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Chronische und viele Beschwerden - bitte um Hilfe

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Keine Frauenprobleme !

Moderator: Angelika

Cindy69
Beiträge: 4
Registriert: 13. Sep 2005, 02:28

Chronische und viele Beschwerden - bitte um Hilfe

Beitragvon Cindy69 » 13. Sep 2005, 03:59

Hallo,
jetzt habe ich mal eine Anfrage wegen mir.
Ich leide an mehreren Erkrankungssymptomen und hätte zu gern Hilfe. Ich werde mal versuchen, all meine Erkrankungen aufzuschreiben, damit sie zusammen evtl. ein Bild ergeben womit man was anfangen könnte:

Ich bin jetzt 36 Jahre.
- Mit ca. 1 Jahr hatte ich einen Fieberkrampf
- bis ca. 20. Lebensjahr war ich Bettnässer, wurde deswegen mit ca. 10 Jahren einmal an der Harnleiter operiert - sie wurde geweitetet, war angeblich zu eng.
- vom ca. 7. Lebensjahr bis ca. 15. Lebensjahr hatte ich epileptische Anfälle ( ca. alle 2 Jahre einen), wurde damals punktiert und bekam Medikamente, die ich auch heute noch einnehme.
- Nach 20 anfallsfreien Jahren könnten sie zwar abgesetzt werden, aber ich möchte nicht, ich habe eine riesige Angst davor, weil sich mittlerweile die Epilepsie mit einer schweren Angsterkrankung verselbständigt hat. Der Grund dafür ist wohl, dass ich irgendwann in der Pubertät mich für die Epilepsie anfing zu schämen (hatte verschiedene Gründe), auch heute noch würde ich mich riesig für einen Anfall schämen. Mit ca. 15 oder 16 Jahren wurde mir nach einer EEG-Auswertung gesagt, dass sich mein Gehirn auf einen neuen Anfall vorbereitet. Ich war fix und fertig. Damit das ja nicht draußen passiert, begann ich verstärkt auf meinen Körper aufzupassen und in mich reinzuhorchen. Wahrscheinlich hat mich das dann in die Angsterkrankung getrieben.

- Nun sitze ich in einem Kreislauf und weiß heute nicht mehr, was als erstes da war. So richtig schlecht geht es mir ungefähr seit meinem 20. Lebensjahr.
Damals rannte ich mit den Symptomen: Dauerschwindel, Übernervös, Sehstörungen (wie ein Schleier vor den Augen, verzerrt, wie im Horrorfilm), Hörstörungen (wenn mehrere Geräusche sind, drönt alles auf mich ein, habe das Gefühl verrückt zu werden), einem Unwirklichkeitsgefühl und dass ich deswegen kaum noch das Haus verlassen bzw. auf Arbeit nur mit einer kleinen Schreibtischlampe arbeiten konnte - Licht hat mich nur noch verrückter gemacht
von Arzt zu Arzt. Na ja, damals hatte ich anscheinend die Mondkrankheit, denn jeder Arzt tat so, als ob er zum ersten Mal von diesen Symptomen hörte.
Irgendwie zur gleichen Zeit begann ich auch mehr zu essen (mir war öfter schlecht und ich hatte verstärkten Hunger, das Essen tat dann erst mal gut) und nahm erheblich zu. Bei einer Größe von 1,74 cm wog ich damals ca. 70 kg, in kurzer Zeit waren es dann 130 kg und heute bin ich bei 150 kg.
Auch ca. zur gleichen Zeit bekam ich Dauerdurchfälle, muss ca. 8-10 mal täglich zur Toilette - auch heute noch.

Tja, und wenn man so schön in so einem Kreislauf festsitzt, gesellen sich auch noch gern andere Dinge dazu. So habe ich seit mehreren Jahren chronisch starke Rückenbeschwerden (vom Hals- bis zum Lendenwirbel und Ischiasnerv). Ca. 1 Mal pro Jahr spitzt sich das so zu, dass ich für mehrere Wochen total bewegungsunfähig bin und das Bett hüten muss. In diesen Zeiten gehen die Schmerzen vom Lendenwirbel bis in die Beine, die teilweise manchmal sogar taub sind.

