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umweltfreundlicher komposter aus holz

hier wird über Anbau , Pflege und Ernte von Pflanzen und Kräutern diskutiert

Moderatoren: Angelika, MOB

mismi
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umweltfreundlicher komposter aus holz

Beitragvon mismi » 10. Mär 2006, 09:16

hallo ihr lieben,


nun ist es soweit. ich brauche dringend ein komoster. auf der suche konnte ich bisher aber leider nur komposter aus druckimprägniertem holz finden. gelesen habe ich dass diese imprägnierung ausgewaschen wird und somit in den boden gelangt, also nicht unbedingt in einen biogarten passt. andere varianten wie die kunststoffkomposter finde ich sehr uncharmant. meine frage also hat jemand eine idee woher ich einen holzkomoster aus unbehandeltem holz beziehen kann? oder welches holz am besten geeignet wäre um sich selbigen evt selbst zu bauen? habe auch eben mit einem holzspezielisten telefoniert der sich die selbst aus fichte oder ähnlichem baut... welche dann nach ca. zwei jahren verrotten.....tropenholz möchte ich auch ungern benutzen, die regenwälder sollen ja nich unter meinem komost leiden. über erfahrungen evt auch anleitungen zum selbstbauen wäre ich sehr dankbar :)



sonnige grüsse mismi


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Mag
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Beitragvon Mag » 10. Mär 2006, 11:44

Deine Holzspezi hats auf den Punkt gebracht...
Unbehandeltes Holz gammelt wech.
Wenn du es nicht regelmäßig ersetzen willst schlage ich einen verzinkten Komposter vor, der lässt gut Luft durch und gammelt nicht weg und/oder nen Schnellkomposter aus Hartplastik.

Ich nutze beides den Schnellkomposter für den Standart Kleinkram(Grünabfälle Küche und Co.) den aus verzinktem Gitter für Sachen die in gößeren Mengen anfallen (Sägespäne beim Kaminholz schneiden, Fallobst, Laub und geringe Mengen Rasen)
Ich weis nicht viel,
aber da bin ich mir sicher

Palomar
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kompost aus holz

Beitragvon Palomar » 16. Mär 2006, 08:04

Hallo,
ein Komposter aus unbehandelten Fichteholz selbst zu bauen ist relativ einfach.

1. Man besorgt sich um Baumarkt 4 Kanthölzer ca. 5 x 5 cm oder 6 x 6 cm.
Die Kanthölzer schneidet man mit einer Säge auf die gewünschte Länge (Höhe) plus 20 cm.
Die Kanthölzer werden dann an einem Ende mit der Säge oder einer scharfen Axt angespitzt.
Nun schlägt man das angespitzte Ende mit einem schweren Hammer in den Boden, ca. 20 cm tief. Die Anordnung der Pfosten sind im Quadrat oder Rechteck.

2. Nun mist man die Seitenlänge von Pfosten zu Pfosten und besorgt sich im Baumerkt die Bretter für die Beplankung. Die Bretter sollten eine Breite von ca. 6 - 8 cm haben. 10 cm gehen auch. Diese Bretter werden dann rundum an die Pfosten geschraubt. Wichtig ist das zwischen den Brettern ca. 4-5 cm Luft gelassen wird.

Ist zwar jetzt eine sehr primitive Beschreibung, funktioniert aber.

mfg
Palomar

Vreny
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Beitragvon Vreny » 16. Mär 2006, 08:42

Wir hatten zu Gemüsegarten-Zeiten auch ein Kompostgitter. Darin haben wir jeweils die Abfälle gesammelt. Um aber eine Hitze erzeugen zu können, haben wir dann den Kompost angelegt. Wir haben eine Miete (ich glaube, dem Haufen sagt man so) angelegt und dazwischen jeweils Gesteinsmehl gestreut und auch tierische Komponente im Form von Mist reingebracht. Mit Zuckerwasser wurde der ganze Haufen getränkt, damit sich die Hitze entwickeln konnte.

Palomar
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komposter standort

Beitragvon Palomar » 16. Mär 2006, 13:22

Hallo,

richtig ! Der Komposthaufen sollte nie austrocknen. Also immer im Schatten stehen. Wichtig ist das der Komposthaufen eine gute Durchlüftung hat. Man sollte immer abwechselnde Lagen haben. Grasschnitt, Heckenschnitt, Laub, sowie Küchenabfälle. Wird der Komposthaufen zu trocken sollte man ihn wässern. Im Hochsommer kann das wichtig sein.
Nicht verwenden sollte man: Fleisch, Fisch und Geflügel sowie Platik, Glas und Metall.
Man kann auch aus dem Fachhandel Kompostbeschleuniger verwenden.

mfg
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mismi
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Beitragvon mismi » 16. Mär 2006, 18:23

das werd ich ma nachbaun. die beschreibung hört sich gut an. vielen dank für die tipps :)
habe hier ein kleines büchlein von einem kloster in fulda... da steht doch einiges drin über kompostieren...

bin sehr gespannt!


wundersame natur



sonnige grüsse mismi


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Tropenfreak
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komposter selbst bauen

Beitragvon Tropenfreak » 17. Mär 2006, 13:57

Hallo Mismi

Wenns schnell und billig gehen soll kannst du auch einen Komposter aus nem 0815 Maschendrahtzaun oder Schafzaun bauen.

