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"großer" oder "kleiner" HP - Ausbildung

Fragen zur Ausbildung, Erfahrungsaustausch mit anderen, Lernhilfen...

Moderatoren: Angelika, Ernst

Smee
Beiträge: 5
Registriert: 2. Mär 2007, 21:33

"großer" oder "kleiner" HP - Ausbildung

Beitragvon Smee » 8. Mär 2007, 22:42

Hallo zusammen,

da ich immer noch grübele, denke, grübele und umdenke, hab ich mal das Forum und auch ein bischen die Fronten gewechselt.
In Kurzform: mein Ziel ist es hauptsächlich beratend im Bereich der Ernährungs- und Gesundheitsberatung tätig zu werden.
Jetzt suche ich die Ausbildungsform, die für mich passen würde.
Mein erster Ansatz war die "kleine" HP Ausbildung, da ich eigentlich nur beraten will, dies aber verantwortlich tun will und mir das Wissen (und irgendwie auch die Qualifikation) erwerben, meine Grenzen klar zu sehen, wann ich jemandem beratend helfen kann, und wann er andere Hilfe braucht.
Im Forum der "kleinen HP's" bekam ich den Rat lieber doch die "große" Ausbildung zu machen und komme irgendwie nun nicht weiter (von der Denkweise her) was der Vorteil der "großen" Ausbildung ist (der Nachteil für mich wäre auf jeden Fall, daß ich Injektionstechniken lernen müsste, davor würde ich mich gerne "drücken" *zugeb*)

Deswegen bitte ich um möglichst viele Meinungen zu meiner Situation, vielleicht könnten mir andere Ansichten wieder neue Anstöße zum weitergrübeln geben...


Vielen, vielen Dank !

LG
Smee


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Gingkoblatt
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Beitragvon Gingkoblatt » 9. Mär 2007, 08:07

Hi Smee :wink: ...

ich bin eine derjenigen, die dir zum großen HP geraten haben.

Er hat den Vorteil, dass du die ganzen inneren Vorgänge des Körpers verstehst und beherrschst, die du ja letztendlich mit Ernährung behandelst.

Der kleine HP ist zur Ausübung von ausschließlich psychotherapeutischer Beratung und Behandlung... da passt Ernährung nur begrenzt hinein, findest du nicht? Dein Fachwissen ist dann ziemlich begrenzt auf Psychologie und Neurologie. Außerdem...Wer geht zu einem HP-Psych :???: zu einer Ernährungsberatung? Den kleinen HP brauchst du wirklich nicht.

Du könntest dich natürlich auch im Selbststudium über die Verdauungvorgänge fit machen, denn für die Ernährungsberatung brauchst du den HP ja nicht. Ist aber sehr aufwending... Verdauung ist ein großes Teilgebiet in der Inneren Medizin... na ja und wenn du ganzheitlich behandeln bzw beraten möchtest, solltest du den Rest doch auch lernen? Du könntest auch alles außer den Injektiontechniken lernen und einfach keine Prüfung ablegen... Schade wäre das aber schon :roll: !

Das mit den Injektionstechniken hatten wir alle einmal vor uns... als ich mit der HP-Ausbildung anfing, dachte ich noch, dass HPs gar nicht stechen dürfen ;) und wollte das auch nicht...

mein erster Unterricht war dann (sinnigerweise) :o Injektionstechniken und mittlerweile behandle ich viel mit Akupunktur... man bekommt ein anderes Verhältnis zu Nadeln, wenn man merkt wir viel Gutes man damit anstellen kann! Außerdem hättest du noch den Vorteil, dass du Ergänzungsmittel :P spritzen dürftest, die den Magen umgehen müssen!
:wink: Gingkoblatt
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spurlos53
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"großer" oder "kleiner" HP - Ausbildung

Beitragvon spurlos53 » 11. Mär 2007, 00:22

Hallo Smee,

ich kann Gingkoblatt nur zustimmen. Wenn Du bei Deinen Plänen schon eine amtsärztliche Überprüfung ablegen willst, dann die große!

Du brauchst bei der amtsärztlichen Überprüfung keine praktischen Kenntnisse in Injektionstechniken vorweisen, Du solltest die Techniken nur beschreiben und erklären können. Auch ein Hinweis, dass Du später keinerlei Injektionen vornehmen willst, ist gegenüber dem Amtsaruzt hilfreich. Natürlich solltest Du im Rahmen Deiner Prüfungsvorbereitungen auch die Injektionstechniken einmal PRAKTISCH geübt haben.

