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Pflanzliches Schmerzmittel gesucht

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Moderator: Angelika

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paul
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Beitragvon paul » 1. Dez 2006, 13:47

BakuninXL hat geschrieben:... Zum Thema, ich würde ne Kombinationstherapie bestehend aus einigen Kräutern empfehlen:...


Hallo BakuninXL,

die Rezeptur wurde aus den hier bereits genannten Gründen entfernt http://www.natur-forum.de/forum/viewtop ... 0268#50268
Gruß: Paul

Wer anders ist der Feind der Natur, als der sich für klüger hält als sie, obwohl sie unser aller höchste Schule ist? (Paracelsus)


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Fügi
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Cannabis, mehr als nur ein Rauschmittel.

Beitragvon Fügi » 15. Dez 2006, 17:49

Hallo zusammen,

anbei ein aktueller Artikel zum Hanf als Medizin.
Ich bevorzuge allerdings eine Sorte mit ausgewogenen Verhältnis von THC und CBD mit guten Erfolg gegen mein Rheuma und aus welchen Grund sollte ich es herauszüchten oder –filtern wo doch z.B. THC-Pharm in Frankfurt am Main reines THC also Dronabinol für ca. 800€ pro Gramm also teurer als Gold legal auf Rezept verkauft. ;)

Einen schönen Abend, Fügi.

Nach rund hundert Jahren Schattendasein in der Schmuddelecke wollen Forscher die Pflanze rehabilitieren

Freiburg - Nach rund hundert Jahren Schattendasein in der Schmuddelecke wollen Wissenschaftler sie wieder rehabilitieren: die Pflanze Cannabis. Hasch oder Marihuana, im Joint oder als Plätzchen, mit Cannabis verbinden viele Leute den Drogenrausch. Diese Pflanze war jedoch im Europa des 19. Jahrhunderts das am häufigsten verschriebene Medikament, beispielsweise gegen Schmerzen. Inzwischen ist Cannabis oder Hanf wegen seines berauschenden Inhaltsstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) in Deutschland verboten.

"Wir wollen THC bis auf 0,3 Prozent aus der Pflanze herauszüchten und gleichzeitig die medizinischen Wirkungen beibehalten", erklärt der Freiburger Molekularbiologe Bernd Fiebich seine Forschung. Cannabis scheint eine Art Wundermittel zu sein gegen Schmerzen, Krämpfe, Entzündungen, Epilepsie, Asthma, Beschwerden nach einer Chemotherapie und vieles mehr.

Mit seinen zehn Mitarbeitern versucht Fiebich an der Freiburger Uniklinik die beste Cannabis-Pflanze gegen Migräne und Rheuma zu finden: zwei Projekte innerhalb des europaweit einmaligen Forschungsprojekts "Cannabis". In Italien werden dazu die zwei bis vier Meter hohen Pflanzen gezüchtet und nach England gebracht. Dort extrahieren Wissenschaftler den Pflanzensaft und schicken ihn nach Freiburg - mit hohem bürokratischem Aufwand an der deutschen Grenze. "Dabei ist da weniger Rauschmittel drin als in jeder Mohnschnecke vom Bäcker", wundert sich der 44-jährige Fiebich.

Die Freiburger testen den Pflanzensaft an Blutzellen. Für Rheumatests beispielsweise überprüfen die Wissenschaftler an entzündeten Zellen, wie wirksam der Pflanzensaft die Entzündung bekämpft. "Voraussichtlich ab Ende 2007 kann man den Wirkstoff in Tablettenform bekommen, vielleicht sogar auch ohne Rezept", erklärt Fiebich. Das hänge vom Restgehalt des Drogenstoffs THC ab. Man müsse jedoch die ganze Pflanze verwenden, nicht nur einzelne Stoffe daraus. "Denn die Gesamtheit wirkt besser als die Summe der Einzelteile", ist sich der Heilpflanzenexperte sicher.

Nicht zuletzt wegen seiner Schwester Astrid Fiebich findet der Biologe es spannend, traditionelles Wissen ins Labor zu tragen. Die 38-Jährige ist Heilpraktikerin und Heilpflanzenexpertin bei der Fernsehsendung "Kaffee oder Tee?" des Südwestrundfunks (SWR). "Wir diskutieren oft über traditionelle Medizin und tauschen unsere Ergebnisse aus", sagt Fiebich.

