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Öle für die Küche und Aromaöle

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Moderator: Angelika

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Kräuterfee
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Öle für die Küche und Aromaöle

Beitragvon Kräuterfee » 13. Okt 2002, 17:55

Hier möchte ich einige Anregungen geben für die abwechslungreiche Küche - im punkto Einsatz von Ölen und was in ihnen so wertvolles drin ist.

Raps-Kernöl

100 g haben so 3700 kJoule/900 kcal und enthält so:
Fette:
- gesättigte Fettsäuren um die / g
- einfach ungesättigte Ölsäure ca 60 g
- weitere einfache ungesättigte Fettsäuren knapp 5 g
- zweifach ungesättigte Omega-6-Fettsäure (Linolsäure) ca 18 g
- dreifach ungesättigte Omega-3-Fettsäure alpha-Linolsäure) ca 9 g
- Cholesterin unter 2 mg (dh. im Handelsgebrauch cholesterinfrei)
- Vitamin E um die 20 mg
- Vitamin A so 0,5 mg

Rapsöl ist das Speiseöl für die moderne, gesunde Ernährung (nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen).
Für Marinaden, Dips, Salatdressings und Majonaisen ist kaltgepreßtes Rapsöl angebracht.
Ich selbst nehme es zu leichten anbraten auch unter die 140 º Grad. - Achtung - native Öle nie überhitzen.
Wer den Dreh noch nicht so raus hat, empfehle ich für Gemüse und Gebäck die dampfveredelte Variante des Rapsöls.
Für Fritiertes und Gebratenes dagegen das hocherhitzbare raffinierte Rapsöl.

Durch seine Zusamensetzung ist Rapsöl ein wichtiger Bestandteil gesunder Ernährung. Da es einen hohen Anteil Omega-3-fettsäuren und Vitamin E hat. Rapsöl hat einen günstigen Einfluß auf den Cholesterinspiegel.
MfG
Kräuterfee


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Kräuterfee
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Traubenkernöl

Beitragvon Kräuterfee » 19. Okt 2002, 14:33

Traubenkernöl

Eigentlich sind Traubenkerne ein Abfallprodukt. - Aus dem Trester werden die Traubenkerne ausgesiebt und Öl daraus gepreßt.
Es diente schon damals als Hausapotheke bei kleineren Wunden, Verbrennungen und rissige Haut.
Sein Geschmack ist intensiv nach Nuß, Trauben und Trester.
Traubenkernöl besteht etwa zu 70 % aus der zweifach ungesättigten Linolsäure. Diese lebenswichtige fettsäure, die das LDL-Cholesterin senkt, kann der Körper nicht selbst produzieren. Linolsäure gilt als vorbeugend gegen Herz-Kreilauferkrankungen. Ein Mangel an Linolsäure wird auch u.a. als Ursache für trockene haut genannt.
Im Traubenkernöl sind reichlich Vitamin E und Lecithin vorhanden. Desweiteren ist noch Procyanidin (gehört zu der Gruppe der Antioxydanzien) im Traubenkernöl enthalten. Procyanidin soll 20 mal stärker als Vitamin C und 50 mal stärker als Vitamin E gegen freie radikale wirken.
Desweiteren enthält Traubenkernöl Resveratol, der gut für das Herz und schlecht für Tumore sein soll. Diese Substanz macht das Blut flüssiger. In Laborversuchen stellte man fest, daß Resveratol Haut-Tumore hemmen kann. Dieser Stoff kommt in einigen Pflanzen vor, besonders aber in Weintraubenschalen und -kernen. (Wirkung von Rotwein).
Wird das Öl auf die Haut aufgetragen, wirkt es antioxidativ und schützend durch das Resveratol und Procyanidin. Deshalb schützte mal das Öl schon im Mittelalter.
Wichtig ist für Traubenkernöl, daß es kaltgepreßt und nicht raffiniert ist.
Das Öl eignet sich für Dressing, herzhafte Salate, für Dips, zum Beizen oder Marinieren vom Fleisch.
Viele erwähnen aber, daß Traubenkernöl bis zu 190 ° C erhitzt werden kann, bloß dann ergibt sich zwar ein saftiger, schmackhafter Braten - aber die Inhaltsstoffe sind futsch !!!
:wink:
MfG
Kräuterfee

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FaddischTami
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Olivenöl

Beitragvon FaddischTami » 15. Nov 2002, 20:54

Ölbaum oder Olivenbaum,Olea europaea.L.Familie der Ölbaumgewächse.

