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Fructoseintoleranz, Fruchtzuckerunverträglichkeit

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Moderator: Angelika

Zhou
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Fructoseintoleranz, Fruchtzuckerunverträglichkeit

Beitragvon Zhou » 2. Dez 2006, 19:04

... ein kleiner Tipp zu basisch-wirkenden Lebensmitteln - folgende Lebensmittel wirken basisch: Gemüse, Gemüsesäfte, Hülsenfrüchte, Sprossen, Kräutertees, (Mineralwasser (je nach Zusammensetzung), Molke, Obst, Vollkorngetreide.
hallo kräuterfee,
gibt es vielleicht auch einen weg sich basisch zu ernähren, ohne lactose (Molke!!) und fructose (Gemüse!, Gemüsesäfte!!, Hülsenfrüchte!!!, Sprossen!, Vollkorngetreide!!, Obst!!!!) zu sich zu nehmen? ich kratz aufgrund der lactosefreien, fructosearmen ernährung immer gefährlich an der übersäuerung längs, und würde gern was dagegen tun.
*je mehr ausrufezeichen, umso schlechter vertrag ich's


rine
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Beitragvon rine » 2. Dez 2006, 19:38

Hallo!
Mir wurde von einem Homöopathen mal geraten, abends eine Messerspitze Natron in Wasser gelöst zu mir zu nehmen, um den Säure-Basen-haushalt auszugleichen. Bringt das tatsächlich was oder verfälscht man damit nur den Wert? Sonst könnte das ja vielleicht eine Möglichkeit sein, trotz einer bestehenden Laktose-und Fruktoseintoleranz (das ist aber echt schon hart, ohne Obst und Gemüse :( ), im basischen Bereich zu bleiben?
Viele Grüße,
Rine

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 4. Dez 2006, 10:41

...gibt es vielleicht auch einen weg sich basisch zu ernähren, ohne lactose (Molke!!) und fructose (Gemüse!, Gemüsesäfte!!, Hülsenfrüchte!!!, Sprossen!, Vollkorngetreide!!, Obst!!!!) zu sich zu nehmen? ich kratz aufgrund der lactosefreien, fructosearmen ernährung immer gefährlich an der übersäuerung längs, und würde gern was dagegen tun.
*je mehr ausrufezeichen, umso schlechter vertrag ich's
Hallo Zhou, hallo rine

habt Ihr vielleicht gedacht, überall ist Fructose drin ?

Bsp. von pflanzlicher Nahrung ohne/sehr wenig Fructose:
Knoblauch frisch, Zwiebeln frisch , Getreidesprossen (Getreide gekeimt), Portulak frisch, Kräutermischungen, Weißkohl frisch, Petersilien, Krautsalate, Hefe, Gemüsemischungen roh, Kürbisse frisch gegart, Kohlrübe (Steckrübe) gegart, Weiße Rüben frisch, Rotkohl frisch , Chinakohl, Fenchel, weißer Reis, Mohrrüben frisch, Rohkostsalate frisch, Fenchel frisch, Auberginen frisch gegart, Kohlrabis frisch, Suppengrün frisch, Mixed Pickles, Porree frisch gegart , Gurken frisch, Algen.... usw. usw. - es gibt doch einiges an Auswahl, natürlich nicht immer das, was man mag.

Na, da könnte noch was anderes hinter Deiner bekannten Unverträglichkeit (Lactose, Obst - Fruchtzucker-Unverträglichkeit) stecken, Zhou.
Unverträglichkeiten gegen Kohlenhydrate/"unverdauliche Kohlenhydrate" spielen da bestimmt eine sehr wichtige Rolle.