"Cannabis ist das älteste Heilmittel der Welt und hat kaum Nebenwirkungen", erklärt Astrid Fiebich. Vor Tausenden von Jahren sei die älteste Kulturpflanze der Welt vom Himalaya nach Europa gekommen. "Bis 1932 hat man Cannabis oder Hanf in Apotheken frei kaufen können", sagt die Heilpraktikerin. Zu dieser Zeit habe die Baumwoll-Lobby ein Verbot des Anbaus der Hanfpflanze durchgesetzt, aus deren Fasern stabile Stoffe hergestellt wurden. Die Züchtungen in den 60er Jahren, die sehr viel THC enthielten, hätten Cannabis dann endgültig zur Droge gestempelt.

Von Katharina Hien, dpa
27.11.2006 - aktualisiert: 27.11.2006, 08:53 Uhr
Stuttgarter Nachrichten

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Fügi
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Re: Pflanzliches Schmerzmittel gesucht

Beitragvon Fügi » 17. Mai 2008, 08:24

Hallo zusammen,

anbei etwas Theorie aber ein guter zusammenfassender Link, über pflanzliche Cannabinoide und deren möglicher Stellenwert bei rheumatischen Erkrankungen:
http://www.aerztewoche.at/viewArticleDe ... cleId=6296
Ein schönes Wochenende, Fügi,
der sich natürlich auch der nicht unerheblichen medizinischen und gesellschaftlichen Nebenwirkungen bewusst ist.

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Fügi
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Re: Pflanzliches Schmerzmittel gesucht

Beitragvon Fügi » 20. Sep 2010, 15:51

Hallo zusammen,

nun sind schon wieder zwei Jahre seit meinem letzten Beitrag zum Thema vergangen.
Im Großen und Ganzen geht es meinen Gelenken recht gut, selbst die Grundgelenke der großen Zehe die ursprünglich total steif waren, schmerzen kaum noch nach 10km Joggen.
Im Heilkreis arbeiten wir mit einigen Heilkräutern, wie Brennnessel namibische Teufelskralle etc. aber auch ganz normalen chemischen Grundsubstanzen. Dem Hanf haben wir erst den letzten 10 Jahren wieder verstärkte Aufmerksamkeit gewidmet, und dennoch lässt sich vieles trotz Fachleute wie Ärzten und Pharmazeutikern nicht so ohne weiteres erklären.
Eigenartigerweise bildeten sich erst in den letzten Jahren hauptsächlich im Nacken bei mir so eine Art Verdickungen oder Knoten ohne irgendwelche äußerlichen Hautveränderungen.
Unser Arzt im Heilkreis mutmaßte schon richtig, da er sie selber schon hatte, es könnte sich um tief liegende Grützbeutel (Atherome) handeln also verstopfte Talkdrüsen.
Letztendlich habe ich es aber erstmal so hingenommen, da es nur ab und an besonders nach deftigen Essen, Kaffee oder schwarzer Tee etwas drückte und der Hals mitunter unbeweglicher wurde.
Man versuchte dann natürlich dieses und jenes an Esserei mit mäßigen Erfolg zu meiden oder zu reduzieren und probierte weiter.
Eher durch Zufall ergab sich dann die Kombination aus dem lipidem - alkoholischem– Cannabisextrakt (ca. 20mg THC ca. 7g Alkohol) aufgelöst in einem Becher halbentrahmter Milch plus ein zwei Tassen normalen Kaffee auf nüchternem Magen.
Innerhalb weniger Stunden schwellen bei mir einige stecknadel- bis erbsengroße Atherome etwas an, es verflüssigt sich der vorher wie pharaphinartig anfühlende Talg, so dass sie ohne große Nachhilfe aufgehen und sich ein Gemisch aus Wasser Talk Fett- u. Harnstoffkristallen entleert, manchmal noch ein zwei Tage nässent. Oft liegt darunter noch ein weiterer Talkeinschluss aber danach heilt die Stelle problemlos ab. Als weiteren positiven Effekt verschwindet auch die leichte Wassereinlagerung (Ödem) aus dem Gesicht.
Meine Frage an Euch, gibt es andere Mittel, die den gleichen Effekt erzielen. Uns war bisher nur bekannt, dass man Grüztbeutel (Atherome) nur vom Arzt rausgeschnitten werden.

