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Ausbildung - lohnt sich das noch für mich?

Fragen zur Ausbildung, Erfahrungsaustausch mit anderen, Lernhilfen...

Moderatoren: Angelika, Ernst

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Diesel
Beiträge: 2
Registriert: 25. Jun 2003, 08:46

Ausbildung - lohnt sich das noch für mich?

Beitragvon Diesel » 25. Jun 2003, 09:10

Hallo,

ich bin jetzt 44 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Kinder. Seit ca. 22 Jahren inkl. Ausbildung gehe ich einer kaufmännischen Tätigkeit nach.

Da sich in unserer Familie aber mehr und mehr die soziale Komponente durchsetzt (z. B.: 2. Kind ist Pflegekind), die in diesen Zeiten leider vielfach zu kurz kommt, überlege ich, einen Schnitt zu machen und etwas Neues zu beginnen. Natürlich zunächst keinen radikalen Schnitt, denn von irgendetwas muss man ja auch leben.

Also käme für mich nur eine berufsbegleitende Ausbildung (Fernausbildung) in Frage.

Daher habe ich nun viele Fragen:

1) Macht das in meinem Alter überhaupt noch Sinn?
2) Wer bietet so etwas an?
3) Wie lange dauert diese Ausbildung (ca.)?
4) Was kostet die Ausbildung (ca.)?
5) Geht das überhaupt nebenberuflich?
6) Ist das letztendlich wirtschaftlich sinnvoll?

Das waren erstmal die wichtigsten Fragen, ein paar weitere fallen mir bestimmt noch ein.

Vielen Dank vorab für Eure Antworten und viel Erfolg

Gruß Jörg
Heavy Metal rulez !!


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Ursula
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Beitragvon Ursula » 25. Jun 2003, 11:02

Hallo Jörg,

erst einmal herzlich willkommen im Forum :) .

Nach Deinen vielen Fragen (aber nicht nur noch Deinen) überlege ich jetzt gerade, ob ich nicht als "zweites Standbein" Beratung für HP-Anwärter mit in mein Programm aufnehmen soll :D ...

Also, Frage nach dem Alter und dem Sinn - da solltest du mal schauen, wie Dir theoretisches Lernen (noch) liegt. Der Lernstoff hat`s in sich, egal an welcher Schule...

Da hilft nur üben, üben und nochmal üben.

Welche Zeitvorgabe hast Du Dir selber gestellt? Drei Jahre, vier Jahre :???: , darunter wird`s kaum gehen. Als Nebenberuf und mit Familie...
wenn alle mitmachen, geht`s natürlich einfacher. Auf gemeinsame Familien-Aktivitäten am Wochenende verzichten, um an einem praktischen Weiterbildungsseminar teilzunehmen und das nicht nur an einem...

Ich will Dir Deinen Idealismus nicht nehmen, aber selbst nach der Schulzeit und bestandener Überprüfung durch das Gesundheitsamt beginnt erst die Arbeit an einem Praxisaufbau. Alternativ dazu kann man sich in eine bestehende Praxis "einkaufen" - Kosten: fünfstellig

Ich kenne nicht wenige Kollegen/innen, die die Ausbildung mit der Überprüfung und Zulassung abgeschlossen haben, in ihren alten Berufen weiterarbeiten und mit ihrem erworbenen Wissen die Familie und Freunde behandeln... - so geht`s auch, aber da stellt sich dann wirklich die Frage: Lohnt sich dafür der Aufwand :-? .

Letztendlich kannst Du Dir diese Fragen nur selbst beantworten, auf Fragen nach HP-Schulen findest Du etliche gute Beiträge und Links hier im Forum.

Ursula

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Diesel
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Beitragvon Diesel » 25. Jun 2003, 11:34

Hallo Ursula,

zunächst einmal Danke für deine ausführliche Antwort! :)

Da sollte ich noch einmal genau darüber nachdenken, theoretisches Lernen ist nicht so das Problem, aber Zeit könnte schon eins werden. :(

Und du hast sicherlich recht, nur für Familie und Freunde lohnt sich der Aufwand nicht, es sollte schon eine Perspektive dahinterstehen, das Ganze also mit einer gewissen Ernsthaftigkeit betrieben werden.

