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Ernährung

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Moderator: Angelika

MarySol
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Ernährung

Beitragvon MarySol » 22. Jan 2005, 00:30

Hallo,
bin neu hier im forum :wink: und konnte schon einige sehr interessante beiträge lesen :)

Innerhalb eines jahres habe ich allmählich meine ernährung umgestellt und ernähre mich momentan vegetarisch. seit ich mich nun näher mit gesunder ernährung befasse, komme ich aus dem staunen nicht mehr heraus *gg* - was ist denn nun gesund?
dass ich kein fleisch,kein fisch mehr essen werde, steht für mich fest. milch und eier sollen ja aber auch gar nicht sooo gesund sein - und besonders gesund und am besten sei rohkost oder obst und gemüse (dr. norman walker).
was meint ihr dazu? könnt ihr mir bitte weiterhelfen?


whisper
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Beitragvon whisper » 22. Jan 2005, 09:25

Hi Mary,

grundsätzlich würde ich sagen, dass man das nicht pauschalisieren kann. Es gibt einfach zu viele verschiedene Typen von Menschen, als dass alles für jeden gleich gut sein könnte. Jeder muss selbst für sich rausfinden, womit er am besten klarkommt und was ihm am besten bekommt. Die TCM teilt zum Beispiel die Menschen in Hitze- und Kältetypen, und unterscheidet die Ernährungsbedürfnisse auch nach den Elementen (wenn ich mich noch recht erinnere).

Nicht für jeden ist Rohkost bekömmlich, und ebenso ist nicht für jeden eine fleischlose Ernährung geeignet. Natürlich sollte man immer auf die Menge und das Gleichgewicht achten.

Das Problem liegt halt darin, dass die meisten, die das beste für sich gefunden haben, dazu neigen, es auch für das beste für alle anderen zu halten. Und das ist einfach nicht der Fall.

Lass Dich nicht allzusehr von dem beeinflussen, was Du liest, sondern probiere aus, und finde so heraus, was für Dich am besten ist. Hör auf Deinen Körper, der wird es Dir schon sagen! ;)

Liebe Grüße
Whisper

MarySol
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Beitragvon MarySol » 22. Jan 2005, 12:36

vielen Dank für deine schnelle Antwort, whisper :)

aber vielleicht könnten ja doch noch einige schreiben, wie sie persönlich das so halten, so zur Anregung? zum Beispiel finde ich auch die ayurvedische Ernährungslehre sehr interessant, die ja auch durchaus Milch/-produkte empfiehlt, allerdings spüre ich inzwischen bei mir eine regelrechte Abneigung gegen Milch, verwende also inzwischen Sojamilch.

Ich habe halt auch deshalb eine gewisse Unsicherheit, weil ich doch nicht so 100% ganz auf das vertrauen kann, was ich meine, was mein Körper möchte und was nicht...

Worauf muss ich denn achten, welche Nährstoffe sind wichtig für meinen Körper und worin sind sie enthalten?

Wenn ich mich nur noch von Obst und Gemüse und Nüssen ernähre?

Über weitere Antworten würde ich mich sehr freuen! :flower:

Baumi
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Beitragvon Baumi » 22. Jan 2005, 12:49

Hallo, MarySol!
Also ganz so streng würde ich das mit der Ernährung nicht sehen.
Wie schon geschrieben wurde, man sollte das essen, was einem auch
wirklich bekommt.
Ich z.B. vertrage Milch und Milchprodukte überhaupt nicht. Nur Sauer-
milchkäse. Milch ist ja auch für Babys gedacht und nicht für erwachsene
Menschen. Schau Dich im Tierreich um. Welches Tier trinkt noch Milch,
wenn es erwachsen ist. Ich habe das auch beim Heilpraktiker austesten
lassen - vertrage also Laktose überhaupt nicht.
Obst und Gemüse in roher Form bekommt mir auch nicht sonderlich gut.
Am besten gedünstet. Schweinefleisch esse ich grundsätzlich nicht.
Höchstens Lamm, Kaninchen oder Geflügel. Viel Kartoffeln, Reis zum
Beispiel. Kein Weißmehl und daraus hergestellte Produkte. Vorwiegend
verwende ich Dinkelprodukte (Brot, Brötchen, Nudeln usw.). Zum Süßen
verwende ich kaltgeschleuderten Honig oder zum Backen Rohrohrzucker.
Und natürlich täglich 1,5 - 2 Liter stilles Mineralwasser. Ergänze dann
meine Ernährung noch mit hochdosierten Mulitvitamin/Mineralstoffprä-
paraten.
Sicher findest Du auch Deinen Weg.
Baumi

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Shivna
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Beitragvon Shivna » 22. Jan 2005, 23:37

Hi Mary!

