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Ballaststoffe - Eventuelle Dickmacher?

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Moderator: Angelika

Alexander
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Ballaststoffe - Eventuelle Dickmacher?

Beitragvon Alexander » 1. Jun 2005, 13:16

Mache eine Low-Carb-Diät seit paar Monaten. Bis vor paar Tagen habe ich immer abgenommen. Mal mehr, mal weniger oder es war (wenn ich mich nicht ganz so dran gehalten habe) Stillstand.

Doch seit gut einer Woche nehme ich Weizenkleie, die Woche davor (auch neu eingeführt) habe ich Müsli gegessen. Doch das Problem ist, seit Beginn meiner Diät, vor paar Monaten, nehme ich zu. Das gibts doch nicht. Ich habe gedacht, Ballaststoffe werden vom Körper nicht aufgenommen? Weiß jemand Rat?

Vielen Dank


Alexander
Beiträge: 19
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Korrektur

Beitragvon Alexander » 1. Jun 2005, 14:50

Meine natürlich, dass ich jetzt seit 2 Wochen, in denen ich Müsli und Weizenkleie esse, zum ersten Mal in meiner Diät zunehme.

salamandra
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Beitragvon salamandra » 1. Jun 2005, 16:42

darf ich fragen, warum du diese atkins-diät machst?

ist dir bekannt, dass daran angeblich schon leute gestorben sind, klagen in amerika anhängig sind - und auch der erfinder selbst übergewichtig (mit hunderzehn kilo auf einen meter achzig) an herzversagen gestorben ist? :???: :-?

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jockelhorstel
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Beitragvon jockelhorstel » 1. Jun 2005, 17:12

Stell Deine Ernährung um, weniger Fette, mehr Obst und Gemüse und lieber eine Mahlzeit am Tag mehr als alles auf einmal und noch etwas Sport dazu, dann wirst Du sicherlich mehr Erfolg haben, wie mit einer Crash-Diät.

Ich persönlich halte von Diäten absolut nix. Der Körper bekommt wenig zu essen und geht auf "Sparflamme" beim Stoffwechsel und er legt sich Reserven an, weil er denkt, sorg vor es kommen schlechte Zeiten.

Wenn man dann wieder "Normal" ißt, kommt dieser gewisse Jojo-Effekt. Man nimmt doppelt soviel zu wie vorher ab. Der Grund der Stoffwechsel arbeitet noch nicht wieder voll aktiv.

Aber jeder ist ja für seine Gesundheit selbst verantwortlich.

Alexander
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Tatsächlich Ballaststoffe machen dick!

Beitragvon Alexander » 11. Jun 2005, 01:56

Seit paar Tagen lasse ich Ballaststoffe wieder weg (keine Kleie, kein Müsli) und ich verliere wieder an Gewicht. Lag wirklich an den Ballaststoffen. Und noch etwas. Müsli habe ich vertragen, doch diese Vollkornbrote alla Pumpernickel und diese Weizenkleie verursachen bei mir starke Verdauungsstörungen. Von gesund kann da keine Rede sein!

salamandra
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Beitragvon salamandra » 13. Jun 2005, 10:34

naja, nur weil du an gewicht verlierst ist atkins noch nicht gesund... und wenn du lange wenig vollkorn ist, sind die darmreaktionen vermutlich auch normal... :)


Marie Luise
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Gegen alles "Päpstliche"- ob Atkins, Bruker oder s

Beitragvon Marie Luise » 13. Jun 2005, 14:25

1. Müsli ist nicht einfach nur "Ballaststoff". Getreide hat Proteine, Fett und Mehrfachzucker, die zu Glucose gespalten werden, und all das wird auch aufgenommen. Die Randschichten aus dem Vollkorn sind die Ballaststoffe, aber das übrige wird natürlich in Verbennungseinheiten umgesetzt - und wenn dann im Müsli auch Nüsse und Sonnenblumenkerne sind: voll die Fettdröhnung.
2. Nieder mit allen Dogmen und "Päpsten" (= Unfehlbarkeitsdogmatiker), egal, ob in Religion, Weltanschauung oder Ernährung.: Es gibt in der Ernährung fast überhaupt nix, was für alle gleich gilt. Vollkorn ist nicht per se für alle gut. Weißbrot ist nicht per se für alle schlecht (Sonst müssten alle Südländer Darmkrebs haben - sie holen sich die nötigen Ballaststoffe aus Gemüse und Obst...). - zur vielgerühmten "Mittelmeerdiät" gehört neben Gemüse und Obst, guten Fetten und Fleisch nun mal massenweise (ursprünglich gutes, nicht aus Type 450 gebackenes Bauern-) Weißbrot.
In ihren Randschichten schützen sich die Getreidepflanzen von natur aus mit Biopestiziden (so, wie sich viele Wurzeln mit natürlichen Antipilzgiften gegen Befall schützen).
Diese Stoffe sind nicht für alle Menschen nahrungsverträglich. Genauso wie sie auch nicht für alle unveträglich sind.
"Nur Proteine"- Diät ist nicht für alle ein Weg und ebenso nicht unbedingt für alle schädlich (sonst hätten die Inuit Jahrtausende lang nur schwerstkrank dahinvegetiert).
Auch reine Rohkost ist nicht für alle gut, und ebenso nicht für alle schädlich....