Einen schönen Abend, Fügi.

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JohannB
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Re: Pflanzliches Schmerzmittel gesucht

Beitragvon JohannB » 18. Mär 2011, 10:11

Guten Morgen!

Ihnen können Beinwell-Extrakte (Beinwellöl, Beinwelltinktur, Beinwellcreme) helfen.
Aber bitte auch potentielle/externe Krankheitsursachen beachten.

mfG

Mike-49
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Re: Pflanzliches Schmerzmittel gesucht

Beitragvon Mike-49 » 1. Dez 2013, 11:09

Teufelskrallenextrakte werden zur symptomatischen Behandlung schmerzhafter Gelenkerkrankungen, vorzugsweise der Arthrose und zur Linderung von Rückenschmerzen empfohlen.

Weidenrinden-Extrakt weist eine schmerzlindernde Wirkung auf. Die bisher veröffentlichten Studien deuten auf eine mögliche Wirksamkeit bei Rückenschmerzen hin. Für andere empfohlene Anwendungsgebiete, wie z.B. Rheumatoide Arthritis und Kniegelenksarthrose, fehlen bisher überzeugende klinische Daten zur Wirksamkeit.

Auch Weihrauch wird zur Behandlung von Schmerzen angewandt, die auf entzündliche Erkrankungen zurückzuführen sind. Studien zufolge führen Weihrauch-Formulierungen bei der Arthrose zu einer Abnahme der Schmerzen und einer Verbesserung der Kniegelenksfunktion (Quelle: Ratgeber Naturheilmittel – welche Wirkungen sind belegt?).

Gruß
Detlef


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tianichte
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Re: Pflanzliches Schmerzmittel gesucht

Beitragvon tianichte » 2. Dez 2013, 06:17

Natürlich, gibt es jede Menge. Geh aber erstmal zu einem HP und frag den was zu deinen Schmerzen passt und dann kümmer dich auch gleich um die Uhrsache des Problems:)
Sei hier & sein natürlich!

Scientist
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Re: Pflanzliches Schmerzmittel gesucht

Beitragvon Scientist » 17. Apr 2014, 08:12

Hast Du mal in der asiatischen Medizin vorbeigeschaut?

Dort gibt es eine Pflanze namens "Kratom" die eine Reihe von Alkaloiden enthält, welche schmerzlindernd wirken. So ist beispielsweise das enthaltene 7-Hydroxymitragynin 13mal potenter als Morphin.

In Japan forschen sie gerade an einem Schmerzmittel auf Kratombasis.

Hier findest Du Infos zu Kratom: http://www.kratomratgeber.de

Zum Thema Nebenwirkungen kann ich sagen, dass zahlreiche Untersuchungen an Universitäten ergaben, dass Kratom nur sehr milde Nebenwirkungen aufweist.

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Krâja
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Re: Pflanzliches Schmerzmittel gesucht

Beitragvon Krâja » 26. Apr 2014, 05:47

Laut Alternative Medizin: Heilwirkungen des Kohlblatts "heftige Entzündung (Zyste in der Brust).. innerhalb weniger Tage durch Kohl verschwunden.." und "Fibrom an Gebärmutter, starke Verwachsungen weg nach intensiver Kohlbehandlung" Jakstein S.39 können Zysten und Fybrome mit der Kohl-Therapie behandelt und ausgeheilt werden.
Was ist ein Grützbeutel?
Der Grützbeutel (Synonyme: Atherom, Talgzyste, Follikelzyste, Epidermalzyste, Tricholemmalzyste oder umgangsprachlich Grießknoten) gehört zur Familie der Zysten und besteht aus einer mit Talg sowie Haut- und Haarzellen gefüllten Kapsel und einer Hautspindel, in der sich der Gang der Talgdrüse befindet.

Grützbeutel haben ihren Ursprung im Zellgewebe der Unterhaut und sind in den meisten Fällen im Kopf-, Hals beziehungsweise Nackenbereich lokalisiert.