Ich gebe Dir mal einen guten Link zur Lebensmittelanalye:
http://www.uni-hohenheim.de/wwwin140/in ... rsicht.htm

Warum da allerdings Äpfel und Birnen und Trockenobst etc. mit aufgeführt sind, ist mir ein Rätsel. - Ich merke schon, Tabellen allein bringen einem auch nicht weiter. Am Besten ist es, einzeln antesten, was man nicht verträgt. Du siehst, auch wenn ich aufzähle, bringt Dir das nicht weiter. Das Thema Fruchtzuckerunverträglichkeit ist nämlich sehr umfassend, genauso, wie Lactoseunverträglichkeit. Und weas einer verträgt, muss der andere nicht vertragen, der eine verträgt 10 Radieschen, der andere zwei und dann ist Essig...
MfG
Kräuterfee

Zhou
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Beitragvon Zhou » 4. Dez 2006, 18:01

na da hast du schon recht kräuterfee.

ich vertrage auch von den fructoseärmeren sachen vorallem keine hülsenfrüchte, lauch und zwiebelartige, sowie kohl. roh eh fast gar nichts.
trotzdem hab ich in deiner auflistung doch noch ein bisschen was gefunden, dass ich sogar schon ausprobiert habe. es ist nur so lästig, sich z.b. ne gurke zu kaufen und 2 wochen zum aufessen zu brauchen, nach 2 tagen ist die doch schon so matschig, dass die kein mensch mehr essen kann. :roll:
so ähnlich geht das dann beim einkaufen...."das wird doch eh schlecht bevor du's aufgegessen hast"

ist ja nicht nur der fructosegehalt auf den es ankommt, sondern auch z.b. der sorbitgehalt (am morgen mit ner sorbithaltigen zahnpasta zähneputzen, und man kann mich den rest des tages nur noch im bad finden :-? ).

manchmal kotzt mich das alles so an, ich will doch nur gesund sein, und nu schickt mich meine ärztin mit verdacht auf insulinresistenz zum nächsten facharzt *seufz*

natti
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Fruktose-intoleranz

Beitragvon natti » 4. Dez 2006, 23:15

Hallo Zhou,
da ein guter Bekannter auch Fruktose-intoleranz hat und fast die gleichen anderen von dir genannten Lebensmittel (Lauch, Kohl etc) nicht verträgt, würde mich interessieren, ob dir jemand bisher sagen konnte woher das kommt?

Mein Bekannter hat das schon seit über zehn Jahren, der kann außerdem auch keinen Essig und Vollkornnahrungsmittel vertragen. Wenn es ihm mal wieder schlecht geht ernährt er sich aus Verzweiflung von Semmeln und Cola, was natürlich auch nicht gut ist. Kartoffeln, Nudeln und Fleisch kann er essen.

Grüße natti

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Kräuterfee
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Re: Fruktose-intoleranz

Beitragvon Kräuterfee » 5. Dez 2006, 08:42

...würde mich interessieren, ob dir jemand bisher sagen konnte woher das kommt?...
Hallo natti,

zum Überblick der 3 verschiedenen Fructoseunverträglichkeiten:

- Fructosurie
- Intestinale Fructoseintoleranz
- Hereditäre Fructoseintoleranz (HFI)

Fructosurie
Das Enzym Fructokinase funktioniert nicht richtig oder besteht ein Mangel an Fructokinase, so kommt es zu einer Anhäufung von Fructose im Blut, der Fructosämie.

Intestinale Fructoseintoleranz
ist eine sogenannte erworbene Fruchtzuckerunverträglichkeit. Allerdings kann sie auch angeboren sein. Die erworbene Störung kann durch Belastungen z. B. durch langfristige falsche Ernährung, Umweltgifte, Dauerstress oder/und langfristige Einnahme von Medikamenten verursacht werden.

Hereditäre Fructoseintoleranz (HFI)
erbliche Störung des Fructosestoffwechsels, wobei durch einen Stoffwechseldefekt Fructose nur unzureichend abgebaut wird. Hieraus resultiert ein erhöhter Fruchtzuckergehalt in den Zellen mit toxischer Wirkung, der seinerseits die Verstoffwechselung der Glukose stört.
Als Folge hiervon resultieren Unterzuckerungen (Hypoglykämien).

