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Neurodermitis

Suche hilfe, was tun gegen ...
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Moderator: Angelika

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beatie
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Neurodermitis

Beitragvon beatie » 23. Jul 2003, 12:37

Hallo,
ich bin durch Zufall auf Euer Forum gestossen und habe auch sofort eine Frage.
Meine kleine Tochter hat Neurodermitis. Von der Hautärztin haben wir Cortison und Lebertranslabe bekommen. Leider hilft nur das Cortison. Aber ich tue mich damit seeeeehr schwer, es ihr zu geben. Jetzt habe ich gehört, daß Johanniskrautsalbe helfen sehr gut soll. Habt Ihr irgendwelche Infos darüber? Und wie ist es mit der Lichtempfindlichkeit?
Bei dem Wetter spielt meine Tochter natürlich gerne draussen, und die schlimmsten Stellen sind in den Armbeugen und Kniekehlen, also Stellen, die gut Sonne abbekommen.
Im Voraus vielen Dank für Eure Hilfe.
LG Beatie


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 23. Jul 2003, 21:56

Hallo Beatie,

Haste mal Totes Meer / ~Salz probiert ? (reich an Brom, Magnesium, Kaliumchlorid und Kalzium. Die Luft davon enthält das beruhigende Element Bromid, extrem reichlich Sauerstoff und wenig Luftfeuchtigkeit,
Der Schlamm enthält reichlich entzündungshemmende Bitumen und Brom.
Dort ist die Gefahr trotz Sonnenscheinstunden eines Sonnenbrandes sehr gering.
Für zu Hause:
Löse 500 g Totes Meer Salz in 3 l heißem Wasser auf und gieß die Lösung in die Badewanne (Wasser . ca. 37 Grad). Badezeit zwischen 15-20 min, nicht länger, danach abduschen und 1h ruhen.

Wie sieht's mit Fumarsäue aus ? Das kann man auch probieren gegen Immunerkrankungen wie Neurodermitis u.a.

Gerade bei Kindern spielt die Psyche eine große Rolle - Entspannung, kein Streß, Märchen lesen, Hobbys pflegen...Geborgenheit und Familienruhe/~glück sind fördernd.

Warum Sonne ?
Davos in den schweizerischen Bergen ist bekannt für hartnäckige Hautleiden wie Neurodermitis. (Prof. Angelika Schuh vom Institut für Medizinische Klimatologie an der Münchener Uni betreute dort schon Patienten.)
- die UV-B-Bestrahlung - Dosis beachten ! Sonnenpausen einlegen ... warum macht der Hautarzt das nicht ? - Man fängt bei 20 sek an (SUP ist wahrscheinlich für Deine sonnenempfindliche Tochter die geeignete Bestrahlung - bei Rötung immer Bescheid sagen, manch einer verträgt eben nur 3 min oder so... andere länger, andere stärkere Bestrahlung als SUP... wird genau angepaßt und dosiert, auch nach Pausen und evt. Erkrankungen ! Hilft gut. Gesteigert wird um 20 sek. ....

Aloe
Das Aloe-vera-Gel ist äußerlich sehr hilfreich gegen Neurodermitis, Akne, Rheuma und Neuralgien - bitte streng darauf achten, ohne Konservierungsstoffe und biologisch angebaute Pflanzen als Grundsubstanz verwenden.

Johanniskrautsalbe ?
Gegen Neurodermitis ? - Für Wundheilung, Sonnenbrand, Stockschnupfen ; Nasennebenhöhlenbeschwerden ... etc. - ja...

Aber Neurodermitis :roll: und dann noch Sonnentherapie ?
Das Problem ist die Erwärmung und die verschiedenen Strahlen UV-A, UV-B und UV-C, die man mit der Sonne abbekommt, und die die entzündliche Reaktion beeinflussen.

