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knieschmerzen

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Moderator: Angelika

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babsi
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knieschmerzen

Beitragvon babsi » 3. Jan 2010, 07:16

hallo,
ich bin gestern sehr (sehr!!!) viel gelaufen (also kein sport, "nur" eine stadtbesichtigung) und am abend setzten in einem knie plötzlich starke schmerzen ein. erst nur in bewegung, mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, wie ich das bein halten soll, kann nicht mal schlafen vor schmerzen! auftreten geht fast gar nicht mehr. :roll:
ich weiß, helfen kann mir da nur ein arzt. aber leider ist heute sonntag und zum notdienst möcht ich nun nicht, da ich hoffe, dass ich das knie irgendwie falsch- oder überlastet habe und es mit ein wenig ruhe vielleicht wieder besser wird. außerdem hab ich ziemliche angst vor ärzten und suche sie nur sehr ungern auf.
meine frage nun: eher wärmen oder eher kühlen? und hat jemand einen tipp für mich, was man da unterstützend machen kann? ich weiß das fern- und eigendiagnosen nicht angebracht sind aber ich möchte wirklich nicht zum notdienst wegen eines schmerzenden knies.


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Gingkoblatt
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Re: knieschmerzen

Beitragvon Gingkoblatt » 3. Jan 2010, 08:39

Hallo Babsi,

Akutes ist eher zu Kühlen - Chronisches mag eher Wärme. Wenn du nicht regelmäßig Schmerzen im Knie hast, würde ich dir dann also eher zu kühl anraten. Ganz gut funktioniert aber auch das eigene Gefühl: wenn du meinst/merkst, dass kühl dir nicht gut tut, dann versuche es mit Wärme.

Mit kühl ist übrigens nicht Eis direkt gemeint. Immer eine Schicht Stoff dazwischen lassen und nicht länger als 20 min am Stück kühlen! (abwechseln 20 min kühlen, dann 20 min Pause)
Wenn du zu hause eine gute Sportsalbe hast (z.B. Traumeel oder ähnliches) kannst du die auch verwenden.
Oder du könntest auch eine Pakung aus Heilerde und Essigwasser machen, je nachdem, was dir zur Verfügung steht!

Gute Besserung wünscht
:wink: Gingkoblatt
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paul
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Re: knieschmerzen

Beitragvon paul » 3. Jan 2010, 14:48

Ich empfehle Dir folgende sog. Selbsthilfeübung nach Dieter Dorn:

Sitze vorne an der Kante aufrecht auf einem Stuhl. Das Bein mit dem schmerzenden Knie ist im Kniegelenk 90° angewinkelt und steht fest mit dem Fuß auf dem Boden. Der andere Fuss wird zur Abstützung etwas versetzt nach hinten gestellt.

Eine Hand umfasst (zwischen Daumen und Zeigefinger)von unten den oberen Teil der Wade (etwas unterhalb der Kniekehle), die andere Hand wird vorne auf das Knie gelegt. Nun drückst Du mit der oben liegen Hand auf das Knie und mit der unteren Hand auf den oberen Teil der Wade in Richtung Schienbein. Während des Drückens aufstehen und das Kniegelenk strecken. Wichtig: den Druck bis zur vollkommenen Streckung beibehalten. Mehrmals täglich 3 bis 5 mal wiederholen.


Diese Übung ist hilfreich bei plötzlichen oder seit kurzer Zeit auftretenden Beschwerden und/oder Bewegungseinschränkungen im Kniebereich.
Gruß: Paul

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wilfried
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Re: knieschmerzen

Beitragvon wilfried » 3. Jan 2010, 15:24

hallo babsi, der tipp mit der sportsalbe war wohl schon richtig - solltest du voltaren auftreiben können, hilft das evtl auch.
Wird dieser schmerz aber zum ständigen begleiter, dann hilft mit sicherheit, was mir geholfen hat: ein bienenstich. Die sind nun aber in der Winterruhe d.h. sie kommen nur selten im Winter aus ihrer behausung. Wenn du einen imker in deiner nähe hast, kann der dir sicher helfen.
Auf keinen Fall laß dir vom Arzt eine Spritze ins knie geben. Der bienenstich ist, abgesehen von einem kurzen schmerz (ca. 1 min) absolut ohne nebenwirkung.
Achtung: Macumar-pat. vorsicht - das bienengift wirkt blutverdünnend!