Und von welcher sprechen wir jetzt ? - Interessant wäre auch zu wissen, welche Zhou hat.
MfG
Kräuterfee


Zhou
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Fructosemalabsorbtion / Intestinale Fructoseintolleranz

Beitragvon Zhou » 5. Dez 2006, 10:02

also, soweit ich mich da jetzt reingelesen habe, ist es eine fructosemalabsorbtion, wenn die glut5-transportproteine im dünndarm die fructose nicht in genügenden mengen aufnehmen können. zum einen liegt es daran, dass nicht genügend glut5-transporter da sind, zum anderen dass sie zusätzlich durch andere zucker (vor allem sorbit/sorbitol) "blockiert" werden. (soll heissen, dass das enzym länger für ein molekül sorbit braucht, als für ein molekül fructose). nicht aufgenommener fruchtzucker gelangt dadurch in den dickdarm.

das ist an und für sich eigentlich gar nicht so schlimm, wenn der fruchtzucker von darmbakterien zu "harmlosen" abbauprodukten verarbeitet wird. wenn jetzt aber die darmflora durch verschiedene ursachen aus dem gleichgewicht ist, dann herrschen bakterien vor, die die fructose verstoffwechseln und deren abbauprodukte die eigentlichen probleme verursachen.
gase verursachen blähungen, verschiedene säuren ziehen wasser, was zu durchfall führt, dann wiederum gibt es stoffe die zu verstopfungen, starken schmerzen und einigen anderen beschwerden führen.
[ähnlich verhält es sich hier mit lactose, die nicht gespalten werden konnte, eine Lactoseintolleranz ist mit einer gesunden darmflora kaum zu bemerken.]


dieses ungleichgewicht kann aus verschiedenen gründen entstehen. bei mir waren es z.b. probleme mit der galle, die die bedingungen für die bakterien verändert haben, so dass ich nach etwa 10 jahren symptomloser LI und FM auf einmal probleme mit diesen lebensmitteln hatte.
ausserdem können antibiotika (die leider nicht nur die krankmachenden bakterien killen, sonder halt auch die im darm); andere unverträglichkeiten, die den darm belasten; eine ernährung, die die entwicklung der falschen bakterien begünstigt (z.b. dauerhaft zuviel fruchtzucker bei einem fructosemalabsorbtion); verdauungserkrankungen und -operationen und vieles anderes eine ursache dafür sein.



warum wir nun zuwenig glut5-transporter haben, weiss ich nicht genau. das einzige was ich in dem zusammenhang gefunden habe, ist eine theorie über den drastischen anstieg des pro-kopf-konsums von fructose in den letzten 2 generationen. (sorry, finde die quelle nicht)
diese theorie geht davon aus, dass sich die menschen nicht so schnell an den erhöhten fructose-konsum anpassen konnten, also einfach nicht in der lage sind, mehr glut5-transportenzyme zu bilden, weil sie evolutiv auf weniger fructose eingestellt sind.



zuckertabellen für obst und gemüse sollten, wenn man wegen FM nach geeignetem sucht, enthalten:
fructose (fruchtzucker), selbsterklärend, je weniger umso besser
glucose (traubenzucker), bzw. verhältnis fructose/glucose, allerdings sollte man vorher testen, ob die fructoseverträglichkeit bei zugabe von glucose steigt
saccharose (haushaltszucker), besteht aus glucose und fructose im verhältnis 1:1, auch hier vorher austesten ob man saccharose verträgt.
sorbit, sollte komplett gemieden werden, da selbst kleine mengen die fructoseverträglichkeit erheblich senken (wird nicht umsonst auch als abführmittel genutzt :roll: ), ACHTUNG!!! beim Zahnpastakauf, es gibt nur sehr wenige sorten ohne sorbit bzw. sorbitol

