Schwedenkräuter und Narben??

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Moderator: Angelika

Lotti

Beitrag von Lotti »

Hallo Wegwarte!

Wusst ich doch dass wir da garnicht so weit auseinander liegen in unserem Denken :-)

Mit Maria Treben hab ich auch so meine Probleme. Sie hat, finde ich persönlich, prima Tips, ihre Rezepte sind auch zum grossen Teil wirklich gut (zu einigen Rezepten gibt es bessere Alternativen), aber ich hab auch Mühe mit ihrer Art die Dinge darzustellen. Es weckt zu viele Erwartungen und wie du so schön sagst, hält man die Rezepte, wenn sie nicht klappen, für Scharlatanerie und das ist wirklich schade.

Ich denke man muss sich aus jedem Buch, aus jedem Tip und aus jeder Information das raussuchen, was einem selber liegt und kann die Dinge nur ausprobieren und selber sehen wie es einem hilft. Aber Erfahrungsberichte verschiedener Leute finde ich persönlich immer sehr hilfreich.

Bei Narben zum Beispiel ist halt auch immer die Frage warum Leute an ihnen etwas ändern möchten und was sie von einer Behandlung erwarten. Dem Einen gehts um Optik, dem Anderen um Störfelder im Körper, wieder jemand um Beweglichkeit oder Schmerzen und jemand anders möchte, dass die Haut nach der Behandlung so aussieht als wäre nie was gewesen und wieder andere fangen erst garnicht an was zu machen, weil sie meinen dass bei DIESEM medizinischen Befund eh keine Chance besteht. Ich denke das hat alles seine Berechtigung, aber kein Mittel der Welt wird mit 100%iger Sicherheit all diese Erwartungen in vollem Umfang erfüllen.

Darum fragte ich so genau nach. Nicht um deine Aussage in Frage zu stellen, sondern weil ich es genauer wissen wollte. Ich für meinen Teil habe eine Narbe wegen der Schwierigkeiten mit ihr behandelt und habe aus Neugierde gleich mal die anderen mit getränkt. Erwartungen hatte ich keine, ich hatte Schwedenbitter im Haus und habs halt mal angewendet und dann beobachtet was passiert. Die Beobachtungen hab ich dann für mich in 3 Kategorien eingeteilt: Optisch, problemtechnisch und gefühlsmässig. Teilweise hätte ich mich über eine optische Veränderung gefreut, hatte aber "nur" eine gefühlsmässige und darum meine neugierigen Fragen :-)

Ich weiss ja nicht um was es Bart ging als er fragte und ob und welche Erwartungen er hat. Aber wenn man Maria Treben wörtlich nimmt, dann könnte man meinen dass eine Verbrennungsnarbe von lebensbedrohlichem Ausmass nach einer Behandlung mit Schwedenbitter aussieht, als sei sie nie dagewesen und so stimmt es natürlich nicht. Aber ausprobieren würde ich es trotzdem auch in diesem Falle - halt nur ohne Erwartungen - und würde mich über jede Verbesserung freuen :-)

Liebe Grüsse

Lotti

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Bart
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Beitrag von Bart »

Hallo!

Huch..... hier hat sich ja einiges getan :)

War schon länger nicht mehr hier auf dem Board gewesen, habe eben erst gesehen, dass hier noch so viele geantwortet haben :)

Also meine Erfahrung zu den Schwedenkräutern:
Ich habe meine 2 (Hypertrophen)Narben mehrmals tägl., zwischen 2 und 3 Monaten betupft, eine Veränderung konnte ich nicht feststellen.

Bin mir aber inzwischen auch nicht mehr so sicher, ob das der "richtige" kleine Schwedenbitter war. Ich hatte das in ner Apotheke verlangt und mir sagte einer, das bei einer bestimmten Zutat nie vollkommene Klarheit herrscht. Das soll wohl eine Zutat sein, die aus mehreren anderen Zutaten besteht, wo die Zusammensetzung allerdings sehr verschieden sein soll....!?

Werde demnächst mal Wassernabelkraut probieren, mal schauen ob sich da was verändert......

mfg
Bart

Lotti

Beitrag von Lotti »

Hallo Bart!

So hats bei mir auch nie funktioniert. Besser gehts, wenn man ein Taschentuch oder sonstwas richtig nass tränkt und über Nacht auf die passende Stelle bindet oder klebt. Das muss richtig nass sein und lange drauf. Vorher die Haut einfetten wenn man empfindlich ist, aber ich machs immer ohne Fett.

Liebe Grüsse

Lotti

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Wegwarte
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Beitrag von Wegwarte »

Hallo Bart :wink:

mit der bestimmten Zutat ist der Theriak venezian gemeint...
du musst auf jeden Fall die Original Rezeptur nach Maria Treben verlangen, sonst kriegst du unter Umständen sonst was...

Denk dran, es gibt keine Wundermittel....