Den ersten Hexenschuss bekam ich, als ich mit ca. 22 Jahren meinen damals pflegebedürftigen Opa allein eine Treppe hochheben wollte (von oben), nachdem er da gestürzt war. Das verging aber wieder.
Die ersten richtig schweren Bandscheibenbeschwerden bekam ich vor 7 Jahren nach einem Ungarnurlaub. Wir hatten uns dort alle mit einem Virus infiziert (schwere Bindehautentzündung, Magen- Darmstörungen, Fieber, Erkältungsbeschwerden), so dass sogar die Arztpraxis nach uns desinfiziert wurde. Ich bekam Antibiotika und weil nach der ersten Packung die Beschwerden noch genauso waren, bekam ich gleich eine zweite Packung hinterher. Noch während der Antibiotikabehandlung ist es dann passiert. Beim Aufstehen machte es auf einmal Knack und ich bekam Schmerzen, konnte mich nur noch an meinem Mann festhaltend ins Bett schleppen. Die darauffolgenden 2 Tage war ich total bewegungslos und hatte wahnsinnige Schmerzen. Ich lag wie ein Krebs auf dem Bauch auf dem Bett.
Seitdem habe ich diese chronischen Rückenbeschwerden.

Gegen meine Angstzustände und Depressionen nehme ich schon seit mehreren Jahren Doxepin, was ich vom Neurologen verschrieben bekommen habe.
Seit einigen Jahren fallen mir auch die Haare aus, dafür sprießt der Bartwuchs. Wenn ich nicht regelmäßig epilieren würde, hätte ich als Frau einen Vollbart.

Ich habe Angst, dass ich irgendwann im Rollstuhl sitze und keine Haare mehr habe, sie sind schon sehr, sehr dünn geworden.

Meine Angstzustände sind nun schon mehrere Jahr so schlimm, dass ich allein das Haus nicht mehr verlassen kann. Nur noch in Begleitung und das auch nicht immer.
Wenn ich dann mal mit meinem Mann ein kurzes Stück auf menschenleeren Wegen spazieren gehe, dann tut mir nach wenigen Metern schon so der Rücken weh (Lendenwirbel und Oberschenkel), dass wir wieder umdrehen.
An manchen Tagen kann ich aber auch eine Stunde hintereinander im Stehen bügeln, zwar mit Schmerzen, aber immerhin.

Ich weiß, dass ich als erstes dringend abnehmen muss. Ich zügele mich schon mit dem Essen, aber ohne Bewegung wird das wohl nichts. Entweder hindern mich die Angstzustände oder die Rückenbeschwerden oder auch beides an der Bewegung. Der Dauerdurchfall ist auch sehr lästig.

Wie kann ich am besten aus diesen Kreislauf kommen? Ich möchte wieder wenigstens ein wenig am normalen Leben teilnehmen können. Würde alles dafür tun. Wäre über jeden Rat sehr dankbar.

Liebe Grüße
Cindy


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paul
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Beitragvon paul » 13. Sep 2005, 22:01

Hallo cindy,

bei den mannigfaltigen Beschwerden brauchst Du einen Therapeuten, denn allein kommst Du da nicht raus und auch nicht weiter. Ich würde Dir empfehlen, mal einen Heilpraktiker aufzusuchen, der u.a. klassische Homöopathie praktiziert. Dieser wird nach einer homöopathischen Anamnese und einer naturheilkundlichen Diagnostik in der Lage sein, mit Dir zusammen eine für Dich passende, individuelle Therapie zu finden.
Gruß: Paul

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Mausbärin
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Beitragvon Mausbärin » 14. Sep 2005, 12:51

Hallo Cindy,

wie Paul schon sagt, wirst Du da wohl ohne professionelle Hilfe kaum weiterkommen.

Neben einer homöopathischen Behandlung solltest Du Dich aber auch mal auf Schwermetallbelastungen untersuchen lassen. Diese können einen Menschen ein ganzes Leben lang mit den unterschiedlichsten Beschwerden begleiten und entstehen sogar oft schon vor der Geburt (zum Beispiel durch Zahnfüllungen der Mutter).

Auch eine Untersuchung des Schlafplatzes auf Störfelder kann sinnvoll sein, auch in Kombination mit ein Besuch bei einem Heilkundigen der Traditionellen Chinesischen Medizin (gell Paul ? ;) )

Viele Grüße

Ines

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paul
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Beitragvon paul » 14. Sep 2005, 13:44

Hallo Ines,

Schwermetallbelastung, Schlafplatzuntersuchung, TCM .. alles korrekt; aber ich plädiere im vorliegenden Fall für einen einzelnen Therapeuten, der eine ganzheitliche und umfassende Therapie anbieten kann; je mehr empfohlen wird, desto mehr Therapeuten kommen evtl. in Frage .. und das halte ich hier nicht für förderlich.
Gruß: Paul

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Cindy69
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Beitragvon Cindy69 » 14. Sep 2005, 19:50

Hallo Paul und Ines,
vielen lieben Dank für eure Antworten!
Ihr habt Recht, ohne professionelle Hilfe, werde ich da wohl nicht rauskommen. Dadurch, dass ich mich jetzt erst anfange intensiver damit zu beschäftigen, ist mir aufgefallen, dass ich schon immer, seit frühester Kindheit Beschwerden hatte. Manche Beschwerden sind gegangen (wie die Epilepsie, das Bettnässen), dafür sind andere gekommen.
Meine Mutter meint dazu, das käme daher, weil ich zu übersensibel bin. Die Anfälle hatte ich z. B. grundsätzlich nur zum Schuljahresanfang, weil ich da alle möglichen Wettkämpfe anstrebte und viel neues auf mich zukam.
Eine Zeit, in der es mir richtig gut ging, war die Schwangerschaft. In dieser Zeit hatte ich spürbar mehr Selbstbewußtsein und ich sah vieles gelassener.

