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Ernährung

Hildegard von Bingen

Moderator: Angelika

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Kräuterfee
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Ernährung

Beitragvon Kräuterfee » 22. Nov 2002, 17:42

"Einem gesunden Menschen ist Bertram gut zu essen, weil er die Schadstoffe im Blut mindert, das gute Blut mehrt und eine klaren Kopf macht. Einen Kraftlosen bringt es zu Kräften, wenn sein Körper schon fast versagt, und lässt im Menschen nichts unverdaut raus, sondern macht eine gute Verdauung... Wie immer er gegessen wird, ist er nützlich und gut für Gesunde und für Kranke. wenn er oft verzehrt wird, vertreibt er im Menschen das Kranksein und verhindert das Krankwerden. Beim Essen lockt er den Speichel im Mund hervor, weil er schlechte Säfte (humores) ausleitet und Gesundheit zurücklässt."

Ein guter Start in den Tag
Das wichtigste Rezept in der Hildegard-Ernährung ist das schwäbische Habermus. Dieses sollte nach Hildegard die erste Mahlzeit des Tages sein. Für eine Person braucht man folgende Zutaten:

2 Tassen Wasser
1 knappe Tasse Dinkelschrot
1 kleingeschnittener Apfel
je 1 Messerspitze Galgant- und Bertrampulver
2 Teelöffel Honig
Zimt

Den Dinkelschrot in das kalte Wasser einrühren und unter Umrühren 5 Minuten vorsichtig aufkochen. Apfel, Galgant, Bertram und Honig hinzufügen. Bei kleiner Hitze 10 Minuten quellen lassen und mit Zimt bestreut servieren. Warm genießen!

Bertram (Anacylus pyrethrum)
"Er lockt im Mund Feuchtigkeit und Speichel an, weil er schlechte Säfte ausleitet und Gesundheit zurückgibt."
Die römische Bertramwurzel stammt aus dem Mittelmeerraum und dem Kaukasus. Bertram wird angewendet bei Verdauungsstörungen und allgemeiner Fehlernährung. Der Geschmack der Wurzel ist zunächst neutral, dann zusammenziehend (adstringierend). Sie enthält ätherische Öle und Inulin, eine abwehrstimulierende Zuckerverbindung. Die deutsche Bertramwurzel gilt als Verfälschung.
MfG
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mamje
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Quendelkekse

Beitragvon mamje » 24. Nov 2002, 19:04

Quendelkekse

Aus 500 gr. feinem Dinkelmehl,
250 gr. Butter,
100 gr. braunem Zucker,
20 gr. Quendelpulver,
2 Eigelb und etwas Wasser einen Mürbeteig zubereiten.
Den Teig zu Rollen formen und dünne Scheiben abschneiden und bei ca. 190 °C im Backofen goldbraun backen.

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mamje
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Quendel-, Galgant- oder Muskatsauce

Beitragvon mamje » 24. Nov 2002, 19:07

Quendel-, Galgant- oder Muskatsauce

Zutaten:
40 g Butter,
40 g Dinkelmehl,
½ l Milch,
1 Zwiebel,
ca. 2 TL Quendel (Galgant oder Muskat),
Salz,
Bertram,
Kreuzkümmel (Cumin),
Rotwein zum Abschmecken


Zubereitung:
Die Butter schmelzen, die geschälte, gehackte Zwiebel darin weichdünsten, dabei darauf achten, daß sie hellgelb bleibt.
Mit Mehl überstäuben, einige Minuten anschwitzen, dann nach und nach mit Milch aufgießen und gut durchkochen.
Dabei immer wieder rühren.
Je nach Art der Sauce reichlich Quendel, Galgant oder Muskat hinzufügen, außerdem mit Salz, Bertram und Kreuzkümmel würzen.
Mit Rotwein abschmecken.

