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Heilkraft der Kräuter und Gewürze

Hildegard von Bingen

Moderator: Angelika

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Kräuterfee
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Heilkraft der Kräuter und Gewürze

Beitragvon Kräuterfee » 24. Nov 2002, 18:15

Kräuter und Gewürze helfen durch ihre Inhaltsstoffe, die Verdauung zu verbessern, und die Riech- und Geschmacksstoffe fördern die Durchblutung.
Bei der noch kommenden Beiträgen handelt es sich um Kräuter und Gewürze, die jeder für sich eingesetzt, beitragen ein Essen bekömmlich und vor allem bei Beschwerden und Krankheiten zu helfen, das Richtige zu Essen und das Falsche zu meiden.
Es gibt z.B. welche, die speziell bei Rheuma und Gicht helfen, sondern auch um solche, die den auslösenden Ursachen vorbeugen und die Begleiterscheinungen zu lindern vermögen. usw.
MfG
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mamje
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Bertram (Gewürz)

Beitragvon mamje » 24. Nov 2002, 18:44

Bertram (Gewürz)

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Bertram war schon im Altertum ein anerkanntes Heilmittel. Beim Bertram handelt es sich um ein Wärme und mildes Klima liebendes Kraut, das ca. 30 cm hoch wird. Seine Blüten sind kamillenähnlich und weiß, die Blätter doppelt fiederspaltig.

Bertram wird wegen seiner angenehm milden Schärfe oft als Geschmacksverbesserer der verschiedensten Speisen angewendet.

Hildegard schreibt über den Bertram "Für einen gesunden Menschen ist er gut, weil er die Fäulnis in ihm mindert, das gute Blut vermehrt und einen klaren Verstnad bereitet. Auch den Schwerkranken bringt er wieder zu Kräften und schickt nichts unverdaut aus dem Menschen hinaus. Wer viel Schleim im Kopf hat und Bertram isst, dem mindert er diesen Schleim. Oft genossen vertreibt er Brustfellentzündung, bereitet reine Säfte und macht die Augen klar. Wie auch immer er genommen wird, ist er nützlich und gut, sowohl für Kranke als auch für Gesunde. Wer ihn oft isst, dem vertreibr er die Krankheit und verhindert, dass er krank wird. Dass er beim Essen im Mund Speichel auslöst, kommt davon, dass er die üblen Säfte herauszieht und die Gesundheit zurückgibt."

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Galgant (Gewürz)

Beitragvon mamje » 24. Nov 2002, 18:45

Galgant (Gewürz)

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Galgant ist eins der wichtigsten Mittel der Hildegard-Heilkunde. Der Galgant zählt zur Familie der Ingwergewächse und stammt ursprünglich aus dem asisatischen Raum. Schon zu Zeiten der Römer kam er nach Mitteleuropa. Das aromatisch scharf schmeckende Gewürz verbreitet einen angenehmen Duft. Es wird aus den etwa zehn Jahre alten getrockneten Wurzeln der Galgant-Pflanze hergestellt. Neuere Forschungsergebnisse lassen vermuten, dass Galgant krebshemmende Stoffe enthält.

Hildegard schreibt über den Galgant

"Galgant ist warm und heilkräftig. Wer hitziges Fieber hat, pulverisiere Galgant und trinke dieses Pulver in Quellwawsser, und er wird das hitzige Fieber löschen. Wer im Rücken oder in der Seite Schmerzen hat, siede Galgant in Wein und trinke ihn oft warm, und der Schmerz wird aufhören. Wer Herzweh hat und im Herzen schwach ist, esse bald genügend Galgant, und es wird ihm besser gehen..."

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Quendel (Gewürz)

Beitragvon mamje » 24. Nov 2002, 18:46

Quendel (Gewürz)

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Das 3. Hildegard-Grundgewürz ist Quendel, der wilde Wiesen-Thymian, Thymus serpyllum.

Von ihm sagt die heilige Hildegard: „Wer krankes Fleisch hat, daß seine Haut ausblüht, esse oft Quendel mit Fleisch oder im Mus gekocht, und er wird innerlich geheilt und gereinigt werden. Wer die kleine Krätze hat, zerstoße Quendel mit frischem Fett, mache eine Salbe daraus und salbe sich damit, und er wird die Gesundheit erlangen.
Und wenn das Gehirn krank und wie leer ist, pulverisiere Quendel, vermische das Pulver mit Mehl und Wasser und mache Törtchen, und esse sie oft, und sein Gehirn wird sich besser befinden.“

Deshalb sollte Quendel bei allen Erkrankungen der Haut, an jedes Essen und jedes Gebäck, wo es ranpaßt, gegeben werden, natürlich zusammen mit Bertram und Galgant.

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Fenchel

Beitragvon mamje » 25. Nov 2002, 13:41

Fenchel

Fenchel - ein Mitglied der Familie der Doldengewächse - spielt in der Hildgard-Heilkunde in verschiedener Form (Medikament, Pulver, Salat, Gemüse usw.) eine große Rolle.