meiner eigenen erfahrung nach
sind saure, blähende oder anderweitig für eine normale verdauung problematische obste und gemüse weniger gut verträglich.
ausserdem habe ich die erfahrung gemacht, dass ich gemüse, das mit fett zubereitet wurde, besser vertrage. also z.b. pommes besser als salzkartoffeln oder einen salat mit öl im dressing besser als puren salat.
vollkorn produkte sind problematisch, weil in der schale des korns die meiste fructose ist, das korn selbst besteht fast nur aus stärke. trotzdem kann brot aus gemischtem mehl, und mit körnern, in maßen gegessen die verdauung ankurbeln, die bei einer fructosearmen ernährung häufig zur verstopfung neigt. (oder man isst einfach aufgequollene leinsamen, allerdings nicht mein ding ;) )
rohes gemüse vertrage ich weniger gut, als gekochtes, ein paradebeispiel: möhren.
obst, dass nur in glucose und wasser konserviert wurde, vertrage ich besser, als frisches. die fructose wird aus den obststückchen z.t. ausgespült, ausserdem gibt es einige FMler, die fructose, wenn sie gleichzeitig mit der gleichen oder einer grösseren menge glucose gegessen wird durchaus vertragen. ein tipp von den ärzten ist hier, traubenzucker aufs frische obst streuen *brrr*.




PS: danke für's auskoppeln, war selbst schon am überlegen, ob ein thread über fructosemalabsorbtion nicht sinnvoll wäre.
PPS: seh grad das kräuterfee schneller war, ich habe, wie ich oben schon geschrieben habe eine Fructosemalabsortion, also die Intestinale Fructoseintolleranz. ist, soweit ich weiss, die häufigste und auch harmloseste form.

HFI: es ist mir schon mehrmals in einem anderen Forum passiert, dass jemand mit einer frischen FM-Diagnose plötzlich in Panik ausbricht, wenn er sich informieren will und auf HFI stösst. zur Beruhigung: die wird schon früh erkannt, beim übergang von Stillzeit zur Beikost mit Obstzubereitungen. wer also später eine diagnose erhält, brauch sich deswegen keine sorgen zu machen. eine fructosemalabsorbtion ist lästig, unangenehm und behindert einen im täglichen leben, aber sie ist nicht toxisch (--> ohne behandlung tödlich)

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Kräuterfee
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Fructose - Malabsorption (Sorbit-Malabsorption)

Beitragvon Kräuterfee » 5. Dez 2006, 10:19

Hallo Zhou,

kommt es bei Dir in ein paar Tagen mit einer fructosearmen Diät zu einer merklichen Besserung des Allgemeinzustandes (primäre Malabsorption) oder eher nicht (sekundäre Malabsorption) ?

PS: ich schaue nochmal auf meine Bio-Zahnpaste (darf ich Dir dann eine PM schicken ?) - Soweit ich aus dem Kopf weiß, ist sie ohne Menthol, ohne Fluoride, ohne künstliche Süßstoffe und ohne synthetische Konservierungsmittel. :D
MfG
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Zhou
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Beitragvon Zhou » 5. Dez 2006, 10:27

inwiefern jetzt?
ohne fructose geht es mir eigentlich immer besser, ein fehlgriff wirkt sich bei mir schnell aus, sowohl auf den darm, als auch auf haut und stimmung. wenn ich nur gering über meiner verträglichkeitsgrenze bin, die ich leider nicht kenne, dann krieg ich kleine wasserhaltige pickel an kinn und neben den mundwinkeln, bei mehr gibts durchfall. und in jedem fall kann ich bald nicht mehr aufhören zu essen, egal was, es ist kein hunger, eher ein verlangen. unter der grenze hab ich ein bis zweimal am tag hunger, dann wird auch was gegessen, aber nie viel, weil der hunger schnell aufhört.

PS: bin immer froh über verträgliche produkte, also sag mir bitte bescheid.