(Wighard Strehlow: »Das Hildegard von Bingen Kochbuch«, Heyne-Verlag)

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mamje
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Nervenkekse nach Hildegard von Bingen

Beitragvon mamje » 24. Nov 2002, 20:10

Nervenkekse nach Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen sagt selbst: „Die Kekse schaffen ein fröhliches Gemüt, frohen Mut, ein fröhliches Herz und stärken die Nerven".


45 g gem. Muskatnuss
45 g Zimt
10 g gem. Nelken

Diese Mischung verknetet man mit
1,5 kg feingem. Dinkel,
200 g ger. Mandeln,
375 g Butter,
etwa 300 g Honig,
4 Eiern,
1/2 TL Salz
und etwas Wasser zu einem Teig, rollt ihn dünn aus und sticht davon Plätzchen aus.
Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 5 bis 10 Min. backen.

Achtung: nur drei bis sechs Kekse pro Tag !

bitte daran halten.
im übermass genossen kann muskatnuss leberschädigend sein.

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Habermus

Beitragvon FaddischTami » 25. Nov 2002, 13:10

Habermus

Zutaten :
1 Tasse Dinkelschrot (-grütze,-flocken)
2-3 Tassen Wasser
1 Tl Honig
1 Msp Galgant
1 Msp Bertram
1 Msp Zimt
1 geschnittener Apfel
1 Tl süße gehackte Mandeln
1 Tl Flohsamen
Saft von 1/2 Zitrone

Zubereitung :
Dinkel in Wasser einrühren,unter ständigem Rühren zum Kochen bringen.Honig und Würze dazugeben und weiter köcheln(ausquellen) lassen.
Die Kochzeit beträgt 5-10 Min,Äpfel in den letzten Minuten dazutun.Mandeln und Flohsamen auf das fertig gekochte Mus streuen.Die Halbe Zitrone darüber auspressen.

Quelle : Hildegard-Heilkunde von A-Z von Wighard Strehlow

Mfg Susi :sun2:

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Die Heilkräfte der Gemüse

Beitragvon Kräuterfee » 27. Nov 2002, 20:24

Die Heilkräfte der Gemüse

Bei der sich noch weiter fortsetzenden Auswahl von Gemüsen handelt es sich nicht nur um solche Gemüsesorten, die bei Rheuma und Gicht heilend und vorbeugend wirken, sondern auch die Gesundheit des gesamten Organismus fördern.

Bohnen - erwärmen und lindern
"Bohnen erwärmen und sind eine gute Speise für Gesunde und Kranke... weil sie nicht soviel Schleim erzeugen wie Erbsen. Ganz besonders gut verdaulich ist Bohnenmehl, gut und nützlich für Kranke und Gesunde...Wenn jemand an den Eingeweiden erkrankt ist, soll er die Bohnen in Wasser kräftig abkochen, etwas Butter oder Sonnenblumenöl dazugeben und warm essen, nachdem er die Bohnen vorher abgetrennt hat. Das soll er oft machen, und er wird geheilt."
Ich verwende nach der Hildegard-Küche alle Bohnen, sowohl grüne, Stangen- oder Buschbohnen als auch weisse, schwarze, rote oder trockene Bohnen oder Sojabohnen.
:wink:
MfG
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Beitragvon Kräuterfee » 28. Nov 2002, 14:51

Erbsen - machen temperamentvoll

"Erbsen sind nichts für Kranke, da sie die Krankheiten noch verstärken können... Erbsen sind kalt und führen zur Verschleimung. Die Lunge wird davon kurzatmig. Für Gesunde mit guter Durchblutung sind sie gut und machen sie draufgängerisch..."
Aber: "Menschen, die schwache Eingeweide ( Hämorrhoiden, Bruchleiden, Krampfadern) haben, wird es besser gehen, wenn sie oft eine warme Erbsensuppe schlürfen."
MfG
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Knoblauch - das Antipilzmittel

Beitragvon Kräuterfee » 29. Nov 2002, 13:13

Knoblauch - das Antipilzmittel

"Knoblauch hat die rechte Wärme, wächst und grünt aus der Kraft des Morgentaues. Er fördert die Durchblutung, und doch soll man Knoblauch maßvoll essen, damit er das Blut nicht zu stark erhitzt."
Knoblauch ist das Antipilzmittel schlechthin in der Hildegard-Medizin.
MfG
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Möhren

Beitragvon Kräuterfee » 30. Nov 2002, 17:20

Möhren - viele Vitamine

"Die Mohrrübe ist kalt und eine Wiederauffrischung für den Menschen."
Zu den Rüben gehören auch die Teltower Rübchen (lecker !), die sich wegen ihres pikanten Geschmacks immer größerer Beliebtheit erfreuen. Ihre Heilwirkung ist mit derjenigen der Möhren vergleichbar. Die weisse Rübe oder Kohlrübe ist ebenso mit den Möhren verwandt und wird wie diese zubereitet.
MfG
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Dinkel

Beitragvon mamje » 30. Nov 2002, 21:57

Dinkel



Hilft bei: Sodbrennen, Magenschmerzen, Gastritis, Depression, Verstopfung, Divertikulose, Darmschleimhautentzündung.

"Der Dinkel ist das beste Getreide, es wirkt wärmend und fettend, ist hochwertig und gelinder als alle anderen Getreidekörner. Wer Dinkel ißt, bildet gutes Fleisch. Dinkel führt zu einem rechten Blut, gibt ein aufgelockertes Gemüt und die Gabe des Frohsinns. Egal wie man Dinkel zubereitet - so oder so - als Brot oder als eine andere Speise gekocht, Dinkel ist mit einem Wort leicht verdaulich."

Dinkel ist das beste Heilmittel, um den Darm gesund zu erhalten und vor Krankheiten zu schützen: Er schützt vor den ernährungsbedingten chronischen (daß heißt unheilbar gewordenenen) Zivilisationskrankheiten, zu denen neben Herzinfarkt, Krebs, Schlaganfall und Rheuma auch Nahrungsmittel-Allergien und chronische Magen-Darm-Leiden wie Gastritis, Colitis, Morbus Crohn oder Zöliakie gehören.

Anwendung:

Dreimal täglich Dinkel in beliebiger Form gegessen - schützt vor Übersäuerung des Blutes, sorgt für eine gute Durchblutung, schützt die Schleimhäute, verhindert die Verklumpung der Blutkörperchen und damit Thrombose- und Emboliegefahr sowie die Verengung von Blutgefäßen, die zu Arteriosklerose führen kann. Bereits mit einer Scheibe Dinkelvollkornbrot wird genügend Gallensäure neutralisiert, so dass Sodbrennen und Magenschmerzen verschwinden.
morgens:
Dinkelhabermus
Mittags:
Dinkelreis oder
Dinkelnudeln oder
Dinkelspätzle oder
Dinkelgrießsuppe mit Gemüse,
Kopfsalat mit Dinkelkörnern
abends:
Dinkelbrot mit vegetarischem Brotaufstrich
*winke*
mamje :)

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Salat mit Dinkelkörner

Beitragvon Kräuterfee » 1. Dez 2002, 16:00

Salat mit Dinkelkörner

"Der Gartensalat hat ein frostiges Prinzip. Unzubereitet gegessen, macht sein zu nichts tauglicher Saft das menschliche Gehirn leer und erfüllt den Magen und Darm mit Krankheitsmaterialien. Wer Salat essen will, soll die Blätter erst mit Dill oder Essig oder Knoblauch abschmecken, so dass der Salat noch kurz vor dem Gegessenwerden Zeit hat, sich mit diesen Gewürzen zu durchtränken. Ißt man ihn so zubereitet, dann stärkt er das Gehirn und macht eine gute Verdauung."

Salat mit Dinkelkörnern enthält fast alle Vitamine, die der Mensch braucht. Im Salat befinden sich die Vitamine A und C sowie Chlorophyll und Magnesium und der Dinkel deckt somit den Rest der Vitamine weitestgehend ab.

