonst würdest Du hier nicht um Rat fragen müssen, würde ich sagen.
Viele Grüße,
Rine

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Phoenixa
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon Phoenixa » 19. Jul 2009, 21:03

Hm, stimmt auch. Sollen wir sie denn nicht mehr rauslassen? Ich denke, dann wird sie sich komplett ausschließen. Aber während sie bei mir ist - wir haben ausgemacht, das sie ab morgen eine Weile zu mir kommt, dann werde ich ihr auch die verschiedenen Bachblüten zur Auswahl zeigen - kann ich sie ja auch einfach begleiten, wenn sie raus will.

greenbeans
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon greenbeans » 19. Jul 2009, 23:30

Wir bekommen hier von einem Mädchen erzählt, das eine schwache Mutter hat, die scheinbar weder sich noch ihre Kinder wirklich schützen kann, so erscheint es mir jedenfalls. Es gibt also keine gute Geborgenheit, keine echte Sicherheit, keine wirkliche Verläßlichkeit für Vivien. Und also geht es um ein Mädchen, das alles mögliche Schlimme schutzlos erlebt und an der Welt verzweifelt, psychosomatische und psychische Auffälligkeiten zeigt. (Meine Einschätzug, ich erhebe natürlich keinen Anspruch, alles richtig zu erkennen)

Meiner Meinung nach wäre eine Psychotherapie (Gesprächstherapie) für das Mädchen sinnvoll, ich sehe auch nicht, warum ein Therapeut an ihr "scheitern" sollte, wie Du ansprichst, er will sich ja in einer Therapie nicht selbst etwas beweisen. Vivien wird in einer solchen Therapie, wenn sie gut und empathisch ist, vielleicht zum ersten Mal erfahren, angenommen zu werden, sie wird sich vielleicht zum ersten Mal in ihrem Schmerz (jaja: Ihrem Haß...) verstanden fühlen. Und sie wird vielleicht dann in der Folge auch wagen, sich der Ursache für ihren Schmerz (Haß) zu nähern, ihn letztlich zu verarbeiten.
Das kann man dann auch noch begleiten mit naturheilkundlichen Maßnahmen, Homöopathie oder auch Bachblüten. Beides sollte dann aber ganz sicher von einem Fachmann verordnet werden, das sind keine Spielereien, sondern Arzneien, die aufgrund von Wissen und Kenntnissen und auch mit Einfühlungsvermögen passend verordnet werden sollten, und Vivien ist kein Versuchskaninchen, ob das richtige Mittel vielleicht doch "erfühlt oder ausgependelt" werden kann, mal krass gesagt.
Im Vordergrund stünde aber m.E. ohnehin die Psychotherapie, allein schon das psychosomatische Herzstolpern rechtfertigt diese allemal bei einer Dreizehnjährigen.

Ich denke, Phönixa, Du läßt Dich hier in fast blinden Aktionismus ein. Wozu? Ist das Mädchen akut und schwer krank? Nein. Ist sie akut selbstmordgefährdet? Nein. Und selbst wenn ja, dann müßte ja erst Recht der Fachmann herangezogen werden. Was Du nun anpeilst, Phönixa, kann echt nach hinten losgehen. Gut gemeint ist nämlich nicht immer gut gemacht. Du willst eine Verantwortung auf Dich nehmen, die Du, schon mangels Kenntissen, gar nicht tragen kannst (Du fängst "jetzt" an, Dich mit Bachblüten zu beschäftigen, und die Methode des Auswählens der Blüten willst Du aufgrund eines Forenbeitrages im Internet hin einer verunsicherten 13Jährigen mit psychosomatischen Störungen überlassen, einer Minderjährigen, sie soll jetzt - schon wieder allein - die Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen, überleg doch mal!).
Es wäre besser, in Ruhe zu überlegen, soviel Zeit muß sein und ist doch auch da, was zu unternehmen ist. Die Mutter muß z.B., wenn auch nur irgend möglich, "mit ins Boot"! Möglichkeiten wären z.B.: Mutter in Erziehungsberatung und evtl. auch in eine Gesprächstherapie, Kind Vivien in Gesprächstherapie und homöopathische Begleitung (bei einem Homöopathen, nicht das Mittel von Laien ausgesucht). Die Beziehung von Mutter und Tochter zu bessern ist erstmal sinnvoll, die Mutter ist ja "nur" genervt und überfordert, oder ist sie auch konkret mißhandelnd und nicht willens, etwas für ihre Tochter zu bessern? Ich habe aus Deiner Schilderung den Eindruck, sie möchte schon etwas bessern für Vivien, und weiß nur nicht wie. Daß Vivien dem geplanten Umzug zustimmt, heißt leider nicht gleichzeitig, daß sie sich dann nicht von ihrer Mutter abgeschoben fühlen wird (es sei denn, das ist nur mal ein Wochenende, aber es hörte sich nach Planung eines längerfristigen Aufenthaltes bei Dir an).

