Zum Inhalt

Hilfe bei Rheuma?

Suche hilfe, was tun gegen ...
Keine Frauenprobleme !

Moderator: Angelika

Benutzeravatar
Prophylaxe Frieda
Beiträge: 4
Registriert: 7. Okt 2003, 15:28

Hilfe bei Rheuma?

Beitragvon Prophylaxe Frieda » 7. Okt 2003, 15:59

Hallo Ihr!

Ich bin völlig verzeifelt und hoffe bei euch Hilfe zu finden.
Meine Mutter ( 47 Jahre jung) hat seit 5 Jahren schweres Rheuma. Es ging sehr schnell mit der Krankheitsentwicklung und es wird immer schlimmer. Wir haben schon viel ausprobiert aber nichts brachte Erfolg.
Jetzt habe ich einen Tipp bekommen, daß eine Salz und Wasser Kur mit HimalayaSalz helfen soll. Auch habe ich von Dr. Schüßler Salzen gehört. Jetzt bin ich hin und her gerissen und weiß gar nicht wo wir anfangen sollen.
Man kann ja sicher nicht alles auf einmal nehmen.
Hat jemand einen Rat für mich? Es kann auch etwas anderes sein, hauptsache es hilft.
Bitte helft mir! ':sad:'

Danke im voraus, Prophylaxe Frieda.
Ein tag ohne lachen ist ein verlorener Tag.


Benutzeravatar
Kräuterfee
Beiträge: 7701
Registriert: 29. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Kräuterfee » 9. Okt 2003, 20:06

Hallo Prophylaxe Frieda,

tja, das gemeine der Krankheit ist, sie wandert mehr oder weniger schnell von den Knöcheln, Knie, Handgelenke und Ellenbogen in die Gelenke von den Schultern, Hüften und Fingern, verbreitet sich immer stärker und ruft dann heftige Schmerzen, Entzündungen und Schwellungen hervor.
Der Rheumafaktor ist positiv, die Anzahl der weißen Blutkörperchen erhöht sich, mitunter kommt es zu Herzmuskelentzündungen, ~klappenveränderungen und Hautausschlägen und die Blutsenkung ist erhöht. Dann kann noch rheumatisches Fieber auftreten.
Und das schlimmste ist dann der Morgen - die morgendliche Steifheit, die evt. erst in den späten Vormittag allmählich verschwindet.

Wichtig ist auch die Ernährung.
Die Nahrung sollte überwiegend pflanzlich sein, besonders bei Gelenkrheuma. Salz einschränken. Oft haben die betroffenen einen Natriumüberschuß und ein Kaliummangel. Alkohol und Kaffee sind zu meiden. Bei kühlem Wetter warme Kleidung tragen. Niemals falsch die Gelenke belasten (Folge des Berufes oder falscher Körperhaltung), Bewegung an frischer Luft.

Speisen/Getränke:
Löwenzahnsalat ist gut bei Gelenkrheuma. (da u.a. auch sehr kaliumreich)
- Milchprodukte, Knoblauch, Zwiebeln, Schwarze Johannisbeere (3x täglich 1 Glas), Kohlsaft (2 Wochen lang 1 Glas) Walderdbeeren, Brennesselsuppe, Rote Beete (Mangan), Kombuchatee, Traubensaft, frische Kirschen (Molybdän), Meerettich, Aloe vera, Selleriesaft gut bei Anfällen, Gemüse, Gemüse, Gemüse am Besten roh als Saftmischungen wie Ingwer, Knoblauch, Paprika, rote Beete, Karotten, Brokolli, Spinat, Petersilie, Sellerie, Knoblauch je nach Geschmack mischen - gut 3x 250 ml pro Tag trinken, auch gut: Mangos, Papayas, Ananas,
....

Bäder:
- Salzbäder (Totes Meer)
- Kleiebad bei akuten Rheuma (1 kg Kleie mit 5 l Wasser überbrühen, 15 min ziehen lassen, abfiltern und ins Badewasser geben)
- Fichtentriebe als Bad oder in Mischungen mit Wacholder und Wurmfarn
- Heilwasserbehandlungen mit Suldidschwefel-Heilwasser (Heilbad, z.B. Bad Füssing),
....

Massagen:
- Roßkastanie: Früchte schälen, mahlen oder reiben und 3 Wochen in Branntwein stehen lassen; vorm Schlafengehen mit kreisenden Bewegungen von links nach rechts und von unten nach oben massieren (dazu/dabei Tee trinken: Schwarzen Holunder, Birke, Linde, Ackerschachtelhalm)
- Beinwelltinktur
- Johanniskrautöl
....

Einreibungen:
- Rosmarinöl, Majoranöl, Leinöl ...

Umschläge/Auflagen:
- Arnikatinktur
- Roßkastanienbrei
- Beinwellblätter (überbrüht - eine Wohltat für die Gelenke)
- gekochte oder rohe Kohlblätter
- Heublumensack
.....

