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Mehl/ alte Sorten

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Moderator: Angelika

Liliana
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Mehl/ alte Sorten

Beitragvon Liliana » 29. Jan 2019, 21:26

Ich war heute im Bioladen.
Der Verkäufer erklärte mir mal was über Mehle.

Normal konventioneller Weizen z.B. meinte er, hätte durch die Züchtung mehr Chromosome, als der ursprüngliche, dies kann der Mensch oft nicht vertragen. Ein zweiter Grund für die Gluten- Unverträglichkeit läge auch daran, dass konventioneller Weizen mehr Gluten enthielte.
Dinkel z.B. enthielte sogar mehr Gluten als Weizen, aber dort wo sie das Brot kaufen, verarbeiten sie nur alte Dinkel- Sorten und auch alte Weizen- Sorten, sodass Menschen, die auf Weizen verzichten möchten, bei ihnen gekaufte Brötchen oder Brot sogar vertragen.
Ist doch irre, oder?

Auch meinte er, viele Bäcker möchten nicht, dass die Bevölkerung darüber mehr erfährt. Auch die sogenannten Bäckerei- Fachverkäuferinnen kennen oft nicht die Unterschiede zwischen den Alten und Neuen Getreide- Sorten.

Bleibt zu hoffen, dass jemand die Bevölkerung per Info- Abende informiert.
Das ist nämlich ein großes Feld an sich.

Ich weiß über einen Bekannten, der in einer Donat- Fabrik arbeitet, dass jedes Jahr, nach der neuen Ernte wochenlang wieder Backzeiten, Temperaturen, Mahlgrad, Mehlmischverhältnisse usw. austariert werden, da jede neue Ernte immer anders ausfällt, jedoch soll das Produkt am Ende immer im Aussehen, Konsistenz, Geschmack gleich sein.

Auch weiß ja niemand, welche Zusätze dem Mehl zugeführt würden, in den ganzen Backmischungen für Bäcker und Großbäckereien. Diese müssen auf der Verpackung nicht angegeben werden, da diese komischen Pilzmischungen während der Backzeit zerfielen und somit nicht mehr nachweisbar seien.

In Bio- Bäckereien sollen diese Zusätze nicht beigemischt werden. Ich spüre es, da mir meist Backwerk aus diesen Geschäften besser bekommt.

Ich finde das Thema Mehl/ Getreidesorten hoch interessant und möchte gerne mehr darüber erfahren.

Dass ist auch ein Grund dafür, dass wir alte Sorten generell erhalten müssen, egal ob Getreide, Obst- oder Gemüse. Wenn eine dieser hoch gezüchteten Sorten mit einem Schädling, oder Krankheit nicht mehr fertig würde, bekämen wir wieder Hungersnöte, bauten wir Weltweit ein und dieselbe Sorte an.
Beim Reis ist dies schon geschehen, erst eine Kreuzung mit einer älteren Reissorte, konnte den Reisanbau retten.

Aber wen interessieren schon diese heutigen Zuchtergebnisse? Hauptsache die Karotte sieht gut aus, ist süß, viel zu süß finde ich oft, es gibt in Gurken keine Bitterstoffe mehr in den Enden, wie früher in den 70ern. Dabei sind Bitterstoffe für den Körper wichtig.
Alte Sorten kennt so gut wie niemand mehr, dabei schmecken weiß- rote Rote Bete viel besser, als die pur Roten, die es heute zu kaufen gibt, außerdem sehen diese viel schöner aus, in ihrem geringelten "Kleid"



   

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