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Naturheilkunde in amtlihen Prüfungen

Fragen zur Ausbildung, Erfahrungsaustausch mit anderen, Lernhilfen...

Moderatoren: Angelika, Ernst

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Gutenberg
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Naturheilkunde in amtlihen Prüfungen

Beitragvon Gutenberg » 8. Okt 2005, 15:47

Also ich empfehle den P-Kurs, und den Superlearningmässig aufzubereiten... Im vierer-takt-zyklus...NUR: Superlearning besteht eben nicht nur aus ein paar CD´s resp. Kassettenprogrammen, da muss schon mehr dazukommen, für Anatomie und Physiologie empfehle ich die Anatomie- und Physiologie Malbücher aus dem Arcis-Verlag (gibts bei Lehmanns), und ein Skelett zum Basteln (in Lebensgröße). Superlearning ist aktives Tun, nicht passives Konsumieren! (Unterrichte u.a. auch DaF mit audiovisuellem Superlearning, was auch Lernspiele beinhaltet). Jeder der behauptet, mit Superlearning könnte man den Stoff "fast wie im Schlaf" erlernen, LÜGT. Elvira Bierbachs Bibel ist ausserdem das günstigste Buch zum allumfassenden Lernen, denn es ersetzt eine ganze Menge anderer Bücher. Wenn man den psychischen Schock mal verarbeitet hat (wenn man bei mehr als 750 Seiten Herzflattern bekommt ), lohnt es die Anschaffung allemal. Und um mit einem Irrtum aufzuräumen: KLAR WERDEN IN DER MÜNDLICHEN PRÜFUNG NATURHEILKUNDLICHE THEMEN ABGEFRAGT!!! Denn: Japanisches Minzöl führte schon oft zu Atemlähmung bei Kindern durch Zentralnervöse Reflexwirkungen, und in Naturheilkunde können Gefahren begründet sein, die selbstverständlich Teil der Prüfung sind... Provozierung von Aborten und epileptischen Anfällen mit aromatherapeutischen Verfahren ist da nur ein Beispiel...Ein anderes wären gefensterte Hirnarterien und demzufolge durch Chiropraktisches "Einrenken" induzierte Schlaganfälle im Stammhirnbereich (sofort tödlich!) Also: Auch naturheilkundliches basiswissen für die Prüfung (Gefahren der Phytotherapie, gefahren der Chiropraxis etc...)ist wichtig.
Viel Glück und Spaß beim Lernen,
Michael
Hallo Michael,

kannst Du mir, vielleicht in 3 schlichten Sätzen, erleutern worauf Dein Beitrag abzielt?

Was ist P-Kurs?
Was meinst Du mit "Superlearning?
In welchem Zusammenhang steht das was Du schreibst?

Herzlich grüßt Dich

Burkhard
Ganz einfach, er ziehlt darauf ab, klarzustellen, was Lozanov mit Suggestopädie wirklich gemeint hat. Und das waren NICHT nur Kassettenprogramme ala "Fremdsprache im Schlaf lernen". Entspannung mit Barockmusik im Hintergrund ist gut, aber da gehört nochmehr dazu. Wichtig ist u.a. der Vierertakt (4 Sekunden Information gefolgt von vier Sekunden Pause) So kann man auch den Lehrstoff aufbereiten, der bei der HP-Prüfung verlangt wird.
ABER: Dazu kommt noch mehr! Aktives tun (Das Basteln eines Lebensgroßen Skelletts z.B. oder auch das Ausmalen der Malvorlagen der von mir empfohlenen Anatomie- und Physiologie-Malbücher)gehört dazu! Und das sogar in der Theorie!
Was ist P-Kurs?
So heisst ein Skriptum mit dem ich nun auch unterrichte, ist vonnem HP aus Marburg. das ding heisst schlicht und einfach P-Kurs, hat keine ISBN und ist entweder direkt über die Mailaddy vom Autor oder aber bei Lehmanns Fachbuchhandlung erhältlich. Da drin sind etwa 3000 Prüfungsfragen verbraten, aus denen ein Lehrtext entstanden ist. Ist aber wirklich nur zur Prüfungsvorbereitung geeignet, mehr nicht. Man sollte schon wissen was Beri-Beri ist... :eek:
Was meinst Du mit "Superlearning?
Suggestopädie mit Malen, Klinischen Fallbeispielen (Rollenspiele in Lerngruppen), und dann auch diesen CD´s, präsentiert mit Farbentspannung und PMR nach Jacobson oder ner anderen Entspannungsmethode...
Was will ich sagen?
Ebend dass Lernen mit CD´s oder Kassetten, auch selbst angefertigten, nicht ausreicht, weil das alles passives Konsumieren ist.


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Gutenberg
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Achso nochwas...

Beitragvon Gutenberg » 8. Okt 2005, 15:51

Und zum Thema Naturheilkundliches Wissen für die Prüfung...

Ich lese in mehreren Forenbeitragen immer wieder die Mär, dass naturheilkundliches wissen nicht benötigt würde. Aber das thema Gefahren und Grenzen der Naturheilkunde ist schon sehr wichtig. Man kann mit Naturheilkunde töten, insofern ist dies schon bestandteil der Prüfung

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Ernst
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Beitragvon Ernst » 8. Okt 2005, 17:10

Um naturheilkundlich zu arbeiten, ist es schon wichtig zu wissen was die Naturheilkunde ist und wie sie wirkt.

Um aber die Prüfung zu bestehen ist nur schulmedizinisches Wissen erforderlich. Das kann man für richtig oder falsch halten. Fakt ist aber dass die Gesundheitsämter so verfahren.