Eine Schwerbelastung durch meine Mutter kann nicht in Frage kommen, weil sie auch heute noch mit 55 Jahren alle Zähne vollständig und keine einzige Plombe hat. Selbst der Zahnarzt hat schon öfter zu ihr gesagt, dass er gern die Zähne tauschen würde.
Ich dagegen habe schon einige Plomben und eine Brücke. Aber auch das wird wohl nicht der Grund für meine Beschwerden sein.

Persönlich habe ich bei mir ganz stark ein mangelndes Selbstbewußtsein/Übersensibelsein in Verdacht. Damals hat sich das eben beim Bettnässen entladen, heute sind die Angstzustände, der Schwindel, das Unwirklichkeitsgefühl, der Durchfall da. Und damit man auch schön in so einen Teufelskreislauf gerät, bekommt man auch noch verstärkten Appetit, ißt mehr, bekommt riesiges Übergewicht und das gefällt dann den Gelenken überhaupt nicht.
Dann bekommt man Antidepressiva verschrieben, das sorgt dann dafür, dass die Haare ausfallen und dafür der Bart sprießt.
Deswegen habe ich jetzt eine Überweisung zum Frauenarzt bekommen. Nur sehe ich es absolut nicht mehr ein, weitere Dinge in dem Kreislauf aufzunehmen, z. B. durch eine nötige Hormontherapie.
Gehe ich zu den Ärzten, sieht jeder sein Gebiet. Der Neurologe behandelt mit Tabletten meine Angstzustände (obwohl sich nichts bessert) - davon bekomme ich Hormonstörungen, die der Gynokologe dann mit Hormontabletten behandelt. Bei der Darmspiegelung wird nur der Darm gesehen, der Knochenarzt sieht nur meinen Rücken.

Ich werde deswegen jetzt deinen Vorschlag aufgreifen Paul, und werde zum Homöopathen gehen.

Liebe Grüße
Cindy

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paul
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Beitragvon paul » 14. Sep 2005, 20:27

... Ich werde deswegen jetzt deinen Vorschlag aufgreifen Paul, und werde zum Homöopathen gehen. ...
Das ist eine gute Entscheidung; aber bitte zu einem, der "klassische" Homöopathie betreibt; frag unbedingt danach!
Gruß: Paul

Wer anders ist der Feind der Natur, als der sich für klüger hält als sie, obwohl sie unser aller höchste Schule ist? (Paracelsus)


ida53
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Beitragvon ida53 » 14. Sep 2005, 21:56

... Ich werde deswegen jetzt deinen Vorschlag aufgreifen Paul, und werde zum Homöopathen gehen. ...
Das ist eine gute Entscheidung; aber bitte zu einem, der "klassische" H
omöopathie betreibt; frag unbedingt danach!
was ist klassische Homöopathie ,was gibt es noch für welche?

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*brigitte*
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Beitragvon *brigitte* » 14. Sep 2005, 22:28

Liebe Ida,

klassische Homöopathie geht auf S. Hahnemann zurück und behandelt immer den ganzen Menschen in allen seinen Eigenheiten und Besonderheiten und nie nur ein einziges Symptom (wie es eigentlich die Schulmedizin macht im Sinne von "kranker Magen", "Blinddarm" usw.). In der klassische Homöopathie geht man davon aus, dass immer auch die Psyche eines Menschen mitbehandelt werden muss bzw. an erster Stelle stehen, deshalb erfolgt die Behandlung auch mit Hochpotenzen eines homöopathischen Mittels.
Dann kann man "normal" homöopathisch behandeln bei z. B. Akutkrankheiten wie einem Schnupfen, hier erfolgt die Therapie mit Niedrigpotenzen, da geht es wirklich nur um einen banalen Schnupfen und sonst nichts.
Und darum ging es Paul, im Falle eines so komplexen Bildes wie bei Cindy mit so vielen "Vorerkrankungen" (hier sieht man auch gut, wie die Unterdrückung eines Krankheitsbildes durch schulmedizinische Medikamente die nächste Krankheit auslösen kann), kann eine "Akuthomöopathie" nicht die Besserung bringen wie eine klassische Homöopathie.

Ich hoffe, das war ein wenig verständlich. Liebe Grüße :wink: Brigitte



   

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