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Pflanzliche Antibiotika: Die sanfte Alternative

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Vinca Minor
Beiträge: 23
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Pflanzliche Antibiotika: Die sanfte Alternative

Beitragvon Vinca Minor » 14. Okt 2002, 10:34

Synthetische Antibiotika können Leben retten. Da sie Nebenwirkungen haben, sollte man sie jedoch vorsichtig einsetzen. Gegen kleinere Infektionen sind Heilpflanzen mit natürlichen Antibiotika oft die bessere Wahl: Sie wirken gegen Erreger, zusätzlich stimulieren sie oft noch das Immunsystem.
Antibiotika: Auch in vielen Pflanzen sind sie enthalten [...]

Die antibakterielle Kraft der Pflanzen

Naturheilkundler bevorzugten schon immer Pflanzenheilmittel gegen kleinere, nicht lebensbedrohliche Infekte. Inzwischen setzen auch schulmedizinisch orientierte Ärzte vermehrt auf die Pflanzenmedizin. Der Vorteil: Die natürlichen Stoffe und deren Wirkungsweise belasten den Organismus meist weniger.

Ein weiterer Pluspunkt: Pflanzliche Antibiotika nehmen dem Körper nicht die Aufgabe ab, selbst gegen die Krankheit vorzugehen. Sie unterstützen vielmehr die körpereigenen Vorgänge und machen die Krankheit so zu einem Krafttraining für das Immunsystem.

Vor allem in der Kindheit und Jugend sind Antibiotika nur in wirklichen Notfällen sinnvoll. In diesem Alter bildet sich das Immunsystem noch aus. Es wird der Grundstein gelegt für die Gesundheit des ganzen weiteren Lebens.

"Sonnenhut" aktiviert die Abwehrkräfte

Die immunstimulierende Wirkung des Purpurroten Sonnenhuts (Echinacea purpurea) ist seit langem bekannt. Schon die Indianer Nordamerikas, der ursprünglichen Heimat dieser Pflanze, setzten ihn gegen Erkältungen, Infektionen, Schlangenbisse und andere Wunden ein. In Europa kam der Sonnenhut um die Jahrhundertwende in Mode. Er ist es bis heute geblieben.

Der Sonnenhut aktiviert die weißen Blutkörperchen, vor allem die Makrophagen (Fresszellen), die eingedrungene Erreger einfach "auffressen". Krebsforscher haben herausgefunden, dass Echinacea den Makrophagen sogar Appetit auf Krebszellen macht.

Man nimmt Echinacea in der Regel als Tinktur ein. Es hilft dem Körper, mit Virus-, Bakterien- und Pilzinfektionen fertig zu werden. Auch zur vorbeugenden Behandlung in Grippezeiten eignet es sich hervorragend.

Bei aller Euphorie muss aber klar sein, dass es sich hier um eine Reiztherapie handelt und kurzfristige Stosstherapien den besten Erfolg versprechen. Es ist unsinnig, Echinacea von Ende August bis Mitte Mai vorbeugend einzunehmen. Wenn der Körper zu lange gereizt wird, stumpft er ab - das Mittel verliert seine Wirksamkeit.

Echinacea ist ein Korbblütler, gelegentlich kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Allergiker sollten deshalb vorsichtig sein und das Präparat sofort absetzen, wenn Nebenwirkungen auftreten.

Flechten fressen Bakterien

Isländisch Moos: Hilft gegen Pilze und Bakterien

Flechten sind Mischpflanzen, die meist aus einem Pilz und einer Alge entstanden sind. Die Bartflechte (Usnea barbata) setzen Homöopathen schon seit langem erfolgreich gegen Spannungskopfschmerz ein. In der Pflanzenheilkunde hat sie sich einen Namen als hochwirksames natürliches Antibiotikum gemacht.

Der Wirkstoff Usninsäure hilft sehr gut gegen Streptokokken- und Staphylokokkeninfekte, aber auch gegen Faden- und Fußpilzinfektionen. Die Bartflechte kann also gegen Nasennebenhöhlen- und Mandelentzündungen genauso zum Einsatz kommen wie gegen Furunkel und Abszesse. Bei Erkrankungen dieser Art ist es allerdings ratsam, einen Therapeuten zu Rate zu ziehen.

Isländisch Moos (Lichen islandicus) hat einen festen Platz unter den natürlichen Antibiotika. Mediziner in der Antike setzten es gegen Tuberkulose ein. In Tirol wurde die Pacht für Almwiesen teilweise in Form eben dieser Flechte entrichtet. Man mengte sie dem Futter bei, um das Vieh widerstandsfähiger zu machen. Die Flechtensäuren sind besonders wirksam gegen Erreger von Mund-, Rachen- und Darminfektionen.
Der Lichen islandicus wird wie die Usnea barbata als Tinktur gehandelt und verabreicht.