Was Kohl-Therapie ist und wie man sie anwendet, kann man hier nachlesen: Entzündungshemmend, heilend, schmerzlindernd: Kohl
Grüße von Krâja ;)

sanara
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Re: Pflanzliches Schmerzmittel gesucht

Beitragvon sanara » 26. Apr 2014, 20:05

hallo,jetzt ist auch wieder sanikelzeit.wenn das jemand kennt.frische blätter in den händen zerieben auf die eitrigen stellen ,das zieht hervoragend eiter un talk.mein enkel hatte eine splitter im finger,er war schon eitrig.ein geriebenes blatt darauf ,ein paar stunden später war der spuk vorbei.stark entzündungshemmend.dieses jahr sind die pflanzen eh einen monat eher.lg sanara. :wink: http://www.medizin-kompakt.de/naturheil ... el-seite-1

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Krâja
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Re: Pflanzliches Schmerzmittel gesucht

Beitragvon Krâja » 16. Aug 2014, 12:18

Ausgangspunkt:
*edit* Übrigens der Schmerz is mittlerweile
chronisch geworden. Es geht einerseits um Schmerzen im Knie (Sehne), die von
einer Verletzung herrühren und um ein geschwollenes Schlüsselbein, wo die
Schmerzen in beide Schultern ausstrahlen und sich auch in häufigen
Kopfschmerzen äussern.
Mein Gedanke: Schmerzmittel blockieren ja mit
irgendwelchen Botenstoffen irgendwelche Rezeptoren im Gehirn - Diese
Botenstoffe können doch wohl (?) auch von Pflanzen gesteuert/ produziert
werden können !?
Das entspricht in etwa dem schulmedizinischen Denk- und
Behandlungsansatz - die Ursache des Schmerzes ist hier zunächst nicht
berücksichtigt, die Behandlung ist überwiegend symptomatisch - die
Weiterleitung des Schmerzes wird blockiert

Der naturheilkundliiche Behandlungsansatz hat vielmehr die Idee einer
ursächlichen Behandlung - d.h. die Frage ist hier nach der Ursache des
Schmerzes: Entzündung? Nerv? betroffenes Gewebe? seelische Komponente?
Schwachpunkte in Organsystemen? hormonelles Ungleichgewicht?
Stressabhängigkeit?, Stoffwechselabhängigkeit? Fehlstellungen? Unfallfolgen?
Art des Schmerzes?.. - daraus ergibt sich für jeden Schmerzpatienten ein
individueller unterschiedlicher Ansatz mit vollkommen verschiedenen
Behandlungsmöglichkeiten (Homöopathie, Phytotherapie, Akupunktur,
Neuraltherapie...) der Schmerzsymptomatik.
Im Mittelpunkt steht immer der individuelle Mensch - nicht der Name einer
Krankheit - d.h. fünf Leute mit Fibromyalgie können durchaus mit fünf völlig
unterschiedlich zugeschnittenen Heilpflanzenmischungen aus der Praxis
marschieren!
Ihr habt beide Recht und Sakina hat in ihrem Beitrag bereits die Nachtschattengewächse genannt.

Wenn die Ursache des Schmerzes bekannt und bereits festgestellt worden ist und sich in Gelenkschmerzen, Hexenschuss, Ischias, Muskelkater, Muskelschmerzen, Nackenschmerzen, Rheuma, Rückenschmerzen, Verspannungen, Zerrungen äußert, kann man an die innerliche und äußerliche Anwendung von Chili denken.

Innerlich eingenommen ist Chili nicht nur ein beliebtes Gewürz, sondern verfügt auch über heilende Wirkung. Er wirkt anregend, antibakteriell, betäubend, durchblutungsfördernd, schweisstreibend, bei Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Blähungen, Magenschwäche, Hämorrhoiden, Reuma und ist Kreislauf anregend.

Äußerlich aufgetragen bewirkt er eine Hautreizung. Sie kann von einer wohligen Wärme auf der betroffenen Hautpartie bis hin zu einem starken Brennen reichen. Chili wirkt durchblutungsfördernd, krampflösend, betäubend und kann dafür sorgen, dass Schmerzen durch Verspannungen, Knoten in der Muskulatur, sowie oben genannte Schmerzen nachlassen bzw. aufhören.

Wenn die Diagnose also auf beispielsweise Ischias oder Hexenschuß steht, könnte man die psychischen Grundlagen dieser Erkrankung berücksichtigen und sich überlegen, ob man die psychischen Ursachen abstellen oder ob ein Naturheilkundler diese Ursachen mildern kann (dies betrifft in gleicher Weise alle anderen Symptome), wenn dies nicht oder nicht sofort erfolgen kann, ist Chili eine Alternative, um Schmerz wirkungsvoll zu behandeln.

