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Wie lange darf man Echinacea einnehmen?

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Moderator: Angelika

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Mondstern
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Wie lange darf man Echinacea einnehmen?

Beitragvon Mondstern » 15. Mai 2005, 18:46

Hallo miteinander!
Da ich mein Immunsystem "aufpeppen" muss/will, möchte ich gern Echinacea einnehmen, allerdings steht in der Packungsbeilage, dass man es nur 2Wochen am Stück einnehmen darf.
Wie seht Ihr das?
Liebe Grüße
Mondstern
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Rosenfee
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Beitragvon Rosenfee » 15. Mai 2005, 18:50

Hallo Mondstern,

kenne natürlich das Präparat nicht, das Du in der Hand hast (Dosierung etc.)

Ich persönlich verwende Echinacea fürs Immunsystem nie länger als 6-8 Wochen ;) - kenne aber auch sehr hochdosierte Präparate, die maximal 3 Wochen anzuwenden sind, nutze ich allerdings persönlich nicht ;) .

liebe Grüße und ein schönes Pfingstwochenende
:wink: Rosenfee

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paul
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Beitragvon paul » 15. Mai 2005, 19:40

Echinacea sollte nicht zu lange eingesetzt werden. Eine Dauertherapie bringt keine Vorteile, da die immunstimulierende Wirkung mit der Zeit ausbleibt und es sogar zum Rebound-Effekt kommen kann. (Rebound-Effekt = Vermehrtes („überschießendes“) Wiederauftreten eines Symptoms nach Beendigung einer Behandlung bzw. bei Nachlassen der Arzneimittelwirkung)

Wenn ich ein Echinacea-Präparat verordne, empfehle ich von daher eine Einnahmedauer von 20 Tagen, dann 10 Tage Pause usw.. Andere wiederum empfehlen in ähnlicher Weise eine Einnahmedauer von 3 Wochen, dann 1 Woche Pause usw.

Bei dieser Vorgehnsweise kann Echinacea auch prophylaktisch angewendet werden. Hingegen eignet sich Echinacea nicht bei progredienten Systemerkrankungen und Autoimmunerkrankungen.
Gruß: Paul

Wer anders ist der Feind der Natur, als der sich für klüger hält als sie, obwohl sie unser aller höchste Schule ist? (Paracelsus)

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Mondstern
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Beitragvon Mondstern » 15. Mai 2005, 23:50

Hallo zur guten Nacht!
Vielen Dank für die Tips...ich schau mal nach:

Bei dem, was ich gekauft habe ->

100g enthalten
80,0g Pressensaft aus frischen blühenden Purpursonnenhutkraut
(1,5-2,5 : 1) :flower:
Liebe Grüße
Mondstern
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paul
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Beitragvon paul » 16. Mai 2005, 10:21

..Bei dem, was ich gekauft habe -> 100g enthalten
80,0g Pressensaft aus frischen blühenden Purpursonnenhutkraut
(1,5-2,5 : 1)
Es ist im Prinzip egal, welches Präparat Du nimmst. Wichtig: Keine Dauereinnahme, sondern - wie oben schon erwähnt - Pausen zwischendurch!
Gruß: Paul

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Rosenfee
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Beitragvon Rosenfee » 16. Mai 2005, 13:03

Von Pauschalisierungen halte ich an und für sich wenig,
kann aus meiner Erfahrung auch nicht beobachten, dass die Einnahmedauer unabhängig vom Präparat gewählt wird. Ein Arzneimittel, auch ein pflanzliches muss halt immer auch zu Situation und Fall passen - und nicht nur pauschal Echinacea und Abwehrschwäche gekoppelt werden ;) . Nach meiner Erfahrung macht die individuelle Dosierung und Anpassung eines Präparates sehr wohl einen Unterschied. Und dann ist auch nicht zwangsläufig bei längerer Einnahme ein Rebound-Effekt beobachtbar - bei passender Situation und Sachlage kann eine sechswöchige Therapie sehr wohl auch hilfreich sein - aber das ist per Internet meiner Ansicht nach schwer einschätzbar, sondern muss vom individuellen Fall ausgehend entschieden werden.