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 5. Dez 2006, 10:43

Hi Zhou,

hast Du mal zaghaft anprobiert, Obst und Gemüse zu essen, daß zu gleichen Teilen Fructose und Glucose (Traubenzucker) enthält oder der Glucoseanteil den Fructoseanteil übersteigt ? Dies bringt natürlich eine Bereicherung des Speiseplans mit sich und könnte vertragen werden.
Wie sieht es mit Deiner Darmflora aus ? Obiges bringt sich nur mit guter Darmflora in Einklang, sonst ist das eher ein schlechter Tipp, klar. ;-)

Hintergrund haste selbst schon angesprochen mit dem Traubenzucker...Eine gleichzeitige Aufnahme von Glukose (Traubenzucker) kann die Aufnahme von Fruktose verbessern. Aus diesem Grund kann ein Verzehr von Haushaltszucker (Saccharose= Fruktose+Glukose) in kleinen Mengen bei der Fruktose-Malabsorption unproblematisch sein.
Brr, hört sich überhaupt nicht gesund an. - Da kriege ich schon bei dem gedanken an Zucker Blähungen (ich bin ein Zucker-Hasser). - So eine Lösung mag ich gar nicht schreiben, weil es eigentlich keine ist, sondern bekanntlichweise weiter Negatives nachsichzieht. (Wollte es mal nur erwähnen.)
Ob Rohrzucker vertragen wird ist vom Ausmaß der Erkrankung abhängig. In einigen Fällen werden kleine Mengen Saccharose gut vertragen.

Kannst Du Hefeflocken oder Algen vertragen ?

PS: Zwecks Zahnpaste melde ich mich morgen bei Dir per PM.
MfG
Kräuterfee

Zhou
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Beitragvon Zhou » 5. Dez 2006, 11:39

saccharose ist bei mir kein problem. ich müsste schon einiges davon essen um probleme zu kriegen. da krieg ich eher einen zuckerschock ;)

das mit der glucose hab ich schon versucht, das funktioniert leider nicht so richtig. frisches obst hab ich noch keines gefunden, bei dem es funktioniert hat. das einzige was problemlos drin geblieben ist waren drei erdbeeren, die ich mir von meiner ma geschnorrt habe (obwohl da sorbit drin ist ). ansonsten vertrage ich, was aber nur ganz selten auf dem tisch steht, ananas aus der dose (glucose+wasser), das ist meine letzte lösung, wenn ich mal wieder hoffnungslos übersäuert bin, dass es mir sogar sauer hochkommt, wenn ich liege. danach ist dann erstmal ruhe

bei gemüse hab ich schon etwas mehr gefunden, feldsalat, gurke, dosenmais und totgekochte tomaten (frisch gehen die gar nicht), das sind die wo ich schon mehr von essen kann.
ansonsten ist es bei gemüse nicht so das problem, da kommt es eher auf die menge an, abgesehen von knoblauch und zwiebeln, die gehen gar nicht.
ich hab es mir angewöhnt, bei meinem freund oder einer mitbewohnerin ne gabel voll zu schnorren. ich muss mich nur beherrschen, dann nicht doch mehr zu essen, weil es so lecker ist. (zu weihnachten gibt es eine gabel voll selbstzubereiteten rotkohl von meiner omi, himmlisch)

was sind eigentlich hefeflocken? und algen, ähm, nee die hab ich noch nicht probiert, eher aus unkenntnis (und ein bisschen abscheu). was soll man mit hefeflocken und algen denn machen können?



das mit dem zucker gibt sich von selbst, ich steh inzwischen eigentlich gar nicht mehr auf süsses, abgesehen von l-freiem, f-freiem müslizeug mit l-freier milch oder mal pfannkuchen mit zucker. aber schokolade und bonbons, eis usw. sind ja eh tabu, und irgendwann mag man auch nichts süsses mehr sehen ;)
(hab mich letzten advent mit mah-jong therapiert, die steine waren mit pralinen und bonbons bedruckt :D , irgendwann wurde mir schon beim spielen schlecht, und so bin ich am weihnachtsmarkt vorbei gekommen)

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Beitragvon Kräuterfee » 5. Dez 2006, 11:55

