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Daumenlutschen

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Moderator: Angelika

guillaume
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Daumenlutschen

Beitragvon guillaume » 29. Jul 2004, 13:28

Hilfe, wer kennt ein Mittel um Daumenlutschen zu verhindern :D
Haben bei meiner Tochter schon diverse Mittel aus der Apotheke probiert - (grausige Sachen), sowie Zitronensaft und Salz etc. - aber kein Erfolg :-?

Wer hat Erfahrung - bitte um viele - vor allem erfolgreiche - Tipps. Danke :wink:


Sascha F
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Beitragvon Sascha F » 29. Jul 2004, 19:31

Also immer wenn der Finger im Mund ist, aus dem Mund nehmen und es machen es ob es das normalste der Welt wäre (nicht aufregen) dies ist sehr wichtig. Irgendwann hört es dann auf. Hat bei meinem Sohn(damals 4Monate) funktioniert.

Der Tip ist von Rudolf Steiner. (Im Buch "Geburt und Kindheit" von Dr. med. Wilhelm zur Linden)

herzlich

nykky
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Beitragvon nykky » 2. Aug 2004, 20:09

........das ist jetzt Ansichtssache....aber ich finde es nicht gut, dass natürliche Saugbedürfniss des Kindes zu unterbinden (wenn es dieses noch braucht). Für mich hat das irgendwie mit "Dressur" zu tun.
Aber jeder muß selbst wissen, wie er seine Kinder erzieht.

Gruß
nykky

Sascha F
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Beitragvon Sascha F » 3. Aug 2004, 05:35

@nykky

Wie lange hast du dein Kind oder deine Kinder gestillt?

Weiterführend stellt sich mir noch die Frage des "natürlichen" Saugbedürfniss, gibt es da zum Beispiel ein "natürliches" Schokoladenbedürfniss/Alkoholbedürfniss, denn was ist natürlich?

Ich denke es ist wichtig dies alles in Relation zu betrachten. Wenn das Abtrainieren des Daumenlutschens zur Hauptangelegenheit geworden, ist es sichlich übertrieben, dennoch die Angst der Eltern woher diese auch immer kommen mag, ist ernst zunehmen. Denn dieses Kind lebt mit diesen Eltern und deren Ansichten/Wünschen.

Hast du schon mal andere Eltern von deinen Ansichten über Kinder was näherbringen können? Bei uns ist es fast immer gescheitert. :(

hezrlich

nykky
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Beitragvon nykky » 3. Aug 2004, 08:51

Hallo Sascha!
Ich hab meinen Sohn leider nur 2 Monate voll gestillt. Die Milch blieb aus, egal was ich versucht habe - es kam keine mehr. Eigentlich wollte ich meinen Sohn solange stillen wie er es braucht/will.

Ich denke, dass man das natürliche Saugbedürfnis eines Kindes nun wirklich nicht mit Schokoladen bzw. Alkoholsucht/Bedürfnis vergleichen kann. Saugen ist uns angeboren - Schokoladenkosum und Alkoholkonsum nun wirklich nicht.

Sicherlich sollte man alles in Relation betrachten. Und wenn es nun der Eltern "großer" Wunsch sei, dass das Kind nicht mehr saugt (auch wenn es seinem EIGENEN Bedürfnis damit folgt), dann wird es halt den Wünschen entsprechend dorthin erzogen. Jedem das Seine.

Natürlich tausche ich mich sehr viel mit anderen Eltern aus. Die einen vertreten meine Ansicht und andere haben halt andere Meinungen dazu. Ich denke, dass ein reger Austausch sehr wichtig ist und nicht darauf abzielen muß homogene Erziehungsstrukturen bei allen durchzusetzen (So wie die nicht ungefährlichen Lehren von Steiner z.B.).

Gruß
nykky

Graugeier
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Beitragvon Graugeier » 3. Aug 2004, 09:19

Hallo guillaume,

interessant wäre zu wissen, wie alt deine Tochter ist. Das Grundbedürfnis "zu saugen" ist ja bei jedem Mensch/Kind unterschiedlich stark ausgeprägt. Wenn deine Tochter schon älter ist, solltest du beobachten, in welchen Situationen sie Daumen lutscht. Vielleicht, wenn sie müde od. traurig ist. In diesen Situationen würde ich das Daumen lutschen nicht unterbinden, da es dem Kind Sicherheit u. Trost gibt. Daumen lutschen z.B. aus Langeweile, da seid ihr als Eltern halt gefragt, ablenken mit Dingen / Spiele bei denen die Hände benutzt werden. Je nach Alter kann man mit den Kids drüber sprechen, warum sie gerade jetzt am Daumen lutschen u.ä. u. dann gemeinsam mit ihnen eine Alternative finden. Ich denke, die Abgewöhnung ist keine Sache von Stunden od. Tagen - sie braucht schon seine Zeit...