Obwohl - ich lasse mich auch belehren - ist aber nicht die Salbe, sondern das Öl aber nur bei leichter:

Beitrag aus unserem Forum:
"Ich würde nämlich nur ungern auf das Einreiben mit Johanniskrautöl verzichten, da es wunder gegen meine leichte Neurodermitis hilft..."
Grüße,
Thalliana

Hier noch info's aus dem Kräuterlexikon:
http://www.natur-forum.de/lexikon/kraeuter/16.html

und hier zu den einzelnen Anwendungen:
http://www.natur-forum.de/forum/viewtop ... anniskraut

Tja und die Kleidung; es gibt sogar spezielle Kleidung, aber bisher scheint das noch nicht nötig. (
Mikrofaser mit fast 100% Silber beschichtet und wirkt antibakteriell gegen Entzündungen der Haut.)

Achte mal auf Waschgewohnheiten und diesen ganzen Krims und Kram - viele menschen riechen wie frisch im Waschmittel/Weichspüler gefallen - tödlich - Ursache und verstärker vieler Allergien und Hautprobleme ...
Nicht zu viel baden, nicht zu heiß (35Grad) - duschen ist besser...
Badezusätze weglassen.
Keine Seife.
Shampoo ph-neutral, parfümfrei, farbstofffrei - und auch Konservierungsstoffrei.
Nach waschen fettreiche Creme verwenden.

Kleidung - Farbe etc. - Umweltwäsche Tragen - frei von irgendwelchem Zeugs ;-)
Nickel weglassen.
Kein Weichspüler !

Allergene ausschließen - verschlimmern und erschweren eine Behandlung.

Achte mal auf nahrungsmittel:
Risikonahrungsmittel sind Zitrusfrüchte, Tomaten, Weizen, Eier, Fisch, nusßhaltige Nahrungsmittel und vielleicht einige Milchprodukte.

Ups, was ist Lebertranslab ?
:wink:
MfG
Kräuterfee

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beatie
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Beitragvon beatie » 24. Jul 2003, 12:28

Hallo Kräuterfee,
danke für die Tipps. Ich schaue mal, was ich daraus machen kann.
Es sollte übrigens Lebertransalbe heissen :oops:
LG
Beatie
LG Beatie

kckc
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Beitragvon kckc » 25. Jul 2003, 13:14

Hallo! Ich bin aus Österreich und habe gehört und gelesen, daß es nun eine neue Salbe gegen Neurodermitis gibt, die kein Cortison enthält, aber genauso wirksam ist. Die Nebenwirkungen des Cortisons fallen dabei völlig weg. Die Salbe heißt Protopic und ist chefarztpflichtig, man bekommt sie also nur sehr schwer verschrieben.
Ich habe leider keine Erfahrungen damit gemacht und wollte nur mal weitergeben, was ich so gehört habe.
LG, Katja.
Liebe Grüße, Katja.

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Ursula
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Beitragvon Ursula » 9. Okt 2003, 20:24

Beitrag von einem Forums-Gast (verschoben von Ursula)

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Hallo mein Sohn hat Neurodermitis. Leider hab ich überhaupt keine Erfahrungen damit.

Ein Bekannter hat mir eine Kortison Creme empfohlen, ich bin mir aber nicht sicher,ob ich diese verwenden soll, da mein Sohn erst 2 Jahre alt ist.



Hat da Irgendwer Erfahrungen?
Zuletzt geändert von Ursula am 3. Nov 2003, 12:02, insgesamt 2-mal geändert.

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Ursula
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Beitragvon Ursula » 9. Okt 2003, 20:26

diabolo71 (verschoben von Ursula)

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Hallo Anonymus,
ich bin selbst neurodermitisbehaftet. Es gibt eine recht gute pflanzliche Salbe zur Stillung des Juckreizes. Sie heisst Halicar und besteht nur aus einem einzigen Wirkstoff, der aus Cardiospermum gewonnen wird. In wieweit es für Kinder anwendbar ist, solltest Du einen Apotheker fragen, da ich leider den Beipackzettel nicht mehr habe.
Ausserdem solltest Du beobachten, ob sich die Neurodermitisanfälle nach Genuß bestimmter Speisen, wie z.B. Milchprodukten, Süssigkeiten oder scharfen Gerichten (sollte bei einem 2-jährigen eigentlich kein Thema sein!) verschlimmern.
Das allerwichtigste ist die Pflege der geplagten Haut, Ringelblumensalbe kann da Wunder vollbringen, auch mit Jojobaöl verdünntes Teebaumöl ist gut. Wenn Du weitere Fragen hast, mache ich mich gerne kundig.