Hildegard schreibt über den Fenchel:

"Wenn man ihn roh isst, schadet er nicht. Und wie immer er gegessen wird, macht er den Menschen fröhlich, vermittel ihm angenehme Wärme, guten Schweiß und gute Verdauung. Auch sein Same ist warm und nützlich für die Gesundheit des Menschen, auch wenn er anderen kräutern beigegeben wird in Heilmitteln. Wer Fenchel oder seinen Samen täglich nüchtern isst, der verringert in sich üblen Schleim und Fäulnis, unterbindet üblen Atemgeruch und bringt die Augen zum klaren Sehen."

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Beitragvon Angelika » 25. Nov 2002, 21:12

Bertrampulver

Wer in den Beinen oder Füssen Rheuma spürt und davon Schmerzen/ Beschwerden hat, der schröpfe das Bein, wenn das Leiden noch frisch ist...
Wenn es aber veraltet ist, dann nimm Bertram von seinem Gewicht ein Drittel, so viel wie Ingwer und ein wenig Pfeffer und mache daraus ein Pulver und iß das nüchtern. Nachher trinke Wein.

3 x täglich eine Messerspitze voll mit einem Likörglas Herzwein vor dem Essen.

30 gr Bertrampulver
10 gr Ingwer
5 gr Pfeffer

Bei Beinleiden , Rheuma, Ischias und Fußschmerzen

Hildegard-Apotheke

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Fenchelsamen

Beitragvon mamje » 29. Nov 2002, 14:10

Fenchelsamen

Hilft bei: Sodbrennen, Stuhlverstopfung, Mund- und Körpergeruch. Fenchel neutralisiert in jeder Anwendungsform Gallensäure (Schwarzgalle) und macht den Menschen fröhlich. Fenchel reinigt Magen und Darm von Fäulnisstoffen, mindert Eiterungen, verhindert Mundgeruch und klärt die Augen. Anwendung:

Als Fencheltee, Fenchelgemüse oder Fencheltabletten (3 bis 5 vor dem Essen) anwenden.
*winke*
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Königskerzen-Fenchel-Wein

Beitragvon mamje » 29. Nov 2002, 14:11

Königskerzen-Fenchel-Wein

Hilft bei: Heiserkeit, Kehlkopfentzündung.

50 g Königskerzenblüten
50 g Fenchelkörner
1/4 Liter Wein

Zubereitung:
Zutaten mischen, 1 Eßlöffel dieses Gemisches mit dem Wein 2 Minuten abkochen und absieben.
Anwendung:
Mehrmals täglich schluckweise warm trinken, bis die Beschwerden (spätestens nach 2 Wochen) verschwinden.
*winke*
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Fenchel-Dill-Kräuter

Beitragvon mamje » 29. Nov 2002, 14:13

Fenchel-Dill-Kräuter

Helfen bei: Schwerem Schnupfen, chronischer Stirnhöhlen- und Nebenhöhlen-Infektion, Heuschnupfen.


20 g Fenchelkraut
80 g feine Dillspitzen

Zubereitung:
Die Kräuter mischen und 1 Eßlöffel davon auf Tonscherben (Blumentopfscherben) auf der Herdplatte verräuchern.

Anwendung:
Den Rauch einatmen und die Pflanzenasche auf Brot essen. Täglich 1mal über 1 bis 2 Wochen.
*winke*
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Quendel oder Feldthymian (Thymus serpyllum)

Beitragvon mamje » 29. Nov 2002, 19:14

Quendel oder Feldthymian (Thymus serpyllum)

Hilft bei: Ekzemen. Alle Hautausschläge müssen von innen heraus ausgeheilt werden, sonst schlagen sie nach innen und verursachen andere Beschwerden.

Zubereitung:

Besonders beliebt als Quendel-Dinkelgrießsuppe oder als Salat aus gekochter Roter Bete mit Quendel gewürzt. An alle Fleisch- und Gemüsegerichte kann man 2 bis 4 Messerspitzen Quendel-Gewürz geben und mitkochen (kein Rohgewürz).

Anwendung:
Bis zur Heilung täglich essen.

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Beitragvon Angelika » 30. Nov 2002, 18:01

Fenchelsaft

bei Melancholie, Verkrampfungen, Selbstmordgefahr


"Ein Mensch , den die Schwermut belästigt, soll den Fenchel zu Saft zerstoßen und sich damit oft die Stirn und die Schläfen, die Brust und den Magen und Bauch einreiben, und die Melancholie in ihm wird vergehen. "

Der Saft soll auch dem Fenchelkraut und nicht aus den saftreicheren Fenchelknollen genommen werden.