Einfach einen Zylinder formen und mit Draht fixieren. Damit das ganze stabil steht werden Stangen zur Verstärkung benutzt.

lg Roland

mismi
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Beitragvon mismi » 17. Mär 2006, 14:11

ah, auch ne gute idee... damit der inhalt warm wird muss man ja eh decken drüberwerfen...

schön einfach :)



merci´

frühlingsgrüsse
mismi

Palomar
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Beitragvon Palomar » 17. Mär 2006, 18:13

Hallo Roland,

bei Deiner Maschendraht-Variante wird schnell vergessen, das der fertige Kompost entnommen werden muß. I.d.R geschieht das von unten. Deine Idee ist zwar gut aber in der Praxis nicht zu empfehlen. Es werden dadurch auch keine Kosten eingespart, wenn man sich die Bauteile erst besorgen muß. Man würde nur Kosten sparen wenn man die benötigten Materialen nutzlos rumliegen hätte. Selbst dann sollte man sich überlegen ob man diese Variante wirklich wählen sollte.

mfg
Palomar

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Mag
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Beitragvon Mag » 17. Mär 2006, 18:33

@Palo: Wo is das Problem?
Man füttert ein Jahr den Komposter, dann wird der stillgelegt und man setzt die Miete um und nach einem Jahr wechselt man wieder...
Ich weis nicht viel,
aber da bin ich mir sicher

Palomar
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Beitragvon Palomar » 17. Mär 2006, 18:59

Hallo Mag,

ist der Kompost fertig aufgeschichtet, sollte er mind. 2 x im Jahr umgesetzt werden bzw. durchgemischt werden. Bei der Maschendraht-Konstruktion ist das nur schwer zu machen. Bei der Holz- oder Lattenkonstruktion braucht man nur auf einer Seite die Bretter entfernen, und schon kann man mit der Mistgabel zu werke gehen.
Bei der billigsten Variante benötigt man gar keinen Komposter. Man wirft alle Abfälle auf einen Haufen und wartet ein paar Jahre bis alles verrottet ist. Das funktioniert auch.

mfg
Palomar

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günstiger kompost bauen

Beitragvon Tropenfreak » 19. Mär 2006, 23:10

Hallo Roland,

bei Deiner Maschendraht-Variante wird schnell vergessen, das der fertige Kompost entnommen werden muß. I.d.R geschieht das von unten. Deine Idee ist zwar gut aber in der Praxis nicht zu empfehlen. Es werden dadurch auch keine Kosten eingespart, wenn man sich die Bauteile erst besorgen muß. Man würde nur Kosten sparen wenn man die benötigten Materialen nutzlos rumliegen hätte. Selbst dann sollte man sich überlegen ob man diese Variante wirklich wählen sollte.

mfg
Palomar
Ich habe von einer billigen und sehr einfachen Variante gesprochen, nicht davon, dass diese Lösung das Non plus ultra ist. Natürlich weist diese Konstruktion einige Nchteile auf, dafür schont sie die Brieftasche. Da wäre ich schon beim nächsten Thema. Natürlich wärs von Vorteil, wenn man die benötigten Materialien bereits zu Hause hätte, aber auch wenn man sie erst besorgen muss kommt das allemal billiger als son 0 8 15 Plastikschnellkomposter, der bei einem halbwegsem Volumen gerne mal so 50€ kostet und noch dazu extrem hässlich ist. Ob er wenigstens praktisch ist kann ich nicht beurteilen, da ich mit sowas nicht arbeite.

Um den Kompost zu entnehmen kannst du ja auch bei der Maschendraht- Variante unten ne Öffnung reinschneiden. Und 2 x jährlich untermischen beschleunigt zwar den Verrottungsprozess, kann jedoch bei dieser Variante aus eigener Erfahrung gut weggelassen werden, wenn darauf geachtet wird, dass sich der Füllstoff nicht zu sehr komprimiert, also nich nur Laub und Rasenschnitt einfüllen, sondern wie es schon erwähnt wurde quer durchs Gemüsebeet michen. Es darf auch ruhig mal etwas Erde an abgeschnittenen Wurzeln vom Salat drangelassen und mit rein gegeben werden, dass lockert die Sache auf. Luft bekommt die Masse bei dieser Variante von allen Seiten mehr als genug.

lg Roland



   

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