Ich freue mich, das Du Dich dagegen entschieden hast Fleisch zu essen und dabei bleiben willst... auch noch auf Eier und Milch zu verzichten, ist sicher nicht das Schlechteste, aber dann solltest Du erst recht darauf achten, daß Du keine Mangelerscheinungen hast. Aber das ist ja eigentlich immer wichtig und wie schon gesagt wurde: Menschen sind verschieden und jeder verträgt Nahrung ganz anders als ein Anderer oder ein Dritter.
Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei eine richtige, für Dich passende Ernährung zu finden.

Gruß
Shivna
:flower:

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Rosenfee
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Beitragvon Rosenfee » 23. Jan 2005, 17:14

Hallo MarySol,

ich kann whisper nur beipflichten :top: -

langfristig ist´s einfach wichtig Vertrauen in deinen eigenen Körper und deine eigenen Impulse zu finden - und diese nicht immer gleich per Kopf zu bewerten - auch wenn Du Dir im Moment noch manchmal unsicher bist - und auch nicht gleich ganz so streng zu Dir zu sein - wenn das ein oder andere Mal auch noch Heißhunger auf ein Stückchen Schokolade oder was auch immer hochkommt - wir sind Menschen und keine Asketen ;) .- Es kommt immer darauf an ob es die Ausnahme oder die Regel ist.

Wichtig ist vor allem eine möglichst ausgewogene Ernährung mit möglichst hochwertigen Nahrungsmitteln (wenn möglich ökologisches Gemüse, Getreide oder Obst, hochwertige Pflanzenöle. Kräuter, Samenkörner, Nüsse, vielleicht schmecken Dir auch selbst gezüchtete Sprossen) und möglichst wenig Fertigprodukten. Wenn Du kein Fleisch magst - bitte auch auf den Vitamin B- Stoffwechsel achten (B12 ist z.B. in Sanddorn ab und zu kurmäßig gut zuzuführen), aber bei vegetarischer Ernährung auch darauf achten, dass Du Getreideprodukte in deine Ernährung mit einbaust - ansonsten gibt´s die Möglichkeit sich bei einer Ernährungsberaterin ganz konkret auf die eigene Situation beraten zu lassen - die Möglichkeit bieten viele Krankenkassen ihren Patienten kostenfrei an (nachfragen) - so dass (wenn Du Neuling auf diesem Gebiet bist) keine Mangelsituationen auftreten. Essen darf auch schmecken :D - Also immer neugierig drauf los und Deinen eigenen Weg finden! ;) und viel Spass beim Sammeln von neuen Rezepten :D

:wink: liebe Grüße
Rosenfee


MarySol
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Beitragvon MarySol » 23. Jan 2005, 17:47

Vielen Dank für eure Antworten :)

das mit der Ernährungsberatung ist eine gute Idee :top: hoffentlich macht meine Krankenkasse mit :???:

Liebe Grüße
MarySol :sun1:

daniela70
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Re: Ernährung

Beitragvon daniela70 » 28. Jan 2005, 03:36

Hallo MarySol,

ich stimme whisper und auch Rosenfee voll zu.

Ich selbst bin aus Krankheitsgründen seit 3 Jahren sog. Frischköstler oder Rohköstler, bin von der Heilwirkung dieser Ernährung absolut überzeugt und habe am Anfang sicher auch etwas das Bedürfnis gehabt andere über diese segensreiche Entdeckung zu informieren, mit anderen Worten: zu missionieren, was ich mittlerweile für falsch halte.