Tees:
z.B. Mischung aus:
- knapp 7,5 TL Holunderblüten
- 12,5 TL Löwenzahnkraut
- 15,5 TL Brennessel
- 7,5 TL Ackerschachtelhalm
(für die Apotheke: entspricht einer Mischung a 15 g je Droge)
Von der Mischung 25 g mit 1 L Apfelwein kalt ansetzen, aufkochen, 10 min ziehen lassen, auspressen, tagsüber ca. 0,25 l schluckweise trinken

zum Wechseln
Mischung aus:
- 17 TL Ringelblumeblüten (fäden)
- ca. 50 TL-Spitzen Schlüsselblumenwurzel
- 10 TL Mädesüßblüten (Spierstaude)
- ? TL Veilchenwurzel
(für die Apotheke: entspricht einer Mischung a 25 g je Droge - habe leider das Gewicht pro TL Veilchenwurzel jetzt nicht gefunden, besser ist also mischen lassen, kaum einer hat eh Schlüsselblumenwurzel und Veilchenwurzel selbst ;-)
Von der Mischng 1 EL auf 1 Tasse Wasser über Nacht kalt ansetzen, aufkochen, abseihen, 3x täglich 1 Tasse.

u.a.m.
:wink:

MfG
Kräuterfee, die erst mal für heute genug schrieben und Kräutlein berechnet hat und jetzt flucks die Füße hochlegt ... :D

Benutzeravatar
Prophylaxe Frieda
Beiträge: 4
Registriert: 7. Okt 2003, 15:28

Beitragvon Prophylaxe Frieda » 10. Okt 2003, 20:02

Hallo Kräuterfee.

Vielen Dank für die Informationen.
Vieles war uns schon bekannt und ich glaube solangsam das man wirklich etwas an der Ernährung ändern sollte, da es ja auf anderem Weg nicht allzu viele Möglichkeiten zu geben scheint.
Ich weiß das Schweinfleisch überhaupt nicht gut für Rheumatiker ist und der Genuß rächt sich meist schn am nächsten Tag. Von daher läßt sie das schon freiwillig. Aber Sachen wie Kaffee und Alkohol (natürlich sowieso nur in geringen Mengen) gar zu unterbinden wird schwer sein.
Wie du schreibst ist die morgendliche Steifigkeit ein großes Problem und das ist auch bei meiner Mama so es zieht sich bis in den Nachmittag. Das Problem ist, das meine Mama einfach nicht still sitzen kann. Sie muß immer irgendetwas rumputzen oder ähnliches. Das hat sie früher schon so gemacht und kann es auch jetzt nicht lassen. Dadurch daß ihr jetzt aber alles viel schwerer fällt und sie immernoch den Anspruch gegen sich erhebt alles machen zu wollen, wurmt sie es, weil es halt nicht mehr alles so geht. Sie fühlt sich total ausgebremst von dieser Krankheit. Ich glaube das das auch ein psychisches Problem ist.
Kann man dagegen etwas tun? Außer Johanniskrautkapseln?

Vielen Dank erst mal für heute.
MfG, Prophylaxe Frieda ':wink:'
Ein tag ohne lachen ist ein verlorener Tag.

lavendel
Beiträge: 11
Registriert: 29. Sep 2003, 21:48

Beitragvon lavendel » 22. Okt 2003, 22:52

Sich im Dschungel der zahlreichen Mittel und Methoden zurecht zufinden ist wirklich nicht einfach. Die Devise lautet: Probieren geht über Studieren! Nach meiner Erfahrung kann man nicht sagen, dies nützt und jenes nicht. Jeder muss selber herausfinden, was ihm gut tut und was nicht. Ist leider so.
Ich nehme seit ca. 1 1/2 Jahren "allsan Vitamin E 400". Meinem Mann hab ich es dann auch empfohlen, und es wurde auch bei ihm besser.
Nachteil ist, dass man die Kapseln dann halt immer nehmen muss, wie oft muss man auch selber ein wenig herausfinden. Unser Hausarzt hat uns da sehr gut beraten.

Ich wünsche Deiner Mutter viel Erfolg bei der Suche nach dem richtigen Mittel / Methode. :wink:
Liebe Grüsse Lavendel

Benutzeravatar
Hörbi
Beiträge: 11
Registriert: 7. Okt 2003, 11:53

Beitragvon Hörbi » 23. Okt 2003, 12:34

hola Prophylaxe Frieda

neben johanniskraut hat auch die passionsblume einen stimmungsaufhellenden effekt.
jedoch denke ich, dass dies nur vorübergehend eine lösung darstellt! denn jünger wird sie ja nicht... und sie sollte sich wohl wirklich mit der tatsache anfreunden, dass sie nicht mehr alles machen kann, dass sie ihre ansprüche an sich selbst runterkurbelt, sich mit ihren möglichkeiten abfindet... unsere gesellschaft ist soooooooooooo auf aktivität und fleiss fixiert, dass man sich doch sehr schnell als "unwürdig" ansehen kann. und v.a. (haus-)frauen sind einem sehr grossen druck ausgesetzt: man muss ja schliesslich den "ernährer" bei laune halten und alles perfekt halten, damit dieser sich auch ja ungestört erholen kann! (sorry, wenn dies so ein bisserl sarkastisch geschrieben ist...)
meine mama ist momentan am gleichen punkt! (bei ihr sind es diffuse nacken- und kopfschmerzen, welche sie schon seit jaaaaaahren belasten...) auch sie hat einen sehr grossen anspruch an sich selber und kann sich nicht eingestehen, dass weniger oft mehr ist (ohne sich als "versagerin" zu fühlen) sie hat nun einen in meinen augen ersten sehr guten schritt gemacht: sie besucht seit einigen wochen einen psychiater! (dieser schritt kam on ihr aus, was auch wirklich so sein sollte!!!) es hilft ihr wirklich sehr... zudem schaltet sie täglich ein bis zwei sessions mit meditieren ein. mit anderen worten: sie beginnt die langsamkeit zu entdecken ;) :sleep:

Liebe
HörbMän
Alle reden vom Busen der Natur. Von ihrem weichen Himbeerschoß spricht keiner.
Werner Mitsch
(*1936), deutscher Aphoristiker


   

Zurück zu „Naturheilkunde“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast