Gefäßverkrampfung (Raynaud-Syndrom)

Mineralstoffe nach Dr. Schüßler und Ihre Anwendung

Moderator: Angelika

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Helbredelse
Beiträge: 4
Registriert: 15. Nov 2004, 21:15

Gefäßverkrampfung (Raynaud-Syndrom)

Beitrag von Helbredelse »

Hallo,

habe seit ca. 7 Jahren ein Kältegefühl insbesondere in Füßen und Händen. Da die Kälte von Jahr zu Jahr schlimmer wird, und ich sogar im Hochsommer mit eiskalten Füßen rumlauf war ich kürzlich bei einem Facharzt.

Dieser stellte ein primäres Raynaud-Syndrom im Anfangsstadium fest, wirkte aber unsicher. Als Behandlung sagte er, daß Gefäßtraining ausreichend ist. Nach meiner Bemerkung, daß ich aber bereits regelmäßig jogge und in die Sauna gehe, verließ er schulterzuckend den Raum.

Da ich also auf mich allein gestellt war, veränderte ich zunächst meine Essgewohnheiten: mehr Vollkorn, mehr Obst, kein Kaffee, wenig Alkohol und so. Zudem bewege ich mich mehr, als ich das sowieso schon tue. Ebenso trank ich regelmäßig Gingo biloba-Tee. All diese Maßnahmen halfen nichts! Da ich 26 Jahre alt bin ist hier auch kaum an eine Gefäßverstopfung zu denken.

Da diese Gefäßverkrampfung mitlerweile zu vielen Folgeproblemen führt (wie z.B. schlechte Konzentration, häufige Erkältung) möchte ich diese Krankheit so schnell wie möglich in den Griff bekommen.

Wer kann mir hier gute Ratschläge geben?

Wildkirsche74
Beiträge: 112
Registriert: 12. Okt 2004, 11:45

Beitrag von Wildkirsche74 »

Hallo Helbredelse,

alsooo - vielleicht ist es ja auch was anderes als das Raynaud-Syndrom.
Ist es denn "nur" ein Kältegefühl, oder hast Du regelmäßig (besonders im Winter) auch weiße, wie "eingefrorene" Finger und Zehen?

Erzähl doch noch ein bißchen mehr - momentan ist es für mich noch zu abstrakt.

Viele Grüße
Wildkirsche

Helbredelse
Beiträge: 4
Registriert: 15. Nov 2004, 21:15

Beitrag von Helbredelse »

Hallo Wildkirsche 74,

vielen Dank erstmal für deine Interesse.

Es handelt sich hierbei weit mehr als nur um ein Kältegefühl. Die Hände und insbesondere die Füße sind extrem anfällig für Temperaturen unter 25 Grad. Anfällig bedeutet, dass die Hände rot/bläulich sind und bei Druck sich weißlich verfärben. Diese weiße Hautfarbe lässt dann nach einigen Sekunden wieder nach und die Haut nimmt die rot/bläuliche Ausgangsfarbe wieder ein. Die Verfärbung tritt auch im Nacken auf.

Bei den Füßen ist es noch schlimmer. Diese sind ständig kalt und weiß gefärbt. Warme Füße bekomme ich nur durch Barfußlaufen im Sommer, durch warme Fußbäder oder Sport. Nach meinen regelmäßigen Dauerläufen dauert die verbesserte Durchblutung im Frühjahr/Herbst jedoch nur ca. 1 Stunde an.

Wenn ich einige Minuten in der Hocke bleibe und dann anschließend aufstehe verspüre ich ein starkes Ziehen in beiden Beinen. Wenn ich nach dem Saunabaden in das eisige Tiefkühlbecken gehe, kann ich anschließend ca. 15 Sekunden nicht richtig gehen, weil kein Gefühl mehr in den Beinen vorhanden ist. (Mache ich natürlich nicht mehr!)

Die Beschwerden kamen nicht von heute auf morgen. Vor Jahren fing alles mit den kalten Zehen an. Dann waren die ganzen Beine kalt. Dann kamen die kalten Hände dazu und nun habe ich das Gefühl, dass es meinen ganzen Körper beschlagnahmt.

Ich habe auch schon eine Therapie mit Manganum Sulfuricum in D6 ausprobiert. 10 Tabletten über den Tag verteilt. Half leider nichts.

Mehrere Blutproben ergaben immer super Werte. Das einzige, was hier vielleicht auffällt ist, dass die Leukozyten immer im unteren Bereich sind und der Ferritin-Speicher leicht erhöht ist.

So, ich denke das sind schon nähere Details. Hoffe es hilft weiter

Wildkirsche74
Beiträge: 112
Registriert: 12. Okt 2004, 11:45

Beitrag von Wildkirsche74 »

Hallo,

das hört sich ja gar nicht gut an.

