tschernobyl

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babsi
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tschernobyl

Beitrag von babsi »

hallo leute, vorgestern war der jahrestag. 20 jahre nach dem unglück. es sind so viele menschen gestorben. und es werden noch ganz viele an den folgen sterben.

ich denke, dass so etwas jederzeit wieder passieren kann. und glaube auch, dass dieser strom nicht so billig wäre, wenn die wirklich gefahr in geld messbar wäre.

aus diesem grund: http://www.million-against-nuclear.net/index_de.php

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Tropenfreak
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Beitrag von Tropenfreak »

Hallo

Ja das war ein bedauerliches Unglück, dass viele Opfer forderte.

Trotzdem: Einfach nur nein zu Atomstrom zu sagen bringt auch nichts. Würde man von heute auf morgen sämtliche Kernkraftwerke abschalten wäre ein globaler Zusammenbruch der Stromnetze die Folge, da Atomkraftwerke einen nicht unerheblichen Teil der Grundlast sämtlicher Netze tragen. Das Problem sind momentan vernünftige Alternativen, um Atomkraft abzulösen.
Kritisieren kann jeder, aber einen vernünftigen Vorschlag für eine geeignete Alternative konnte mir noch keiner nennen.

Das soll jetzt nicht heißen, dass ich für Atomstrom bin, aber denkt einfach mal darüber nach. Das wird von vielen nicht bedacht.

lg Roland

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Michael L.
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Beitrag von Michael L. »

Von vielen Atomstrom Befürwortern wird auch nicht bedacht, dass in 70 Jahren der Uranvorrat unseres Planeten aufgebraucht sein wird. Wahrscheinlich noch vor dem Erdöl.

So langsam sollten wir also mal ähnlich viel Geld in alternative Forschung stecken wie noch vor 20 Jahren in die Nuklearforschung.

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Tropenfreak
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Beitrag von Tropenfreak »

Michael L. hat geschrieben:Von vielen Atomstrom Befürwortern wird auch nicht bedacht, dass in 70 Jahren der Uranvorrat unseres Planeten aufgebraucht sein wird. Wahrscheinlich noch vor dem Erdöl.

So langsam sollten wir also mal ähnlich viel Geld in alternative Forschung stecken wie noch vor 20 Jahren in die Nuklearforschung.
Ja stimmt schon, aber das trifft auch auf viele andere Erze und Metalle zu wie z.B.: Kupfer, Zinn, Zink..... zu.

Was sind denn hier die Alternativen?

Ob gefährlich oder nicht, die Rohstoffe unseres Planeten sind begrenzt und dagegen hilft auch Forschung nur begrenzt. Das sich etwas ändern muss liegt auf der Hand sonst stehen wir schon bald von heute auf morgen ziemlich blöd da.

Vernünftige Alternativen zu finden ist aber sehr Geld und Zeitintensiv und wer finanziert das alles? Vom nötigen Know how mal ganz abgesehen.

walnut
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Registriert: 14. Feb 2005, 08:35

Beitrag von walnut »

Michael L. hat geschrieben:
So langsam sollten wir also mal ähnlich viel Geld in alternative Forschung stecken wie noch vor 20 Jahren in die Nuklearforschung.
so sehe ich das auch
mal ganz abgesehen, was durch diese Technik an Folgekosten auf uns zukommt, die noch nicht jeder in der Lage ist, zu erkennen.........

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babsi
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Registriert: 25. Sep 2003, 15:36

Beitrag von babsi »

ich hab ja nicht geschrieben, dass der ausstieg sofort erfolgen soll. oder steht das da irgendwo??? ich hab den link gepostet, weil ich finde (so wie sehr sehr viele menschen auch) das der strom in keiner relation zu der gefahr steht die er birgt.

bloß weil ich dagegen bin, heißt es ja nicht, dass ich mir keine gedanken über alternative energien mache. dass es nicht einfach ist, weiß ich auch. ich kette mich auch nicht an irgendwelche gleise, weil ich das noch gefährlicher und teurer noch dazu finde.

beruflich habe ich auch damit zu tun, was die alternativen denn mit der umwelt so anrichten. die sind nämlich keinesfalls nur verträglich.