... frisches obst hab ich noch keines gefunden, bei dem es funktioniert hat....
Versuche Obst und Gemüse immer schonend zu garen; ist verträglicher.
ananas aus der dose (glucose+wasser), das ist meine letzte lösung, wenn ich mal wieder hoffnungslos übersäuert bin,

Ich weiß, da ist ist schlimm. Deshalb kam ich auf Hefeflocken.
Selbst totgekochte Tomaten helfen schon (Tomatensuppe mit Hefeflocken, Tomatensoßenvariatioenen mit Reis oder Nudeln und Kräutern)...Tomatenkonzentrat/~mark hat trotzdem einen guten ernährungsphysiologischen Wert. Hefeflocken lösen sich leicht auf und sind ideal zum Würzen und als Nahrunsergänzung und bringen viel Vitamine und Mineralstoffe. Gits im Reformhaus.
Diese Melasse-Würz-Hefeflocken enthalten Spurenelemente, Mineralstoffe und einen hohen Anteil an verschiedenen Vitamin B-Arten. Da diese Vitamin sehr hitzeempfindlich sind, sollten die Hefeflocken nicht mitgekocht, sondern den fertigen Speisen nur zugefügt werden.
Durch den würzig-pikanten Geschmack eigenen sich diese Melasse-Würz-Hefeflocken als Beigabe zu vielen kalten und warmen Speisen, z.B. zu Salaten, Suppen, Gemüse und Reis. Sie ergänzen den Eigengeschmack der Speisen und bringen eine abgerundete Würze. - Lecker, habe ich immer im Haus.

Algen wären ideal zur Mineral-/Vitaminergänzung/Säure-Basenhaushalt.
Man kann mit Algen auch kochen - hmm, lecker.
Viel Kräuter verwenden.
Wie sieht es mit Pilze und Fisch (natur) aus ?

Vorsicht ist geboten bei Packungen mit der Beschriftung - zuckerfrei - , weil z.T. in diesen Produkten Sorbit zugesetzt worden ist. :roll:
MfG
Kräuterfee

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Fructose und Sorbit pro Tag

Beitragvon Kräuterfee » 5. Dez 2006, 13:12

....wenn ich nur gering über meiner verträglichkeitsgrenze bin, die ich leider nicht kenne...
Hallo Zhou,

einen Richtlinenwert zu finden...hmm, muss man induviduell machen.
Diese individuelle Verträglichkeitsgrenze ermittelt man nach fast sorbitfreier Ernährung einschließlich der Vermeidung anderer Zuckeralkohole (Zuckeralkohole entstehen durch Reduktion aus zumeist Einfach- oder Zweifachzuckern, Bsp.: Sorbit (ist ja klar), desweiteren Mannit, Isomalt, Lactit und Xylit)
Du muss Dich ganz langsam rantasten, bei Beschwerden, haste dann Deine individuelle Grenze gefunden.
Ich würde tippen, die Diät wird im Bereich weniger als 10-20 g Sorbit pro Tag liegen.
Diesen individuellen Richtwert zuerst rausfinden, ist ratsam.

Spargel, Mangold hatte ich oben glaube ich auch noch nicht angeführt.
Verträgst Du Haferflocken ?

Probiere später vielleicht mal folgende Früchte aus, diese haben ein relativ geringen Fruchtzuckergehalt, aber dafür ein günstiges Glukoseverhältnis: Aprikose, Mango, Papaya, Pfirsich - und wenn Du sie leicht andünsten müsst wegen besseren Verträglichkeit.

Behalte aufgrund der notwendigen Diät den Folsäure- und Zinkspiegel im Blut im Auge.
Auch wirst Du feststellen, dass bei einer Diäteinhaltung der Gemütszustand sich verbessert (hohe Fructosekonzentrationen können die Biosynthese von Serotonin aus Tryptophan reduzieren -> Stimmmungstiefs, Depressionen sind dadurch möglich).