Nebenbei wird die Dauer der Anwendung auch heute noch von den unterschiedlichen Herstellern je nach Präparat und Anwendungsweise unterschiedlich empfohlen und eingeschätzt - dadurch ergibt sich ein Zeitfenster von 2-3 Wochen bzw. bei anderen Präparaten aber durchaus auch 6-8 Wochen. Auch Einnahmezyklen sind unterschiedlich handhabbar - entweder in der Art wie von Paul beschrieben - oder auch bei besonderen Urtinkturen 4 Tage Einnahme und drei Tage Pause.

Die unterschiedlichen Möglichkeiten sind ja häufig in den Beipackzetteln angegeben und auch jeweils günstig auf das besondere Präparat abgestimmt.

MfG
Rosenfee


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paul
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Beitragvon paul » 16. Mai 2005, 15:09

.. Ein Arzneimittel, auch ein pflanzliches muss halt immer auch zu Situation und Fall passen - und nicht nur pauschal Echinacea und Abwehrschwäche gekoppelt werden ;) . Nach meiner Erfahrung macht die individuelle Dosierung und Anpassung eines Präparates sehr wohl einen Unterschied. Und dann ist auch nicht zwangsläufig bei längerer Einnahme ein Rebound-Effekt beobachtbar - bei passender Situation und Sachlage kann eine sechswöchige Therapie sehr wohl auch hilfreich sein –
Hier geht’s doch wieder mal um Eigentherapie… und die sieht i.d.R. so aus, dass die Leute unkontrolliert, nach Gutdünken oder Hörensagen das Mittel einnehmen .. nach dem Motto: Je mehr und je länger, desto besser…. und das eben schlimmstenfalls mit dem Erfolg eines Rebounds. Individueller Fall (Situation) und individuelle Dosierung können wir in unserer Praxis berücksichtigen .. bei einer Eigenbehandlung sieht das aber eben mal anders aus. Von daher und aus meiner Erfahrung heraus finde ich diese ausdrücklichen Hinweise (auch wenn´s nach Pauschalierung klingt) durchaus gerechtfertigt.
… Die unterschiedlichen Möglichkeiten sind ja häufig in den Beipackzetteln angegeben und auch jeweils günstig auf das besondere Präparat abgestimmt.
Das kann ich leider nicht bestätigen, denn die individuelle und auf den Fall abgestimmte Dosierung sieht häufig anders aus… aber egal .. jeder so, wie er meint!
Gruß: Paul

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Beitragvon Rosenfee » 16. Mai 2005, 18:35

Hier geht’s doch wieder mal um Eigentherapie… und die sieht i.d.R. so aus, dass die Leute unkontrolliert, nach Gutdünken oder Hörensagen das Mittel einnehmen .. nach dem Motto: Je mehr und je länger, desto besser…. und das eben schlimmstenfalls mit dem Erfolg eines Rebounds. Individueller Fall (Situation) und individuelle Dosierung können wir in unserer Praxis berücksichtigen .. bei einer Eigenbehandlung sieht das aber eben mal anders aus. Von daher und aus meiner Erfahrung heraus finde ich diese ausdrücklichen Hinweise (auch wenn´s nach Pauschalierung klingt) durchaus gerechtfertigt.
Darauf können wir uns klar einigen :lol: .
… Die unterschiedlichen Möglichkeiten sind ja häufig in den Beipackzetteln angegeben und auch jeweils günstig auf das besondere Präparat abgestimmt.
Das kann ich leider nicht bestätigen, denn die individuelle und auf den Fall abgestimmte Dosierung sieht häufig anders aus… aber egal .. jeder so, wie er meint!
habe nie behauptet, dass der Beipackzettel einer individuellen Therapie entspricht :???: -
die bei uns im Fachhandel erhältlichen Echinacea-Präparate der bekannteren Firmen bieten jedoch für den Laien häufig eine gute Richtlinie im Beipackzettel ;) - das hängt vielleicht auch von der Sortierung der Apotheken vor Ort ab und gilt vielleicht auch nicht für alle frei verkäuflichen Echinacin-Präparate.