Liebe Grüsse und gute Besserung für den Kleinen
Diabolo
P.S.: Cortikoidhaltige Präparate sind natürlich sehr effektiv, bergen aber Gefahren in sich, darum sollten sie wirklich auf Notfälle beschränkt bleiben, falls gar keine anderen Mittel anschlagen!
Gruss


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Ursula
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Beitragvon Ursula » 9. Okt 2003, 20:27

Gast (verschoben von Ursula)

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Ich habe mal mit der Dame der Neurodermitis Gruppe Rosenheim gesprochen. Sie hat gesagt, wenn ein Kind N. hat, muss immer die Mutter in psychologische Beratung, denn das Kind ist nur Symptomträger. Eine Bekannte von mir hat ihren Sohn auf Ziegenmilch umgestellt und es wurde besser. Aber auch sie hat bemerkt, dass es psychische Hintergründe gab. Er fing immer zu kratzen an, wenn ihm was nicht passte.
ivonne.radtke

Stephan
Beiträge: 50
Registriert: 22. Sep 2003, 22:47

Beitragvon Stephan » 10. Okt 2003, 21:20

Hallo
Ich habe selbst Neurodermitis und ich würde sagen, dass ich sehr viel dadrüber weiß.

1. Es gibt eine Johanniskrautsalbe namens "Bedan". Die Salbe ist relativ neu und meiner Erfahrung nach sehr gut. Aber man muß vorsichtig sein:
Es gibt eine ganze Pflegeserie von Bedan. Das meiste davon ist für Neurodermitiker wegen dem Alkohol gar nicht gut, auch wenn auf jeder Packung egal ob Lotion oder Creme das gleiche drauf steht: "Für Neurodermitiker empfohlen".
Also nochmal die Creme ist echt gut aber die Lotion oder andere Produkte würde ich nicht nehmen, weil es höllisch brennt.
2. Man kann mit der Salbe ohne Risiko in die Sonne gehen. Der Bestandteil vom Johanniskraut, der die Empfindlichkeit auf Sonne erhöt wurde irgendwie raus gefiltert. Keine Ahnung wie, aber das würde ich einfach mal glauben.

3. Protopic
Protopic und Elidel kamen in den Letzten Jahren auf den Markt. Es kann sicherlich bei leichteren fällen als Cortison ersatz dienen.
Im Gegensatz zu Bedan muß man hier aber mit der Sonne stark aufpassen.

4. Es ist ja wirklich beeindruckend was Kräuterfee alles weiß, aber in sache Neurodermitis, finde ich ein paar sachen nicht richtig:
1. Waschgewohnheiten?
So ein schwachsinn. Ich kenne wirklich viele Neurodermitiker, aber bei niemanden kann man irgendein zusammenhang mit Kleidung sehen. Ich weiß auch das es spezielle Kleidung für Neurodermitiker gibt, ich finde allerdings, das man genausogut Kortison drauf schmieren kann, das behandlet die Ursache genau so wenig.
2. Nahrungsmittel
Naja, kann vielleicht bei manchen eine Ursache sein, aber dann handelt es sich meiner Meinung nach eher um eine Allergie als um Neurodermitis. (Ich weiß die Schulmedizin sieht das anders, aber das ist halt meine Meinung)
Ich glaube das höstens das Säure-basen Gleichgewicht eine Rolle spielen kann. Das hängt natürlich auch mit der Ernährung zusammen, man kann aber nicht sagen, dass wenn man eine Bestimmte Sache ißt, das es dann schlimmer wird. Eine Ernährungsumstellung halte ich grundsätzlich bei kindern für falsch. Man sollte lieber vielleicht das Kind dazu bringen zwischen durch mal Gurken oder anderes Gemüse zu essen.

3. Psyche
Das was Ursula da geschriben hat finde ich grundsätzlich richtig, vielleicht ein bißchen übertrieben aber ok. Ein Besuch bei einem Psychologen kann oft helfen (nicht nur Betroffener selber sondern auch Verwandte oder Partner). Aber wenn die Krankheit durch eine Körperliche Krankheit kommt, dann kann man so oft zu Psychologen gehen wie man will, es würde nichts helfen.