viel erfolg wilfried http://www.natur-forum.de/forum/posting ... =2&p=89790#
Zuletzt geändert von wilfried am 3. Jan 2010, 15:45, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: knieschmerzen

Beitragvon paul » 3. Jan 2010, 15:37

... Der bienenstich ist, abgesehen von einem kurzen schmerz (ca. 1 min) absolut ohne nebenwirkung...
Mit solchen Äußerungen wäre ich etwas vorsichtiger :evil:

Was, wenn eine Allergie gegen Bienengift vorliegt? Es gibt in Deutschland fast zweieinhalb Millionen Menschen, die auf Insektengift allergisch reagieren und viele, die an einem daraus resultierenden anaphylaktischen Schock vertoten.
Gruß: Paul

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Gingkoblatt
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Re: knieschmerzen

Beitragvon Gingkoblatt » 3. Jan 2010, 17:00

Wenn ich es richtig verstanden habe, ging es um eine Art "Erster Hilfe" bis Babsi morgen einen Therapeuten aufsuchen kann? Da ist Bienengift wohl eher nicht das Mittel der Wahl, ganz abgesehen von den möglichen Nebenwirkungen, die Paul ja schon erwähnte. Überhaupt wäre das wieder ein "warmes" Mittel für chronische Geschehen.

Am Besten wäre tatsächlich ,wenn du Pauls Übungen versuchst, weiter kühlst und morgen mit einem Behandler deiner Wahl entscheidest, wie es weitergeht!
Anstatt Bienengift, tendiere ich, wenn schon - denn schon zu Hirudin und Calin, den Speichelprodukten des Blutegels, um ein entzündetes Gelenk zu behandeln. Aber das muss durch eine Untersuchung erst einmal abgeklärt werden!
:wink: Gingkoblatt
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wilfried
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Re: knieschmerzen

Beitragvon wilfried » 3. Jan 2010, 17:45

Hallo paul, richrig - 1 von 1000 reagiert so allergisch, dass er innerhalb von 15 minuten antihistamin, adrenalin und cortison oder penizilin gesprizt oder in tablettenform verabreicht bekommen muß! A b e r - ein erwachsener mensch weiß das. jeder ist irgendwann von irgendeinem insekt gestochen worden; denn ob wespe, hornisse, biene oder gar kreuzotter, usw.Die Giftmenge ist in etwa gleich - nur in der zusammensetzung unterschiedlich . Die Reaktion: Kopfschmerzen, übelkeit, schwindel und schlappheit werden ihn ganz sicher in die hand eines arztes geführt haben, der dann hoffentlich in seiner anamnese die richtige ursache gefunden hat (sonst ist er nicht mehr unter uns) und eine desensibilisierungs therapie veranlast hat. Solche Menschen müssen ein notfallset mit sich führen - man denke an den einsamen Strand.
Es soll sogar imker geben, die nach einem langen imkerleben noch im o.a. sinne allergisch gegen bienengift werden.
Bienengift ist eine wunderbare medizin: An mir selbst (75) erfolgreich angewendet bei Dupuytren, Rheuma im Knie, Hexenschuß. Aber noch einmal: Macumarpatienten arzt einschalten bienengift ist stark blutverdünnend.

euch allen gute gesundheit
Wilfried

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Re: knieschmerzen

Beitragvon paul » 3. Jan 2010, 17:51

...Am Besten wäre tatsächlich ,wenn du Pauls Übungen versuchst, weiter kühlst und morgen mit einem Behandler deiner Wahl entscheidest, wie es weitergeht!
...
Genau! Falls dann überhaupt noch eine Behandlung bei einem Behandler erforderlich ist :D
Gruß: Paul