Ich denke aber es gibt, egal für welche Ernährungsform man sich entscheidet (vegetarisch oder nicht, nur roh oder fast alles gekocht wie in der Makrobiotik, oder einfach gemischte Vollwertkost oder was auch immer) ein paar "Grundsätze", die immer und für alle gelten:

- langsam und bewusst essen
- sehr sehr gut kauen
- mindestens zwei Liter Wasser am Tag trinken (ok, meinetwegen auch Kräutertee oder Apfelsaftschorle oder ähnliches, aber ich plädiere für reines Wasser ohne Kohlensäure)
- nicht essen wenn man keinen Hunger hat, also nicht aus Langeweile oder als Liebesersatz
- niemals dogmatisch denken (dein Satz "dass ich kein fleisch,kein fisch mehr essen werde, steht für mich fest", so sollte man nicht an die Ernährung herangehen, ich hab auch mal 13 Jahre vegetarisch gelebt und heute nicht mehr. Ich finde es wichtig, dass man offen bleibt und sich mehr an der Praxis als an der Theorie orientiert).
- so naturbelassen wie möglich, keine Fertigprodukte, keine chemischen Zusätze
- Obst und Gemüse nur aus biologischem Anbau (das Argument "zu teuer" akzeptiere ich nicht, man kann das möglich machen, an anderen Ecken sparen, selber ernten oder andere Ideen entwickeln)
- kein unreifes Obst (leider ist auch das Bio-Obst oft total unreif, kein Wunder, dass viele Menschen behaupten, sie vertragen nicht so viel rohes Obst)

Diese Punkte halte ich nach meinen persönlichen Erfahrungen und allem was ich gelesen und von anderen Menschen gehört habe, für allgemeingültig und unumstößlich. Wobei man möglicherweise über einige Punkte noch "streiten" könnte, in welchem Ausmaß sie wichtig sind.

Für empfehlenswert halte ich außerdem, sich nicht allzusehr festzulegen, also jeden Tag Eier ist vermutlich nicht so gesund, aber ab und zu mal ist sicherlich ok und schützt vielleicht vor irgendeinem Mangel. Ich persönlich halte es jedenfalls so, nichts vollkommen auszuschließen, aber auch nichts "weil es als besonders gesund gilt" ständig und im Übermaß zu essen. Andererseits hört man ja von einigen Naturvölkern, die ziemlich einseitig essen (nur Reis und Bohnen oder so) und trotzdem total gesund sind, weiß also auch nicht so genau, wie man das mit dem abwechslungsreich am besten halten soll.

An Büchern schätze ich vor allem M.O. Bruker "Unsere Nahrung – unser Schicksal" und die Bücher von Bircher-Benner.

Ayurveda ist mir viel zu kompliziert und dogmatisch. Wobei ich mir auch da manchmal ganz gerne einzelne Ideen rauspicke.

Ernährungsberatung ist vielleicht mal ganz interessant. Aber auch da: Kritisch und offen bleiben und sich auch aus anderen Quellen parallel weiter informieren und lernen seinem eigenen Gefühl zu vertrauen!

liebe grüße,
daniela

Rohkost-Harry
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Beitragvon Rohkost-Harry » 28. Jan 2005, 18:42

Die natürliche Nahrung ist nun halt die rohe Nahrung - welches (wilde) Tier auf der Erde ist denn gekochtes / gebratenes ? - diejenigen, die es tun, leiden früher oder später an den gleichen Krankheiten wie die Zivilsationsmenschen (s. unsere Haustiere)
Gekochte (= denaturierte, weil duech Hitzeeinwirkung veränderte) Nahrung nimmt der Mensch im Verhältnis zu seiner Entwicklungsgeschichte erst seit einem verschwindend geringen Zeitraum ein, d.h. eine genetische Anpassung an Erhitztes konnte (wenn überhaupt) nur unzureichend erfolgen.
Folge : Kaum ein Mensch älter 40 ist heutzutage (weltweit) noch als "kerngesund" zu bezeichnen, immer weniger Menschen sterben an Krankheiten und nicht an natürlicher Altersschwäche.

Habe früher auch keine Rohkost vertragen, ist auch klar, die ganze Mikrofauna in der Verdauung muß sich erst nocheinmal neu bilden.
Ernähr mich nunmehr seit > einem Jahr roh und habe (fast) alle meine Krankheiten und Beschwerden verloren (natürlich können sich Vorsünden wie wurzeltote Zähne etc nicht regenerieren)

Wer weitergehende Infos haben möchte, kann sie gerne bei mir erhalten (keine Medizin oder Nahrungesergänzungsmittel -> alles Schrott und Geldmacherei)
herzliche Grüsse,
Harry


http://www.allesroh.at

MarySol
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Beitragvon MarySol » 31. Jan 2005, 15:18