Man sollte da auch nicht zu sehr verwirren.
Bei der mündlichen Prüfung kann es sogar zum durchfallen kommen, wenn man auf schulmedizinische Fragen "naturheilkundlich" antwortet. Bei der Frage nach der Therapie einer Herzinsuffizienz wäre es falsch zu Antworten "Ich würde hier nur mit Crateagus (Weißdorn) behandeln."
Auch wenn es naturheilkundlich richtig ist - werden hier vom Amtsarzt sicherlich aber andere oder weitreichernde Antworten gewünscht.

Wir haben sogar gelernt, dass wir für die Prüfung erst einmal alles naturheilkundliche Wissen aus dem Gedächtnis streichen müssen (nur schulmed. Wissen ist hierfür relevant) - dieses dann aber nach der Prüfung ganz schnell wieder ausgraben und für die Berufstätigkeit bestmöglich erweitern sollen.
Grüße von der Waterkant
Ernst

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Gutenberg
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Beitragvon Gutenberg » 8. Okt 2005, 22:14

hallo ernst....
in marburg, ffm oder mainz siehts ein wenig anders aus, zumindest was die mündliche prüfung angeht. da kommt dann zum beispiel die berühmte minzölfrage: kann man kleinkindern und säuglingen minzöl verschreiben? begründen sie ihre antwort!
antwort: NIEMALS! minzöl wirkt reflektorisch auf das atemzentrum ein, gefahr des sofortigen todes durch atemlähmung! bei epileptikern ist es auch kontraindiziert. Ysop ist kanzerogen und sollte nicht mehr angewendet werden.... Das sollte man schon wissen, und ich halte das für schulmedizinische basics...
gruß aus dem dunklen meenz ... /ist schon spät...)
Michael

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Mäuschen
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Beitragvon Mäuschen » 9. Okt 2005, 15:03

Hallo zusammen,
jetzt bin ich nun doch etwas verwirrt..... :eek:
Nicht nur wegen der Prüfung. Ich bin auch bis jetzt davon ausgegangen, dass ich "nur" schulmedizinisches Wissen für die Prüfung brauche :???: .


Gutenberg hat geschrieben:

Ysop ist kanzerogen und sollte nicht mehr angewendet werden....


:???: :???: :???: , bezieht sich diese Aussage auf das Ätherische Öl?
Ich habe es nämlich erst vor kurzem wieder neu gekauft.....

LG
Iris
Mein Motto: Immer wenn Du denkst, es geht nicht mehr......

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Ernst
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Beitragvon Ernst » 9. Okt 2005, 16:59

Genau diese Verwirrung ist es, die ich in meinem Beitrag gemeint habe, und die ich hoffte zu vermeiden.

Du hast aber Recht: Für die Überprüfung bei den Gesundheitsämtern ist nur rein schulmedizinisches Wissen gefordert.
Alle bisherigen schriftlichen Überprüfungen (und alle mir bisher bekannten mündlichen Überprüfungen) haben bisher nur Fragen aus diesem Bereich gehabt. Antworten aus dem Bereich "alternative Heilmethoden" waren immer falsch.

Gutenberg hat aber auch insofern Recht: Für deine Arbeit als HP, solltest du ein bestmöglichstes Wissen im naturheilkundlichen Bereich haben.
Grüße von der Waterkant
Ernst

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Mäuschen
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Beitragvon Mäuschen » 10. Okt 2005, 11:03

Hallo Ernst,
danke für die Aufklärung :wink:

Natürlich werde ich mein bisheriges Wissen (leider noch wenig) in der Naturheilkunde nicht zu kurz kommen lassen...... , schließlich habe ich ja hier auch eine tolle Zusatzquelle gefunden.

LG
Iris
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Burkhard
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Naturheilkunde

Beitragvon Burkhard » 11. Okt 2005, 16:21

Hallo Michael,

was ordnest Du alles unter "Naturheilkunde" ein?
Bestimmte Teilgebiete der Heilkunde oder per se alles was HPs so treiben können?
Bist Du auch der Meinung, dass ein HPA bei der mündlichen Überprüfung der amtsärztlichen Frage nach dem richtigen Einsatz einer Akupunkturnadel gewachsen sein muß (soll ja für einen Patienten nicht so gesund sein, wenn die Lunge destabilisiert wird). Oder die Frage, was passiert, wenn 7 Tage, 3xtäglich eine C200 gegeben wird?

Gleiche Frage zur "Suggestopädie". Ordnest Du da auch alles darunter was Pädagogen methodisch inszenieren können?

Gruß

Burkhard
Alles hat 3 Seiten!

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Gutenberg
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was ich darunter verstehe...

Beitragvon Gutenberg » 12. Okt 2005, 20:04

genau das, Burkhard: Richtiger Einsatz der Akupunkturnadel, gesundheits- resp. Lebensgefahren bei unsachgemäßer Verwendung von Aromaölen (ich denke hier an allergische Reaktionen genauso wie an Neuroreflektorische Aspekte, wie ich es wegen Pfefferminzöl bei Kleinkindern und Säuglingen geschrieben hab). Die Prüfung fragt nicht danach, ob Naturheilmittel helfen, doch sie testet, ob du eine Gefahr für die Volksgesundheit darstellst. Und per Akupnuktur die Lunge Perforieren gehört sicherlich zu diesen Gefahren... :eek:
ja ich meine mit Superlearning alles, was gute Didaktiker/Pädagogen inszenieren. Unterricht "zum Anfassen". Ohne Druck, mit integrierten Entspannungstechniken.



   

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