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Re: knieschmerzen

Beitragvon paul » 3. Jan 2010, 18:12

...Bienengift ist eine wunderbare medizin...
Ich habe nix gegen Bienengift. Dort, wo´s passt, ist das vollkommen o.k.. Allerdings sollte der Warninweis sich dann auch auf Bienengiftallergiker beziehen. Das ist bei einer solch pauschalen Empfehlung genauso wichtig, wie der Warnhinweis auf Marcumar.
Gruß: Paul

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rine
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Re: knieschmerzen

Beitragvon rine » 3. Jan 2010, 20:22

Hallo paul, richrig - 1 von 1000 reagiert so allergisch, dass er innerhalb von 15 minuten antihistamin, adrenalin und cortison oder penizilin gesprizt oder in tablettenform verabreicht bekommen muß! A b e r - ein erwachsener mensch weiß das. jeder ist irgendwann von irgendeinem insekt gestochen worden; denn ob wespe, hornisse, biene oder gar kreuzotter, usw.Die Giftmenge ist in etwa gleich - nur in der zusammensetzung unterschiedlich . Die Reaktion: Kopfschmerzen, übelkeit, schwindel und schlappheit werden ihn ganz sicher in die hand eines arztes geführt haben, der dann hoffentlich in seiner anamnese die richtige ursache gefunden hat (sonst ist er nicht mehr unter uns) und eine desensibilisierungs therapie veranlast hat. Solche Menschen müssen ein notfallset mit sich führen - man denke an den einsamen Strand.
Es soll sogar imker geben, die nach einem langen imkerleben noch im o.a. sinne allergisch gegen bienengift werden.
DAs halte ich für sehr pauschal gedacht. Jeder Erwachsene weiß das? In meinen Augen ist das eher Wunschdenken.
Meine Schwiegermutter wäre fast gestorben, weil das eben nicht jeder Erwachsene weiß. Manchmal entwickelt sich sowas ja auch tatsächlich im Laufe der Jahre. Besagte Schwiegermutter (selbst im medizinischen Bereich tätig, also nicht ganz betriebsblind) werkelt viel im Garten, hat das ihr Leben lang getan, ist mit Sicherheit auch schon viel und oft gestochen worden im Laufe ihrer über siebzig Lebensjahre und trotzdem war es dann ein Stich zuviel, der ihr fast zum Verhängnis wurde. Wenn ihre Freundin sie nicht auf der Stelle zum Krankenhaus geschafft hätte, hätte sie den Stich nicht überlebt, auch so war es verflixt knapp. :-?
@basi: Gute Besserung! Ich kenne das leider aus eigener Erfahrung - Du hast mein vollstes Mitgefühl! :)
Viele Grüße,
Rine

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Re: knieschmerzen

Beitragvon wilfried » 3. Jan 2010, 22:32

An dieser Stelle will ich nur noch eines zu diesem Thema sagen:
Es ist absolut keine Seltenheit, dass man als Imker zu einem "Bienenschwarm" gerufen wird und es sind Grabwespen, die außerordentlich böse werden, wenn man dort zu buddeln afängt - da wird dann nicht nur eine zugestochen haben. Hummeln werden auch oft als Bienen bezeichnet - und wenn man sie nicht grade in die Hand nimmt, stechen sie auch nicht. Bienen - sind weit entfernt ihres Stocks, beim Nektar sammeln, außerordentlich friedlich - sie haben dort nichts zu verteidigen - am Boden im Garten, wird man sie kaum antreffen, wenn nicht ein Schwarm im nächsten Strauch sitzt - und der ist auch friedlicher als eine Kuh auf der Weide.
Die Wespe trägt ihren Stachel offen - überall, wo sie sich draufsetzt, nimmt sie entsprechend Dreck mit - mit so einem Stich ist nie zu spaßen. Die Biene führt ihren zweigeteilten Stachel in einem "Futteral" und holt ihn nur raus, wenn jemand in die unmittelbare Nähe des Standes kommt. Es ist nun mal so: Alles was fliegt ist ne Biene. :D
Gute Gesundheit
Wilfried