4. Totesmeer Salz
Natürlich hilft es, es ist aber auch nur eine Symptombehandlung und hilft auf längere Sicht rein gar nichts.

Zum Schluß würd ich gerne noch kurz schreiben was ich empfehlen würde:
Als erstes würde ich zu einem Heilpraktiker gehen, der mal nach dem Grund suchen soll (z.B.: Stuhluntersuchung, Allergietest)
Wer weiß vielleicht ist es ja nichtmal Nd sonder "nur" eine Allergie.
Ich kenn viele Leute bei denen der (Haut)arzt völlig falsche Diagnosen getroffen hat.

Eine wichtige Sache ist es noch, möglichst nicht zufrieden zu sein wenn man Kortison nimmt. Man sollte möglichst schnell versuchen davon weg zu kommen und am besten fängt man gar nicht an Cortison zu nehmen.
Es ist wirklich wie eine Droge.

Viel Glück
Stephan

Lissi
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Zu Neurodermitis:

Beitragvon Lissi » 10. Okt 2003, 22:10

Mein Patenkind hatte von Geburt an schwere Neurodermitis am ganzen Körper. Meiner Schwester (der Mutter) wurde auch zu Cortison etc. geraten, wollte das dem kleinen Kind aber nicht antun.
Sie hatte dann Nachtkerzenöl-Kapseln, insbesondere zum Einreiben der betroffenen Stellen, verwandt und gute Heilerfolge damit erzielt. Speziell der Juckreiz ließ sofort nach, und die wunden Stellen heilten auch ab.

Übrigens seit etwa dem 7. Lebensjahr ist die Neurodermitis bei dem Kind ganz von allein „verschwunden“. Er ist heute 14 Jahre und seit dem ganz frei von diesem Problem.

Gruß, Lissi

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 11. Okt 2003, 10:58

Waschgewohnheiten?
So ein schwachsinn.
Hallo Stephan,

Wieso ? - Du beschreibst es ja selber und mit Bsp. an einem Produkt. -> da ist Deiner Meinung der Alkoholzusatz störend - klaro - Alkohol reizt noch mehr die geschädigte Haut.
Und was ist in Shampoos und Waschmitteln für Zusatzstoffe drin ? - Es ist mitunter so ein Zeug wie Formaldehyd (um was Einfaches zu nennen) und andere diverse Haltbarkeitsmacher, Weichmacher, Duftstoffe etc., das in die Haut eindringt und vom Organismus aufgenommen wird. - Und das spielt keine Rolle, nein, mag jeder 'draufschmieren, was er mag - Du widersprichst Dir ja dabei selber ;-)
Ich wollte bloß damit zeigen, daß man auch mal auf die Packung guckt und überlegt, was man sich da antut. Man sollte die entzündete Haut nicht noch mehr belasten, wie sie schon ist. Mehr wollte ich damit nicht sagen !
:wink:
MfG
Kräuterfee

lost-soul
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Registriert: 25. Okt 2003, 07:56

Beitragvon lost-soul » 25. Okt 2003, 09:20

hallo leidensgenossen und interessierte :wink:

ich leide ebenfalls unter sehr starker neurodermitis in verbindung mit asthma.

beide krankheiten traten zuerst circa ab dem 6ten lebensjahr auf. in den anfangsphasen der pubertät ging beides nahezu komplett weg. ich führe das zunächst erstmal auf die bemühungen meiner mutter zurück, welche sich stets mühe gegeben hat, bewusst diese krakheiten in den alltag mit einzubeziehen. zwar bekomme ich seit dem zarten alter bereits cortisonhaltige sprays gegen das asthma, aber auf eine cortisonhaltige salbe/creme wurde zunächst bewusst verzichtet. stattdessen gab es hausgemachtes johanniskrautöl zum einreiben der befallenen stellen. rückblickend (ich bin jetzt 27), kann ich nicht genau sagen ob es wirklich etwas gebracht hat, ausser das der juckreiz gelindert wurde.