Die ursprüngliche Heimat des Olivenbaums liegt im Osten des Mittelmeerraums.Funde aus der Zeit um 5000
vor Christus belegen die ersten Olivenbaumvorkommen in den Gebieten Palästinas,in Syrien sowie auf Kreta.
Die früchte dienten damals schon als Brennstoff für Lampen,als Schmiermittel für Wagenräder,als Kosmetikum und zu Heilzwecken.
Die Ölbaumzweige galten auch als Zeichen für Sieg oder Frieden.

Hildegard von Bingen ( 1098-1179) setzte Olivenöl und -blätter zur Behandlung vieler Krankheiten wie : Infektionen,Fieber und Schmerzen ein.
Anfang des 20.Jahrhundert gelang es Wissenschaftlern einen bitteren Stoff aus den Olivenbaumblättern zu isolieren
- das Oleuropein.Seine antiviralen und antibakteriellen Eigenschaften lassen es wie ein Antibiotikum wirken,was erklärt,warum sich Grippeerkrankungen so erfolgreich mit Olivenöl oder - blättern behandeln lassen.
Olivenbäume können bis zu 1000 Jahre alt werden,was sie dem abwehrstärkenden Inhaltstoff Oleuropein zu verdanken haben.Ein Olivenbaum braucht viel Pflege um Früchte zu tragen,er muss regelmässig beschnitten werden,damit er seine Gestalt behält.Die Äste dürfen nicht zu dicht und verwildert sein,da der Baum zum Gedeihen
Luft und Licht braucht.Ganze 10 Jahre dauert es,bis der Baum seine ersten Früchte trägt.
Mit 50 Jahren hat er seinen nutzbaren Höhepunkt erreicht und trägt seine Olivenfrüchte in aller Üppigkeit.

Inhaltstoffe und Wirkung

Olivenöl besteht zu 75 % aus einfach ungesättigten und zu 25 % aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Daneben enthält Olivenöl Spuren von Vitamin E,das die Zellwände vor den zerstörerischen Angriffen freier Radikaler schützt.Dann kommt hinzu das Oleuropein,das wie ein Antibiotikum wirkt.Ein weiterer Inhalstoff
ist Alpha-Linolensäure,das sich günstig auf die Blutgerinnung und auf Herzrhytmusstörungen auswirkt.
Darüber hinaus tragen organische Verbindungen dazu bei,etwaige Cholesterin-Ablagerungen in den Arterienwänden zu verhindern.
Das Wirkungsspektrum des Olivenöls sowie Blätter und Extrakte werden vor allem eingesetzt ,um :
- Infektionen durch Viren,Bakterien,Pilze und andere Parasiten(z.B.Würmer)vorzubeugen und zu behandeln,
- den Blutfluss zu verbessern und den Blutdruck zu normalisieren,
- Herzrhytmusstörungen zu normalisieren,
- den Fettstoffwechsel zu verbessern und erhöhte Cholesterienwerte zu senken,
- den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren,
- arthritische Entzündungen wie Rheuma zu lindern
- das Immunsystem zu stärken