Wie rine m.E. richtig anmerkte, verkraftet Vivien all das Erlebte keinesfalls, darauf weisen ja ihre Störungen hin. Ihr fehlen m.E. Halt und Sicherheit, (wozu auch das Augenmerk auf ihre aushäusigen Unternehmungen gehören würde, was rine ja auch anmerkte, auch das würde ihr Halt geben). Und Du bist, wie es sich anhört, viel zu verwoben in diese langjährige Entwicklung, um das zu sehen. Das ist kein Vorwurf, sondern einfach mal ein Hinweis aus dem "unbeteiligten Außen". Meiner Meinung nach gehst Du gerade sehr unüberlegt eilig vor. Warum auf einmal diese Eile?

Nimm meine deutlichen Worte nicht krumm, ich finde einfach, Du bist gerade aus erwähntem "plötzlichem blindem Aktionismus" auf dem falschen Weg. Nimm Dir lieber die Zeit, den richtigen Weg zu finden für Vivien, und sei der Unterstützer auf diesem Weg, statt ihn für sie und ihre Mutter auch noch zu gehen. Die beiden müssen ihren Weg gemeinsam finden, und jeder selbstständig gehen, sie sind Mutter und Tochter. Dagegen spräche wie gesagt nur, wenn die Mutter völlig untragbar wäre (am Wohlergehen ihrer Tochter desinteressiert, schwer psychotisch oder alkoholkrank, mißhandelnd u.ä., aber das habe ich bisher nicht gelesen, sondern die Mutter ist einfach schwach, etwas hilflos, weiß keinen Weg heraus).

Nun hast Du jedenfalls noch mal eine andere Meinung zum Thema.
LG
greenbeans

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Gingkoblatt
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon Gingkoblatt » 20. Jul 2009, 10:13

Danke greenbeans - ich möchte mich deiner Meinung anschließen.

So lieb Phönixa diese Aktion auch gemeint hat. Das ist keine Art und Weise die psychischen Probleme einer 13 Jährigen anzugehen. Irgendwer (verzeiht) empfiehlt Bachblüten und dann probieren wir sie mal aus - ohne auch nur zu wissen, wie man sie auswählt oder gar anwendet. Was kommt dann als Nächstes?

Auch ich bin der Meinung, dass es für einen so jungen Menschen nicht so einfach zu verkraften ist, Schlachtereien, Viehtransporte u.ä. zu betrachten und ein Kind, das nachts abhaut gehört unter elterliche Aufsicht!

Ich denke Mutter und Tochter sollten gemeinsam eine Familientherapie in Angriff nehmen.

Diese Forum ist prima, aber wir ersetzen keine Behandler und Therapeuten!
:wink: Gingkoblatt
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Dr.Rolf Ebhardt
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Re: Herzrasen beim Kind...

Beitragvon Dr.Rolf Ebhardt » 20. Jul 2009, 17:12

Hallo Phoenixa,
ich möchte jetzt die Gedanken mal auf ein ganz anderes Gebiet lenken.Ich weiss aus jahrelanger Erfahrung,dass genau solche Symptome,wie sie das Mädchen hat,durch
A l l e r g i e e n ausgelöst werden können.(Übrigens,ADHS hat ja oft ganz ähnliche Äusserungen,auch die sind sehr oft allergiebedingt.)
Sind bei ihr oder der Familie Zeichen bekannt,die auf eine A. hindeuten könnten?
z.B. Haut- oder Atemprobleme,Heuschnupfen,Darmkrankheiten,Milchschorf beim Baby ?
Wir wissen,dass "echte" Allergien vererbt werden (gegen Kuhmilch,Weizen,Ei).
Wenn sie sich vegan ernährt,vermeidet sie vermutlich ,ohne es zu wissen,die für sie schädlichen Allergene (vielleicht Kuhmilch und Ei) und hat von dieser Seite aus daher auch keine oder nur geringe Beschwerden,die sich aber rasant ändern können,wenn sie mal einen Karenzfehler macht.Aber Weizen,den sie sicher nicht meidet,könnte ihre Symptome auslösen.Ausserdem können bei solcher Ernährung natürlich auch Stoffwechsel.Defizite auftreten.
Als Therapeuten sollte man die Schulmediziner vergessen.Typisch ist ja schon,dass absolut keiner ihrer bisherigen Ärzte mal in diese Richtung gedacht hat.
Sollte die junge Dame einverstanden sein,wäre ein Arzt oder HP,der z.B.mit Bioresonanz oder einer vergleichbaren Methode arbeitet,der Richtige.Mit Bioresonanz kann man tatsächlich Allergien in etwa 80% der Fälle heilen.Falls gewünscht,werde ich gerne über pn einen Weg weisen,wie Sie in Ihrer Gegend einen passenden Therapeuten finden können.
Besten Gruss, Dr.Ebhardt



   

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