Also, viel Erfolg u. immer locker bleiben, es gibt schlimmeres... ;)

Gruß Graugeier
Keiner ist für das Problem verantwortlich, aber jeder für die Lösung.

Wende Dich immer der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter Dich!


Sascha F
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Beitragvon Sascha F » 3. Aug 2004, 19:39

@nukky,

Das mit dem Stillen tut mir leid für euch.

Ausrutscher - Ich habe eine Averssion, wenn jemand das Wort natürlich absolut verwendet. Es gibt überall eine Kehrseite und auf den Bäumen leben wir gerade nicht. (Beispiel - Kontinuum-Theorie).

Entschuldigung.

Bei der Frage wie lange ein Kind gestillt werden soll, sehe ich das ein wenig anders. Manche Kinder könnte man länger stillen und manche nicht, aber da müssen alle Faktoren betrachtet werden.

Wenn du sagst, dass das Saugenbedürfniss befriedigt werden soll, machst du meiner Meinung nach, bei zu langem Stillen, das Kind abhänig. Ich will es dir an Beispiel der Schokolade erklären. Ich denke normal macht es nichts wenn man mal Schokolade isst. Nur wenn es zum Heisshunger also zur Abhänigkeit führt, die auf Grund (eines Mangels an Sonne, Erholung, Sport oder Entspannung) auftretten kann, sollte man die Mängel beseitigen. Und ich denke auch, dass Kinder einfach eine Trennung erfahren sollten von der Brust und Mutter, nicht erst mit 3 oder gar 6 wie bei einer Bekannten. Ich bin gegen das Schreienlassen im Bett Nachts was vor 100 Jahren eingeführt wurde, gegen diese Art Trennung bin ich.

Das Austauschen wichtig ist, streite ich nicht ab, dies findet auch bei uns statt.:) Ursprünglich wollte ich sagen, wenn unsere Nachbarin sagt, ja im dritten Monat soll er schon viel Spagetti essen, damit er gesund wird und wenns regnet darf er nicht raus zum Spielen, sonst wird er krank. Dann hat sie ihre Ansicht uns nicht rüberbringen können.

Inwiefern sind denn die Lehren von Steiner gefährlich? Wir haben erst vor kurzem "Wie frei ist die Walddorfschule" gelesen. Sehr interessant. Wer sich mit den Lehren von Steiner auseinander setzt weiss, worum es geht und das das Goetheanum auch eine Geistesschule werden sollte. Gut wir haben uns gegen einen Besuch unserer Kinder an der Walddorfschule entschieden. Dennoch finde ich vieles sehr interessant und nachgehenswert.

herzlich

nykky
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Beitragvon nykky » 3. Aug 2004, 20:28

Hallo Sascha!

Hier ein paar Steiner-Zitate, die schon zum Nachdenken anregen sollten:

Erziehung zum Anthroposophen:

„Man kann recht weit kommen, wenn man nur einmal sich darauf besinnt, worauf es ankommt: dass es darauf ankommt, dass wir die öffentliche Meinung durch unseren Willen dahin bringen, wo sie sein soll.“


Über blonde und blauäugige und die dunkelhaarigen:

"Zuletzt würden nur mehr Braun- und Schwarzhaarige da sein können; aber wenn nicht abgeholfen wird, so bleiben sie zugleich dumm. Denn je stärker die Körperkräfte sind, desto weniger stark sind die seelischen Kräfte. Und die Erdmenschheit würde vor der Gefahr stehen, wenn die Blonden ausstreben, dass die ganze Erdenmenschheit eigentlich dumm würde. (...) Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würde, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit. Geradeso wie sie wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss durch eine geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man kann also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Masse, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. (...) Denn es ist tatsächlich so, dass, je mehr die blonden Rassen aussterben, desto mehr auch die instinktive Weisheit der Menschen stirbt. Die Menschen werden dümmer."
(Rudolf Steiner: Über Gesundheit und Krankheit. Dornach 1983, S. 103)


Ich habe noch massenweise Zitate von Steiner gesammelt, die in diese Richtung gehen und zum Teil noch extremer sind. Wir haben uns eingehend mit der Waldorfpädagogik beschäftigt, da wir ANFANGS dachten, dass es für unseren Sohn gut wäre ihn nach den Prinzipien Steiners zu erziehen. Es ist wichtig HINTER den Vorhang zu blicken und sich ein eigenes Urteil zu bilden. Meine Meinung: Die Lehren Steiners sind gefährlich.