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Gingkoblatt
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Re: knieschmerzen

Beitragvon Gingkoblatt » 3. Jan 2010, 23:01

...A b e r - ein erwachsener mensch weiß das. jeder ist irgendwann von irgendeinem insekt gestochen worden; denn ob wespe, hornisse, biene oder gar kreuzotter, usw.Die Giftmenge ist in etwa gleich - nur in der zusammensetzung unterschiedlich . Die Reaktion: Kopfschmerzen, übelkeit, schwindel und schlappheit werden ihn ganz sicher in die hand eines arztes geführt haben, der dann hoffentlich in seiner anamnese die richtige ursache gefunden hat (sonst ist er nicht mehr unter uns) und eine desensibilisierungs therapie veranlast hat. Solche Menschen müssen ein notfallset mit sich führen - man denke an den einsamen Strand.
...
Leider ist das nicht ganz so einfach ... eine Allergie kann man auch erst in hohem Alter gegen einen Wirkstoff entwickeln, auf den man vorher nicht allergisch reagiert hat. Genau DAS kennzeichnet ja eine Allergie.

Trotzdem will ich Apis/Bienengift als Wirkmittel gegen Arthritis hier nicht mindern.
Ich denke, mit der genügenden Vorsicht verabreicht, könnte man damit bei einer chronischen Erkrankung durchaus etwas erreichen.
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babsi
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Re: knieschmerzen

Beitragvon babsi » 4. Jan 2010, 10:53

Hallo und vielen Dank für diese Fülle an Antworten! :)

Meinem Knie geht es heute tatsächlich etwas besser. Ich habe gestern, als ich es gar nicht mehr aushielt eine Schmerztablette genommen (Darf ich den Wirkstoff nennen? Beginnt mit ib...). Dann habe ich (weil man mit nicht ganz so starken Schmerzen auch viel besser denken kann), weil hauptsächlich die Bewegung stark schmerzte, das Knie in einer halbwegs angenehmen Position verbunden um mich an der ständigen Bewegung zu hindern und hab es hoch gelegt. So hab ich mir gestern mal einen richtig ruhigen Tag verpasst :lol:

Kühlen half nicht so richtig, das hab ich bald aufgegeben. Zu warm durfte das Bein allerdings auch nicht werden.

So wurde es im Laufe des Tages gestern durch die Schonung tatsächlich etwas besser. Erst gegen Abend hab ich allen Mut zusammengenommen und mich an die Übung getraut. Die tat zwar anfangs noch weh aber es wurde dann tatsächlich besser!

Heute kann ich schon fast wieder normal laufen! Ich kann wieder auftreten, habe zwar beim Laufen noch leichte Schmerzen aber es ist wirklich sehr viel besser als gestern!

Danke für alle Meinungen!
Viele Grüße

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paul
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Re: knieschmerzen

Beitragvon paul » 4. Jan 2010, 12:55

...So wurde es im Laufe des Tages gestern durch die Schonung tatsächlich etwas besser. Erst gegen Abend hab ich allen Mut zusammengenommen und mich an die Übung getraut. Die tat zwar anfangs noch weh aber es wurde dann tatsächlich besser!

Heute kann ich schon fast wieder normal laufen! Ich kann wieder auftreten, habe zwar beim Laufen noch leichte Schmerzen aber es ist wirklich sehr viel besser als gestern! ...
Hallo babsi,

wahrscheinlich ist in Deinem Kniegelenk etwas in Unordnung geraten. Durch die Dorn´sche Selbsthilfeübung hast Du demzufolge wieder Ordnung in Dein Gelenk gebracht. Mach die Übung noch einige Tage weiter. Sollte das Gelenk in den nächsten Tagen allerdings anschwellen, melde Dich noch mal.
Gruß: Paul

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