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Chronische Kehlkopfentzündung

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Moderator: Angelika

Morkie
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Chronische Kehlkopfentzündung

Beitragvon Morkie » 4. Nov 2003, 08:53

Hallo,
wer weiß etwas über chronische Kehlkopfentzündung? Ich quäl mich seit 2 Monaten damit rum, nix hilft. Ich kann leider nicht gurgeln, da ich dann sofort würgen muss. Und Tees kann ich nicht mehr sehen...
Vielleicht ein Schüsslersalz, damit habe ich gute Erfahrungen gemacht.
Danke schon mal,
Anke


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 4. Nov 2003, 20:04

Hallo Morkie,

mit Schüsslersalzerfahrung kann ich leider nicht dienen, aber mit kneippschen Anwendungen.
Eigentlich sollte man so wenig wie möglich reden (besonders bei der akuten Kehlkopfentzündung). Achtung ! Die Stimme kann bei langanhaltender Heiserkeit verloren gehen ! Facharzt ausuchen.
Um den Hals kühle Wickel machen, aber auch warme in Form von Dampfkompressen. Jeden zweiten Tag Kopfdampf mit Kamille mit Einbeziehung des Oberkörpers. Außerdem Schwitzmaßnahmen mit heißem oder ansteigendem Halbbad und nachfolgender Packung. Alles Reizbare unbedingt vermeiden. Gegen den Hustenreiz helfen Brusttees und warme Getränke (niemals kalte !). Tees gibt's auch noch, magste leider nicht.
:wink:
MfG
Kräuterfee

Morkie
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Beitragvon Morkie » 5. Nov 2003, 09:14

Hallo Kräuterfee,
danke erstmal, aber vielleicht kannst du mir noch ein wenig weiterhelfen: was sind Dampfkompressen? Davon habe ich noch nie gehört. Was ist ein Halbbad? Ich habe immer ansteigende Fußbäder gemacht. Und wie geht eine Packung? Ich würde das wirklich gerne ausprobieren, denn ich denke, Wasseranwendungen sind was für mich.Danke und
Gruß, Anke

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 5. Nov 2003, 20:52

Hallo Morkie,

hier die gewünschten Beschreibungen:

Kneippsche Dampfkompressen
- 4 Tücher (davon 1 Wollflanelltuch - zum Einschlagen des nassen, heißen Tuches)
- Falttechnik:
Leinentuch 6-8mal zusammenfalten, so groß, daß es die zu behandelnde Körperstelle im ganzen gut bedeckt.
Dann rollt man es ein und legt es für einige Minuten in kochendes Wasser
Mit einer Wäscheklammer oder ähnlichem wird es dann herausgenommen und mit einen trockenen Handtuch umwickelt, um es damit kräftig auszuwringen.
Das heiße Tuch wird in den Wollflanelltuch so eingeschlagen, daß an der unteren, dem Körperteil zugewandten Seite nur eine Lage des Wollflanelltuches zu liegen kommt.
Das Auflegen auf den Körper und die Einpackung müssen vorsichtig geschehen. Zweckmäßig läßt man den Patienten die Wolldecke und das Trockentuch bereits vorher im Bett anwärmen, während der Wollflanell auf der Bettdecke bereitgelegt wurde.
Zwischentuch und Wolldecke werden umwickelt.
Nach Erkalten kann die Dampfkompresse durch eine neue ersetzt werden.

Die Dampfkompresse ist in all den Fällen gebräuchlich, wo schwere heiße Packungen wegen der Schwächung des Patienten nicht gut ertragen werden.
Die Wirkung ist eine schmerz- und krampflindernde. Die Wärmewirkung bedingt Blutzufuhr und ist demnach heilungsfördernd, wenn eine geringe Eigenwärme und Funktionsschwäche der Organe bestehen.
Ihre Heilanzeigen gleichen dem Heusack.
(Heusack paßt aber nicht so anbringungs- und bedeckungsmäßig für den Hals ;-)

Das heiße ansteigende Halbbad (nach Kneipp)

- Unter Halbbädern versteht man Bäder, welche den Körper im höchsten Falle bis zur Mitte des Unterleibes, ungefähr bis zur Magengegend herauf, abspülen, aber sehr oft unter diesem Wasserstand bleiben. - Gewöhnlich tut man es in einer Badewanne; ist aber auch jedes andere Gefäß brauchbar, indem das Eintauchen des ganzen Unterkörpers in kniehender, hockender oder sitzender Haltung möglich ist.

Technik des heißen ansteigenden Bades:
- Man beginnt bei einer Temperatur von ca. 38 Grad und steigt im Verlauf von maximal 12 min auf etwa 42-45 Grad.
- Der Badedende wird gewöhnlich so eingepackt, daß ein größeres Leinentuch und eine Wolldecke unter Freilassung von Hals und Kopf über die Wanne gelegt werden.
Dauer: Je heißer, desto kürzer, niemals länger als 12 min !
(je höher die Temperatur ist, je höher ist die Herzarbeit, also es ist eine induviduelle Verträglichkeit - ich z.B. halte es nicht 12 min aus :-) - also selbst einschätzen, wie lang und wie heiß in dem vorgeschriebenen Bereich)

Also ansteigende heiße Fußbad bei Halsentzündung ist schon okey. - Das heiße Fußbad nach Kneipp (Temp 38-45 Grad, Dauer 10-15 min, und anschließende kalte Schlußanwendung) finde ich bezüglich der ableitenden Wirkung bei Entzündungen des Rachens, Kehlkopfes und des Halses besser. Für Dich dann Zusatz für's Wasser Salz.

ACHTUNG:
- kalte Schlußanwendung aber nicht bei Neigung zu Gefäßkrämpfen
- für sämtliche Fußbäder gilt: Personen mit Krampfadern, sollen Fußbäder nie weiter als bis zu den beginnenden Waden reichen und die Temperatur darf 30 Grad nicht überschreiten


Die erwähnte anschließende Packung nach dem Halbbad
würde ich erst mal hier nichts anderes machen als eine Trockenpackung und anschließendes im Bett ruhen.(mit Zusatzdecke und richtig dicht einschlagen). Bin mir aus der Entfernung mit der chronischen Kehlkopfentzündung nicht sicher, ob eine warme oder kalte Halspackung mit diversen Zutaten nach dem Halbbad angesagt wäre.
Ach so, noch eine Bemerkung ehe ich es vergesse: Bei Heiserkeit sind Honigmilch (verschleimt die Stimmhäute und behindert dadurch die Heilung) und gurgeln mit Kamillentee (trocknet die Mundschleinhaut aus) nicht sinnvoll.
:wink:
MfG
Kräuterfee

Morkie
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Beitragvon Morkie » 6. Nov 2003, 09:36

Vielen Dank, Kräuterfee,
damit komme ich sicher sehr gut klar!


   

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