ich habe scheinbar sehr viele fehler begangen, nachem ich meinen eigenen hausstand gegründet habe, jedenfalls wurde es zusehends schlimmer mit beiden krankheiten. auch ich kenne einige leidensgenossen, welche sehr experimentierfreudig sind/waren. wirkliche besserungen konnte ich aber nicht sehen (besonders was kleidung und essgewohnheiten angeht). da ich eine zeitlang sehr stark psychisch krank war (leider noch nicht ganz weg, aber kommt zeit, kommt glück ;) ), habe ich mir weiter keine grossen gedanken um meine krankheiten gemacht. ich habe es einfach hingenommen und versucht, es so gut es ging in den alltag zu integrieren...

doch langsam habe ich wirklich genug von meinen beschwerden und will selber auch aktiv etwas tun um meinen gesundheitszustand zu verbessern. mittlerweile bekomme ich neben den asthmasprays auch cortisonhaltige cremes verschrieben (z.Z. dermatop créme). noch bin ich nicht so aufgeklärt über die allseitig benannten nebenwirkungen (eventuell könnte hier jemand einen kleinen abriss geben, das verkürzt mir das rumsurfen/lesen), allerdings habe ich festgestellt, das meine haut extrem reizanfällig geworden ist. anders als bei neurodermitis ansich, ist meine haut scheinbar dünner und beschädigungsanfälliger geworden. ich stelle deutliche wundspuren an stellen, wo z.b. kleidung häufig scheuert oder druckpunkte (z.b. knöchel) fest. ich gebe zu, das ich bisher wenig wissen über meine krankheiten und ihrer behandlung angesammelt habe, und vor kurzem bekam ich dafür eine ordentliche quittung. ein arzt verschrieb mir eine harnstffhaltige salbe. das resultat war eine extrme austrocknung der haut mit starken wundrissen (besonders am hals und an den ohren). ich habe innerhalb von wenigen stunden nahezu jede schmerzfreie bewegungsmöglichkeit verloren. es war furchtbar. ein zugerufener notarzt (es war natürlich wochenende und mitten in der nacht :( ), klärte mich,als erster arzt überhaupt,ein wenig über meine krankheit (im besonderen neurodermitis) und den behandlungsmethoden auf. neurodermitis + harnstoff = tabu ! - das war zunächst mal seine kernaussage. er erzählte mir von johanniskrautsalbe und ägyptischem schwarzkümmelöl (für das asthma). mit der zur zeit verabreichten dermatop creme kommei ich gut zurecht, sie enthält aber eben cortison. vor gut einem jahr verschrieb mir ein hautarzt mehrere gemischte cremes, welche auch nach wochenlanger anwendung keinerlei verbesserungen brachten, eher noch verschlimmerungen. ich suchte einen weiteren arzt auf, welcher die hände über dem kopf zusammenschlug. nach mehrjähriger cortisonbehandlung kann man das nicht einfach von 100 auf 0 absetzen so seine botschaft. stimmt es wirklich, das man nach cortison abhängig wird ? wenn ja, welche möglichkeiten eines entzuges hat man ?

ich muss dazu vielleicht noch sagen, das ich noch diverse weitere krankheiten habe, zum teil psychisch bedingt, sodass ich trotz meiner dauerhaften beschwerden nur sehr selten zum arzt gehe (ausser das rezept abholen). in der regel begrüsst mich ein unbekannter hautarzt bereits mit den worten 'ah, guten tag, sie sind neurodermitiker', was mir bisher immer recht gewesen ist. von bekannten habe ich aber erfahren, das es noch andere krankheiten gibt, die neurodermitis sehr ähnlich sind, aber eine ganz andere behandlung benötigen. das war anlass genug endlich einmal klarzustellen ob ich tatsächlich neurodermitis habe oder nicht (den so richtig geholfen hat die cortisoncreme über die jahre auch nicht wirklich, allerhöchstens etwas verbessrung).

doch mein resüme nach 5 verschiedenen hautärzten ist sehr enttäuschend. ich konnte weder einen arzt dazu überreden eine hautprobe zu nehmen, geschweige denn einem arzt eine kurze umschreibung meiner längrfristigen symptome. stattdessen höre ich immer wieder floskeln wie 'das seh ich doch auf den ersten blick, sowas ist garnicht nötig' oder 'aufgrund unseres budgets...' :sad:
einer fragte mich sogar, was ich denn verschrieben haben wolle. auf mein kommentar 'ich weiss nicht, sie sind doch der arzt' bekamm ich dann die frage vorgehalten 'bin ich jesus ?'

natürlich weiss ich, das es meine eigene schuld ist, das ich die ärzte nicht überreden kann bessere untersuchungen bei mir zu machen. dies liegt leider an einem arg ramponierten selbstvertrauen. dennoch bin ich wirklich arg enttäuscht von den vorgehensweisen unserer ärzte und habe mich entschlossen, in zukunft zum heilpraktiker zu gehen. auch wenn es von vielen belächelt wird, so glaube ich, das ich dort in wesentlich besseren händen bin. vielleicht kann ich dann auch bald mit meiner krankheit auf du sein und sie medizinisch wie auch psychisch bekämpfen.

ich weiss jetzt eigentlich garnicht mehr den grund, warum ich das hier alles schreibe... find einfach nur klasse das es solche foren gibt, wo man sich ein wenig schlauer machen kann. aber nunja, vielleicht kann hier ja irgendeiner die fragen beantworten oder sich etwas für sich daraus ziehen :)

p.s. eine vielleicht belanglose festellung habe ich im laufe der jahre noch gemacht: auch wenn ich nicht an vorteile der ernährungsumstellung glaube, so muss ich doch zugeben, das (weisser) zucker wie ein bremsmittel für allergiemedikamente aller art wirkt (zumindest ist das mein eindruck).

gute besserung allen - tschöö :wink:

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Ursula
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Beitragvon Ursula » 26. Okt 2003, 18:11

Hallo Stephan,
3. Psyche
Das was Ursula da geschriben hat finde ich grundsätzlich richtig,...
...den Beitrag, auf den Du Dich beziehst, hat ivonne.radtke geschrieben (ich will mich ja nicht mit fremden Federn schmücken :razz: , ich habe ihr posting lediglich aus einer anderen Rubrik hierher verschoben).

Ursula :wink:

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Gaja
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Beitragvon Gaja » 26. Okt 2003, 19:21

Hallo zusammen, :o

auch ich kann einiges zum Thema: NEURODERMITIS" beitragen.

Mein Sohn wurde mit 6 Monaten neurodermitis krank. Danach habe ich es erst mal mit der Schulmedizin probiert. Aber das hat immer nur einige Zeit geholfen und dann mußte ich wieder zum Arzt laufen und mir neue Salbe verschreiben lassen. (Kinderarzt) . Als ich dann so gefrußtet war und zum Hautarzt gegangen bin hat der mit natürlich CORTISON mitgegeben. Hab ich meinem kleinen Kind aber nicht gegeben.
Danach gings zum Homöopathen (allerdings hat der nur die Symtome) behandelt. Und die Haut wurde zwar immer irgendwir besser aber schlußendlich war nach einiger Zeit wieder alles beim ALTEN.
Eine sehr schlimme Zeit und was man sich von einigen Ärzten anhören hat müßen.......
:evil: Wenn ich heute darüber nachdenke, es stehen mir die Haare zu Berge. Aber ich wußte immer (meine Intuition), meistens jedoch sehr schwach ausgeprägt, das es etwas gibt was meinem Kind helfen muß. (Ohne irgendwelche Einschränkungen = Verzicht auf spezielle Nahrungsmittel, Eincremen von Kopf bis Fuß, Wartezeiten in Arztpraxen etc.)
Durch ZUFALL (eigentlich gibt es ja keine Zufälle), es mußte wohl so sein oder die Zeit war reif, habe ich einen guten HOMÖOPATHEN gefunden der die klassische Homöopathie, nach Hahnemann, praktiziert. Geduld muß man zwar haben aber es hat sich gelohnt. Mein Sohn ist seit zwei Jahren von der Neurodermitis GEHEILT.
Bei der klassischen Homöopathie werden Körper, Geist UND Seele in Einklang gebracht. Kein Arzt oder Heilpraktiker denkt so (soweit ich das weiß). Und ich bin fest davon überzeugt das dieses Denken meinen Sohn GEHEILT hat. ;)