Liebe daniela!
Du schreibst, dass du selbst rohköstlerin bist, weiter unten aber auch, dass du 13 jahre vegetarierin warst, jetzt aber nicht mehr. du bist also einerseits rohköstlerin und isst andererseits fleisch?

dogmatisch denken liegt mir wirklich fern (bin wassermann) und vielleicht hast du auch recht und ich esse irgendwann mal wieder fleisch (eher noch fisch, wenn). da mein entschluss allerdings in erster linie aus ethischen gründen gefallen ist, glaube ich es nicht. ich habe von christian opitz "ernährung für mensch und erde" gelesen, das hat mir sehr gut gefallen und mir zum letzten schritt verholfen, vegetarier zu werden. meinen freund übrigens auch.

aber ich weiss schon, ernährung in ihren unterschiedlichsten formen kann wirklich ein streitthema sein - seit ich meine ernährung umgestellt habe stosse ich seitens meiner familie/freunde oftmals auf unverständnis bis hin zur sorge, ich hätte doch eine "gestörte ernährung" und fleisch wäre ja doch so wichtig. :evil:

ich ernähre mich vegetarisch, vermeide kuhmilch, esse ganz viele nüsse, trinke frische frucht + gemüsesäfte und versuche gerade meine ersten sprossen zum keimen zu bringen (es klappte noch nicht :-? ) da bin ich doch auf keinem schlechten weg, oder?

sonnige grüße, MarySol :sun2:

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Rosenfee
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Beitragvon Rosenfee » 31. Jan 2005, 17:37

Hallo MarySol,

mir persönlich fehlt in Deiner Aufzählung noch das Getreide ;)

Apropo Sprossen - wo liegt das Problem - vielleicht kann ich Dir da weiterhelfen?

:wink: liebe Grüße
Rosenfee

MarySol
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Beitragvon MarySol » 31. Jan 2005, 18:02

Hallo Rosenfee,
ja, Vollkornbrot ess ich natürlich auch :)

Wenn du mir mit den Sprossen weiterhelfen könntest, wäre super, ich habe mir so Öko-Keimsprossen von Füllhorn gekauft, die ersten die ich angesetzt habe sind aber verschimmelt :-?

ein Tipp von dir könnte da nicht schaden!

vielen Dank schon mal
MarySol :sun2:

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Rosenfee
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Beitragvon Rosenfee » 31. Jan 2005, 20:33

Hallo Marysol,

Sprossen kannst Du in dafür vorgesehenen Keimgefäßen ziehen (Vorteil gut zu wässern gute Belüftung durch die vielen Löchlein,

oder auch im Einmachglas (Mungbohnen, Kichererbsen, ...) - hier muss zur Öffnung eine gute Belüftung sein, durch die man die Sprossen spülen kann und auch Sauerstoff zirkulieren kann, ohne dass Fliegen und Co sich verirren können - Abdeckung mit Gummi fixieren, so dass das Glas gestürzt werden kann

oder auch in einer Schale evtl. mit Sprossenvlies ( Alfalfa, Kresse und Grünkrautzucht)

wichtige Voraussetzungen:
- Temperatur optimal zwischen 18-21 Grad
- Sauerstoff und Luftzirkulation (also kein geschlossener Deckel aufs Einmachglas ;) , aber kein Luftzug
- ausreichend Licht
- Feuchtigkeit: mindestens zweimal täglich gründlich mit handwarmem Wasser spülen - gut abtropfen lassen - Glas (beim Einmachglas kopfüber gekippt!) schräg auf Ablaufunterlage stellen, so dass eventuelles Tropfwasser ablaufen kann - und dennoch Luft eintreten kann - keine Staunässe

besonders einfach und geeignet für Anfänger: Mungbohnensprossen oder auch Kichererbsen, Linsen, Weizen ...

ich persönlich spüle die Sprossen vor dem Ansetzen gut mit handwarmem Wasser durch und quelle sie auch (je nach Sprossenart unterschiedlich) etwas vor,- das Quellwasser lieben meine Pflanzen :D - gut durchspülen - gut abtropfen - evtl. zerbrochene oder nicht gequollenen Samen aussortieren und ab ins Sprossenzuchtgefäß.

Welche Sprossen oder Gefäße hast Du denn? Problem schon entdeckt?