Gott sei Dank brennt es mir ja nicht unter den Nägeln, so dass der Entscheidungsprozess langsam reifen kann. :D

Gruß Jörg
Heavy Metal rulez !!

bibi62
Beiträge: 18
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Beitragvon bibi62 » 25. Jun 2003, 23:32

hallo jörg,
lass uns zusammen überlegen :D
ich stelle mir genau die gleichen fragen wie du, aber da mir das ganze nicht aus dem sinn geht, habe ich mich heute kurzerhand zu einer praxis-besichtigung angemeldet mit teilnahme an einer unterrichtsstunde :lol:
ich muss sagen, es hat mir sehr gut gefallen, die atmospähre war locker, aber jede frage wurde intensiv beantwortet.
das lernpensum ist zwar riesig und ich hatte zuerst auch ein fernstudium erwogen, finde es jetzt aber besser 2x in der woche unterricht zu haben, wo fragen sofort beantwortet werden. und ich denke da macht das lernen auch mehr spass, die motivation ist ganz anders.
zum alter, ich bin 41 und hatte damit gerechnet, die älteste zu sein, fehlanzeige, ich bin die zweitjüngste :D :D , das baut noch zusätzlich auf.
also, packs einfach an und versuch auch mal kostenlos irgendwo reinzuschnuppern, das erleichtert die entscheidung
gruß
sabine :wink: :wink:

karinka
Beiträge: 1
Registriert: 18. Jun 2003, 19:22

Beitragvon karinka » 27. Jun 2003, 20:36

Hallo, Ihr alle, die die gleichen Fragen und Zweifel hegen, wie ich, nur, daß Ihr offenbar schon einen Schritt weiter seid :o .
Ich, verheiratete Mutter zweier Söhne (4 und 5 J.) jobbe jetzt eher unbefriedigt wieder in meiner alten Firma herum. Ehem. Sachbearbeiterin - jetzt, da ich nur als Teilzeitkraft tätig sein kann wegen mangelnder Zeit, als "Postaufteiler", schlage mich privat mit Bachblüten und Homöopathie-Lektüre herum und habe auch schon andere Menschen mehr od. weniger laienhaft aber auch erfolgreich beraten. Mein Interesse an einer neuen Ausbildung als Heilpraktikerin fängt an, sich zu konkretisieren und glaube einfach, daß es mir persönlich guttut, gerade weil ich auch schon 39 J. bin. Endlich mal was zu tun, was einen wirklich interessiert - egal, ob man später Kapital daraus schlagen kann - das kann doch nicht verkehrt sein. Bleibt die Frage nach den Kosten der Ausbildung!!! Liegen da jemandem konkrete Zahlen vor? :???:
Ich schnüffele übrigens gern in diesem Forum herum!! :cool: Macht wirklich Spaß!
Mit netten Grüßen
Karin

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Ursula
Beiträge: 1965
Registriert: 16. Nov 2001, 01:00

Beitragvon Ursula » 28. Jun 2003, 12:33

Hallo Jörg,

nochmal was zum Thema Alter:

Ich habe heute bei uns in der Zeitung gelesen, das eine neue Heilpraktikerin für Psychotherapie ihre Praxis eröffnet hat: In Alter von 60 Jahren!!! :cool:

Da kommst`e Dir wahrscheinlich wie ein junger Hupfer vor, in Deinem/meinem Alter :lol:

Ursula


med-con

Beitragvon med-con » 28. Jun 2003, 18:34

Zu den Kosten:
Eine Vollzeitschule kostet ab 10.000 Euro aufwärts für eine 2 1/2 bis 3-jährige Ausbildung (zuzüglich Unterhaltsgeld)
Teilzeitschulen gibt es ab rund 4.000 Euro
Fernkurse ab 1000 Euro
Autodidaktisches Studium mit den erforderlichen Büchern ab 600 Euro

Dazu kommen noch die Verwaltungskosten für die Überprüfung und Zulassung zwischen 450 und 700 Euro je nach Bundesland.

Öffentliche Zuschüsse gibt es nicht, da es keine geregelte Berufsausbildung ist. Lediglich Niedersachsen hat ein Vollzeit-Umschulungsmodell laufen. Hier erteilt das Arbeitsamt Auskünfte.

Wolfgang Lammery

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marionO
Beiträge: 111
Registriert: 25. Jul 2003, 14:33

Beitragvon marionO » 25. Jul 2003, 14:50

Hallo, seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit Homöopathie und gestern habe ich mich entschlossen, die Heilpraktikerprüfung in 2 Jahren zu machen. Dann werde ich 52 sein. Ich mache es nebenbei, weil ich mit meinem jetzigen Job noch gut meinen Unterhalt sichern kann. Aber ich freue mich total auf die Erfahrungen und die Inhalte, weil ich so neugierig und wißbegierig bin. Es ist mir vollkommen egal, wie alt ich bin, Hauptsache ich kann noch Interessantes lernen und vielleicht die Fähigkeit erwerben, Menschen zu heilen. Wenn ich dann noch 20 Jahre praktizieren kann, ist das doch immerhin was! Also, mein Rat: dem folgen, was man am liebsten machen will! Viele Grüße, marionO



   

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