Viel Erfolgauf Deinem Weg wünscht Dir

Spurlos53

Marilena
Beiträge: 143
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Beitragvon Marilena » 11. Mär 2007, 13:47

Hallo Spurlos,

da bin ich aber anderer Ansicht. Sicher fragen die Amtsärzte oft, was man denn später mit seinem "Heilpraktiker-Schein" machen möchte.
Aber zu sagen, man möchte nicht invasiv arbeiten, um der Überprüfung der Injektionstechniken zu entgehen, halte ich für äußerst gewagt und nicht unbedingt erfolgversprechend!

Es ist halt so, dass man als HP invasiv arbeiten darf - und deshalb wird es auch geprüft, unter Umständen auch praktisch! Ich habe zwar noch nicht gehört, dass sich ein Amtsarzt tatsächlich "pieksen" ließ, aber manche lassen sich die Vorbereitungen bis ins Detail vorführen - und sagen dann erst Stopp wenn die Nadel nur noch 1 cm von der Vene entfernt ist. Dann zu sagen dass man es nicht geübt hat weil man es nicht anwenden will, wäre für mich ein glatter Durchfaller.
Man weiß ja auch nie, auf welche Therapiemethoden man später noch stößt, und dann vielleicht doch noch spritzen möchte.

Also man sollte das Handling genau kennen, und auch vorführen können.

Gruss, Marilena

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Gingkoblatt
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Re: "großer" oder "kleiner" HP - Ausbild

Beitragvon Gingkoblatt » 11. Mär 2007, 17:58

:o :o :o
...Du brauchst bei der amtsärztlichen Überprüfung keine praktischen Kenntnisse in Injektionstechniken vorweisen, ...
:-? das stimmt so leider nicht... bei manchen Gesundheitsämtern gibt es Gummiarme(sicher in Krefeld und Aurich) denen man rotes Kunstblut :???: entnehmen muss... anderen benutzen einen Schweinefuß :eek: (so geschehen in Salzgitter), damit du deine Künste demonstrieren kannst. Es soll sogar Amtsärzte :evil: oder Beisitzer geben, die sich irgend ein Aufbaupräperat spritzen lassen.

Du solltest also die Injektionstechniken schon beherrschen, denn sich auf das Glück verlassen, dass es grade dich nicht trifft, ist ein Va Banque Spiel!

Lass dich aber beruhigen... das erste Mal ist immer das Schlimmste!
:wink: Gingkoblatt
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Lorian
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Registriert: 16. Mär 2007, 14:31

Beitragvon Lorian » 16. Mär 2007, 15:02

Hallo zusammen, ich bin die Neue und komm jetzt öfter! :lol:

Ich selbst habe noch ein gutes Jahr Schule vor mir und wenn alles gut geht, werde ich ein paar Monate später Heilpraktikerin sein ... 8)
Die Frage nach dem "großen" oder "kleinen" HP hat sich mir persönlich nur ganz kurz gestellt - ich könnte mich vermutlich gar nicht einschränken und ausschließlich mit meinem Patienten reden, von daher fiel der Heilpraktiker für Psychotherapie recht schnell aus meinen Überlegungen wieder raus.

Mittlerweise habe ich eine Dorn/Breuss-Ausbildung gemacht und weiß endgültig, dass mein damaliger Entschluss der absolut Richtige war. Ich brauche einfach den Kontakt zum Menschen und auf die manuelle Therapie möchte ich einfach nicht verzichten.
Es kann im Laufe der Zeit so Vieles passieren, Interessen können sich entwickeln, die anfangs gar nicht existent waren - und nur schon schon mal deshalb würde auch ich jedem, der diese Überlegungen im Geiste durchspielt, zum großen HP raten. Man hält sich einfach alle Möglichkeiten offen und kann ganz gespannt schauen, was die Zukunft noch so alles bringt. ;)

Zum Thema Injektionen muss ich nur mal schnell sagen, dass an meiner Schule ein Injektionskurs abgehalten wird und die Erfahrung der letzten Jahre einfach gezeigt hat, dass es bei der Prüfung sehr wohl vorkommen kann, dass man zum Einen genau erklären muss, wie das alles funktioniert, zum Anderen aber auch genau so gut an einem der bereits erwähnten Injektionsarme zeigen muss, was man gelernt hat, bzw. gelernt haben sollte.

Ich habe sicher nicht vor, mal unnötig viel "herumzustochern", finde es aber doch sehr beruhigend, schon mal eine Vene am lebenden Menschen gefunden zu haben - für Notfälle sicher von Vorteil, diese Hemmschwelle schon vorher mal durchbrochen zu haben (das war nämlich echt eine ganz schöne Herausforderung :oops: ).

So und jetzt verabschiede ich mich auch schon wieder.

Liebe Grüße,
Lorian



   

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