:wink: herzliche Grüße
Rosenfee

Isa
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Beitragvon Isa » 1. Feb 2005, 12:07

Hallo Harry

Sicherlich stand rohe Nahrung am Anfang der Menschheitsgeschichte und Rohkost ist auch heute noch ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung.

Wir wissen heute aber auch, dass bestimmte Lebensmittel, wie Bohnen und Kartoffeln, nur gekocht genießbar sind.

Beta-Carotin kann unser Körper aus gekochten Karotten besser verwerten als aus rohen und mit dem in den Tomaten enthaltene Lycopin verhält es sich ebenso.

Außerdem spielt es auch noch eine Rolle WIE gekocht wird.......kurze Garzeiten und Dämpfen ist allemal besser als totkochen.

Und mit das Wichtigste darf man auch nicht übersehen, wenn man schon die Entwicklungsgeschichte anführt. ;)
Zu diesen Zeiten wurden die Menschen gar nicht so alt um Krankheiten zu entwickeln.
Mit 30 Jahren war man damals schon am Ende eines Menschenlebens angekommen.

LG Isa

Rohkost-Harry
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Beitragvon Rohkost-Harry » 1. Feb 2005, 20:13

Hallo Isa

kleine Anmerkungen zu deinen Zeilen:


Sicherlich stand rohe Nahrung am Anfang der Menschheitsgeschichte und Rohkost ist auch heute noch ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung.

da sind wir ja der gleichen Meinung

Wir wissen heute aber auch, dass bestimmte Lebensmittel, wie Bohnen und Kartoffeln, nur gekocht genießbar sind.

bedingt richtig, gibt Leute, die dieselben auch roh verspeisen (ich nicht)
Aber der Schluß, daß wir deshalb ans Gekochte genetisch angepasst sind
ist wohletwas weit hergeholt, gekochte Kartoffeln gibt es (in Europa) erst seit Sir Francis Drake (irgendwann 17/18tes Jhrdt) - die ganzen Jahrmillonen Jahre zuvor mußte der Mensch ohne gekochte Kartoffeln überleben - wie hat er es bloss gechafft ?
Der Mensch wäre nach der Argumentation das einzige Lebenswesen, das sich seine Nahrung erst zubereiten muß damit eine optimale Nährstoffversorgung gegeben ist - alle anderen Kreaturen haben das Glück gehabt, einfach das zu (fr)essen was die Natur anbietet ohne krank zu werden (Ausnahme : unsere lieben Haustiere, die bekommen ja auch das gute [sterilisierte] Futter aus dem Zoomarkt)
Willst Du unserem Hergott Pfusch bei der Schöpfung vorwerfen ?

Beim Grillen von Kartoffeln enstehen durch die Wärmeeinwirkung z.B. über 400 neue chemische Verbindungen (s.a. Acrylamiddiskussion), die es so in der Natur zuvor nicht gibt / gab - wie kann also der Mensch gentisch daran angepasst sein ?
Hast Du schon mal was von AGE's und Maillard-reaktionen (Umsetzungen zwischen Kohlehydrate und Proteien) gehört ? Bei Interesse google mal selber.
Man könnte also auch andersherum argumentieren:
Das was roh nicht genießbar ist, sollte auch nicht gekocht gegessen werden (da neben dem Aufschließen bestimmter Inhaltsstoffe leider auch ungewünschte Veränderungen anderer vonstatten gehen.


Außerdem spielt es auch noch eine Rolle WIE gekocht wird.......kurze Garzeiten und Dämpfen ist allemal besser als totkochen.

da hast Du recht, trotzdem finden Veränderungen statt (nicht nur positive)

Und mit das Wichtigste darf man auch nicht übersehen, wenn man schon die Entwicklungsgeschichte anführt.
Zu diesen Zeiten wurden die Menschen gar nicht so alt um Krankheiten zu entwickeln.
Mit 30 Jahren war man damals schon am Ende eines Menschenlebens angekommen.

Bist Du Dir da wirklich so sicher ?
Die Menschen in der Antike hatten z.B. eine ähnliche hohe Lebenserwartung wie wir (Kriege etc. nicht gerechnet) bei weitaus natürlicherer Ernährung und ohne die ganze mediziniche Versorgung.

Und von den wenigen Kochenfunden aus der Frühsteinzeit auf diese allgemein geringe Lebenserwartung zu schliessen darf angezweifelt werden.

Grüsse
Harry (mittlerweile wieder kerngesund durch Rohkost)



   

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