Ich habe mich in das Thema eingeklinkt, da ich selbst das Raynaud-Syndrom habe - allerdings hätte ich gedacht, ICH hätte es im Anfangs-Stadium!!! Meine Beschwerden sind viel geringer als Deine.

Ein Großteil der "Therapie" des Raynaud-Syndroms liegt darin, Kälte zu vermeiden. Dies muss allerdings für Dich schon lachhaft klingen, wenn Deine Beschwerden bereits bei unter 25°C beginnen! Dementsprechend groß ist sicherlich auch Dein Leidensdruck, wie man aus Deinen Schilderungen erkennen kann.

Leider bin ich erst am Anfang meiner HP-Ausbildung und kann noch nicht mich fachkundlichem Rat aufwarten. Ich könnte mir aber vorstellen, dass Dir ein Gespräch mit einem guten Heilpraktiker, der die TCM beherrscht, helfen könnte.

Ich selbst schwöre auf Bewegung; da bei mir in erster Linie die Finger betroffen sind, mache ich regelmäßig (insbesondere in der kalten Jahreszeit) Fingerübungen, z. B. auch mit diesen kleinen chinesischen Handkugeln. Seitdem ich dies mache, melden sich die Beschwerden immer seltener.

Wünsche Dir alles Gute.

Viele Grüße
Wildkirsche

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Rosenfee
Beiträge: 2098
Registriert: 12. Aug 2004, 16:56

Beitrag von Rosenfee »

Hallo Helbredelse,

Das klingt ja weniger gut,
wenn ich´s jetzt nochmal zusammenfasse:

- niedriger Leukocytenspiegel
- erhöhtes Ferritin
- Infektanfälligkeit
- Konzentrationsstörungen
- M. Raynaud-Symptomatik (da gibt´s im übrigen ja auch verschiedene Formen ;) )

Welchen Facharzt hast Du denn konsultiert, da kommen ja verschiedene in Frage - wichtige Abklärungen sind aus meiner Sicht:

- Facharzt für Innere und Hämatologie
- Spezialist für Gefäßerkrankungen
- naturheilkundliche Diagnostik
- Spezialisten für Raynaud-Syndrome?

:wink: LG
Rosenfee

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Rosenfee
Beiträge: 2098
Registriert: 12. Aug 2004, 16:56

Beitrag von Rosenfee »

Ich möchte gerne noch eine Anmerkung ergänzen.
Hier im Forum können nur sehr allgemeine Tipps und Ratschläge erteilt werden. Im vorliegenden Fall würde ich persönlich eine gezielte Therapie und Diagnostik für sinnvoller halten, die jedoch nur im therapeutischen Rahmen erfolgen kann ;) . Schüßler-Salze können hier allenfalls unterstützend wirken und werden nach meiner Meinung alleine nicht ausreichen eine entscheidende Verbesserung herbeizuführen - und selbst bei unterstützendem Einsatz würde ich hier die Konsultation eines Schüßler-Therapeuten im persönlichen Gespräch empfehlen sowie die Einbindung und Abstimmung auf weitere therapeutische und diagnostische Maßnahmen ;) .

Liebe Helbredelse,
dafür wünsche ich Dir dann auch viel Erfolg,
:wink: herzliche Grüße
Rosenfee

Helbredelse
Beiträge: 4
Registriert: 15. Nov 2004, 21:15

Beitrag von Helbredelse »

Hallo Wildkirsche 74,
hallo Rosenfee,

Zum Kommentar von Wildkirsche 74:
- Was versteht man unter TCM?

Zum Kommentar von Rosenfee:
- Mit dem Begriff Facharzt meinte ich einen Arzt für Gefäßkrankheiten. Ich war aber auch bei einem Heilpraktiker, der leider nichts gefunden hat und deswegen ebenfalls das vegetative Nervensystem dafür verantwortlich macht. Dieser meinte ich soll es mal mit Yoga probieren und wie schon Wildkirsche 74 meinte, jede Art von Kälte meiden.
- Habe leider auch das Gefühl, dass man mit Schüßler-Salze alleine die Krankheit nicht bekämpfen kann. Aber jeder Tipp bringt mich vielleicht einen Schritt weiter!

Trotzdem vielen Dank für eure Anteilnahme!