Der Wirkstoff von Chili ist Capsaicin, der Gehalt an Capsaicin ist je nach Paprika (Chilipfeffer) Sorte unterschiedlich. Sehr gut erklärt wird die Anwendung, Wirkungsweise und der Grund der Anwendung auf der Webseite http://www.heilkraeuter.de: Chili / Pepperoni mit allen Folgelinks.

Sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet, habe ich gerade in den letzten Tagen damit den Durchbruch in einem Selbstversuch gegen einen eingeklemmten Ischiasnerv erzielt. Wer sich schon mal einen Ischiasnerv eingeklemmt hat oder unter Hexenschuß leidet, weiß wie unangenehm und schmerzhaft diese Geschichte ist, man kann sich nur mit Mühe aufrichten, der Schmerz ist immer da und kann zwischen störend bis hin zu unerträglich reichen. Gelenkschmerzen im Knie, die durch Arthrose (Verschleiß der Gelenke) verursacht werden, habe ich ebenfalls damit im Selbstversuch wirkungsvoll behandelt. Folglich stelle ich diese Methode, die wir derzeit auch real bei unseren Patienten anwenden, auch hier in diesem Forum vor.

Ich verwende Habanero-Chili (Madame Jeanette), das ist eine der schärfsten Chilisorten, muss aber dazu sagen, dass ich an diesen Chili und seine Schärfe als Würzmittel gewöhnt bin. Ich verwende dieses Gewürz seit vielen Jahren in der Küche. Wer nicht an die Schärfe von Chili gewöhnt ist, sollte eine Anwendung von Peperoni oder Cayenne-Pfeffersorten bevorzugen.

In der Küche bereite ich den Chili folgendermaßen zu: die gewaschenen Chili kommen halbiert in die Küchenmaschine und werden kleingehäkselt, anschließend stampfe ich den Chili mit seinen Körnern im Mörser, so daß auch die Körner zu Brei verarbeitet werden. Dazu kann man frischen Knoblauch stampfen und in den Chilibrei hinein geben, auch gehackte Nüsse können zur Geschmacksverfeinerung dienen. Dann vermischt man den so erzielten Brei mit einem guten Speiseöl, beispielsweise kalt gepressten Maiskeimöl dergestalt, daß ein wenig Öl auf dem Chilipesto verbleibt. In einem sauberen Glas mit Schraubverschluß hält sich dieser Pesto im Kühlschrank einige Wochen. Man kann ihn zum würzen, auch bei Käse und Wurst aufs Brot geben.

Zur äußerlichen Anwendung hächsle ich den Chili in der Küchenmaschine klein, fülle den Chili in ein sauberes Glas mit Schraubverschluß, gebe kalt gepresstes Maiskeimöl darüber und lasse diese Mischung einige Tage ziehen. Es kann im Kühlschrank aufbewahrt werden, muss aber nicht. Bei höheren Temperaturen zieht der Wirkstoff schneller ins Öl. Anstelle von Speiseöl kann man auch Doppelkorn oder Vodka nehmen. Capsaicin verbindet sich sehr effektiv mit Alkohol und ist dann wesentlich schärfer, also wesentlich stärker durchblutungsfördernd als mit Speiseöl. Beide Methoden kann man ausführlich beschrieben unter den Links zu Chili-Öl und Chili-Tinktur auf der bereits verlinkten Webseite http://www.heilkraeuter.de: Chili/ Pepperoni nachlesen.

Wie man aus Chili-Tinktur und Chili-Öl eine Creme oder Salbe herstellt, kann man auch auf der hier verlinkten Webseite nachlesen.

Auf der Haut angewendet, sollte eine wohlige Wärme oder ein leichtes Brennen verursacht werden. Wenn die Haut zu stark brennt, hat man etwas falsch gemacht. Man sollte es zunächst mit wenig probieren und kann die Anwendung dann solange wiederholen bis man den gewünschten Effekt auf der betroffenen Hautpartie erreicht hat.

Bei starkem Brennen, sowohl bei der innerlichen als auch der äußerlichen Anwendung, empfiehlt es sich, Zucker im Topf zu schmelzen und eine abgekühlte Zuckerlösung zu sich zu nehmen oder aufzutragen, Zucker nimmt dem Capsaicin die Stärke und lindert somit das Brennen. Trinken von Flüssigkeit, Wasser verschärft die Stärke.