Schönen, entspannten Abend noch
;) herzliche Grüße
Rosenfee

rine
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Echinacea während eines Infekts?

Beitragvon rine » 2. Jan 2007, 16:38

Huhu!
Generelle Frage : Trifft es zu, dass man Echinacea (das ich meinen Kaninchen wohl ab sofort auch nur mit Pausen zwischendurch geben werde ;) ), nicht während eines akuten Infekts geben sollte? Mir wurde gesagt, das heize das Immunsystem zu sehr an, das sei dann gefährlich/kontraproduktiv, während mir gleichzeitig ein chemisches Mittel zur Immunstärkung ans Herz gelegt wurde :-?
Das fand ich unlogisch!
Viele Grüße,
Rine

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Beitragvon Rosenfee » 2. Jan 2007, 19:32

Hallo Rine,

mit Kaninchen kenne ich mich leider gar nicht aus - Pierroth wird sich da sicher noch dazu melden.

Beim Menschen hängt es von der Art des akuten Infektes ab - bei hohem Fieber würde ich Echinacin nicht in jedem Fall verabreichen, da hier tatsächlich die Situation erst noch einmal verschärft werden kann.

MfG Rosenfee

rine
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Beitragvon rine » 2. Jan 2007, 21:54

Huhu!
Das hilft mir dann aber schon mal weiter.:)
Vielen Dank! :)
Mich wunderte es, weil ich es auch aus Komplexmitteln zum Beispiel kenne, da sollte ich dann aber wohl auch gucken, wann ich die gebe, bei hohem Fieber dann wohl besser keins mit Echinacea.
Viele Grüße,
Rine

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Beitragvon Rosenfee » 2. Jan 2007, 22:20

Hallo Rine,

pauschal kann man es so nicht sagen,
bei homöopathischen Komplexmitteln ist immer auch der Wirkungsschwerpunkt der anderen Komponenten entscheidend, denn diese können natürlich Reaktionen kompensieren ;) . Dafür sind dann Kenntnisse in Komplexmittelhomöopathie hilfreich.

LG Fee, die Dir ein glückliches Händchen wünscht

pierroth
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Beitragvon pierroth » 3. Jan 2007, 09:48

Hallo,

also, ehrlich gesagt, würde ich bei einer akuten Infektion eh eher an andere Mittel denken, als an Ecchinacea. Ich sehe das genauso wie Rosenfee. Später, zur Stärkung ok, aber als Akutmittel sind andere Mittel wesentlich effektiver.

LG Pierroth

rine
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Beitragvon rine » 3. Jan 2007, 10:22

Huhu!
Vielen Dank Euch Beiden! :)
Gibt es zu Komplexmitteln auch irgendwelche Literatur?

*offtopic*:Manchmal muss es ganz schön praktisch sein, GAR KEINE Ahnung zu haben, dann kann man so schön unbefangen alles "einschmeissen", was der Markt so hergibt und da gibt es doch sooooo viel! ;)
Viele Grüße,
Rine

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Beitragvon Rosenfee » 3. Jan 2007, 11:30

Komplexmitel:

Einige Hersteller bieten kurze Patienten-Broschüren zu ihren "gängisten" Mitteln an - ansonsten - hmmm - kann sich Deine Schwester als Ärztin von der DHU das Kompendium besorgen - das listet grob die Wirkungsgipfel der Einzelmittel auf - leider bei weitem nicht mehr so gut wie in den früheren Ausgaben :sad: .

Ansonsten mal in unserer Literaturliste zu homöopathischen Mittelbildern blättern.

Ich persönlich habe das als Bestandteil meiner Ausbildung "ab Lehrer" gelernt - ob es dazu direkt Literatur gibt kann ich gar nicht sagen - eher individuelle Schriften und Bücher der Hersteller, denn es gibt ja unterschiedliche Systeme.

LG Fee



   

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