Bei Zahnpasta waren wir ja schon - über die Haut nimmst Du auch Fruchtzucker, Sorbit oder Saccharose auf, d.h. solche Körperpflegemittel auch meiden.
In Medikamenten ist das Zeug auch drin.
Vorsicht ist bei der großen Flut an Nahrungsergänzungsmittel geboten ! (wegen dem Sorbit das meist da drin ist).

Da muss der normale Mensch, wie ich schon ständig darauf achten, was drin ist, aber hat man so wie Du noch Fructose- dann noch dazu Lactoseunverträglichkeit, da wird man beim Einkaufen wahnsinnig. (ich bekomme schon beim Einkaufen immer den Hals, was man für ein Schrott überall reinpackt...), geschweige dann Du armes Mädel. Ein wenig Trost und Streicheleinheiten 'rüberschick Bild
MfG
Kräuterfee

Zhou
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Beitragvon Zhou » 5. Dez 2006, 16:56

danke kräuterfee, sowas liebes hab ich schon lang nicht mehr von nicht-betroffenen gehört. *knuddel*

ich hab zum glück ne tolle apotheke gefunden, wo sich im notfall zwei von denen mit mir hinstellen und alle präparate durchsehen, bis wir was gefunden haben. leider gibt es nicht immer etwas vollkommen verträgliches, dann muss ich sehen was ich dann nehme.

es ist gut, dass du die auslassdiät und die schwierigkeiten mit dem tryptophan erwähnst. ich schreib hier die ganze zeit, was ich vertrage und was nicht und vergesse zu schreiben, wie man das am besten rausfinden :oops:

bei mir war der serotoninmangel inzwischen so schlimm, dass ich durch die diät in der richtung keine besserung gefunden habe. werde zur zeit mit serotoninwiederaufnahmehemmern behandelt, und bin wie ausgewechselt. meine eltern meinen, sie hätten mich schon lang nicht mehr so zufrieden und glücklich gesehen.


das mit dem einkaufen ist wirklich anstrengend, ich denke mir "gehst du mal eben kurz was einkaufen" und kommen eineinhalb stunden später mit einem 5€-Einkauf wieder raus. ich hab mal ne geschlagene stunde in der müsliabteilung verbracht, ein andermal ne halbe vor der zahnpasta. einmal hat sich mir sogar der kaufhausdedektiv an die füsse geheftet :roll:


zu deiner frage: hafeflocken gehen manchmal, meistens ess ich ein haferflocken-nuss-müsli, wenn ich wieder mal verstopfungen habe, das hilft ganz gut, ohne gleich DF zu geben. Aprikosen und Pfirsich hab ich schon probiert, gehen leider nicht, wie andere steinfrüchte auch (beschwerden sind da aber seltsam, wie ne mischung aus FM und allergie, hab die eventuell von meiner mutter geerbt). mango und papaya merk ich mir vor, ich ess ein bisschen, mein freund den rest.

inzwischen, nach eineinhalb jahren, höre ich im zweifel immer auf meinen bauch. wenn der meldet, dass er gemüse brauch bekommt er es auch, einmal war sogar eine große schüssel bohnensuppe beschwerdefrei drinnengeblieben, sowas ist aber sehr selten.

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Beitragvon Kräuterfee » 6. Dez 2006, 10:22

...werde zur zeit mit serotoninwiederaufnahmehemmern behandelt, und bin wie ausgewechselt.
Ups, die Besserung ist ja schön. - Sind dabei Nebenwirkungen zu beobachten ? (Die Dinger haben es in sich und die Nebewirkungspalette ist von vielfältiger Natur...Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, verstärktes Schwitzen, Muskelverspannungen, Übelkeit, Erbrechen, Leberfunktionsstörungen u.v.a.m. )
das mit dem einkaufen ist wirklich anstrengend, ich denke mir "gehst du mal eben kurz was einkaufen" und kommen eineinhalb stunden später mit einem 5€-Einkauf wieder raus.