Auf Schleimhäuten und offenen Wunden darf Chili aufgrund seiner brennenden Schärfe nicht angewendet werden.

Bitte die Hände nach der Bearbeitung von Chili sehr gründlich und mehrfach mit Seife waschen und natürlich auch die Arbeitsfläche und alle verwendeten Arbeitsmaterialien gut reinigen.

VORSICHT bei der Anwendung im Gesicht: Chili darf NICHT in die Augen kommen!

Wenn die Wirkung nachläßt, kann die Anwendung beliebig oft wiederholt werden, bis der Schmerz weg ist, das kann durchaus einige Tage dauern, ich habs im Selbstversuch in drei Tagen geschafft.


Ich kenne noch weitere natürliche Schmerzmittel, die hier in diesem Thread nicht genannt worden sind und ebenfalls sehr gut wirken und werde sie bei Gelegenheit und etwas mehr Zeit hier aufführen.
Grüße von Krâja ;)

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Krâja
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Re: Pflanzliches Schmerzmittel gesucht

Beitragvon Krâja » 21. Aug 2014, 23:30

Schwarzkümmel ist eine Heilpflanze aus Ägypten und Westasien. Die Samen enthalten wertvolle ätherische Öle. Sie werden zu Heilzwecken als Tee, Gewürz und kalt gepresst als Speiseöl verwendet.

Schwarzkümmel wirkt u.a. schmerzlindernd, entzündungshemmend und desinfizierend. Er kann innerlich und äußerlich angewendet werden bei Entzündungen, grippalen Infekten, Viruserkrankungen, Knochen- und Muskelleiden, Hautinfektionen und Hautleiden, Rheuma, Arthrose, Gelenkschmerzen ect. Bei regelmäßiger Einnahme steigert es die körpereigene Immunabwehr und soll auch bei Krebs eine helfende Wirkung zeigen (Schwarzkümmelöl).

Ich habe mit Schwarzkümmelöl vor einigen Jahren eine sehr schmerzhafte Gelenkkapselentzündung nach dreitägiger Anwendung bei Bedarf zum völligen abklingen und ausheilen gebracht, ganz ohne Spritzen oder weitere Schmerzmittel aus der Hand eines Schulmediziners. Ich habe seither immer ein Fläschchen Nigella sativa als Notfallhilfe zuhause.
Grüße von Krâja ;)

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Re: Pflanzliches Schmerzmittel gesucht

Beitragvon Calendulix » 23. Aug 2014, 11:36

Guten Tag, dein Artikel über Chillie hat mir echt Freude bereitet, denn es gibt selten Leute die es wirklich auch medizinisch anwenden. Eigentlich ist es ja das Gegenteil eines klassischen Schmerzmittels, denn es steigert die Durchblutung. Bei gewissen Arten von Nervenschmerzen ist es aber echt hilfreich :D

Das Thema ist ja schon 10 Jahre alt darum schreib ich hier mal diese kleine Info:

Salix (Weide), Namensgeber für Salicylsäureverbindungen
Spierstaude, Namensgeber für Aspirin

lg
Stelle meine Tinkturen und Salben selbst her. Link im Profil.

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Re: Pflanzliches Schmerzmittel gesucht

Beitragvon Krâja » 23. Aug 2014, 23:07

[..]dein Artikel über Chillie hat mir echt Freude bereitet, denn es gibt selten Leute die es wirklich auch medizinisch anwenden. Eigentlich ist es ja das Gegenteil eines klassischen Schmerzmittels, denn es steigert die Durchblutung. Bei gewissen Arten von Nervenschmerzen ist es aber echt hilfreich :D
Capsaicin, der Wirkstoff aus den getrockneten Früchten des Cayennepfeffers, wurde zum Teil sogar von Pharmacie anerkannt und wird dort in Form von Cremes oder Pflastern zur äußerlichen Behandlung von Muskelschmerzen, meist im Bereich der Wirbelsäule, angewendet. Laut dem Hersteller eines Wärmepflasters wirkt Capsaicin bei leichten bis mäßig starken Schmerzen und bei Arthrose. Dort steht zu lesen, daß die Behandlung mit diesem Wirkstoff nur die Symptome lindere, die ursächlichen Auslöser der Beschwerden nicht beeinflusst würden. Bei eingeklemmten Ischias oder Hexenschuß werden laut diesem Hersteller eines Wärmepflasters also nur die Symptome gelindert ... die Symptome waren bei mir gravierende Schmerzen im unteren Teil des Rückens, absolute Steifheit und die Unfähigkeit, mich ohne Stütze aufzurichten .. mittlerweile habe ich die volle Beweglichkeit, ganz ohne Schmerzen wieder erhalten, also ich bin davon recht angetan... ;)