So das wars von meiner Seite für heute

gutes Nächt'le

Marion :o

Stephan
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Beitragvon Stephan » 26. Okt 2003, 20:57

Hallo!
Ich finde auch, dass die klassische Homöopathie sehr gut ist.
Aber viele Heilpraktiker therapieren mit der klassischen Homöopathie (wer sonst?).
Bei was für einem warst du denn? Das muß ja eigentlich ein Arzt oder ein Heilpraktiker gewesen sein (andere Therapeuthen dürfen in Deutschland gar nicht behandeln).

stephan

ed
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Registriert: 24. Aug 2003, 15:12

ND - Allergie - Zum Nachdenken!!

Beitragvon ed » 26. Okt 2003, 22:40

Erst mal ein Reim zum "An - Denken":

Was bringt den Doktor um sein Brot?
a: die Gesundheit b: der Tod.
Drum hält der Arzt, auf das er lebe,
uns zwischen beiden in der Schwebe.

Von Eugen Roth

....womit wir beim Thema Ärzte wären.
Eine hoch interessante, seeeeehr lange aber auch sehr aufschlussreiche Abhandlung über die geschichtlichen Hintergründe der heute unheilvollen Allianz Ärzte-Apotheker-Pharmaindustrie von Dr. Vernon Coleman findet ihr hier:

http://www.tierversuchsgegner.org/Pharmakritik/

Wer zwischen den Zeilen liest wird erkennen, dass die Ärzte mit den ihnen von der Pharmaindustrie zur Verfügung gestellten Mitteln gar nicht in der Lage sind, Krankheiten zu heilen - die Medikamente dienen ausschließlich dazu, Symptome zu behandeln.

Auch bei den meisten Beiträgen stelle ich immer wieder fest, dass lediglich Möglichkeiten diskutiert werden, wie man die Symptome lindern/abstellen könnte.
Ihr seid schon so gut "dressiert" - es macht sich niemand mehr Gedanken darüber, was die Ursache dafür sein könnte, dass Krankheiten wie ND, Allergien, Kreislauferkrankungen... kontinuierlich zunehmen!
Ich möchte hier eine Theorie zur Diskussion stellen, die mir nach meinen Erfahrungen am plausibelsten erscheint.

Danach war der menschliche Körper nicht in der Lage, sich auf die schnelle Veränderung der Eßgewohnheiten / Lebensmittelzusammensetzung in den letzten Jahrzehnten einzustellen.
Er kann der heutigen Nahrung mit einem immer geringer werdenden Angebot an lebenswichtigen Inhaltsstoffen nicht mehr genug Wirkstoffe entziehen um ordnungsgemäß zu funktionieren, wird aber andererseits mit Nahrungsmitteln konfrontiert, die er nicht „kennt“ (zum Beispiel Südfrüchte, die ihm bis vor ca. 50 Jahren noch völlig unbekannt waren).
Einige werden jetzt bemerken, dass wir doch heute Sommer wie Winter aus einem riesigen Angebot an frischem Obst und Gemüse wählen können. - Richtig! – Nur was ist da im Vergleich zu den fünfziger Jahren noch drin?
Die gärtnerische Kunst bescherte uns herrlich anzusehendes Obst und Gemüse das tage- manchmal sogar wochenlang haltbar ist. Wissenschaftliche Untersuchungen beweisen, dass darunter aber leider die Inhaltsstoffe ganz erheblich gelitten haben.
Bisher ist dies noch auf natürlichem Wege geschehen, in Zukunft wird das genetische Material manipuliert ohne dass die Folgen für den Menschen absehbar sind.
Auch hier gibt es inzwischen Erkenntnisse, dass die manipulierten Informationen auf natürlichem Wege (Insekten) auch auf andere Pflanzen übertragen werden – es wird also in 10 oder 20 Jahren keine Pflanzen mehr geben, die kein manipuliertes Erbgut in sich tragen.
Eine der gewissenlosesten Entwicklungen ist Saatgut, dessen erwachsene Pflanze sich nicht mehr auf natürlichem Wege vermehren kann. Zum besseren Verständnis: Diese Pflanzen bringen unfruchtbare Samen hervor – der Bauer ist also gezwungen, jedes Jahr neue Samen zu kaufen! – Ein Milliardengeschäft!!!
Abgesehen davon kann niemand garantieren, dass diese Erbinformationen nicht früher oder später auch in das Erbgut des Menschen übergehen – das hieße nämlich, dass sich die Kinder unserer Kinder nicht mehr auf natürlichem Wege vermehren können!