Gruß nykky

Sascha F
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Beitragvon Sascha F » 3. Aug 2004, 22:17

Hallo nykky,

Ja ja die Ausschnitte. :)

Erziehung zum Anthroposophen
Vielleicht verstehe ich das falsch aber nur kurz drüber nachgedacht, verstehe ich das so, wenn du weisst was du willst kannst du es auch bekommen. Und er verknüpft das noch mit dem inneren Gefühl (nicht Empfindung).

verschiedene Rassen
Es sind nicht alle Menschen gleich. Das kannst du mir nicht erzählen. Irgendwann lese ich dann wieder "Jeder Mensch ist einzigartig". :) Gut ob nun Menschen mit braunen Augen eher dazu neigen wenig den Geist nicht zu benutzen kann ich nicht nachvollziehen, geschweigedenn kontrollieren. Dasselbe trift auf die Richtung mit den Blonden Haaren zu.

Hast du schon mal einen meditierenden anthroposophischen Skinhead kennengelernt, die mit einen Kopfsteinkantenbeisen machen?

Noch kurz zur Waldorfschule - Uns hat die sehr starke esoterische christliche Ausrichtung der Walddorfschule gestört. Und wir studieren andere Texte von anderen Menschen für uns und das Kinder die angeblich nicht durch die Reinkarnation in die Schule passen, rausgeschmissen werden. Aber gerade solchen Kindern bringen das Potential für Lehrer und Eltern etwas zu lernen.

herzlich

nykky
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Beitragvon nykky » 4. Aug 2004, 07:59

@Sascha
"Hast du schon mal einen meditierenden anthroposophischen Skinhead kennengelernt, die mit einen Kopfsteinkantenbeisen machen? "

Skinheads sind in meinen Augen gestörte Kriminelle mit einem IQ unter Zimmertemperatur.
Aber es gibt auch gebildete Rassisten, die mit Skinheads nichts zu tun haben. Die Skinheads sind eine Randgruppierung auf der Suche nach Sinn und Gemeinschaft und durch mangelnde Intelligenz und Gewaltbereitschaft haben sich die eben ihre eigene kranke Lebensphilosophie zusammengebastelt.

Natürlich sind nicht alle Rassen gleich.
Steiner stellt jedoch das arische ÜBER alle anderen Rassen (kennen wir das nicht irgendwoher??) Das ist und bleibt gefährlich!

Gruß
nykky

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Anjesa
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Beitragvon Anjesa » 4. Aug 2004, 10:20

Auch meine jüngere Tochter lutscht am Daumen...... sie ist 8 Jahre. Gestillt wurde sie 1 Jahr voll (ab 5. Monat mit Breimahlzeiten), danach hat sie sich selber abgestillt. Das kam zeitgleich mit dem Laufenlernen. Sie nuckelt nur wenn sie müde ist oder sich mies fühlt. Also verbiete ich es ihr nicht.
Meine grössere Tochter (10 Jahre) nuckelte bis 7 Jahre am Daumen und wurde nur 6 Monate gestillt.
Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag.

nykky
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Beitragvon nykky » 4. Aug 2004, 20:11

@Anjesa

So wie Du handhabe ich es auch! Mein Sohn (6 1/2) nuckelt auch wenn er müde ist - und ich lasse ihn auch.

Lieben Gruß
nykky

LikeHeaven
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Beitragvon LikeHeaven » 23. Aug 2004, 15:26

Zu dem Thema, ob man den Kindern das Daumenlutschen abgewöhnen sollte.

Ich habe gelesen, und auch meine eltern haben es mir so mal erzählt, dass Daumennuckeln und Am-Schnuller-Nuckeln schlecht für die Zähne ist.
Die können dadurch irgendwie schief wachsen und so.
Ich selbst habe bis zu meinem 6. Lebensjahr am Schnuller genuckelt.
Und der Zahnarzt hat mir bestätigt, dass die schlechte Zahnstellung (ich beiße etwas schief aufeinander) unter anderem von meinem "nuckeln" kommt. :???:

Jedoch kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es angenehmer für das Kind is, wenn es Daumenlutschen/Nuckeln darf, wann es will.
Auch das Problem mit den Zähnen ist nicht sooo groß, da man es z.b. bei mir nicht sieht.
Ob es jedoch auch stärkere Auswirkungen auf die Zahnstellung haben kann, weiß ich nicht.

LG



   

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