Feldsalat, Rapunzel wird von Hildegard sogar als Heilmittel gegen Gicht und Brustfellentzündungen empfohlen.
MfG
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Orangen und Zitronen

Beitragvon Kräuterfee » 2. Dez 2002, 18:29

Orangen und Zitronen

bieten Schutz vor Infektionen.
"Das Essen von Orangen und Zitronen räumt im Menschen mit dem Fieberstoff auf."
Bei fieberhaften Infekten wirken Zitrusfrüchte durch den hohen Vitamin-C-Gehalt. Vitamin C ist an der Biosynthese der Nebennieren beteiligt und schützt vor Streßzuständen wie Infektionskrankheiten, Verletzungen, Verbrennungen, Blutverlust sowie bei starker körperlicher und psychischer Erschöpfung.
MfG
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Süße Mandeln

Beitragvon mamje » 4. Dez 2002, 16:07

Süße Mandeln

Die gesundheitliche Bedeutung der Mandeln wurde von Hildegard in vollem Umfang erkannt.

"Wer ein leeres Gehirn hat und eine schlechte Gesichtsfarbe und daher Kopfweh, esse oft süße Mandeln (täglich 5 bis 10 Stück), dem füllen sie das Gehirn und geben ihm eine gute Gesichtsfarbe zurück. Aber auch wer lungenkrank ist und an der Leber leidet, esse oft Mandeln roh oder gekocht..."

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Brotsuppe mit Kräutern

Beitragvon Kräuterfee » 8. Dez 2002, 19:24

Brotsuppe mit Kräutern

Für 4-6 Portionen:
9 Scheiben altbackenes Dinkelbrot
300 g Zwiebeln
30 g Butter
½ TL Galgantpulver
¼ l trockener Weißwein
1½ l Kalbsfond
Salz
Pfeffer aus der Mühle
Muskatnuß frisch gerieben
3 Tomaten
2 Bund Schnittlauch
1 Bund glatte Petersilie
1 Bund Kerbel
2 Eigelb
200 ml Schalgsahne

Die Brotschieben goldbraun rösten. Die Zwiebeln in Streifen schneiden. Die Butter im Topf zerlassen, die Zwiebeln darin bräunen und mit Paprikapulver bestreuen. Wein und Fond dazugießen, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen..
Brotscheiben vierteln und einschichten. Die Suppe bei milder Hitze 15 Minuten leise kochen lassen..
inzwischen die Tomaten brühen, pellen vierteln und dabei entkernen. Die Viertel einmal durchschneiden..
Die Kräuter nicht zu klein schneiden, in die Suppe rühren und 2 min garen.
Das Eigelb mit der Sahne verquirlen, die Suppe damit binden. Den Topf sofort vom Herd ziehen.
Die Tomatenstücke in die Suppe tun und darin aufwärmen. Die restlichen Brotscheiben halbieren und in die Suppe geben. Suppe vor dem Servieren noch einmal mit Salz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken.
Zubereitungszeit: 45 Minuten
pro Portion (bei 6 Portionen):
8 g E, 19 g F, 30 g KH=332 kcal (1387 kJ)
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MfG
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Hirschragout

Beitragvon Kräuterfee » 16. Dez 2002, 08:53

Hirschragout

800 gr. Hirschfleisch
2 El. Sonnenblumenöl
1 El. Dinkelmehl
2 El. Johannisbeergelee
Salz und Pfeffer

für die Marinade:
½ l Rotwein
¼ l Weinessig
1 Karotte
½ Sellerieknolle
1 Lorbeerblatt
1 Zwiebel
je ½ Tl. Rosmarin, Bertram und Poleminze

Das Hirschfleisch in Stücke schneiden und in der Beize über Nacht marinieren. Es kann aber auch 2-3 Tage darin liegen bleiben.
Das gebeizte Fleisch abtupfen, in Öl ringsherum anbraten, mit Mehl bestäuben, die durchsiebte Marinade angießen und das Gericht ca. 1 Stunde fertig schmoren. Mit Salz, Pfeffer und Johannisbeergelee abschmecken und mit Dinkelspätzle servieren.
Quelle ?
MfG
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