Schön wär's. Was kriege ich denn für 5 Euro an vernüftigem Essen ? Billigschund im Supermarkt, nee, ich fahre kreuz und quer durch die Städte und auf's Land, um gesunde Ware zu bekommen. Das ist Stress, kostet viel Zeit und Geld. (Bsp. ich esse nur Biobrot von z.Z. einem einzigen Biobäcker, zwischen anderen Biobroten liegen Welten. Meine Eier kaufe ich da, mein Fleisch da und dort, Fisch wieder woanders, essen gehen ? Puh, kriege mich mal in ein Restaurant xyz, da bleibe ich lieber zu Hause und bekoche mich selbst....
ich hab mal ne geschlagene stunde in der müsliabteilung verbracht, ein andermal ne halbe vor der zahnpasta. einmal hat sich mir sogar der kaufhausdedektiv an die füsse geheftet :roll:
Wenn ich etwas Neues brauch, brauche ich viel Zeit um richtige/konkrete Info's über ein Produkt zu finden und verbringe viel Zeit das Produkt zu finden bzw. genau Etiketten zu studieren....dabei stellt sich oft raus, man ist informierter als die Fachbedienung. ;-)
hafeflocken gehen manchmal, meistens ess ich ein haferflocken-nuss-müsli,
Nüsse und keine Nebenwirkungen ? Wie geht denn das ? Haselnüsse und Haferflocken zählen doch eigentlich zu den verbotenen Lebensmitteln bei Fructosemalabsorbtion; genauso wie Mandeln, Kastanien... (da habe ich doch ratenderweise wieder einen Treffer gelandet :D
wenn ich wieder mal verstopfungen habe, das hilft ganz gut, ohne gleich DF zu geben.
Du kannst doch nicht so etwas gegen die verstopfung tun, und wenn, dann soltest Du genau über den Tag planen, wie Du Dein (noch nicht bekanntes) Limit einhälst und für jeden Tag im vorraus planen, wie Du Dir Dein Tagesessenplan zusammenstellst, aber bitte nicht in's Blaue hinein. Erst muss man den tagesablauf regeln, damit der Körper mal einen geregelten, richtigen Esskreislauf hat und Ruhe und Besserung eintritt. - Spontanität bringt da nix, noch dazu da Dir das ernährungsphysiologische Wissen im Punkto Deiner speziellen Ernährung fehlt. Kochen, sich richtig ernähren, gerade, wenn man erkrankt ist, ist sehr wichtig.
Aprikosen und Pfirsich hab ich schon probiert, gehen leider nicht, wie andere steinfrüchte auch (beschwerden sind da aber seltsam, wie ne mischung aus FM und allergie, hab die eventuell von meiner mutter geerbt). mango und papaya merk ich mir vor, ich ess ein bisschen, mein freund den rest.
Was Du grundsätzlich nicht verträgst, lasse vom Speiseplan weg. Mach Dir ruhig eine Hilfsliste für Lebensmittel, die Du veträgst und auch die Menge, wieviel. Dies ist dann für das Kochen und die Nahrungszusammenstellung und auch der Abwechslung im Essen leichter. - Dann hat man besser Ideen, wie man sich unter den Umständen variabler und richtig ernährt.
Benutze bitte Infomaterial, wieviel wovon drin ist, damit Du das Tageslimit nicht überschreitest und auch bei einem Essen nicht schon so viel an verbotenes drin hast - gleichmäßig über den tag verteilt entlastest Deinen Körper, er wird es Dir danken. - Man sollte nicht etwas essen und dann merken, misst, das ging schief - es muss nicht das Essen, sondern kann die Menge sein, die das Fass an dem Tag zum Überlaufen (mit bekannten Folgen) bringt. ;-)

Jetzt bist Du besserer Stimmung, als vorher, nutze sie und gehe die Planung mal an. ... Wenn man kleine Erfolge erzielt, erfreust Du Dich an diesen, es zeigt Dir dann, dass es voran geht.

LG
Fee



   

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