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giftige Pflanze

Was ist das denn für ein Kraut....

Moderatoren: Angelika, MOB

Schüler
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giftige Pflanze

Beitragvon Schüler » 1. Nov 2005, 21:11

Hallo erstmal
Ich habe eine Frage:
Es soll eine Pflanze geben, unter der nichts wachsen kann, weil die Blätter Gift enthalten und beim Herunterfallen alle anderen Pflanzen „vergiften“.
Kennt jemand eine solche Pflanze??

Vieln Dank im Voraus
ein wissbegieriger Schüler


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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 2. Nov 2005, 14:31

Hallo Schüler,

so etwas ist eigentlich keine Bestimmung einer Pflanze, sondern ein Ratespiel. Bild

Der Hintergrund:
Pflanzen entwinkeln Überlebensstrategien. (Signalübertragung durch chem. Verbindungen, Schutz vor Fraßfeinden, Platzkonkurrenzkampf mit anderen Pflanzen) - die Pflanze kann nun mal nicht weglaufen. Bild
Merke:
Pflanzen beeinflussen das Wachstum anderer Pflanzen, indem sie bestimmte Moleküle/verbindungen an die Umwelt abgeben. In welcher Form auch immer. Der Fachbegriff heisst Allelopathie. - Organismen beeinflussen andere Organismen, indem sie bestimmte Chemikalien an die Umwelt abgeben. (dies beeinflusst dann also auch das Verhalten, Wachstum, Ansiedlung, Vermehrung, Anziehung, Abstoßung).

Z.B. der Walnussbaum scheidet über die Blätter einen bestimmten chemischen Stoff (Juglon) aus, der hemmenden Einfluss auf die Pflanzen der Umgebung hat. (dies erfolgt über die Blätter; durch Abspülung mit Regen und demzufolge auch über den Boden.

Dies sei nur ein klitzekleines Bsp. aus der Pflanzenwelt. (ich habe bewusst mal eine heimische Art gewählt, und nicht eine tropische.)
:wink:
MfG
Kräuterfee

Schüler
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Giftige Pflanze

Beitragvon Schüler » 2. Nov 2005, 18:12

GUT

Wegen dem Ratespiel tuts mir leid. Ich hatte nur leider wirklich einzig und allein meine Erinnerungen.
Ich bin deshalb an dem Thema interessiert:
Ich bin z.Z. in der 12. Klasse des Gymnasiums und habe die Möglichkeit eine so genannte Facharbeit zu schreiben. Mein Thema wollte ich aus dem Bereich der Chemie auswählen.
Da ich mich besonders für Gifte interessiere, sollte das eigentlich mein Thema werden (z.B. chemischer Aufbau und Wirkung). Ich hatte an die Datura gedacht.
Bei uns an der Schule wird aber gefordert, bei einer Facharbeit in den naturwissenschaftlichen Fächern irgendetwas Praktisches einfließen zu lassen.
Aber ich kann ja schlecht Ratten mit Daturagift "bestücken".
Also hatte ich gedacht, ein Pflanzengift einer Pflanze wie im ersten Beitrag zu meinem Thema zu ernennen. Das hätte den Vorteil, dass ich das Gift extrahieren könnte und z.B. an einer Kressekultur testen könnte.

Der Walnuss ist doch z.B. eine gute Möglichkeit.
Kennst du noch andere Pflanzen, die auch solche Gifte haben??

Warte gespannt auf Antworten
ein wissbegieriger Schüler (auch so etwas gibt es)

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Gutenberg
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Tierversuch?

Beitragvon Gutenberg » 4. Nov 2005, 19:10

Nun hier ein beitrag, für den mich bestimmt alle hier köpfen werden, aber seis drum:
Das Tierschutzgesetz greift nur bei Wirbeltieren, nicht bei Wirbellosen. Inwiefern das nun sinnvoll ist oder nicht, darüber möchte ich hier keine Lawine lostreten, aber: Versuch mal Schnecken zu benutzen. Dabei musst du dann allerdings berücksichtigen, ob sie wirklich empfindlich sind oder das Gift verstoffwechseln.
Ausserdem stelle ich mir eine ganz andere Frage: Was willst du denn in einer FA praktisch da machen? Selbst wenn du Pflanzen "vergiftest" und sie makroskopisch zerstört sind, hilft dir das zur Erklärung der molekularen Vorgänge recht wenig. :???: Dafür fehlt dir einfach die Ausrüstung! Ich glaube kaum dass du (um ein Beispiel zu nennen) ein konfokales Laserscan-Mikroskop im Wohnzimmer stehen hast, Oder etwa doch? :eek:
sag doch mal was über die "Natur" deiner Forschungsarbeit...
Wenn es um das Töten von Schädlingen geht, dann finde ich Verhaltensforschung wesentlich interessanter...Wie wäre es mit der Sexualität südamerikanischer oder mitteleuropäischer Kakerlaken? Hat was mit deren Fortpflanzung zu tun und folglich hilfts auch bei deren Bekämpfung...
Pyrethroide sind auch für Menschen nicht ungefährlich...
Gruß,
Michael

Schüler
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Tierversuch?

Beitragvon Schüler » 5. Nov 2005, 12:13

Hi!!
Die Erklärung der molekularen Vorgänge findet sich in bestimmten Büchern, die z.B. aus einer Uni -Bibliothek stammen können. Meinem Chemielehrer reicht aber verständlicherweise nicht, einfach nur Informationen zusammen zu tragen und daraus dann eine facharbeit zu bauen.
So wie ich ihn verstanden habe, erwartet man aber nicht, dass man nur aufgrund eines Versuches die Ergebnisse erhältet, sondern der Versuch soll in meinem Falle nur dazu dienen, die Ergebnisse aus der Literatur nachzuvollziehen, die Ergebnisse sollen nichts beweisen.
Als beispiel nehme ich den von Kräuterfee angeführten Nussbaum:
Ich kann also in Bibliotheken nachforschen und Ergebnisse zusammentragen über die molekulare Wirkung und Zusammensetzung des Giftes ( z.B. wo genau wirkt das gift in der Pflanze, wenn es in der Photosynthese wirkt lässt sich das von mir nicht beweisen, weil mir die Ausrüstung fehlt; DA HAST DU VOLLLKOMMEN RECHT).
Allerdings muss ich dann auch einen praktischen Versuch machen: z.B. eine Kressekultur oder Moos mit verschieden Dosen des Giftes besprühen oder testen, bei welcher Art der Freisetzung (durch Wasserabspülung, Oxidation, ...) am meisten Gift entsteht. Dabei kann ich mich natürlich auch auf die Literatur stützen, muss allerdings selber die versuche auswerten und vergleichen.
Eine Facharbeit darf ja auch nur max. 12 Seiten lang sein.

Danke für die Antworten :D

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Kräuterfee
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Beitragvon Kräuterfee » 16. Nov 2005, 15:29

Hallo Schüler,

wie willst Du einen Versuch starten, wenn keine Blätter mehr am Nußbaum sind ? Bild
MfG
Kräuterfee



   

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