In den letzten Jahren forschen japanische Wissenschaftler zu Flechten mit wachsendem Erfolg auch auf dem Gebiet der Tumortherapie.

Wilder Indigo stimuliert das Immunsystem

Wilder Indigo (Baptisia tinctoria) stammt aus Nordamerika. In der Heilkunst der Indianer hatte er einst einen hohen Stellenwert für die Behandlung von Pilz- und Bakterieninfektionen. Bei uns nutzt z. B. die Homöopathie den Wilden Indigo. Er stimuliert einerseits die Abwehr, er tötet aber außerdem Mikroben ab und verhindert deren Ausbreitung im Organismus. Den alkoholischen Extrakt setzt man ein gegen Infektionen der Atmungsorgane, der Haut und der Mundschleimhaut. Wilder Indigo hilft auch Kindern und Kleinkindern. Nebenwirkungen treten erst durch enorm hohe Dosen auf.

Und auch ein alter Bekannter gehört zu den natürlichen Antibiotika: Der Meerrettich (Armoracia rusticana) oder Kren hilft mit seinen Senfölen bei Atem- und Harnwegsinfekten. Er ist neben seiner antibiotischen Wirkung stark harntreibend.

Sowohl für therapeutische als auch für kulinarische Zwecke ist der Meerrettich frisch gerieben am besten. Vorsicht ist nur bei einer zu langen äußerlichen und innerlichen Anwendung geboten. Die Reizstoffe im Meerrettich verkehren seine heilende Wirkung bei unsachgemäßer Handhabung ins Gegenteil.

Quellennachweis:

www.almeda.de

( Natürliche Alternativen zu Antibiotika; Dr. John McKenna; Verlag Oesch; ISBN 3-85833-462-6.
 Cerivikehl und Usneabasan - homöopathische Arzneimittel aus Flechten; Sanum Post Nr.46; Dr. Dr. P. Schneider; Verlag Semmelweis.
 Die große Enzyklopädie der Heilkunde; C. Norman Shealy; Verlag Könemann; ISBN 3-8290-1711-1.)


Gruß
Vinca
Wo kämen wir hin, wenn alle sagten: wo kämen wir hin; und niemand ginge um einmal nachzuschauen, wohin man käme, wenn man ginge...
Kurt Marti


Anika
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Beitragvon Anika » 14. Nov 2002, 11:29

Hallo!
Ich bin in diesem Forum ganz neu, aber ich kann jetzt schon sagen das es wirklich super interessant ist.
Ich habe auch gute Erfolge gemacht mit Naturheilkunde und zwar mit Moor und Kräuterprodukte habe ich meine Neurodermitis soweit verbessert das ich kein Cortison mehr brauche. Habt ihr auch Erfahrungen mit Moor.
Liebe Grüße Anika

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Ursula
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Beitragvon Ursula » 15. Nov 2002, 12:46

Hallo Anika,

herzlich willkommen im Forum. :)

Bei Neurodermitis gibt es ja inzwischen so viele Therapiemethoden, das man als Außenstehender den Überblick verlieren kann. Um so interessanter sind deine Erfahrungen als Betroffene mit erfolgreichen Naturheilkundemethoden.

Welche "Rezepte" kannst du denn weiterempfehlen? (ohne Werbung für Präparate zu machen :lol: )

Ursula :wink:

Anika
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Beitragvon Anika » 15. Nov 2002, 18:16

Hallo!
Leider kann ich mit Rezepten nicht dienen. Ich gehöre zu den Menschen die fertige Naturprodukte verwenden, da es nicht so viel Zeit benötigt und ich mich auch nicht so wirklich gut auskenne. Bei mir war es "ein" Versuch von sehr vielen ich habe es auch mit Aloe probiert .Es hat nichts dauerhaft geholfen bis jetzt. Meine Ernährung habe ich schon vor 10 Jahren umgestellt aber einen Stress kann ich nicht ganz vermeiden. Begonnen habe ich mit einer Entgiftung von Leber und Nieren.
Jetzt trinke ich jeden Tag Moor, Sole und Kräuterauszüge.(ohne Chemie)
Die Namen der Produkte und Rezepturen kann ich doch bei Rubrik Werbung erwähnen. Oder???
Liebe Grüße Anika

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Ursula
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Beitragvon Ursula » 16. Nov 2002, 17:02

Hallo Anika,

ja dafür ist der Bereich "Werbung" gedacht...

LG
Ursula :wink:

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Angelika
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Re: Pflanzliche Antibiotika: Die sanfte Alternative

Beitragvon Angelika » 20. Jul 2015, 20:44

Grüne Antibiotika: Heilkräftige Medizin aus dem Pflanzenreich.

http://www.natur-forum.de/forum/viewtop ... 20792&f=47


mfg
Angelika



   

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