Allerdings habe ich festgestellt, daß Chiliöl bei Arthrose nur wirkt, wenn man es regelmäßig morgens und abends anwendet. Wenn man die Behandlung abbricht, kommen die Schmerzen zurück und es dauert einige Tage bis der Schmerz betäubende Effekt wieder eintritt. Hier hat die Pharmacie wohl recht, Arthrose wird dadurch wohl eher nicht geheilt... oder es dauert etwas länger? Man kann es ja ausprobieren.

Denjenigen, die eine Eigenurin Therapie machen, sei gesagt, daß sich Capsaicin innerlich angewendet auch im Eigenurin bemerkbar macht, wer sich also mit Eigenurin wäscht, eincremt, ihn zu Packungen, Wickeln, Umschlägen, Verbänden oder zum trinken verwendet, wird unweigerlich erfahren, daß dieser Urin dann ein leichtes Brennen bewirkt. Auf diese Weise wird die Durchblutung dann auch mittels Eigenurin gefördert.

Eigenurin als Wickel, Umschlag, Verband oder auf der Haut aufgetragen, wirkt nicht nur straffend und glättend sondern hat entzündungshemmende, heilende und schmerzlindernde Wirkung. Wer beispielsweise unter Rückenschmerzen leidet, kann sich einen Umschlag mit Eigenurin auf den Rücken geben und wird dann möglicherweise innerhalb von Minuten von seinen Schmerzen befreit sein ... ich würde Umschläge, Verbände, Wickel und Packungen mit Eigenurin aber nur empfehlen, wenn man zuhause mit sich selbst alleine ist. Auf Haut und Haar (Haartonikum) direkt aufgetragen, riecht Urin nicht, wenn man ihn einziehen läßt, er dringt direkt in die Haut und in die Haare ein. Auf Stoff hingegen riecht Urin .. und dann riecht man nach Urin (wer will das schon).

Minz- oder Pfefferminzöl: Das ätherische Öl hat antiseptische, entzündungshemmende, krampflösende und kühlende Eigenschaften und eignet sich u.a. zur Behandlung chronischer Spannungskopfschmerzen. Hierzu werden mehrmals täglich einige Tropfen Öl auf Stirn oder Schläfen aufgetragen. Es wirkt ebenfalls gegen Verspannungen und Schmerzen im Gelenk- und Muskulaturbereich. Man kann mit diesem Öl auch gurgeln, um beispielsweise Halsschmerzen zu lindern.

Das in weiten Teil auf pflanzlichen Wirkstoffen beruhende Red Flower Oil, ein chinesisches Massageöl, wirkt wohltuend wärmend und schmerzlindernd bei Verspannungen von Schulter, Rücken und Nacken. Es darf nur äußerlich angewendet werden und nicht auf Schleimhäute, offene Wunden oder in die Augen kommen.
Grüße von Krâja ;)

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Angelika
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Re: Pflanzliches Schmerzmittel gesucht

Beitragvon Angelika » 24. Aug 2014, 21:10

Kraya hat geschrieben:
Minz- oder Pfefferminzöl: Das ätherische Öl hat antiseptische, entzündungshemmende, krampflösende und kühlende Eigenschaften und eignet sich u.a. zur Behandlung chronischer Spannungskopfschmerzen. Hierzu werden mehrmals täglich einige Tropfen Öl auf Stirn oder Schläfen aufgetragen. Es wirkt ebenfalls gegen Verspannungen und Schmerzen im Gelenk- und Muskulaturbereich. Man kann mit diesem Öl auch gurgeln, um beispielsweise Halsschmerzen zu lindern.
Heilkräuter gegen Kopfschmerzen steht hier

http://www.natur-forum.de/forum/viewtop ... 20360&f=47

Angelika



   

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