Hildegard-Apotheke

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Salbei-Wein

Beitragvon mamje » 30. Nov 2002, 21:51

Salbei-Wein

Hilft bei: Mund- und Körpergeruch.

1 Teelöffel Salbeiblätter
1/4 Liter Wein

Zubereitung:
Zutaten 2 Minuten kräftig abkochen, absieben.

Anwendung:
Bis zum Verschwinden des Geruchs mehrmals täglich warm schluckweise trinken.

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Bärwurzbirnhonig

Beitragvon mamje » 30. Nov 2002, 21:55

Bärwurzbirnhonig



Hilft bei: Migräne, Blähungen, zur Darmsanierung, gegen Candida-Infektionen und Schimmelpilze, die Migräne auslösen können.
Hildegard:"Das ist das köstlichste Latwerge und wertvoller als Gold und nützlicher als reinstes Gold, weil es die Migräne vertreibt und die Blähungen mindert...und der Mensch innerlich so gereinigt, wie wenn man einen Topf vom Schimmel reinigen würde."
<
Bärwurz-Mischpulver:

35 g Bärwurzpulver

28 g Galgantpulver

22 g Süßholzpulver

15 g Bohnenkraut

Zubereitung:
8 Birnen ohne Kerngehäuse weichkochen, Wasser verwerfen, mit 8 Eßlöffel abgeschäumtem Honig (Honig im Wasserbad erhitzen, mit Gabel stark umrühren, Abschaum verwerfen) und dem Bärwurz-Mischpulver zu Mus verrühren. Kühl stellen.
Anwendung:
Bäewurz-Birnen-Honig, das Gold der Hildegard Medizin
Bevor Sie mit der Darmsanierung beginnen, sollte eine Stuhl-Analyse in einem zuverlässigen Mikrobiologischen Labor durchgeführt werden. Den dazugehörigen Darmbeutel fordern Sie in unserer Praxis an. Der Befund wird von uns ausgewertet und an Sie zurückgeschickt.
Im Normalfall erfolgt eine Darmsanierung mit Bärwurz-Birnen-Honig nach folgender Dosierung in Abhängigkeit vom Alter:

morgens 1 Msp.bis 1 TL vor dem Frühstück pur oder auf Dinkelbrot
mittags 2 Msp.bis 2 TL nach dem Essen
abends 3 Msp.bis 3 TL vor dem Schlafen
Bei gestörter Darmflora erfolgt gleichzeitig eine Symbioselenkung mit entsprechenden Darmbakterien.
*winke*
mamje :)

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Beitragvon Angelika » 2. Dez 2002, 20:36

Salbei-Wein

nach Hildegard beseitigt Salbei alle 3 krankmachenden Säfte:

1. infirmi humores :Infektionskrankheiten, Toxine, Stoffwechselschlacken bedingte Säfte, frühkindliche Kostitutionsschwäche.

2. noxii humores :Schädliche Säfte durch Hormonentgleisungen, Histaminausschüttung bei Allergien, Entzündungen und durch Umweltgifte.

3. mali humores :Fehlsäfte durch Diätfehler, Rohkost, zu viel Essen und Küchengifte.

Bei ihr steht geschrieben:

"Salbei ist nützlich gegen die krankmachenden Säfte.. (infirmi humores)
den roh und gekocht ist er für jenen gut, den die schädlichen Säfte plagen, weil er diese unterdrückt. Nimm daher Salbei als Pulver aufs Brot, und es mindert den Überdruß der schlechten Säfte (mali humores ) in dir.
Und wer am Gestank von irgendeiner schmutzigen Sache (Smog, Luftverschmutzung )leidet, der stecke Salbeiblätter in die Nase.
Wenn jemand Überfluß von Schadsäften ( noxi humores) oder einen übelriechenden Atem hat, der koche Salbeiblätter in Wein und trinke es oft, und die Fehlsäfte und der Schleim werden ihm abgebaut.
Ist aber einer rheumatisch, dann koche er Salbei in Wasser und trinke diesen Salbeitee, und es vermindert die Fehlsäfte in ihm.
In Wein gekocht würde es die rheumatische Säfte in ihm übermäßig aufbrausen.

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Fenchel-Mischpulver (Sivesan)

Beitragvon mamje » 14. Dez 2002, 01:47

Fenchel-Mischpulver (Sivesan)

Hilft bei: Verdauungsbeschwerden (Universalheilmittel bei Magen-Darm-Leiden), häufigen Schweißausbrüchen; zur Verbesserung von Stoffwechsel und Kreislauf, zur Rekonvaleszenz nach Krankheiten und Operationen, verleiht gute Gesichtsfarbe.

16 g Fenchelsamen
8 g Galgantpulver
4 g Diptampulver
2 g Habichtskrautpulver

Zubereitung:
Alle Zutaten miteinander mischen.

Anwendung:
2 bis 3 Messerspitzen in ein Likörglas mit warmem Wein, nach dem Mittagessen trinken.



   

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