aber wie meine vorredner schon sagten: ein wenig mehr auf dem gebiet geforscht, wäre wohl sinnvoller.

appahmania
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Registriert: 21. Apr 2006, 08:37

Beitrag von appahmania »

mein kommentar kommt zwar ein wenig spät, habe aber jetzt erst beim stöbern eure beiträge gefunden.

es braucht immer menschen, die sich gedanken machen, wie man der umwelt dienen kann, alternativen finden etc...

aber es ist nicht nur damit getan, theoretische visionäre gedankengüter
auszutauschen. aktive hilfe ist gefragt. und der ursprünglische beitrag ging um den 2o jahrestag der katastrophe. keiner denkt mehr an die menschen, nur ein paar wenige, übriggebliebene versuchen noch zu helfen.

ich bekomme dieses jahr ein ferienkind aus dem gebiet. in den 4 wochen, in denen die kleine hier ist, werde ich versuchen, sie wieder aufzupeppeln, arztbesuche und vitamin und und und.......

ich glaube nicht, das sich auch nur einer eine vorstellung davon macht, wie es da jetzt noch aussieht. das ist für uns unbegreiflich. natürlich gibt es auf der ganzen welt diese situationen, kenne das ganze aus nigeria,

und man weiss ja gar nicht mehr, wo man helfen soll...aber nur reden nützt keinem etwas. deshalb auch überlegen, was man tun kann.

und wenn man wirklich etwas verändern will, dan findet man einen weg. und wenn man nur einem kleinen mädchen ein paar schöne wochen ferien bereitet und für kleider für das nächste jahr sorgt, denn mit den hilfstransporten ist das schon lange nicht mehr so, wie es mal war.

liebhe grüße

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babsi
Beiträge: 372
Registriert: 25. Sep 2003, 15:36

Beitrag von babsi »

ich habe einiges an dokumentationsfilmen gesehen udn fand es grausam wie es da jetzt zu geht. wie es den menschen dort geht udn wie viele an krebs erkranken. das hat mir gereicht, ich werd da sicher nicht selbst hin fahren.

und wir hatten bis vor kurzem auch immer mal kinder aus dem gebiet zu gast. und pakete gibts auch jedes jahr.

schön dass du das tust, lob und anerkennung :-)

appahmania
Beiträge: 7
Registriert: 21. Apr 2006, 08:37

Beitrag von appahmania »

danke.

ich freue mich auch schon sehr auf die kleine.

hatte natürlich meine anfänglichen bedenken. ob es wohl gut sei, den kindern hier die nase lang zu machen und ihnen somit vor augen zu führen, in welchen verhältnissen sie dort selber leben müssen. doch sagte mir eine ärztin, das ein 4 wöchiger aufenthalt den kindern ein defeziet von ca. 2 jahren wieder gut macht. ich hätte auch gerne mein afrik. patenkind einmal zu mir genommen, doch ist es dort mit den ausreisebestimmungen noch viel, viel härten.

es tut mir wirlich um jeden leid, der seinen kindern nicht das geben kann, was sie eigentlich brauchen und es muss als elternteil wirklich schlimm sein, bewusst sein kind risiken auszusetzten aber nichts dagegen tun zu können.

wenn ich mir meine kinder so ansehe, bin ich gott wirklich dankbar, das sie alles haben, was sie brauchen. wir haben einen riessigen garten mit vielen obstbäumen und beeren. viele kräuter und rosen.

wenn sie möchten, gehen sie hin und pflücken sich, wonach ihnen ist und ich kann mir 1oo % sicher sein, das alles ohne pestiziede ist.

wenn ich in solchen gebieten milch einer kuh trinke, weiss ich, das diese an schilddrüsenkrankheiten leidet und das ich dieses mit der milch zu mir nehme und das gilt auch für fisch, erdfrüchte etc.pp. doch sind dort viele auf den eigenanbau angewiesen.

schade, das es dies in unserer heutigen zeit noch gibt. so wirken viele diskussionen im fernsehn für mich doch sehr lächerlich.


grüße

appahmania

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