Mein Mann mag sogar seine Narben ( macht ihn männlicher, meint er)
Vielleicht ist das ja ein kleiner Trost für dich? :???:
lieben Gruß
Wegwarte

Lotti

Beitrag von Lotti »

Hallo Bart, Hallo Werauchimmer!

Also hier nochmal eine Anleitung für die Behandlung von Narben mit Schwedenbitter:

Man nehme: Schwedenbitter nach Maria Treben

Wer eine empfindliche Haut hat, sollte die Hautstelle vorher gut eincremen, am Besten mit selbstgemachter Ringelblumensalbe auf der Basis von Schweinefett und frischen Ringelblumen. Ich persönlich mache das immer ohne Fett, auch wenns die Haut austrocknet, aber bei mir wirkt das besser ohne und meine Haut kommt gut damit zurecht.

Dann tränkt man ein Taschentuch, einen Lappen oder was auch immer saugfähig ist und auf die entsprechende Grösse der Narbe passt, kann auch ein Wattebausch sein, und packt das Ganze triefend nass auf die Narbe. Darüber kommt jetzt eine Plastikfolie die verhindert, dass die Schwedenkräuter nach aussen hin wegtrocknen. Und da drüber bindet man jetzt irgendwas dass das Ganze festhält. Man kann etwas drüberkleben, einen Verband nehmen oder was auch immer, hauptsache es hält.

Vorsicht mit der Plastikfolie! Wenn die Narbe sehr gross ist, sollte man drauf verzichten, denn die Haut drunter weicht doch ziemlich auf mit der Zeit. Die Haut muss atmen können, also bitte nicht zum Beispiel einen ganzen Finger in Plastikfolie packen. Aber wenn man auf das Plastik verzichtet, sollte man die Auflage immer wieder mal mit Schwedenkräutern tränken.

Das Ganze sollte jetzt möglichst lange einwirken. Am Besten über Nacht, aber wenn auf das Plastik verzichtet wird, sollte man so etwa 2 Stunden vor dem Schlafengehen anfangen, immer mal wieder tränken und dann mit dem Schwedenbitterwickel schlafen gehen.

Das Ganze kann die Haut aufweichen und kann unter Umständen hinterher unangenehm sein. Wie viel man davon verträgt und wie lange, sollte man mal im Wachzustand ausprobieren. Wie das mit gefetteter Haut ist, weiss ich allerdings nicht.

Es empfiehlt sich zumindest hinterher die Haut einzucremen. Am Besten mit oben erwähnter Ringelblumensalbe, man kann aber auch eine andere Salbe auf Fettbasis nehmen. Da ich nie irgendwas eincreme, lasse ich auch das sein und lass die Haut sich selber fetten. Das vertragen aber nicht alle Menschen, also: ausprobieren!

Sparsamer Umgang mit Schwedenbitter bringt meiner Erfahrung nach rein garnichts. Da ich meine Schwedenkräuter in Flachmannflaschen abfülle schätze ich, dass ich in etwa 2 Flachmänner für eine Narbe von 5 - 8 cm brauche. Ist aber nur eine Schätzung, wir verbrauchen das Zeug in Massen für alles Mögliche.

Liebe Grüsse

Lotti
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paul
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Beitrag von paul »

Lotti hat geschrieben:... Ich persönlich mache das immer ohne Fett, auch wenns die Haut austrocknet, aber bei mir wirkt das besser ohne und meine Haut kommt gut damit zurecht. .... und packt das Ganze triefend nass auf die Narbe. Darüber kommt jetzt eine Plastikfolie die verhindert, dass die Schwedenkräuter nach aussen hin wegtrocknen. ... Das Ganze sollte jetzt möglichst lange einwirken. ...
:achtung: Es tut mir Leid, aber ich warne vor der Methode, Schwedenkräuter über längere Zeit in der Art pur anzuwenden. Habe nämlich bei Patienten schon schöne Verätzungen gesehen, die dadurch entstanden sind!!
Gruß: Paul

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Lotti

Beitrag von Lotti »

Hallo Paul,

Verätzungen? Wie geht denn das? Austrocknen kenn ich, aber verätzen hab ich wirklich noch nie gehört. Vielleicht eine Allergie gegen irgendwas?

Aber es stimmt schon, ohne Fett drunter verträgt wirklich nicht jeder, man muss es halt ausprobieren. Ich vertrag es problemlos.

Liebe Grüsse

Lotti

Nachtrag:
Nicht falsch verstehen, ich finde Warnungen immer gut und richtig :-) Ich wunder mich nur

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paul
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Beitrag von paul »

Lotti hat geschrieben:... Vielleicht eine Allergie gegen irgendwas?...
Du wirst mir zugestehen, dass ich als Heilpraktiker schon zwischen allergischen und verätzenden Hauterscheinungen unterscheiden kann. Und ob Du´s glaubst oder nicht ... die Anwendung des Großen Schwedenkräuters - saftig und in konzentrierter Form auf der Haut über längere Zeit - kann dieses jedenfalls bewirken.
Gruß: Paul

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Lotti

Beitrag von Lotti »

Hallo Paul,

ich spreche niemandem irgendwas ab, ich frage, das ist eigentlich alles. Ich weiss auch nicht was so schlimm dran ist einfach mal zu erzählen wie oder wodurch sowas passieren kann. Säuren ätzen, Basen auch. Ich werd mir mal die entsprechenden Tests organisieren und Schwedenbitter daraufhin prüfen.