Ein weiteres Problem ist der hohe Verarbeitungsgrad unserer Nahrung. Mit jedem Produktionsschritt werden wichtige Inhaltsstoffe zerstört: es wird gereinigt, gebleicht, entsäuert, dehydriert, denaturiert, raffiniert, wärmebehandelt und und und..

Dafür werden aber jede Menge chemischer Substanzen eingesetzt um Nahrungsmittel noch schöner und noch haltbarer zu machen (E-Nummern). Einige davon müssen nicht einmal deklariert werden.
Dies aber nicht nur bei Nahrungsmitteln, sondern auch in fast allen Präparaten des täglichen Gebrauchs – übrigens auch in den Cremes und Lotions über die hier oft diskutiert wird.
Vaseline (engl. Petroleum jelly), Paraffinöl und andere Inhaltsstoffe werden aus Erdöl gewonnen – Motoröl 20W40 „High Grade“ sollte sich eigentlich auch gut zur Gesichtspflege eignen – meint Ihr nicht? Ist aber in den Cremegrundlagen aus der Apotheke und damit auch in dem Zeug mit dem Ihr euch einschmiert drin….
Selbst Cremes die –was schon recht selten vorkommt- aus natürlichen Bestandteilen zusammengemischt werden, enthalten Emulgatoren, Stabilisatoren, Verdickungsmittel, Konservierungsmittel die der Haut mit Sicherheit nicht sonderlich zuträglich sind.

Cremebasen, wie „Cremaba“ die keinerlei chemische Zusatzstoffe enthalten werden wegen des höheren Preises nicht verwendet –hoch lebe der Profit!

Um auf den Ausgangspunkt zurück zu kommen:
Es liegt weder im Interesse der Ärzteschaft noch dem der Pharmaindustrie, wenn Ihr gesund werdet!
Deshalb werden z.B. Erkenntnisse über die ausgezeichnete Wirkung von Linolensäure (enthalten in Nachtkerzen-, Borretsch-, Schwarzkümmelöl und Anderen) einfach totgeschwiegen (so blind kann kein Hautarzt sein – siehe auch:
http://aromatherapie.coolfreepages.com/ ... hwarzk.htm)
oder es werden schnell ein paar chemische Abkömmlinge „erfunden“ (Fumarinsäure in Erdrauch >> Fumarinester; Vitamin D >> Calcipotriol) um diese dann für teures Geld an den Mann zu bringen.
Aber Vorsicht! Nachdem die Pharma-Industrie die „Gefahr“ die ihr durch natürliche Produkte „droht“ erkannt hat, versucht sie durch gezielte Manipulationen diese unglaubwürdig zu machen! Es werden riesige Chargen aufgekauft, entsprechend „behandelt“ und dann als unwirksames „Naturprodukt“ über Tochterfirmen billig auf den Markt geworfen!
(So nachweislich geschehen nach der ZDF-Sendung mit Dr. Peter Schleicher)

Bevor Ihr jetzt in Scharen über mich herfallt, druckt Euch diese Zeilen aus, legt sie Euch unters Kopfkissen und schlaft mal drüber, lasst euch eure Umwelt mal ganz langsam am geistigen Auge vorbeiziehen, lest euch die Links in Ruhe durch…
Wenn Ihr dann noch Lust habt, können wir gerne darüber diskutieren.
Ich habe selbst mit ND und Allergien zu kämpfen gehabt und habe es mit Schwarzkümmelöl und Cremaba in den Griff bekommen.

Schönes Nachdenken wünscht Euch

Ed



   

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