BioReiniger mit starker Reinigungskraft

Hausmittelchen aus Omas Trickkiste - Flecken entfernen, störende Gerüche beseitigen, Desinfektion, Ratschläge.....

Moderator: Angelika

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Krâja
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Registriert: 23. Apr 2014, 18:23

BioReiniger mit starker Reinigungskraft

Beitrag von Krâja »

Daß man Urin früher als Reinigungs-, Bleich- und Waschmittel verwendet hat, kann man sogar bei der Wikipedia nachlesen.

Ich wollte es mal ausprobieren und nahm mir die klebende, fettbesprühte, staubbehaftete Dunstabzugshaube meines Elektroherdes vor, die dringend einer Reinigung bedurfte. Ich nahm ein neues Küchenschwämmchen, machte es gut naß mit altem Mittelstrahlurin und begann zu putzen. Nicht etwa in der Spüle sondern in einer alten Wanne aus dem Keller, in der ich normalerweise Blumenabfälle sammle. Ich befeuchtete die Haube ringsum mit dem Schwämmchen, rieb sie ab und begann mich zu wundern.

Die Dunstabzugshaube sah bereits nach dem dem ersten Einreiben mit altem Mittelstrahlurin nahezu sauber aus. Die dicke, klebrige, braune Schmierschicht aus Fett und Staub ließ sich einfach abwischen. Man mußte nichtmal scheuern. Sie löste sich mühelos und nach wenigen Minuten sah meine Dunstabzugshaube aus wie neu, weiß, rein und glänzend. Sie ist aus kunststoffüberzogenem Blech. Ich hab sie dann nochmal gründlich unter Wasser mit einem anderen Tuch und Spülmittel nachgewaschen .. sie stank übrigens nicht nach Urin, es roch auch beim putzen nicht nach Urin, eher nach Ammoniak, aber nur leicht. Ich brauchte keine Handschuhe zum reinigen der Dunstabzugshaube, denn Urin greift die Haut nicht an, sehr im Gegenteil, er pflegt sie.

Mutig geworden, nahm ich mir die Fließen im Bad vor, deren dunkle Ränder mich sowieso immer stören, sie sind kaum sauber zu kriegen, aber nur mit herkömmlichen Reinigungsmitteln... mit altem Mittelstrahlurin geht das recht schnell, man gibt ein wenig alten Mittelstrahlurin auf ein Bodentuch, nimmt den Schrubber und putzt .. im Handumdrehen sind die Fließen schön hell und die dunklen Ränder ebenfalls. Man kann ja nachputzen, wenn man will.

Die weißen Küchenmöbel und die weißen Fensterrahmen sind unglaublich sauber geworden, so schnell und so mühelos hab ich meinen Großputz noch nie erledigt, da macht putzen ja richtig Spaß. Es riecht nichtmal nach Urin. Es riecht nach garnichts. Es fehlt der frische Duft nach Zitrone ... aber es gibt ja schließlich Duftlampen ;)

Meine weiß gestrichenen Holztüren haben immer sehr schnell den bräunlichen Ton von Nikotin, das sich leider auf Türen, Türrahmen, weißen Wänden und hellen Vorhängen niederschlägt. Das sind die äußeren Nachteile bei Rauchern. Nikotin von weiß lackierten Holztüren abzukriegen, ist eine mühsame Arbeit, will man kein Bleichwasser und keinen Ammoniak anwenden. Mit Urin hatte ich das noch nie probiert. Es war die absolute Premiere.

Ich hatte auch noch nie so schnell und so einfach weiß gestrichene Holztüren ... :lol:

Ja, ich hab sie nachgewaschen, wie alles, selbstverständlich, schließlich hab ich auch ab und an mal Gäste. Trotzdem, auch mit dem Nachputz mit frischem Wasser und Essig, hab ich mit einem Minimum an Zeit, Kraft, Mühe und Arbeitseinsatz, eine sehr rein aussehende Wohnung .. ganz ohne die Umwelt zu belasten, Algen und Fische zu töten, Haut und Augen zu reizen. Ich mußte meine Katzen nicht aussperren, um ihnen nicht zu schaden, brauchte nicht bei offenen Türen und Fenstern zu putzen, um die giftigen Dämpfe nicht einzuatmen.

Nichts dergleichen. Der kostenlose Bioreiniger machts möglich, er bleicht alles ganz natürlich, wirkt desinfizierend, sogar auf gestrichenem Holz, Kunststoff und weiß lackiertem Blech, läßt sich einfach durch die Toilette abspülen, ohne das Wasser stärker als nötig zu belasten und reinigt sie nebenbei auch noch blütenweiß...
Urinstein ist eine gelblich-braune kristalline Ablagerung und entsteht durch Ausfällungen des Urins in Toiletten und Urinalen in fester oder pastöser Form. Urinstein entsteht durch eine chemische Reaktion von kalkhaltigem Wasser (in der Regel das Spülwasser) und Urin. Der im Wasser gelöste Kalk verbindet sich mit dem Urin und der Harnsäure als Katalysator zu einer unlöslichen Kalk-Magnesiaverbindung. Diese Verbindung liegt als eine Mischung aus Calcium- oder Magnesiumcarbonat, -oxalat, phosphat und sulfat vor. Die dabei entstehenden Feststoffe bestehen aus den Mineralien Struvit, Hydroxylapatit und Kalzit. „Fest“ wird das Ganze erst durch einen hohen pH-Wert, der durch beteiligte Bakterien (wichtig für Harnstoffabbau) entsteht. Beim ursprünglichen Urin kann wegen des niedrigen pH-Werts kein Urinstein entstehen. Durch den Einsatz von Regenwasser zur Spülung des WCs oder Urinals lässt sich die Bildung von Urinstein verhindern.
Unser Wasser scheint nicht kalkhaltig zu sein. Vielleicht anderen Orts mit Mittelstrahlurin und Regenwasser putzen? Umweltschonend ist es auf jeden Fall. Und die Reinigungswirkung ist unglaublich.

Auf Naturholz, wie beispielsweise Eichen- oder Nußbaumschränken sollte man ihn nicht anwenden, denn er bleicht auch dieses Holz...

Meister Eigenurin, biologisch abbaubar, unschädlich, hautpflegend, desinfizierend, für blitzsaubere spiegelblanke Flächen, strahlender Glanz fürs ganze Haus, einfach abwischen, nachputzen ... fertig.
Grüße von Krâja :wink:

Sasha
Beiträge: 6
Registriert: 12. Jul 2020, 14:14

Re: BioReiniger mit starker Reinigungskraft

Beitrag von Sasha »

Okay, der Tipp ist nicht ganz Bio. Aber hast du schonmal Cola zur Reinigung genutzt? Ich kann es nur empfehlen, wenn man die Toilette nicht richtig sauber bekommt.

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