Grüsse

Lotti

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Wegwarte
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Beitrag von Wegwarte »

Paul schreibt:

... die Anwendung des Großen Schwedenkräuters ...

Huch!
Jetzt muss ich aber doch noch mal nachfragen...
(war nämlich der Meinung, wir reden hier die ganze Zeit vom "kleinen Schwedenkräuter-nach Maria Treben")

...hat der große denn evtl ne andere Wirkung (auf Narben) als der keine?
Vielleicht hab ich ja dann die ganze Zeit den falschen angewendet?
Oder gings jetzt nur um die evtl. "Nebenwirkungen" auf der Haut???
lieben Gruß
Wegwarte

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paul
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Beitrag von paul »

Von der Treben gibt es sowohl einen Kleinen als auch einen Großen Schwedenkräuter. Der Große hats natürlich in sich und ist auch nicht schlecht. Ich rate - wie schon gesagt - allerdings von einer puren Anwendung (sowohl innerlich als auch äußerlich) ab.
Gruß: Paul

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Bart
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Beitrag von Bart »

....also kommt zu dem ganzen noch hinzu das ich fälschlicherweise den kleinen anstatt den großen genommen habe - zur Narbenbehandlung?

Hatte auf Internet Seiten gelesen das der kleine besser wirken soll, ist das richtig?

mfg
Bart

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Wegwarte
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Beitrag von Wegwarte »

Hallo Bart,

also ich habe das Buch -Gesundheit aus der Apotheke Gottes, von Maria Treben, die 34. Auflage von 1988.

Frau Treben schreibt:

"...Trotz mehrfacher Anregung, auch die Zusammensetzung des Großen Schwedenbitters wieder aufzunehmen, konnte ich mich nicht dazu entschließen, da alle meine angeführten Heilerfolge mit dem Kleinen Schwedenbitter erziehlt worden sind..."

Interessant wäre für mich jetzt aber auch, ob mit dem Großen denn andere Erfolge (bei Narbenbehandlung) gemacht worden sind bzw. ob er eine andere Wirkung darauf hat.
Diese Antwort wollte ich eigentlich von Paul haben...das es Großen und Kleinen Schwedenbitter gibt - beide von Treben, war mir bekannt.
lieben Gruß
Wegwarte

Vervain
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Herpesnarben

Beitrag von Vervain »

Ich habe mit Interesse über die positiven Wirkungen von Schwedenbitter gelesen. Ich habe schon viele Jahre immer wieder (alle 6-8 Wochen)an der selben Stelle Herpes. Das vernarbte Gewebe zwischen Oberlippe und Nase wird besonders wenn ein wenig Sonne drauf kommt sofort feuerrot und spannt ein wenig. Eigentlich ist es aber "nur" ein kosmetisches Problem.
Meint Ihr ein Versuch mit Schwedenbitter macht Sinn? (Weil die Narbe ja eigentlich nie richtig verheilen kann...)
Damit ist doch der Kräuterauszug in Alkohol gemeint, oder? Nur zur Sicherheit... :)
Vielen Dank und viele Grüße
Vervain

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paul
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Beitrag von paul »

Beitrag von mausi-90- verschoben von Paul
Verfasst am: 11 Dez 2005 16:48 Titel: Schwedenbitter?gekauft?selbstgemacht?Schwedenkräuter?verwirr
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Hey, ich hoffe ihr könnt mir helfen ...

Ich bin noch nicht ganz hinter "Schwedenbitter" gekommen ... Also ich wollte das ausprobieren mit meinen Narben.
Also ich geh in die Apo und sage, ich will das original Schwedenbitter von Maria (?) haben?! Ist das jetzt eine Flasche mit Flüssigkeit? und was sind dann "Schwedenkräuter"? wie teuer ist so ne flasche? wie oft muss ich das verfahren eigentlich machen? über welchen zeitraum? und muss ich nu noch zu dem gekauften zeug alkohol dazugeben??? und was ist das mit "je älter er ist, desto besser wirkt er" gilt das nur für selbstgemachte oder muss ich mein gekauftes hier auch erstmal rumstehen lassen?

sorry leute, ich bin voll verwirrt ... hätte ich jetzt noch mehr im forum davon gelesen, hätte ich gar nichts mehr verstanden. ich entschuldige meine dummheit :razz:

-> hilft es auch bei rissen in der haut?

hoffentlich könnt ihr mir helfen.
lg, mausi-90-

DFNT ..
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