Heute kennt man mehr als 20 Olivenbaumsorten,die in Asien,Afrika,Australien,Neukaledonien und im Mittelmeergebiet vorkommen.
Der Stamm der Bäume,die bis zu 16 Meter hoch werden können,ist auffallend knorrig.
Die Blüten sind klein und gelblich-weiß,die Blätter weidenartig und silbergrau.Sie fühlen sich wie Veloursleder an.
Die Früchte,also die Oliven können grünlich,rötlich oder schwarz sein und haben unterschiedliche Formen - klein,länglich,groß oder spitz.Das Fruchtfleisch und der Steinkern mit einem Samen enthalten viel Öl,das für den Verzehr,für Kosmetika und heilende Salben verwendet wird.
Die Blätter werden hauptsächlich für Tee eingesetzt.Aus den weltweit 800 Millionen bewirtschafteten Olivenbäumen werden etwa 9 Millionen Tonnen Olivenöl gewonnen,von denen 800.000 Tonnen für den Gebrauch in der Küche bestimmt sind.


Quelle : Gegen Grippe ist ein Kraut gewachsen von Martina Seifen


Mfg Susi :wink:

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Anwendungen mit Olivenöl

Beitragvon FaddischTami » 15. Nov 2002, 20:59

Mundspülung

Einen kräftigen Schluck kaltgepresstes Olivenöl nehmen und einige Minuten lang im Mundraum hin und her bewegen,dann erst kurz gurgeln und ausspucken.
Diese Spülung sollte morgens vor dem Zähneputzen durchgeführt werden.Sie sorgt für die Entgiftung des Körpers und verbessert somit das Wohlbefinden und stärkt das Immunsystem
Zuletzt geändert von FaddischTami am 15. Nov 2002, 21:00, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon FaddischTami » 15. Nov 2002, 21:00

Bei Husten und Bronchitis

5 Esslöffel Olivenöl mit 10 Tropfen ätherischem Eukalyptusöl mischen und damit den Brustkorb mehrmals täglich einreiben.



Innere Anwendung

Mischen Sie 4 Esslöffel Olivenöl mit 4 Esslöffel Zitronensaft und nehmen Sie jede Stunde ein paar Tropfen von dem Gemisch ein.
Oder : 2 gepresste Knoblauchzehen mit 2 Esslöffel Olivenöl mischen und den Saft einer Zitrone dazugeben.Davon 3 x täglich 1 Teelöffel nehmen.

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Beitragvon FaddischTami » 15. Nov 2002, 21:01

Tee aus Olivenblättern

Eine Hand voll gehackte Olivenblätter mit 250 Mililiter heißem Wasser überbrühen,ca.10 Min ziehen lassen - abseihen und nach Bedarf mit Honig süßen.Mehrmals täglich trinken.


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Beitragvon FaddischTami » 15. Nov 2002, 21:02

Erkältungsbalsam

Zutaten :

65 ml Olivenöl
30 g Bienenwachs
je 1 ml ätherisches Pfefferminz-,Teebaum-,Salbei-,Rosmarin-und Cajepuöl(dem Eukalyptusöl ähnlich)

Anwendung :

Brust und Rücken am besten abends vor dem Schlafengehen gut mit dem Balsam einreiben.Die ätherischen Öle können dann sowohl über die Haut als auch über die Atmung wirken und so für einen besseren Schlaf sorgen.Dieser Balsam eignet sich auch gut gegen Kopfschmerzen(auf Höhe der Schläfen in die haut einmassieren),Gliederschmerzen,Muskelkater und zur Behandlung kalter Füße.

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Beitragvon FaddischTami » 15. Nov 2002, 21:04

Erkältungsbad

Zutaten :

100 ml Olivenöl
je 10 Tropfen ätherisches Melissenöl,Teebaumöl und Rosenöl

Zubereitung und Anwendung :

Zutaten vermischen und in einem gut verschlossenen,dunklen Gefäß 2 bis 3 wochen ziehen lassen.Für ein Vollbad nehmen Sie 3 bis 4 Esslöffel als Badezusatz.Diese Mischung wirkt entspannend,desinfizierend und belebt die Sinne.Dieses selbstgemachte Badeöl kann man auch als Körperöl zur Hautpflege nach dem Duschen einsetzen.

Quelle :
sämtliche Rezepte stammen aus dem Buch von Martina Seifen


Mfg Susi :sun2:



   

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