Es gibt keinen anderen Weg, als den "ganz eigenen" für jeden Menschen.
Der ist über Erfahrung, Ausprobieren, in sich rein hören, informieren, sich evtl. von sensiblen, kompetenten Helfern begleiten lassen, auf den eigenen Körper und die eigenen Empfindungen hören lernen (wurde den meisten von uns früh aberzogen...) usw. usw. zu finden. Alle Methoden und Richtungen, auch in Ernährung und Naturheilkunde, dürfen immer nur ANREGUNGEN und IMPULSE sein, die jeder für sich selbst nachprüfen muss. Daran führt kein Weg vorbei.Jedes "reine Dogma" kann nur auf die DAuer schädliche Auswirkungen haben, wenn man es sich ohne flexible, sensible Überprüfung einfach überstülpt. Gerade bei "Diäten" gilt das ganz besonders.
Nicht unmsonst haben alle großen, erfolgreichen Heilsysteme der Welt, egal ob alte europäische Volksmedizin, Hildegard von Bingen, Ayurveda, TCM, usw.) eine Typenlehre bzw. eine Lehre über die verschieden wirkenden Grundenergien im Lebewesen und in Nahrungsmitteln, die in unendlicher Vielfalt Kombinationen eingehen können.
Der für mich einzig wichtige, allgemeingültige Grundsatz, der für Ernährung gilt, ist: wie es zustande kommt, so wirkt es auch auf uns, egal ob Fleisch, Getreide, Gemüse. Je leidvoller, vergiftender, rücksichtsloser für Tier, Pflanzen, Bauern,Umwelt usw. der Entstehungs- und Transportprozess ist, um so schädlicher.
Alles andre muss jede/r selbst erforschen.
Nette Grüße an alle Marlis
"Die Überzeugendste Form des Nein zum Unzumutbaren ist das Ja zu den reiferen Möglichkeiten." (aus: Birgit Berg, Mutknospen)

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Mausbärin
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Beitragvon Mausbärin » 13. Jun 2005, 14:50

Hallo Marie-Luise,

jetzt hab ich aber eine Frage:
massenweise (ursprünglich gutes, nicht aus Type 450 gebackenes Bauern-) Weißbrot.
woraus denn sonst, damit es noch ein "Weiß"-Brot ist :???:

Fragende Güße
Ines

Marie Luise
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Beitragvon Marie Luise » 13. Jun 2005, 15:00

"Weißbrot" bei den Bauern zum Beispiel in Kalabrien, wo ich selbst früher noch bei der Familie beim Backen im Dorfbackhaus dabei war, wurde nicht aus derartig ausgemahlenem Mehl gebacken wie aus unserem extrem weißen (und auch noch gebleichten) Industrieweißmehl.. Auch das bei uns Type 550 genannte Mehl ist noch "weißes", , das "Bauernweißbrot", auch bei uns, nicht nur in Italien, war meistens grauweiß.
Auch in Frankreich und Portugal habe ich solch traditionelles ganz hellgraues (also fast weiß...) Weißbrot kennengelernt.
Die Menschen früher haben ja keine Industrienormen für Mehl gehabt. Es wurde eben gesiebt, mehr oder weniger viel feste Stoffe rausgesiebt, verschieden feine Siebe.
Aber das kann Dir ganz genau natürlich ein Biobäcker besser erklären.
Knusprige Grüße sendet Dir Marlis
"Die Überzeugendste Form des Nein zum Unzumutbaren ist das Ja zu den reiferen Möglichkeiten." (aus: Birgit Berg, Mutknospen)

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Mausbärin
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Beitragvon Mausbärin » 13. Jun 2005, 17:04

Hallo Marlis,

danke für die Antwort, denn damit hat sich für mich ein Mißverständnis geklärt. :top:

Ich habe mich nämlich schon gefragt, wie die Südländer das Brot denn richtig weiß bekommen haben, ohne es stark auszumahlen. Es wird also nur die Kleie ausgesiebt, dadurch kommt man auf eine Typenzahl von 1700 bis 1050 und bekommt schließlich ein grau-weißes Brot.
(Übrigens kann man die ausgesiebte Kleie auch noch mehrmals mahlen, wodurch das Mehl noch feiner und auch etwas heller wird.)

Den Bio-Bäcker brauche ich übrigens garnicht fragen, ich backe unser Brot nämlich selbst - mit selbstgemahlenem Mehl. Und weil das logischerweise nicht weiß ist, hatte ich da so mein Problem mit deinem"Weiß"brot. Aber das hat sich jetzt erledigt. :D
(Und jeden "normalen" Bäcker fragt man das sowieso besser nicht, ohne angelieferte Backmischung kriegen die nicht mal mehr einen Salzteig hin!)

Knusprige, grau-weiße Grüße

Ines :flower:

Alexander
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Atkins Diät und Low-Carb Diätt sind nicht dasselbe

Beitragvon Alexander » 20. Jun 2005, 23:20

Nicht das hier einige falschen Ratschlägen folgen. Ich mache keine Atkins Diät. Habe es mal versucht, nach ein paar Tagen habe ich diese Art von Diät abgebrochen. Kann mir nicht vorstellen, dass das gesund ist, was Atkins vorschlägt (funktioniert hat die Atkins-Diät aber trotzdem).

Ich mache nun seit Anfang des Jahres eine Low-Carb Diät. Also Gemüse, Obst kommt regelmäßig auf den TIsch. Auch deshalb hatte ich doch Müsli und Kleie in meine Low-Carb-Diät eingeführt. Auf jeden Fall, ich habe Müsli und Kleie wieder aus meinem Diätplan gestrichen, da ich durch Müsli und Kleie eine Gewichtszunahme verzeichnete.



   

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