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Topfpflanzen - Rosen

hier wird über Anbau , Pflege und Ernte von Pflanzen und Kräutern diskutiert

Moderatoren: Angelika, MOB

n_m
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Beitragvon n_m » 14. Jun 2001, 11:47

Hi!

Meine Rosen sind zur Zeit befallen: Ich weiß nicht, was: Ihre Blätter werden fleckig und dann immer gelber und dann fallen sie ab. Was kann ich dagegen tun? Mometan dusche ich sie täglich mit kaltem Wasser ab, aber erkennbare Erfolge kann ich noch nicht erkennen.

Btw.: Es sind übrigens alles selbst gezogene Rosen: Es waren einst Schnittrosen. Sie haben Wurzeln geschlagen, haben neue Triebe bekommen und zwei haben sogar - seit sie eingetopft sind - schon je eine Rose getragen. Die neuste, die anwachsen wird, ist eine, die jeder beim Marktkauf zum Muttertag bekommen hat: Sie war nach ein paar Tagen welk und die Blätter sind auch alle abgefallen. Ich habe den Stengel einfach im Wasser stehen gelassen. Inzwischen hat der Stengel zwei Triebe. Manchmal kommen mir diese Pflanzen wie ein kleines Wunder vor.

Liebe Grüße
n-m


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Angelika
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Beitragvon Angelika » 28. Jun 2001, 23:11

Hallo liebe n-m,
das ist ja eine gute Idee Schnittrosen selber zu ziehen, werde ich auch mal probieren.
Was deine Rosen betrifft, dies ist die Blattfleckenkrankheit.
Sie wird oft verursacht durch Gießen mit kaltem Wasser, oder wenn Wassertropfen auf den Blättern zurückbleiben. Auch übermäßiges Gießen und schlechte Lichtverhältnisse kann die Ursache sein.
Versuchs einmal mit warem Wasser und einen helleren Standort.

Viel Glück mfg Angelika

Gast

Sternrußtau, Rosenrost

Beitragvon Gast » 29. Jun 2001, 08:10

Hallöchen,

Rosenrost

gelbliche bis rötliche, stecknadelgroße Flecken, stark befallene Blätter werden vorzeitig abgestoßen
Der Rosenrost stellt sich zumeist erst im Spätsommer ein. Man erkennt diesen gefährlichen Schmarotzer an kaum stecknadelgroßen goldgelben Pünktchen, die sich an der Unterseite der Blätter befinden. Bis zum Herbst verfärben sich die Pünktchen dunkelbraun bis schwarz. Sie enthalten Überwinterungssporen. An der Oberseiten der Rosenblätter macht sich der Rost durch gelblich-rötliche Flecken bemerkbar.
Befallene Blätter verkümmern und fallen schließlich ab.

der Kreislauf:
Rosenrost ist nicht wirtswechselnd, und deshalb beschränkt sich der ganze Entwicklungszyklus auf die Rosenpflanzen. Der Pilz überwintert in erster Linie in Form von schwarzbraunen Wintersporen auf den abgefallenen Blättern .Es ist auch eine Überwinterung in Holztrieben möglich, wodurch sich bei vernächlässigtem Schnitt im Frühjahr immer wieder „erneuernde” Infektionsherde bilden können . Aus diesen alten Infektionsherden und aus den inzwischen neu entstandenen Frühjahrssporenlagern werden die Blätter infiziert, auf deren Blattoberseite sich kurz danach gelbe bis rötliche Flecken bilden Aus den auf der Blattunterseite entstehenden gelben Pusteln werden Millionen von Sommerpilzsporen entlassen , die für epidemieartige Infektionen bei empfindlichen Sorten, besonders bei feuchten Wetterverhältnissen, sorgen können. Im Spätsommer verschwinden die orangenen Pusteln, und stattdessen bilden sich vermehrt dunkelbraune bis schwarze Pusteln mit den Wintersporen . Stark befallene Blätter fallen vorzeitig ab Das Überwintern des Pilzes erfolgt überwiegend auf dem Fallaub .
Vorbeugung und Bekämpfung
Durch genaues Zusammenkehren und durch anschließendes Entfernen des Fallaubes, noch im Herbst, kann die wichtigste Ausgangsquelle der Frühjahrsinfektion beseitigt werden
Ein sachgerechter Schnitt der Rosensträucher schaltet evtl. Infektionsherde auf den Trieben aus, sorgt für luftige, nach dem Regen schnell abtrocknende Pflanzen. Eine ausgewogene, kalibetonte Vollernährung stärkt die Pflanzen gegen Infektionen.
Abendliche Befeuchtung der Blätter, z. B. durch Wassersprengen, sollte vermieden werden.
Bei erfahrungsgemäß Jahr für Jahr stark infizierten Pflanzen sollten, am besten vorbeugend, ab Ende April alle 7 bis 14 Tage (je feuchter das Wetter desto öfter) mehrere genaue Spritzmaßnahmen durchgeführt werden. Die "Behandlungsserie" sollte spätestens bei den ersten Befallssymptomen begonnen werden und bei erfahrungsgemäß starkem Infektionsdruck bis Juli erfolgen. Mittel mit gleichzeitiger Rosenmehltau- und Sternrußtauwirkung wie Pilzfrei Saprol F oder Baymat Rosenspritzmittel sollten bevorzugt werden.Ausreichende Versorgung mit Kalium. Aufsammeln und Verbrennen der am Boden liegenden kranken Blätter. Während der Vegetationszeit sind vorbeugende Spritzungen mit Schachtelhalmbrühe zu empfehlen. Die Spritzbrühe muss besonders die Blattunterseiten benetzen.

oder der

Sternrusstau wird ebenfalls durch Sporen übertragen und erscheint oft in der Mitte des Sommers an den älteren, unteren Blättern der Rosensträucher. Die kleinen schwarzen Flecken werden schnell größer, das übrige Blatt wird gelb, welkt und fällt ab. Bei starkem Befall kann eine Rose völlig entlaubt und, abgesehen von der äußeren Beeinträgtigung, so geschwächt werden, dass sie eingeht, wenn dei Krankheit immer wieder kommt.
Am besten ist es, die befallenen Blätter abzusammeln und zu verbrennen (nicht auf den Kompost!), damit sich die Sporen nicht verbreiten können. Die Sporen des Mehltaus und des Sternrusstaus können in den Blättern überwintern die auf der Erde liegen bleiben, ebenso an den Stängeln und Stümpfen, die nicht ordentlich zurückgeschnitten wurden.
Als vorbeugende Behandlung (ab Frühjahr) benutze ich das Pflanzenstärkungsmittel Ackerschachtelhalm. Wenn gar nichts mehr hilft, gibt es z.B. das Präparat Euparen WG (nicht bienengefährlich B4), gegen Sternrusstau und Rost an Rosen im Freiland. Für beide Mittel gilt maximal 10 Anwendungen im Abstand von 8-10 Tagen. Leider ist dieses wasserlösliche Granulat Euparen nicht billig aber im Vergleich mit anderen Präparaten sehr effektiv.

Blattfalkrankheit ? -> muß wohl öfters damit verwechselt werden...

Hier ein paar Schadbilder, damit du schauen kannst, was für eine Krankheit vorliegt:
http://members.aol.com/vdrbremen/Rosena ... senabn.htm


MfG
Kräuterfee



   

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