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Spike05
Beiträge: 111
Registriert: 31. Mai 2004, 17:44

Beitrag von Spike05 »

Helbredelse hat geschrieben:Hallo Wildkirsche 74,
hallo Rosenfee,

Zum Kommentar von Wildkirsche 74:
- Was versteht man unter TCM?
TCM heißt: Traditionell Chinesische Medizin

Häufig muß man sich bei solchen Erkrankungen noch Fragen "Wer oder was einen verkrampft". Als allererstes sollte von einem Arzt aber mal abgeklärt werden ob es sich sicher um ein primäres Raynaud-Syndrom handelt oder nicht doch um eine andere Erkrankung die häufig diesselben Symptome zeigt. (z.B. Kollagenosen, CREST-Syndrom/Sklerodermie, Vaskulitiden, Lupus erythematodes, Wirbelsäulenerkrankungen, Medikamente um nur einige zu nennen.)
Ich würde an deiner Stelle nicht locker lassen und weitere Ärzte der weiter oben schon angegebenen Fachrichtungen konsultieren.
Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen. Meister Eckhart

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Rosenfee
Beiträge: 2098
Registriert: 12. Aug 2004, 16:56

Beitrag von Rosenfee »

Danke Spike05 :top:

schönen Abend
:wink: Rosenfee

Coronna
Beiträge: 33
Registriert: 18. Sep 2004, 14:17

Beitrag von Coronna »

Hallo Helbredelse,

von hormonelle Verhütung, kann auch ein Raynaud-Syndrom ausgelöst werden. Bei meiner Schwester war es so. Seit ohne hormonelle Verhütung geht es ihr sehr gut.

Mit Schüßlern Salze, kann man aber zumindestens das ganze unterstützen.
Ich sehe es aufjedenfall so. Habe mit den Salzen schon sehr viele Erfolge gehabt. Ebenso Bekannte von mir.

Alles Gute

Liebe Grüße

Coronna

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Rosenfee
Beiträge: 2098
Registriert: 12. Aug 2004, 16:56

Beitrag von Rosenfee »

Hallo Coronna,

dass Schüßler-Salze unterstützen können hat niemand bestritten :D .

1. Im vorliegenden Fall ist jedoch noch völlig unklar ob ein primäre Raynaud-Syndrom vorliegt - es kommen noch weitere teils schwerwiegende Erkrankungen als Ursache in Betracht, die zunächst ausgeschlossen werden müssen.

2. Eine Empfehlung in diesem Fall per Internet wäre eine Fernbehandlung und ist rein rechtlich nicht zulässig - und bis zur Ursachenabklärung auch nicht vertretbar

3. Daher mein Hinweis auf therapeutische Führung in diesem Fall ;)

Den Erfahrungsbericht über den Zusammenhang von Raynaud-Syndrom mit hormoneller Verhütung bei Deiner Schwester finde ich hochinteressant :top: . Mich würde sehr interessieren welche Verhütungsmittel Deine Schwester damals genommen hat, gerne auch per PM, falls Du es nicht im Forum posten möchtest ;) .

:wink: LG Rosenfee, die sich über endlich wieder blauen Himmel freut :D

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paul
Beiträge: 3200
Registriert: 5. Mai 2001, 02:00

Beitrag von paul »

Ich würde mal sagen, wenn ein Facharzt für Gefäßkrankheiten (Angiologe) ein primäres Raynaud-Syndrom feststellt, sollte man eigentlich davon ausgehen, dass er sein Handwerk versteht und die Diagnose stimmt. Wenn – wie im vorliegenden Fall – von Helbredelse Zweifel an dieser Diagnose laut werden (weil der Arzt unsicher wirkte, was natürlich erst mal ein rein subjektives Gefühl darstellt), gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit … nämlich einen zweiten Angiologen zu konsultieren und sich diese Diagnose bestätigen lassen … und wenn es denn tatsächlich so ist, dass ein primäres Raynaud-Syndrom vorliegt, kann man sich gezielt über schulmedizinische und alternative Therapiemöglichkeiten auseinandersetzen; alles andere ist rein spekulativ und bringt m.E. nix.
Gruß: Paul

Wer anders ist der Feind der Natur, als der sich für klüger hält als sie, obwohl sie unser aller höchste Schule ist? (Paracelsus)

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*brigitte*
Beiträge: 1339
Registriert: 2. Sep 2003, 14:56

Beitrag von *brigitte* »

Liebe Helbredelse,

ich würde in Deinem Fall auch vor jeder Spekulation um die Richtigkeit der Diagnose sowie wegen einer möglichen Therapie einen zweiten Angiologen aufsuchen und die Diagnose bestätigen lassen (oder eben Deinen Zweifel bestätigen).

Darüber hinaus würde ich Dir einen Heilpraktiker empfehlen, der mittels EAV, Vega-Test oder ähnlichem Deine toxischen Belastungen (z. B. Bakterien, Viren und Pilze) austesten und gegebenenfalls therapieren kann.

Liebe Grüße und viel Erfolg für Dich :wink: Brigitte

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